«Germany's next Topmodel» Schockstarre bei den «GNTM»-Girls: «Das gab es noch nie!»

tsch

8.3.2019

Modelmama Heidi Klum rief die Kandidatinnen zum Umstyling. Abermals ein Highlight der Sendung?
Modelmama Heidi Klum rief die Kandidatinnen zum Umstyling. Abermals ein Highlight der Sendung?
Bild: Keystone/Evan Agostini/Invision/AP

Endlich – Umstyling! Kreisch. Doch die legendärste aller wiederkehrenden «GNTM»-Folgen verlief diesmal ganz anders als gewohnt. Wenigstens auf die verhaltensoriginelle «Joy» war Verlass.

Nein, Mädels! Also so macht das nun wirklich keinen Spass! Wir wollen Weinkrämpfe sehen! Nervenzusammenbrüche! Nahtoderfahrungen! Da wartet man die halbe Staffel von «Germany's next Topmodel» auf die Umstyling-Folge – und dann das! Zufriedene Gesichter. Ja, sogar Freudenschreie.

Na gut, ein paar Mini-Tränchen konnte man schon sehen. Aber das geht wirklich besser. Zum Glück war wenigstens auf eine wieder Verlass: Die verhaltensoriginelle Jasmin «Joy» sorgte mit ihrer unerwarteten Rückkehr für runterhängende Unterkiefer. Oh, Freude! «Joy» to the world: Sie ist wieder da!

Wenn man mit einem kollektiven «Ach du Scheisse!» in der Model-Villa begrüsst wird, ist die Überraschung wohl gelungen. Nach einer Woche Pause kehrte Jasmin nach Los Angeles zurück. Ihre coole Begründung: «Ich musste ein paar Sachen regeln!» Klar, Digga! Das liessen ihre Konkurrentinnen so aber nicht durchgehen: «Wir sind jetzt schon eine Woche hier und mussten Leistung bringen. Deswegen fragt sich jeder, was so schlimm war, dass du zu Hause bleiben musstest.» Privates halt. «Natürlich rasten wir alle aus. Ich finde das schon unfair», erklärte Leonela, die erst mal zur Beruhigung den Raum verlassen musste.

«Ich bin der Boss!»

«Das gab es noch nie!», erklärte Heidi. «Dass ein Mädchen eine Woche ausgesetzt hat.» Aber für die Model-Mama ist die Causa «Joy» überhaupt kein Problem: «Sollen sie sich bei mir beschweren», forderte die Bergisch-Gladbacherin ganz entspannt. «Ich bin der Boss!» Genau. Und die Chefin im Ring hat's erlaubt: Jasmin durfte zurück! Basta!

Zurück nach L.A. vielleicht. Aber nicht in unser Schlafzimmer. Da waren sich Theresia und Tatjana einig, als Jasmin ihre sieben Sachen bei ihnen abladen wollte: «Nee, hier schläfst du aber nicht!» Begründung: «Sie ist unwahrscheinlich unberechenbar!» Auch von den anderen Girls wurde die 18-Jährige abgewiesen («Hier schlafen schon acht!»). Fast wie in der Weihnachtsgeschichte. Statt in einem Stall nächtigte der Lockenkopf schliesslich auf dem Sofa im Wohnzimmer: «Ich hab gedacht, die Mädels wären erwachsener und cooler drauf.»

«Schnipp, schnapp, Haare ab!»

Sind sie auch, zum Beispiel beim Thema «Makeover» – leider! Die tiefenentspannte Theresia liess sich noch nicht mal von Heidis Kommentar zu einer dubiosen «Stylistin» («Ich würd mir von der nicht die Haare schneiden lassen!») aus der Ruhe bringen. Der Prank zündete also leider nicht. Unter der blonden Langhaarperücke der «Friseurin» versteckte sich nämlich Stefanie Giesinger, «Germany's next Topmodel» 2014, die zur Unterstützung angereist war: «Ich will den Mädchen einfach helfen und sagen: Es sind nur Haare. Entspann dich! Die wachsen, die kannst du wieder färben.»

