Welchem Zombie würdest du entkommen?

Von Fabian Tschamper

30.10.2021

Schnell oder langsam, schlau oder dumm: Wie gefährlich Zombies in Filmen sind, kommt auf die Kombination an. Welchem Untoten würdest du in der Realität am ehesten entkommen? Hier folgen die Bedrohungsstufen.

Von Fabian Tschamper

30.10.2021

Die Popkultur liebt ihre modrigsten Vertreter*innen, mit leerem Blick und ausgestreckten Armen schlurfen sie dir entgegen.

Das ist der klassische Zombie. Doch in der langen Filmgeschichte haben sich die Untoten gewandelt, mal zum Vorteil der Überlebenden und manchmal halt nicht.

Zur Analyse habe ich die verschiedenen Zombie-Typen in vier Kategorien gepackt. Und wir fangen mit der harmlosesten an. Verhältnismässig harmlos natürlich, Zombies sind immer spooky.

Langsam und dumm

Genau so hat uns Zombie-Vater George A. Romero die Untoten vorgestellt. «Wenn es in der Hölle keinen Platz mehr hat, werden die Toten auf der Erde wandeln», wie es im Film «Dawn of the Dead» (1978) heisst. Romeros Zombies laufen in Horden, angezogen von Lärm oder noch warmem Blut.

Sich zu verbarrikadieren oder hinter hohen Wänden zu verstecken, dürfte sehr sicher sein. Eine Nahkampfwaffe wie ein Messer oder Baseballschläger ist genug, um sich um diese Modernden zu kümmern.

Du kannst es schaffen!

Ein moderneres Beispiel – und ein witziges – ist «Shaun of the Dead» (2004), die direkte Anlehnung an Romeros Meisterwerk. Hauptcharakter Shaun (Simon Pegg) wacht in der Zombie-Apokalypse auf und versucht sich und seine Freunde in Sicherheit zu bringen. Die Horror-Komödie spielt mit dem Klischee des dummen und langsamen Zombies. Definitiv eine Empfehlung für Zartbesaitete, die sich wegen Halloween trotzdem einen Horrorfilm gönnen möchten.

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Langsam und schlau

Diese Untoten sind richtig perfide. Du kannst wegrennen, aber verstecken kannst du dich nicht. Auch dieses Konzept hat George Romero in seinen Filmen «Land of the Dead» (2005) und «Day of the Dead» (1985) ausprobiert.

Das Problem der vorhin erwähnten hohen Wände oder Barrikade ist: Die Zombies finden einen Weg, diese zu umgehen. Etwa durch einen Haufen Untoter, die zu einer Rampe gestapelt werden.

Wechsle also häufig die Lokalität! Am besten bleibst du gleich auf der Strasse und hältst nur für Nahrung, Waffen oder Medizin an.

Hier empfehle ich dir «The Evil Dead» von 1981 oder die neueren Versionen, eigentlich alle Filme mit «Evil Dead» im Titel und Schauspieler Bruce Campbell in der Hauptrolle. Grossartiges Trash-Kino.

Schnell und dumm

Ironischerweise sehen die Überlebenschancen langsam, aber sicher nicht mehr so rosig aus. Der dumme und sprintende Zombie ist schrecklich. In Sachen Strategie empfehle ich hier auch eine verstärkte Barrikade, ideal wäre ein hohes Gebäude mit Gängen, die sich leicht blockieren lassen.

Messer und Baseballschläger tun es hier auch nicht mehr. Schusswaffen sind die einzige Vorsorge, sonst wirst du schnell überrannt. Klar bist du noch schlauer als die Blutgierigen, aber du bist nicht schneller als sie. Jeder dieser Zombies ist Usain Bolt.

Im Film «Zombieland» (2009) wird dies schön beschrieben: Eine der wichtigsten Regeln in der Untoten-Apokalypse ist Cardio-Training. Es kann schon mal sein, dass du mit einem Zombie im Nacken um eine Tankstelle rennst – dies während du deine Knarre nachlädst oder den Autoschlüssel suchst.

Das war kein eigenes Beispiel, das ist buchstäblich die Eröffnungssequenz von «Zombieland». Also schön die alte Pumpe auf Trab halten!

Schnell und schlau

Es gibt leider keine andere Art, dir dies mitzuteilen: In diesem Fall ist der Tod nur eine Frage der Zeit. Alle Waffen und Barrikaden der Welt werden dich nicht vor diesen furchteinflössenden Jägern retten.

Sie sprinten auf dich zu, umgehen Hürden, springen über Fallgruben – ihre Augen fixiert auf deine köstliche Visage. Usain Bolt kombiniert mit Albert Einstein quasi.

Im Klassiker «28 Days Later» (2002) sehen sich die Protagonisten – unter anderem «Peaky Blinders»-Darsteller Cillian Murphy – konfrontiert mit dieser Ausgeburt der Hölle. Weitere Beispiele für diese Art Zombie sind «Quarantine» (2008) und das «Dawn of the Dead»-Remake von 2004.

In diesem Sinne Happy Halloween! Und schliess die Haustür immer brav ab.

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