Süsse SchweizerUltimative Foodie-Ziele – in 500 Spezialitäten um die Welt
Kerstin Degen
2.11.2018
Schweizer Beitrag zur Weltküche: die Café-Confiserie Sprüngli. Zumindest gehört das Lokal am Paradeplatz in Zürich im Reisebuch «Ultimative Foodie-Ziele» zu 500 angeblich «ultimativen» Essens-Zielen weltweit.
Bild:Keystone
Wo gibt es die beste Nudelsuppe? Was sind Korvapuusti? Und welches Reiseziel gilt als Schlaraffenland für Schokoholiker? Das Buch «Ultimative Foodie-Ziele» von Lonely Planet präsentiert 500 kulinarische Spezialitäten weltweit und verrät, wo man sie essen kann.
Was gibt es Schöneres, als in fremden Ländern über den Wochenmarkt zu schlendern, die Supermarktregale unter die Lupe zu nehmen und sich dem Genuss lokaler Spezialitäten hinzugeben?
Nicht selten wählen wir unser Reiseziel sogar aufgrund kulinarischer Vorlieben aus. Denn die Lust am Reisen ist eng verbunden mit einer Neugier für das Fremde und Exotische.
Von schmackhaft bis kurios
Vom Wiener Schnitzel über Caprese bis hin zur Schoggi: Im neuen Bildband «Ultimative Foodie-Ziele – Die Top 500 Spezialitäten weltweit und wo man sie isst» von Lonely Planet findet der Reisende, der gerne isst, für jegliches Begehren die richtige Location.
Pralle Farben, verführerische Düfte und orientalische Köstlichkeiten, serviert in traditionellen Töpfereien: Eine Reise nach Marrakesch ist ein Fest für die Sinne.
Bild:Curioso/Shutterstock
Für den Bildband haben die Macher Foodies auf der ganzen Welt nach den schmackhaftesten Leckerbissen und kuriosesten Speisen ihrer Heimat befragt.
Das Resultat überrascht, denn nach ausschliesslich Insta-tauglichen Bildern von Speisen, die dem vorherrschenden Gesundheitswahn entsprechen, sucht man vergeblich. Vielmehr führen uns die Tipps in lokale Beizen und liefern Einblicke in die authentische Küche des gewählten Reiselandes.
So versetzen uns etwa karierte Wachstischtücher und laminierte Speisekarten in Südlondon in ein prä-digitales, prä-globalisiertes England. Auf dem Teller: Schinkenspeck, Eier, Tomaten und Pilze – kräftig gebraten und serviert mit (ebenfalls in Butter gebratenem) Toast, gebackenen Bohnen, Wurst und einem Spritzer brauner Sauce. «English Breakfast at its best» – fernab von farbcodierten Etiketten für gesundheitsbewusste Ernährung.
Die «ultimative» Schweizer Küche
Was die Schweiz anbelangt, werden eher gängige Klischees bedient. Klar – Fondue oder Raclette dürfen nicht fehlen – Käse können wir bekanntlich. Aber wo es am Besten schmeckt, und welche Geheimzutat das Fondue leichter verdaulich macht, das verrät nur ein Blick ins Buch.
Klangvoller Name, gehaltvoll im Geschmack: Bibimbap ist eigentlich ein klassisches Restessen, die Zutaten können daher variieren, enthalten aber immer Reis, Gemüse, Tofu oder Fleisch und ein rohes oder gebratenes Hühnerei.
Bild:norikko/Shutterstock
Natürlich hätte die Schweizer Küche noch sehr viel mehr zu bieten; das Traditionsfrühstück Birchermüesli, Züri Gschnätzlets oder Älplermagronen mit Apfelmus zum Beispiel, stehen bei Schweiz-Reisenden jeweils ganz hoch im Kurs.
Trotzdem finden neben dem Käse leider nur zwei «süsse» Tipps eine Erwähnung im Ranking, und die Schokolade ist es nicht – okay, ein Tipp sei verraten: die Confiserie Sprüngli am Paradeplatz in Zürich.
