Jeff Bezos spricht sich für höhere Steuern aus

dj

7.4.2021

Jeff Bezos zeigt sich spendabel und will vielleicht mehr Steuern zahlen.
Jeff Bezos zeigt sich spendabel und will vielleicht mehr Steuern zahlen.
Keystone

Jeff Bezos unterstützt Bidens Steuerpläne, Massenproduktion des iPhone-Chips wird vorgezogen und Microsoft versenkt seine Server in Flüssigkeit. Das und mehr in den Digital-News des Tages.

dj

7.4.2021

Amazon-Chef Jeff Bezos — der reichste Mensch der Welt — hat sich positiv über Pläne von US-Präsident Joe Biden geäussert, für die Finanzierung eines gigantischen Infrastrukturprogramms die Unternehmenssteuern in den USA zu erhöhen. Amazon würde eine solche Erhöhung unterstützt, heisst es einem in Namen von Bezos veröffentlichen Statement.

Die republikanische Opposition und die meisten Unternehmensverbände habe sich gegen die Erhöhung ausgesprochen. Bezos versucht offenkundig, ein wenig guten Willen bei Biden zu erzeugen. Der hatte sich erst vor wenige Monaten auf die Seite von Aktivisten geschlagen, die in einem Amazon-Lieferzentrum eine Gewerkschaft gründen wollen.

Ausserdem dürfte eine Erhöhung Amazon nur bedingt treffen, da das Unternehmen sehr versiert darin ist, durch Ausnutzung jeglicher denkbarer Steuerschlupflöcher möglichst wenig an den Staat abzugeben. In 2020 hatte Amazon bei einem Rekordgewinn eine effektive Steuerrate von 9,4 Prozent, weniger als die Hälfte der gesetzlichen 21 Prozent.



Massenproduktion des iPhone 13-Chips beginnt im Mai

Bereits nächsten Monat soll mit der Massenproduktion des A15-Chips begonnen werden, der das für September erwartete iPhone 13 antreiben wird, berichtet «Macrumors». Chip-Fertiger TSMC beginnt damit früher als sonst üblich mit der Produktion. Apple will offenbar sicherstellen, dass es dieses Jahr keine Verzögerung bei der Lancierung neuer iPhones gibt. In 2020 kamen die neuen iPhones wegen Corona rund einen Monat später als gewöhnlich auf den Markt.

Microsoft versenkt Server in Flüssigkeit

Microsoft hat Server zur Kühlung in einer Flüssigkeit versenkt. Diese hat eine Siedetemperatur von bereits 50 Grad. Die verdampfte Flüssigkeit wird aufgefangen und kondensiert dann wieder, sodass ein geschlossener Kühlkreislauf entsteht, berichtet «The Verge». Traditionelle Kühlungsmethoden von Server-Standorten verbrauchen üblicherweise viel Wasser.

Clubhouse will vier Milliarden Dollar wert sein

Die Audiochat-App Clubhouse sucht nach frischen Investoren. Wie «Bloomberg» berichtet, bewertet sich die Firma in den Verhandlungen dabei selbst mit vier Milliarden Dollar. Noch Ende letzten Jahres wurde Clubhouse nur mit rund 100 Millionen Dollar bewertet.