Apple will verbesserte Privatsphäre bei Werbung

dj

23.5.2019

Beim Online-Shoppen sollen Nutzer laut Apple nicht mehr individuell verfolgt werden können.
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Internet-Nutzer sollen nicht mehr von Werbetreibenden verfolgt werden können, schlägt Apple vor

Die Macher des Apple-Browsers Safari haben einen Vorschlag zu einer datenschutzgerechten Implementierung von Online-Werbung gemacht. Apple sieht darin einem Kompromiss zwischen den legitimen Interessen der Werbeindustrie und dem Privatsphärenschutz der Nutzer. Dazu soll das derzeit übliche Verfahren zur Messung des Erfolgs von Werbeanzeigen abgeändert werden.

Wenn ein Nutzer auf Website A auf einen Werbebanner für Online-Shop B geklickt und dann dort etwas gekauft hat, bekommt A üblicherweise eine Provision von B. Nachvollzogen wird das normalerweise durch Cookies auf den Rechnern der Nutzer. Doch diese erlauben es dann auch, einzelne Nutzer über mehrere Seiten zu verfolgen und detaillierte Shopping-Profile von ihnen zu erstellen. Mit solchen Tracking-Cookies steht Apple schon seit längerem auf dem Kriegsfuss und will ihnen nun einen weiteren Riegel vorschieben.

Anonyme Infos über Einkäufe

Dazu sollen die Infos, die zwischen Websites per Cookies geteilt werden, anonymisiert werden. Im genannten Beispiel heisst das, dass Website A nur noch die Information bekommt, dass irgendein Nutzer nach dem Klick auf den Werbebanner auf seiner Seite irgendetwas bei B gekauft hat. So lässt sich zwar weiterhin feststellen, welche Werbekampagne erfolgreich war, aber konkrete Aktionen lassen sich nicht mehr bestimmten Nutzern zuordnen.

Apple nennt die Technik «Privacy Preserving Ad Click Attribution» und will, dass sie zum allgemeinen Web-Standard wird. Dabei könnte man allerdings auf Widerstand der Konkurrenz von Google und Facebook stossen. Denn deren Geschäftsmodell besteht darin, Nutzerprofile zu erstellen um massgeschneiderte Werbung anzuzeigen. Dies würde durch eine Umsetzung des Standards verunmöglicht werden.

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