Zweite Medaille in München

Kambundji läuft über 200 Meter zu EM-Gold

Redaktion blue

19.8.2022

Mujinga Kambundji läuft in München über 200 Meter zu EM-Gold.
Mujinga Kambundji läuft in München über 200 Meter zu EM-Gold.
Bild: Keystone

Mujinga Kambundji hat sich den ersehnten ersten Freiluft-Titel gesichert. Die Bernerin gewinnt in München über 200 m das Duell mit der Britin Dina Asher-Smith und ist erstmals Europameisterin.

Redaktion blue

19.8.2022

Über die 100 m liess sich Kambundji am Dienstag im Finish noch abfangen. Über die doppelte Distanz liess die 30-Jährige nichts mehr anbrennen. In 22,32 Sekunden holte die Schweizer Sprintkönigin ihre zweite Goldmedaille in diesem Jahr nach dem Titel über 60 m an der Hallen-WM in Belgrad und ihre zweite Medaille an diesen Titelkämpfen.

Wie erwartet wurde der Kampf um Gold zum Duell zwischen Kambundji und Asher-Smith, die noch über 100 m hatte aufgeben müssen. Mit einem Zehntel Vorsprung überquerte die Schweizerin schliesslich unter den Augen von Bundesrätin und Sportministerin Viola Amherd die Ziellinie. Die restlichen Konkurrentinnen hatten keine Chance. Die Dänin Ida Karstoft wies als Dritte bereits eine halbe Sekunde Rückstand auf.

Wie üblich startete Kambundji schnell. Ausgangs Kurve hatte die Hallen-Weltmeisterin und Olympia-Sechste ihre Konkurrentin Asher-Smith eingeholt. «Dann dachte ich nur, jetzt durchziehen und ja keinen Fehler mehr machen», so eine überglückliche Kambundji in einer ersten Reaktion gegenüber dem Schweizer Fernsehen SRF. Das gelang - auch wenn ihr Schweizer Rekord von der WM in Eugene (22,05) ausser Reichweite lag.

Kambundji sicherte Swiss Athletics die fünfte Medaille an diesen kontinentalen Meisterschaften. Damit hat die Schweizer Delegation den Rekord von 2016 in Amsterdam egalisiert. Und noch dauern die Wettkämpfe zwei Tage. Für Kambundji selbst ist es die vierte Medaille an Freiluft-Titelkämpfen. Nur der Kugelstösser Werner Günthör hat mit fünf Auszeichnungen mehr Edelmetall gewonnen.

Platz 7 für Bonvin

Julien Bonvin klassierte sich bei seiner Final-Premiere über 400 m Hürden im 7. Rang. Der Walliser, erst seit diesem Jahr die Schweizer Nummer 1 in dieser Disziplin, blieb über eine Sekunde über seiner persönlichen Bestzeit, die er am Vortag im Vorlauf aufgestellt hatte.

Nach einem gewohnt ausgezeichneten Start konnte der 23-Jährige die Pace in der zweiten Kurve und auf der Zielgeraden nicht mehr ganz halten. Vermag er sich in Zukunft auf der zweiten Streckenhälfte noch zu steigern, dann ist auch er ein Versprechen für die Zukunft.