Des Finnen liebstes Kaffeegebäck
Ansonsten werden Schokoholiker sehr viel weiter nach Südwesten geschickt: Die allerersten Kakaobohnen wurden vermutlich in Ecuador geerntet. Das südamerikanische Land am Äquator, das als Schlaraffenland für Schoggiliebhaber aus aller Welt gilt, feiert jedes Jahr im Mai ein grosses Festival rund um die beliebte Süssigkeit.
Für die besten Korvapuusti – der Name verrät es vielleicht – reist man übrigens nach Finnland. Dort werden die noch warmen Zimtschnecken zu Tee und Kaffee gereicht.
Feuchter Fail im neuen Grand Egyptian Museum – Warum Pharao Ramses für überraschend nasse Besucher sorgt
Im neuen Grand Egyptian Museum sorgt Ramses II für offene Münder – und nicht selten für eine feuchte Überraschung. Mitten im hochmodernen Vorzeigebau lauert ein Detail, das Museum zum Viralhit macht.
24.11.2025
Designierte Bahn-Chefin bremst Erwartung – «Nichts wird schnell gehen»
STORY: Sie soll die Deutsche Bahn aus der Krise führen – Evelyn Palla, bisher für den Regionalverkehr zuständig, soll neue Vorstandvorsitzende des Konzerns werden. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder stellte die designierte Bahn-Chefin am Montag in Berlin der Presse vor. Die gebürtige Südtirolerin sprach von einem Tag des Neuanfangs. Evelyn Palla / Designierte Bahnchefin «Wir nehmen heute den Taktstock für eine neue Ära in die Hand, eine Ära, in der wir uns wieder auf das konzentrieren, was uns im innersten Kern ausmacht: das Eisenbahngeschäft, meine Damen und Herren, das Fahren von Zügen – die Bahn als Lebensader dieses Landes.» Palla soll nach 190 Jahren Bahngeschichte die erste Frau an der Spitze werden und den bisherigen Bahnchef Richard Lutz ablösen. Dieser hatte die notorischen Probleme der Bahn – Unpünktlichkeit, Verluste, Kundenunzufriedenheit – nicht in den Griff bekommen. Palla sagte, die Bahn müsse in allen Bereichen besser werden. «Aber es gibt keinen Qualitätsschalter, den wir einfach umlegen werden können, und dann ist morgen alles gut. Nichts wird schnell gehen. Das ist kein Sprint, die Sanierung der Eisenbahninfrastruktur ist ein Marathon.» Bundesverkehrsminister Schnieder setzt in seiner Strategie zur Bahnreform vor allem auf die Sanierung des Schienennetzes – mit Mitteln aus dem 500 Milliarden Euro schweren Sondervermögen für die Infrastruktur. Patrick Schnieder (CDU) / Bundesverkehrsminister «Die Bahn muss funktionieren. Die Bahn ist für die Menschen da. Viele setzen das Nicht-Funktionieren bei der Bahn gleich mit einem Nicht-Funktionieren unseres Staates. Ich halte das für brandgefährlich. Wir müssen zeigen, dass unser Staat funktioniert, und auch zeigen, dass die Bahnen funktioniert.» Auch strukturell sind Veränderungen geplant. Bürokratie, Doppelstrukturen und unnötige Beteiligungen sollen abgebaut werden. Als neuer Chef der Infrastruktur-Tochter DB InfraGO ist Dirk Rompf vorgesehen, eine Personalie, die bei der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft auf Kritik stösst. Martin Burkert / EVG-Chef «Herr Rompf ist ein Rückschritt in die Vergangenheit aus unserer Sicht. Er hat Verantwortung getragen, sechs Jahre lang sogar als Vorstand der damaligen DB Netz AG. Er hat immer die Daumenschrauben angezogen. Er ist mit Schuld, dass die Situation heute so ist in der Infrastruktur und deswegen lehnen wir ihn ab.» Beide Top-Personalien müssen von den zuständigen Gremien noch abgesegnet werden.
22.09.2025
Cyberangriff auf Flughäfen in Europa – auch Berlin betroffen
Berlin, 20.09.25: Cyberangriff auf Flughäfen in Europa: Ein Dienstleister für Systeme zur Passagierabfertigung ist am Freitagabend angegriffen worden.
Dadurch kommt es zu Verspätungen am Berliner Flughafen BER und an weiteren europäischen Flughäfen.
