Apple bekämpft Recht auf Reparatur

dj

2.5.2019

Nutzer sollen ihre kaputten iPhones nicht reparieren sondern doch lieber ein neues Gerät kaufen.
iStock

Ein Apple-Lobbyist hat dafür gesorgt, dass ein geplantes «Right-To-Repair»-Gesetz in Kalifornien erstmal verschoben wird.

Apple-Geräte sind notorisch schwer zu reparieren. Und wenn es nach dem Unternehmen geht, soll das auch so bleiben. Im Zuge sinkender iPhone-Absätze setzt Apple mehr denn je darauf darauf, dass Kunden lieber neue Geräte kaufen statt ihrer bestehenden zu reparieren.

Wie motherboard.vice.com berichtet, ist es nun Apple-Lobbyisten in Kalifornien gelungen, ein geplantes «Right-To-Repair»-Gesetz — mit dem Tech-Konzerne dazu gezwungen würden, die Reparatur ihrer Geräte zu erleichterten — vorerst auf Eis zu legen. Bei einem Treffen mit Abgeordneten der Staatsversammlung von Kalifornien wurde dabei ein ziemlich dubioses Argument vorgetragen: Kunden könnte sich ja bei Reparatur verletzen.

Vermeintliche Feuergefahr

Apple-Lobbyist Rod Diridon konzentrierte sich auf die Lithium-Ionen-Batterien der Geräte. Würden Kunden diese bei einer Selbst-Reparatur beschädigen, bestehe Feuergefahr. Dieses Risiko ist nicht völlig aus der Luft gegriffen, ein Brand dürfte allerdings nur in Extremfällen auftreten. Das Klettern auf eine Leiter zum Wechseln einer Glühbirne oder der Reifenwechsel an einem Auto sind sicherlich deutlich gefährlicher und dennoch sprechen sich Glühbirnen- und Autohersteller nicht dagegen aus.

Die Angst-Taktik von Apple hat aber vorerst gewirkt, die federführende Abgeordnete Susan Talamantes Eggman zog den Gesetzesentwurf zurück. Die Tech-Hersteller hätten mit «vagen Sorgen» genügend Zweifel bei den Abgeordneten gesät, so dass eine Verabschiedung derzeit unwahrscheinlich sei. Im Januar 2020 will es alamantes Eggman allerdings erneut probieren.

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