Apple will bis zu 500 Millionen Dollar in Akku-Streit zahlen


dpa/dj

3.3.2020

iPhones mit schwacher Batterie wurden heimlich verlangsamt.
Getty Images

Mit einer Entschädigung von 25 Dollar für von «Batterygate» betroffenen iPhone-Besitzern will Apple einen jahrelangen Rechtsstreit beenden. Dabei gibt es allerdings einen Haken. 

Apple will den jahrelangen US-Gerichtsstreit um gedrosselte iPhones mit der Zahlung von bis zu einer halben Milliarde Dollar beenden. Für betroffene Kunden ist in dem Vergleich eine Zahlung von 25 Dollar pro Gerät vorgesehen, wie aus kalifornischen Gerichtsunterlagen hervorgeht. Apple bietet mindestens 310 Millionen Dollar (297 Mio Franken) — betont aber zugleich, die Einigung sei nicht mit einem Schuldeingeständnis verbunden.

Der Streit war Ende 2017 ausgebrochen, nachdem Messwerte belegten, dass bei iPhones mit älteren Batterien die Spitzenleistung des Prozessors gedrosselt war. Die Smartphones konnten dadurch langsamer wirken. Apple erklärte, die Massnahme sei nötig gewesen, damit sich die Telefone nicht plötzlich abschalten, wenn ein angeschlagener Akku nicht genug Strom liefern kann.

Geld nur für Amerikaner

Doch schnell wurden mehrere Konsumentenklagen gegen den Konzern eingereicht. Die Kläger argumentierten unter anderem, dass ein Batteriewechsel viel günstiger sei als der Kauf eines neuen Geräts. Apple habe die Kunden jedoch nicht auf diesen Weg hingewiesen, ihr iPhone schneller zu machen.

Apple machte danach den Batteriewechsel günstiger und informiert Nutzer nun ausführlicher über den Zustand der Akkus. Die Kontroverse betraf die Modelle iPhone 6, 6s und 7. Die Vergleichsvereinbarung mit den Klägern muss nun noch vom Gericht abgesegnet werden. Nur Amerikaner werden in den Genuss der Entschädigung kommen können. In Frankreich und Italien wurde Apple wegen dieser Angelegenheit bereits zu Bussen verdonnert.

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