Retter in der Not Wie Sie Ihre alten USB-Sticks sinnvoll weiter nutzen können

Dirk Jacquemien

8.4.2018

Schmeissen Sie Ihre alten USB-Sticks nicht weg: Es gibt noch genügend Einsatz-Möglichkeiten für die Gigabyte an Speicher, die bei Ihnen in der Schublade herumliegen. Hier sind die praktischsten Recycling-Tipps.

1. Backup für wichtige Reisedokumente

Kaum jemand möchte einen Laptop oder einen Aktenordner mit in die Ferien nehmen. Doch gerät man dort in eine Notsituation, braucht man möglicherweise trotzdem schnell Zugriff auf wichtige Dokumente.

Auf eine stabile Internetverbindung und damit Zugriff auf die Cloud kann man sich im Ausland auch nicht verlassen. Warum also nicht einen USB-Stick nutzen? Auf diesem könnten dann beispielsweise Scans von Reisepässen oder von wichtigen Versicherungsunterlagen ablegt werden. So haben Sie wenigstens etwas in der Hand, wenn Sie Ihren Reisepass im letzten Backpacker-Hotel liegen lassen haben.

2. Der Rettungs-Stick für Windows und macOS

Kaum ein Betriebssystem wird heute noch auf DVDs ausgeliefert, zudem haben immer weniger Computer auch ein entsprechendes Laufwerk. Für den Fall, dass das Betriebssystem plötzlich ausfällt und der Computer nicht mehr starten will, sollte man also schon in guten Zeiten vorsorgen.

Und zwar mit dem Erstellen eines Wiederherstellungs-Sticks. Wie das bei Windows funktioniert, erklärt Microsoft hier. Und eine Anleitung für macOS finden Sie hier.

3. Eigenes Betriebssystem zum mitnehmen

Muss man auswärts fremde Computer nutzen muss, weiss man nie, ob diese auch sicher sind. Warum also nicht direkt ein eigenes Betriebssystem mitbringen?

Da gibt es zum Beispiel «Tails». Das ist ein so genanntes Live-Betriebssystem, das komplett auf einen USB-Stick passt und von diesem auch gestartet werden kann. Tails hat sich besonders der Privatsphäre verschrieben und bietet etwa anonymes Surfen.

4. Mixtape

Früher, das heisst vor allem in 1980ern und 90ern, gab es kaum etwas romantischeres, als der angebeteten Person in liebevoller Arbeit ein Mixtape zusammenzustellen, das perfekt die eigene Persönlichkeit widerspiegelt.

Doch heutzutage hat kaum jemand mehr einen Kasettenspieler und Menschen unter 30 ist das Konzept des Mixtapes sowieso meistens völlig fremd. Doch die Tradition lässt sich wiederbeleben. Einfach einen USB-Stick mit den Lieblingsliedern in digitaler Form füllen und verschenken.

5. Zeitkapsel

Sie wollen für sich oder Ihre Nachfahren etwas aus dem Jahre 2018 festhalten? Statt eine Metallurne im Garten zu verbuddeln, erstellen Sie doch einfach eine USB-Stick-Zeitkapsel. Darauf können Sie etwa Videos der letzten Familienfeier, Bilder Ihrer Reisen, der aktuellen Technik oder Tweets von Donald Trump speichern.

Zugegeben, es ist eher unwahrscheinlich, dass Computer in 40, 50 Jahre noch Anschlüsse haben werden, in denen man einen USB-Stick stecken kann. Aber auf dem Amazon der Zukunft können Ihre Ur-Enkel bestimmt einen entsprechenden Adapter finden.

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