Tages-Ticker: Nishikori revanchiert sich bei Anderson +++ Thiem schlägt Coric nach grossem Kampf +++ Djokovic profitiert von Aufgabe

Teleclub

1.11.2018

Vorhang auf und Bühne frei für das letzte Masters Turnier des Jahres. Wir halten Sie mit unserem Tages-Ticker über die Geschehnisse aus Paris auf dem Laufenden.

Nishikori revanchiert sich bei Anderson

Kei Nishikori gelingt in seinem Achtelfinal die Revanche für die Finalniederlage in Wien in der vergangenen Woche. Er schlägt den Südafrikaner Kevin Anderson 6:4 6:4 und ist damit der nächste Gegner von Roger Federer. 

Thiem gewinnt nach grossem Kampf gegen Coric

Dominic Thiem feiert in Paris ein Erfolgserlebnis und zieht nach einem intensiven Duell mit dem Kroaten Borna Coric (ATP 13) in den Viertelfinal ein. Nachdem er den ausgeglichenen ersten Satz im Tiebreak noch verlor, konnte der Österreicher dank einer Leistungssteigerung den zweiten Satz klar für sich entscheiden. Im dritten Durchgang gelang Coric zwar das frühe Break, doch Thiem wusste erneut zu reagieren und gewann schlussendlich verdient mit 6:7 6:2 7:5.

Zverev lässt Schwartzman keine Chance

Alexander Zverev entscheidet das Duell gegen Diego Schwartzman klar für sich. Der 1,98 Meter grosse Deutsche schlägt seinen rund 30 Zentimeter kleineren Widersacher aus Argentinien mit 6:4, 6:2 und trifft in den Viertelfinals auf den Russen Karen Khachanov.

Jack Sock wird Favoritenrolle gerecht

Der US-Amerikaner Jack Sock (ATP 23) schlägt Malek Jaziri (ATP 55) aus Tunesien klar mit 6:0, 6:4 und steht in der nächsten Runde, wo er auf den Sieger des Duells Borna Coric gegen Dominic Thiem wartet.

Dzumhur gibt auf – Djokovic ohne Mühe weiter

Novak Djokovic steht in Paris in den Viertelfinals. Der Serbe, der ab Montag die Weltrangliste anführen wird, profitiert von der Aufgabe von Damir Dzumhur. Der Bosnier musste im zweiten Satz beim Stand von 1:2 wegen Rückenbeschwerden aufgeben. Djokovic hatte den Startsatz mit 6:1 gewonnen. Im Viertelfinal bekommt es der Djoker mit dem Kroaten Marin Cilic zu tun.

Khachanov gewinnt Tie-Break-Schlacht gegen Isner

Grosse Freude bei Karen Khachanov. Der Russe schlägt den US-Amerikaner John Isner und steht in der Runde der letzten Acht. Khachanov entschied den ersten Satz mit 6:4 für sich, musste den zweiten aber im Tie-Break abgeben. Auch der Entscheidungssatz ging in die Kurzentscheidung, wo sich der Russe schliesslich mit 10:8 durchsetzen konnte. In den Viertelfinals trifft Khachanov auf den Deutschen Alexander Zverev.

Cilic eliminiert Dimitrov

Marin Cilic steht nach einem Zweisatz-Sieg über Grigor Dimitrov in den Viertelfinals. Der Kroate siegt 7:6, 6:4 und trifft nun auf den Sieger des Duells Novak Djokovic gegen Damir Dzumhur.

Fognini: «Federer ist der König des Tennis»

Nach einem Freilos in der 1. Runde und der Absage von Milos Raonic steht Roger Federer in Paris ohne einen einzigen Ball übers Netz geschlagen zu haben in den Achtelfinals. Da trifft er heute Abend auf den Italiener Fabio Fognini, der ebenfalls von einem Forfait profitierte und wie der Schweizer noch frisch ist.

Fognini gilt als grosser Federer-Fan und lobte seinen heutigen Gegner schon vor einem Jahr in den höchsten Tönen. «Er ist der König des Tennis. Der Tag, an dem er zurücktreten wird, wird der traurigste in der Geschichte unseres Sports sein», so der Italiener. «Roger ist der stärkste Spieler aller Zeiten. Ein Vorbild, nicht nur im Tennis, sondern überall.»

Dreimal traf der 31-Jährige bisher auf Federer, jedesmal gewann der Schweizer, ohne einen Satz abzugeben. Fognini sagt, er habe immer versucht, von Federer zu lernen, letztlich aber akzeptieren müssen, dass das alles andere als einfach ist. «Viele Leute sagen immer: ‹Du musst von Roger und Rafa lernen.› Aber wie machst du das? Es gibt nur einen Roger und einen Rafa. Das ist, wie wenn dir jemand sagt: ‹Steig auf ein Motorrad und fahre wie Valentino Rossi›.»

Hat Fognini heute eine Chance gegen Federer? Ab 19:30 Uhr können Sie die Partie auf Bluewin live mitverfolgen.

Zverev: «Von uns Jungen wird zu viel erwartet»

Alexander Zverev, Dominic Thiem, Stefanos Tsitsipas, Denis Shapovalov: Sie gehören zur hochgelobten «Next Generation» im Männertennis. Noch hat es aber keiner von ihnen geschafft, ein Grand-Slam-Turnier zu gewinnen und so endgültig an der Weltspitze anzukommen. 

Seit 2005 hiess der Sieger eines Major-Turniers nur zweimal nicht Roger Federer, Rafael Nadal, Novak Djokovic, Andy Murray oder Stan Wawrinka. 2009 schaffte Juan Martin del Potro den Coup in New York, vier Jahre später triumphierte an gleicher Stelle Marin Cilic. Auch wenn viele Experten immer wieder glauben, die Zeit sei reif für einen neuen Grand-Slam-Champion, gingen auch dieses Jahr die Trophäen wieder an die «Grossen Drei» Federer, Nadal und Djokovic – so wie bei 49 der letzten 56 Major-Turniere.

Alexander Zverev macht der Druck bei grossen Turnieren offenbar zu schaffen.
Bild: Getty

Zverev hat zwar schon drei ATP-1000-Turniere gewonnen und peilt nun in Paris seinen insgesamt zehnten Karrieretitel an, weshalb er bei Grand Slams auch immer wieder zu den Favoriten gezählt wird. Bei den Majors scheiterte der 21-Jährige aber immer spätestens im Viertelfinal. Die fehlende Erfahrung scheint im Gegensatz zur jugendlichen Unbekümmertheit zu überwiegen. «Es ist für uns nicht leicht. Es wird zu viel von uns erwartet», sagt Zverev im gegenüber «Ubitennis».



Dennoch glaubt der Deutsche, dass die Wachablösung bald kommen könnte – zumal die «Grossen Drei» auch nicht mehr die Jüngsten sind. «Ich denke, dass viele junge Akteure grossartig spielen. Viele von uns stehen bereits in den Top 20 oder 30. Wir werden sehen, was die Zukunft bringt.»

Zverev spielt seine Achtelfinal-Partie heute ab 14 Uhr gegen den Argentinier Diego Schwartman.

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