Soziale MedienSocial-Media-Stress kann zu Sucht führen – ein Teufelskreis
dpa/dj
11.9.2019
Posten, daddeln, chatten – die Aktivitäten in einem Social-Media-Netzwerk sind vielfältig. Mal ermöglichen sie Flucht vor Stress, mal sind sie aber auch die Ursache.
Source:dpa
Gestresst von Facebook, Instagram, Twitter & Co.? Dann beschäftigt man sich besser gleich mit etwas ganz anderem. Sonst droht ein Teufelskreis.
Wer sich von sozialen Netzwerken gestresst fühlt, könnte sie weniger oder gar nicht nutzen. Doch stattdessen wechseln manche lediglich die Netzwerkfunktion. Das haben Wissenschaftler der Universitäten Bamberg und Erlangen-Nürnberg und Lancaster (Grossbritannien) herausgefunden.
Bei Facebook beispielsweise gibt es neben der Möglichkeit, Beiträge zu posten, ganz unterschiedliche weitere Funktionen und Angebote – vom Chatten über das Posten von Bildern bis zu Online-Spielen. Doch damit entziehen sich Opfer von Social-Media-Stress den Ursachen des Problems – ohne aber das Medium zu verlassen, auf dem es entstanden ist.
Vom Posten zum Zocken
Die Forscher haben die Gewohnheiten von 444 Facebook-Nutzern
untersucht. Ein Ergebnis: Sobald Aktivitäten wie Chatten, das Lesen der Nachrichten-Feeds oder das Posten von Updates zu Stress führten, wechselte ein Teil der Probanden zu einer anderen Aktivität innerhalb des Netzwerks.
Dieses Verhalten erhöht den Wissenschaftlern zufolge aber die Wahrscheinlichkeit, dass die Nutzer eine Sucht entwickeln. Die Grenze zwischen stressverursachender und zwanghafter Nutzung eines Netzwerks zur Stressbewältigung verschwimmt dann – ein Teufelskreis.
Ein anderer Teil der Probanden begegnete Netzwerk-Stress auf naheliegende Art und Weise: Sie klinkten sich aus der Plattform aus und wichen auf Aktivitäten ausserhalb sozialer Medien aus. Sie sprachen mit Freunden oder der Familie über ihre Probleme und verbrachten weniger Zeit im Netzwerk.
Wer wie reagiert, hängt den Forschern zufolge auch mit der Nutzungsintensität der Netzwerke zusammen: Je stärker jemand soziale Medien nutzt, desto wahrscheinlicher ist es, dass er sie auch zur Ablenkung bei Stress einsetzt – und auf diese Weise vielleicht eine Abhängigkeit von einer Plattform entwickelt.
Mit diesen Tipps und Tricks bleiben Sicherheit und Privatsphäre auf Facebook gewährt.
Bild: Keystone
Beste Methode zum Schutz des Zugangs zum eigenen Facebook-Account ist die Aktivierung der Zwei-Faktor-Authentisierung. Einrichten lässt sich das in den Einstellungen unter «Sicherheit und Login» --- «Verwende die zweifstufige Authentifizierung».
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Hier kann man etwa die Google Authenticator-App verwenden. Mit dieser muss ein QR eingescannt werden.
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Die App erzeugt nun ständig neue Codes.
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Die man dann zum Anmelden bei Facebook zukünftig eingeben muss.
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Ebenfalls hilfreich sind die Vertrauenskontakte. Wurde das eigene Facebook-Konto von Fremden übernommen, können drei bis fünf zuvor festgelegte Freunde Sicherheitscodes schicken, mit denen man ein Facebook-Konto zurückbekommen kann. Diese Option gibt es in den Einstellungen unter «Sicherheit und Login».
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Dort gibt es auch eine Übersicht, auf welchen Geräten man gerade bei Facebook eingeloggt ist. Entdeckt man hier etwas Verdächtigtes, lässt sich der Login dieses Geräts beenden.
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Schliesslich sollte man auch noch Anmeldewarnungen aktivieren. Hier gibt es eine Benachrichtigung per E-Mail, wenn man sich auf einem neuen Gerät bei Facebook einloggt.
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In regelmässigen Abständen sollte auch die Liste der autorisierten Logins überprüft werden. Finden sich hier längst nicht mehr genutzte Geräte, sollten diese entfernt werden.
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Auch welchen Apps man Zugriff auf das Facebook-Konto gestattet hat, sollte regelmässig kontrolliert werden. Das geht in den Einstellungen unter «Apps und Websites». Hier sollte man nicht nur auf die aktiven Apps schauen, sondern auch die Verbindung zu abgelaufenen Apps kappen.
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Es muss doch nicht sein, dass Facebook die eigenen persönlichen Daten für Werbung verwendet. In den Einstellungen unter «Werbeanzeigen» lässt sich das unterbinden.
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Die Gesichtserkennung mag man etwas verstörend finden. Sie lässt sich in den Einstellungen unter «Gesichtserkennung» abschalten.
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Auch für die Privatsphäre sollte man etwas tun. In den Einstellungen im entsprechenen Reiter kann man etwa bestimmen, wer einen wie auf Facebook finden kann. «Freunde» ist hier immer die sicherste Lösung.
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Gleiches gilt für Einträge auf der Chronik.
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Schliesslich schadet es auch nicht, ein Facebook-Testament zu erstellen. In den Einstellungen unter «Allgemein» --- «Konto verwalten» kann man einen Nachlasskontakt bestimmen. Dieser kann entscheiden, was nach dem eigenen Tod öffentlich auf dem Facebook-Profil sichtbar ist.
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Alternativ kann man auch festlegen, dass das Facebook-Konto nach dem eigenen Ableben restlos gelöscht wird.
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