Nicole Berchtold: «Liebe und Anstand kann man nicht kaufen»

Von Carlotta Henggeler

16.1.2020

TV-Moderatorin Nicole Berchtold («Glanz & Gloria») verrät, wie sie ihr erstes Geld verdient hat, warum sie Socken nicht mag und was Luxus für sie bedeutet.

Frau Berchtold, in Ihrer neuen SRF-Sendung «Was kostet die Schweiz» geht es um Lieblingsprodukte von Schweizern – und was Schoggi und Co. kosten. Womit haben Sie Ihre ersten Batzen verdient?

Mein erstes Geld habe ich als Schülerin verdient, als ich jeweils am Samstag im Altersheim ausgeholfen habe. Eine intensive Zeit, mit vielen bereichernden Erfahrungen.

Wofür geben Sie gern Geld aus?

Für die Kinder und für Ferien, das finde ich richtig gut investiertes Geld. Denn, wie hat Daniel Craig gerade so schön gesagt: ‹Wer reich stirbt, hat etwas falsch gemacht!› Ich bin keine typische Schweizerin, die das Geld immer nur aufs Sparbüechli legt. 

Was ist Ihnen zu teuer?

Socken – die verschwinden auch immer irgendwie, vor allem die eine.

Wenn Sie nur noch 100 Franken auf dem Konto hätten, wofür würden Sie diese ausgeben?

Das wäre kein gutes Zeichen – ich hoffe nicht, dass das mal eintreffen wird. Falls aber doch, dann würde ich diese letzten 100 Franken sehr gezielt ausgeben, sicher für die Familie.

Was kann man für kein Geld der Welt kaufen?

Gesundheit, Liebe, Glück, Zeit. Aber auch Anstand und Stil.




Was ist Luxus?

Zeit für die Familie und für mich zu haben – und genug Schlaf zu bekommen! Beruflich das zu tun, was mich glücklich macht, und wenn ich den Zuschauerinnen und Zuschauern dabei auch noch ein paar Konsumententipps mit auf den Weg geben kann, dann «fägt» das umso mehr.

In der ersten Folge geht es um Schokolade. Sind Sie eine Naschkatze?

Und wie. Ich würde auf vieles verzichten, aber nicht auf Schokolade! Schoggi gehört bei mir jeden Tag dazu, das muss einfach sein.

«Was kostet die Schweiz» ist ein Info-Format. Wie gefällt Ihnen die Moderation eines solchen Formats?

Das gefällt mir sehr, obwohl ja auch «Glanz und Gloria» bei der Information angesiedelt ist. Es ist aber insofern etwas anderes, als dass ich nicht im Studio moderiere, sondern unterwegs bin und zu den Protagonisten hingehe. Ich spreche mit Leuten aller Couleur – vom CEO bis zum Pistenbullyfahrer –, das finde ich spannend! Schlussendlich will ich aber Zahlen und Fakten recherchieren und hake auch mal kritisch nach. Mein Ziel ist es, mit der Sendung die Leute zu unterhalten, aber auch einen Mehrwert zu generieren – es geht um praktische Tipps, wann buche ich zum Beispiel am besten meine Ferien? Sind Onlineflugtickets immer günstiger? Woran erkenne ich eine gute Matratze? Wie viel kostet mich meine Katze? 

Würden Sie gern vermehrt solche Formate moderieren?

Bei «Glanz und Gloria» bin ich nach wie vor mit viel Herzblut dabei. Die Sendung hat sich in den letzten 13 Jahren weiterentwickelt, man könnte fast sagen, sie wurde erwachsen. Und nun steht eine Neulancierung an, es wird also nicht langweilig. Nichtsdestotrotz sind es besonders solche «Zusatzämtli» wie bei «Was kostet die Schweiz», die mich als Moderatorin und auch als Mensch aus der Komfortzone locken. Genau so soll es sein, denn Stillstand ist langweilig.

Wann findet der «g&g»-Relaunch statt?

Der ist für diesen Frühling geplant. Die Probephase läuft in diesen Tagen an, es ändert ja nicht nur der Name, sondern es gibt auch sonst ein paar Neuerungen.

Neu heisst die Sendung nicht mehr «Glanz & Gloria», sondern «Gesichter & Geschichten». Und was wird inhaltlich neu?

Unsere Sendung bekommt mehr Sendezeit, und wir haben täglich einen «Kopf des Tages», mit dem wir ein Gespräch im Studio führen. Auf diese Neuerung freue ich mich als Talkerin natürlich besonders. Zu den inhaltlichen Änderungen kommt dann auch ein neues Studio und also auch topmoderne Technik dazu. Inhaltlich unterstreicht das neue Format die Entwicklung, welche wir bereits seit einigen Jahren durchgemacht haben – vom Peoplemagazin zum Gesellschaftsmagazin. Wir berichten über Gesichter und Geschichten, die nicht zwingend prominent sind, aber sicher spannend, nah am Leben, unser Land bewegen und die bei den Leuten im Gespräch sind.

Die achtteilige Info-Serie «Was kostet die Schweiz» läuft ab Donnerstag, 16. Januar, um 21:05 Uhr auf SRF1. Mit Swisscom Replay TV können Sie die Sendung bis zu sieben Tage nach der Ausstrahlung anschauen.

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