Facebook gibt Schmutzkampagne zu

dj

22.11.2018

Elliot Schrage (rechts im blauen Shirt) übernimmt die Verantwortung für die Facebook-Schmutzkampagne und will damit seine Chefs Mark Zuckerberg (mitte mit Mikrofon) und Sheryl Sandberg (links neben Zuckerberg) aus der Schusslinie ziehen.
Getty Images

Facebook gesteht die Beauftragung einer Schmutzkampagne ein, Werbetafeln könnten bald durch Städte kurven und Apple arbeitet möglicherweise an einem Chromcast-Konkurrenten — das und mehr in den Digital-News des Tages

Am Abend vor Thanksgiving, als sich die meisten amerikanischen Journalisten schon bei ihren Familien auf das Festessen am wichtigsten amerikanischen Feiertag vorbereiten, hat Facebook seine bisherigen Dementis zu einer «New York Times»-Story aufgegeben. Ja, man habe die PR-Firma Definers engagiert, um eine Kampagne gegen den Investor und Grossspender der Demokraten, George Soros, zu führen, schreibt Elliot Schrage, der noch für die Kommunikation zuständige Facebook-Manager.

Schrage hatte bereits zuvor angekündigt, das Unternehmen zu verlassen, weshalb Beobachter ihn nun als Sündenbock für seine Chefin, Facebook-COO Sheryl Sandberg, sehen. Die meldet sich in der Facebook-Mitteilung — die im Stil eines internen Memos gehalten ist aber natürlich für die öffentliche Rezeption konzipiert wurde — ebenfalls zu Wort und räumt nun ein, über die Definers-Arbeit informiert worden zu sein. Letzte Woche hatte sie noch jede Kenntnis davon bestritten. Dass Facebook ehrliche Reue zeigt, glaubt etwa ein Autor der «New York Times»-Story nicht:

Erwähnte «New York Times» berichtet auch näher über Definers. Der PR-Firma unter der Leitung des republikanischen Strategen Tim Miller gelang ein rasanter Wachstum im Silicon Valley. Neben Facebook gehörte zu seine Kunden etwa der Taxidienst-Dienst Lyft oder der Chip-Hersteller Qualcomm. Für letztern führte Definers eine Schmutzkampagne gegen Apple — die beiden Unternehmen sind in einen langwierigen Rechtsstreit verwickelt.

Definers verbreitete unter anderem, dass Apple-Chef Tim Cook ein potenzieller Kandidat der Demokraten bei der Wahl 2020 sei. Damit sollte Apples Verhältnis zu den in Washington regierenden Republikanern vergiftet werden.
Getty Images

Die nächste «Innovation» beim autonomen Fahren ist hier. Das DragonFly Intelligent Advertising Vehicle der chinesischen Robotik-Firma PerceptIn ist eine Kombination aus Werbetafel und Verkaufsautomat. Die Apparatur soll selbstständig durch Innenstädte fahren und Kunden anlocken oder auf Bestellung vorbeikommen, schreibt mashable.com.

Ob das DragonFly Intelligent Advertising Vehicle wirklich für Begeisterung sorgen wird?
PerceptIn

Apple überlegt offenbar, ein Dongle im Stile von Googles Chromecast oder Amazons Fire TV Stick herauszubringen. Da Apple auch immer mehr eigenen Inhalte wie Serien oder Filme produzieren will, muss es diese irgendwie zu potenziellen Kunden bringen. Die Set-Top-Box Apple TV kostet jedoch knapp das Vierfache von Chromecast oder Fire TV Stick. Ob Apple ein günstigeres Gerät wirklich auf den Markt bringt, ist noch unklar, so engadget.com

Forscher des Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben das erste Flugzeug mit einem Ionenantrieb gebaut. Der 2,5 kg schwere Prototyp flog für knapp neun Sekunden durch eine Turnhalle. Sollte sich die Technologie als praktikabel erweisen, könnte sie den weltweiten Flugverkehr revolutionieren, schreibt «Nature», das auch ein kurzes Video über den Erstflug produziert hat:

Weitere Digital-News

Auf Instagram steht ein Neudesign der Profilseiten bevor. Die Buttons und Icons sollen neu arrangiert werden, um das Profil übersichtlicher zu machen, schreibt der Dienst auf seinem eigenen Blog.

Wenig überraschend: Auf Twitter reden Journalisten vor allem gerne über sich selbst, so der ORF.

Tabs im Google-Browser Chrome sollen sich schon bald zur besseren Übersichtlichkeit in Gruppen zusammenfassen lassen, schreibt androidpolice.com.

Die Firma «e*Message Wireless Information Services Deutschland GmbH» ist mit einer Markenschutzklage gegen Apple gescheitert. Zwischen dem eigenen «e*Message»-Dienst und «iMessage» von Apple bestehe keine Verwechslungsgefahr, so das Landgericht im norddeutschen Braunschweig.

Aufgrund eines «technischen Fehlers» hat Amazon eine unbekannte Anzahl an E-Mail-Adressen von Kunden öffentlich gemacht, schreibt techcrunch.com. Betroffene Kunden seien bereits informiert worden.

BMW will in China einen eigenen Taxi-Dienst starten, so Reuters. Der Markt dort wird derzeit vom Lokalmatador Didi Chuxing dominiert.

Der chinesische Tech-Gigant Xiaomi arbeitet möglicherweise an einem eigenen eReader als Konkurrenz zu Amazons marktdominierendem Kindle. Das deutete zumindest Xiaomi-Manager Li Chuangqi in einer Antwort auf Nutzerfragen an, über die gizmochina.com berichtet.

Bilder des Tages

Zurück zur Startseite