Ungebrochener Hype um Roger Federer

7.1.2019 - 16:22, SDA

Roger Federer gelingt mit dem Hopman-Cup-Gewinn und vier Einzelsiegen der optimale Saisonauftakt. Er ist das Resultat der perfekt geplanten und verlaufenen Vorbereitung mit dem eingespielten Team.

Der Hype um Roger Federer ist auch - oder vielleicht besonders - im reifen Sportleralter von 37 Jahren ungebrochen. Beim Hopman Cup in Perth, den er an der Seite von Belinda Bencic zum zweiten Mal in Folge gewann, sorgte er erneut für Zuschauerrekorde. Jeder wollte etwas von ihm. Dennoch nahm sich der 20-fache Grand-Slam-Champion, der seine 22. Profisaison in Angriff nimmt, nach dem gewonnenen Final Zeit für ein exklusives Interview mit der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Dabei gab der Baselbieter einen Einblick in seine Zukunftspläne, aber auch in seine Trainingsroutine, die ihn zuversichtlich macht, auch 2019 einiges gewinnen zu können.

«Ich bin anders heute»

«Das Gute ist, dass ich in 20 Jahren nie ein grösseres Problem hatte in der Vorbereitung», erklärt Federer eines seiner Erfolgsgeheimnisse. «Wenn du in der Vorbereitung schon Probleme hast, kannst du das vielleicht ein paar Monate überdecken. Irgendwann im Jahr holt es dich aber ein.» Er zählt dabei auf sein eingespieltes Team um die beiden Coaches Severin Lüthi und Ivan Ljubicic, den Fitnessexperten Pierre Paganini und Physiotherapeut Daniel Troxler. Wichtig sei, nicht zu vergessen, dass er nicht mehr 21 oder 30 sei. «Ich bin anders heute. Man muss jedes Mal wieder schauen, auf was ich Lust habe.»

Weiterhin grosse Lust hat er auf Tennis. Gerade deshalb hat er das harte physische Training einmal mehr auf sich genommen. Ob er auf die Sandplätze zurückkehre, wisse er noch nicht. «Der Anfang und der Schluss des Jahres sind klar. Ich bin im Moment aber noch am Überlegen, wie ich den Frühling fertig spiele, mit Indian Wells, Miami, der Sand- und der Rasensaison.» Er habe eine Idee, müsse aber noch etwas abwarten und mit seinem Team reden.



Olympia-Mixed mit Bencic?

Noch zu weit in der Ferne liegt für Federer hingegen Olympia 2020 in Tokio. Es wäre natürlich verlockend, der Goldmedaille im Doppel (mit Stan Wawrinka) und dem Silber im Einzel weiteres Edelmetall hinzuzufügen, zum Beispiel im Mixed mit Belinda Bencic, da es ja so hervorragend funktioniert. Für den Moment winkt Federer ab. «Das ist noch zu weit weg. Jetzt möchte ich zunächst dieses Jahr gut spielen und dann Ende Jahr für 2020 schauen.»

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