Zürcher Kommissarinnen feiern ihre Premiere im Oktober

dpa/fts

7.8.2020 - 11:04

Anna Pieri Zuercher (r.) und Carol Schuler bilden das neue Ermittlerduo des Schweizer «Tatort». Am 18. Oktober ist mit dem Fall «Züri brännt» der erste Fall des neuen Ermittlerinnen-Duos geplant.
Walter Bieri/KEYSTONE/dpa

Nach Bern und Luzern schickt die Schweiz nun Zürich in den Kreis der «Tatort»-Städte. Das Premierendatum für das Ermittlerduo Grandjean und Ott steht fest.

Bankenzentrum, Szene-Hotspot, Kultur- und Medienmetropole, die mit schicker Bahnhofstrasse, Schoggi-Tradition, sauberer Limmat, klarem See und Alpenpanorama: Zürich wird im Oktober «Tatort»-Stadt. Genauer gesagt am 18. Oktober. Dann kommt die Stadt nach Angaben des Schweizer Fernsehens in den Kreis der Sonntagskrimistädte.

Bevor Zürich vom Schweizer Fernsehen ausgewählt wurde, waren Bern (1990 bis 2002) und Luzern (2011 bis 2019) eidgenössische «Tatort»-Städte. Von 50 «Tatort»-Jahren war die Schweiz gut 20 Jahre mit eigenem Team dabei. Der Schweizer Kommissar Reto Flückiger (Stefan Gubser) wirkte auch 2008, 2010 und 2011 schon in Bodensee-«Tatorten» mit.



Das neue Team heisst Grandjean und Ott. Es sind die Schauspielerinnen Anna Pieri Zuercher (als Juristin Isabelle Grandjean) und Carol Schuler (als Fallanalytikerin Tessa Ott). Die Figuren und das Konzept für den Zürcher «Tatort» sowie die Drehbücher zu den ersten beiden Fällen wurden von Stefan Brunner («Freud», Serie von Netflix) und dem Romanautor Lorenz Langenegger («Jahr ohne Winter») entwickelt. Die Autoren arbeiteten auch schon beim Luzerner «Tatort: Die Musik stirbt zuletzt» zusammen, der ohne Schnitt gedreht worden war.

Der erste Fall des neuen Ermittlerinnenduos heisst «Züri brännt» und führt ins Zürich der 80er-Jahre, eine Zeit der Jugendrevolte in der grössten Stadt der Schweiz. Gedreht wurde unter anderem auf dem Sechseläutenplatz vor der Oper und im Club Gonzo auf der angesagten Langstrasse.

Der zweite Fall, der im Frühjahr 2021 ausgestrahlt werden soll, trägt den Titel «Schoggiläbe» und stellt die neuen Kommissarinnen vor einen Todesfall am Zürichberg, bei dem der Patron einer Schokoladenfabrik ermordet wurde.



Regie führte in beiden Fällen die Schweizer Filmemacherin Viviane Andereggen («Simon sagt auf Wiedersehen zu seiner Vorhaut», «Rufmord»).

«Die Dreharbeiten für die Folgen 3 und 4 starten Ende des Jahres. Das natürlich unter der Voraussetzung, dass uns Corona keinen Strich durch die Rechnung macht», sagte eine Sprecherin des Schweizer Fernsehens. Die ersten zwei Krimis waren problemlos vor der Coronapandemie abgedreht worden.

Apropos Zürich als Krimistadt: Seit 2016 gibt es auch einen ARD-Donnerstagskrimi namens «Der Zürich-Krimi» mit Christian Kohlund als Anwalt Thomas Borchert. Bislang gab es neun Filme, die «Tatort»-gleiche Einschaltquoten von öfter mehr als sieben Millionen Zuschauern hatten in Deutschland und der Schweiz. Gedreht wird in Zürich und Prag.

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