Haare wachsen lassen? Das ist doch was für Anfänger! Wofür gibt es Extensions? «So viele Haare haben wir noch nie verlängert!», verkündete Heidi stolz und erklärte einer geschockten Simi: «Deine Haare allein kosten 5'000 Dollar. Die Farbe nochmal 500.» Dafür konnte sich Justine allerdings nichts kaufen. Die langhaarige Brünette wollte eines auf keinen Fall: kurze, blonde Haare. Und bekam – richtig! – genau das. Während der Prozedur schlich auch noch die Klum um sie herum und dachte laut: «Schnipp, schnapp, Haare ab! Ist es die richtige Entscheidung?» Nicht hilfreich. Am Ende waren dann aber doch alle sehr glücklich – ausser Justines Freund: «Ich find's gewöhnungsbedürftig, ehrlich gesagt!»

«Ich kill dich!»

Doch zurück zur «unwahrscheinlich unberechenbaren» Jasmin. Die sollte auf Bitte von La Klum ein klärendes Gespräch mit Theresia führen. Der Vorwurf: Jasmin habe der Blondine «gegen den Hals» gegriffen mit den Worten: «Ich kill dich!» Waaaas? «Wo genau und warum? Sag mir einen, der dabei war?», forderte «Joy» gar nicht erfreut. «Ich bin richtig sauer. Ich will auch gewinnen. Aber gerecht. Ich will nicht jemanden sabotiert oder fertiggemacht haben.»

Jasmin will gewinnen? Beim wichtigen Sedcard-Shooting sah das irgendwie anders aus. «Es läuft bis jetzt ganz gut?», erklärte sie den Kameras gewohnt selbstsicher. Kommentar Heidi: «Es läuft gut? Es sieht aus, als hättest du keine Lust.» Und dann leiser: «Ich hab schon ein schönes Bild von ihr gefunden. Aber ich will sie ärgern, weil sie so trotzig ist!» Ein bisschen hat das Ganze schon was von Förderschule.

Und täglich grüsst das Murmeltier!

Aber es sollte noch schlimmer kommen. Theresia (stolze 26) kam nicht allein zum Set, sondern mit Herbert. «What is Herbert?», fragte Fotograf Max Montgomery sichtlich verstört. Sieht man doch: ein Kuschel-Murmeltier! Und zwar ein sprechendes. Zumindest zu Theresia: «Es kann natürlich sein, dass Herbert mit ihr spricht», nahm's Heidi gelassen. «Ich hab die Frequenz jetzt nicht.»

Ganz ohne Herbert meisterte Theresia schliesslich den Catwalk in einer Kirche. Am Ende des Walks sollten die «Medchen» ihrem Spiegelbild sagen, was sie an sich besonders lieben. Als Theresia sich selbst erklärte: «Ich bin so überwältigt von dir!», musste eine lauthals lachen: klar, Jasmin! «Wenn eine nicht stark genug ist, mein Lachen zu ertragen, Digga, dann ist es ihr eigenes Problem!», verteidigte sie sich.

Für sie selbst wurde es schliesslich richtig eng: Jasmin flog bei ihrem Walk nicht nur hin, auch die Markierung zum Posen vor dem Spiegel ignorierte sie. «Jasmin, du musst wachwerden!», forderte Heidi – und schmiss die Krawallschachtel natürlich nicht raus. Wäre ja blöd von ProSieben. Das bewies auch Jasmins feinfühliger Abschlusskommentar zum Ausscheiden von Leonela: «Ich finde, dass ich etwas hübscher als Leonela bin», strahlte sie, während das andere Mädchen weinte.

«Germany's next Topmodel» lief gestern Donnerstag, 07. März, um 20.15 Uhr auf ProSieben. Mit Swisscom TV Replay können Sie die Sendung  bis zu sieben Tage nach der Ausstrahlung anschauen.

Heidi Klum und ihre Männer
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