Auch Microsoft macht keine Werbung auf Facebook mehr

dj

30.6.2020 - 10:50

Microsoft-Chef Satya Nadella gibt seinem Kollegen Mark Zuckerberg erst mal kein Geld mehr.
Getty Images

Facebook laufen die Werbekunden davon, Microsoft lanciert ein Datenrettungstool und die «New York Times» zieht sich aus Apple News zurück. Das und mehr in den Digital-News des Tages.

Auch Microsoft schaltet keine Werbung mehr auf Facebook und dessen Tochter Instagram. Dies passiere nicht als direkte Reaktion auf die derzeit aktive Boykottkampagne gegen Facebook, sondern sei bereits im Mai entschieden worden, berichtet «Axios». Sorgen, dass Microsoft-Werbung neben problematischen Inhalten wie Hassrede erscheinen könnte, seien ausschlaggebend gewesen. In 2019 gab Microsoft 115 Millionen Dollar für Facebook-Werbung aus.

Der Boykott selbst nimmt aber weiter an Fahrt auf. Adidas und Tochter Reebok werden weltweit die Werbung auf Facebook und Instagram vorerst bis Ende Juli einstellen. Gleiches gilt für Konkurrent Puma. Mit Nestlé hat hingegen ein grosses Schweizer Unternehmen erklärt, nicht am Boykott teilnehmen zu wollen.



Microsoft lanciert Datenrettungstool

Microsoft hat ein kostenloses Datenrettungstool für Windows veröffentlicht, meldet «The Verge». Windows File Recovery hat allerdings keine grafische Oberfläche, sondern lässt sich nur über die Kommandozeile bedienen. Es soll speziell für das Windows-Dateisystem NTFS optimiert sein und in der Lage sein, versehentlich gelöschte Dateien wiederherzustellen.

TikTok überträgt Verantwortung für Nutzerdaten nach Irland

Die Daten von europäischen TikTok-Nutzern werden nun von Irland aus verwaltet, wie das Unternehmen mitteilte. Bisher erfolgte dies aus der US-Niederlassung des Social-Media-Dienstes. Viele grosse Tech-Konzerne haben ihren Europa-Sitz in Irland, vor allem aufgrund niedriger Steuern und eher lässiger Datenschutzbehörden.

«New York Times» zieht sich aus Apple News zurück

Die «New York Times» hat ihre Artikel aus Apple News zurückgezogen, wie die Zeitung selbst berichtet. Mit dem Dienst könne man keine «direkte Verbindung» mit dem Leser herstellen. Neue zahlende Abonnenten zu gewinnen, ist das Kernziel des Geschäftsmodells der «New York Times».

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