Wir machen einen Neuling zum Gamer

Fabian Gilgen

20.3.2020 - 11:04

Wir machen einen Neuling zum Gamer

Wir machen einen Neuling zum Gamer

Immer mehr Menschen interessieren sich fürs Thema Gaming. Gerade zu Zeiten des Coronavirus spielen besonders viele, weil sie zu Hause bleiben müssen. Aber wie einfach ist es für einen Neuling, den Umgang mit dem Gaming-Controller zu lernen? Diese Fra

19.03.2020

Immer mehr Menschen interessieren sich fürs Thema Gaming. Gerade zu Zeiten des Coronavirus spielen besonders viele, weil sie zu Hause bleiben müssen. Aber wie einfach ist es für einen Neuling, den Umgang mit dem Gaming-Controller zu lernen? Diese Frage haben wir an einem Versuchskaninchen untersucht.

Laut einer Studie der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften spielte 2019 jeder dritte Schweizer mindestens einmal wöchentlich Videospiele. Zudem ist Gaming längst keine reine Männerdomäne mehr. Und doch gibt es Leute, die sich noch nie wirklich mit diesem Thema auseinandergesetzt haben, so wie Nadia.



Die Lehrlingsbetreuerin der Swisscom hat höchstens mal «Solitaire» oder «Sudoku» auf dem Handy gespielt, aber etwas wie eine Spielkonsole hatte sie nie, wie sie selbst erklärt. Darum haben wir beschlossen, Nadia an die Hand zu nehmen und aus ihr eine waschechte Gamerin zu machen.

Das Experiment

Schnell merken wir, dass Nadia tatsächlich noch nie einen Gaming-Controller in der Hand gehalten hat. Immer wieder muss sie auf den Controller schauen, um die richtigen Knöpfe zu suchen. Aber im Spiel «Unravel Two», was wir für sie als erstes Spiel ausgesucht haben, macht sie schnell Fortschritte.

Aber nicht nur Nadia hat zu kämpfen. Auch der manchmal ungeduldige Coach Martin findet nicht immer aufbauende Worte. «Das sieht ja wirklich unbeholfen aus», meint er, als Nadia versucht, über ein Hindernis zu springen. Doch Nadia lässt sich durch solche Kommentare des Coachs und etlichen Fehlschlägen nicht beeindrucken und tritt schliesslich an der Seite ihres Trainers die Schlussprüfung an.



Die beiden werden im Spiel von einem wilden Truthahn verfolgt, der keine Gnade kennt. Nadia konzentriert sich vollkommen auf das Spiel und beginnt langsam aber sicher, wie ein richtiger Gamer zu agieren. Und so schafft sie es schliesslich sogar, den hungrigen Truthahn abzuhängen.

Wir sehen es Nadia an, dass diese Gaming-Session an ihren mentalen Kräften gezerrt hat. Und doch scheint sie Blut geleckt zu haben. «Es hat mega viel Spass gemacht und war auch super abwechslungsreich», meint sie abschliessend. Wer weiss, vielleicht wird Nadia ein anderes Mal wieder mit uns spielen. Dann widmen wir uns auch etwas anspruchsvolleren Spielen. Vielleicht «Call of Duty»?

Die besten Familien-Games für die Quarantäne

Zurück zur Startseite