Der deutsche Hauptstadtairport habe nach eigenen Angaben die Verbindungen zu den Systemen nach dem Angriff gekappt – Passagiere müssen nun seit Samstagmorgen mit längeren Wartezeiten beim Check-in und Boarding rechnen.
Die Flughäfen Frankfurt, München, Hamburg, Hannover, Dresden, Leipzig/Halle, Düsseldorf, Bremen und Köln berichten, nicht betroffen zu sein. Neben dem BER kommt es an den Flughäfen in Brüssel und London-Heathrow zu Einschränkungen durch den Angriff.
22.09.2025
Flughafen Frankfurt: Neue Scanner sollen Reisen effizienter machen
STORY: Bitte gehen Sie weiter – dieser Aufforderung dürften Reisende am Flughafen Frankfurt in Zukunft wohl gerne nachkommen. Deutschlands grösster Airport hat einen Ganzkörperscanner in Betrieb genommen, den Fluggäste ohne anzuhalten durchlaufen können. Der QPS Walk2000 sei der weltweit erste Walk-Through-Scanner dieser Art, sagt Dennis Wildhirt von der Fraport AG Dennis Wildhirt, Leiter Qualitätsmanagement Luftsicherheit: «Die Besonderheit ist hier, dass man durch diesen Sicherheitsscanner durchläuft. Statt bisher stehen zu bleiben und eine Körperhaltung annehmen zu müssen, was sehr erklärungsbedürftig ist unter Umständen, läuft man hier einfach durch und der Scan wird automatisch ausgelöst.» Der neue Scanner wird laut Wildhirt mit computertomographischen Geräten kombiniert. Dennis Wildhirt, Leiter Qualitätsmanagement Luftsicherheit: «CT ermöglicht uns, dreidimensionale Bilder von Gepäckstücken zu generieren. Flüssigkeiten und Elektronik kann im Gepäck verbleiben. Das bringt zusammen mit dem neuen Scanner grosse Vorteile beim Thema Effizienz, beim Thema Komfort, aber auch beim Thema Sicherheit.» Das Gerät selbst sei ebenfalls sicher und von der Bundespolizei zertifiziert, sagt Wildhirt. Eingesetzt wird der neue Scanner nach Fraport-Angaben künftig an der Sicherheitskontrolle im Terminal 1, Halle A, die pro Tag von bis zu 18.000 Fluggästen passiert werde. Für die Zukunft sei der Einsatz auch an weiteren Kontrollstellen und im zukünftigen Terminal 3 geplant, so die Flughafengesellschaft.
28.08.2025
«Desto besser ist auch das Erlebnis» – Flughafen-Tipps für die Sommersause
STORY: Wo sie noch nicht begonnen haben, stehen die Sommerferien vor der Tür, so wie in Berlin und Brandenburg. Viele wird es auch in diesem Jahr in die Ferne ziehen, mit Anreise per Flugzeug. Im Ferienzeitraum rechnet der Flughafen Berlin Brandenburg, kurz BER, nach eigenen Angaben mit rund 3,7 Millionen Passagieren. An Spitzentagen könnten bis zu 90.000 Reisende in den Urlaub abheben. Für den Ansturm sieht sich der Hauptstadt-Airport gut gerüstet, rät seinen Passagieren aber zur Vorbereitung in Eigenregie. O-Ton Christian Draeger, Bereichsleiter Passenger Service, BER: «Erster Punkt ganz wichtig, nutzen Sie den mobilen Check-in Ihrer Fluggesellschaft, dass Sie, wenn Sie hier am Flughafen ankommen, schon Ihre Bordkarte haben, schon Ihren Check-in abgeschlossen haben.» «Ich glaube, Kunden sollten sich wirklich informieren, was im Handgepäck erlaubt ist. Jeder muss hier am Flughafen leider durch die Sicherheitskontrolle durch. Ist ein Sicherheitsaspekt, ist aber natürlich vom Prozess her durchaus anstrengend für den Kunden. Je besser ich dort vorbereitet bin, je weniger Nachkontrollen ich habe, weil ich einen Gegenstand dabei habe, den ich eigentlich nicht mitnehmen darf, desto besser ist auch das Erlebnis.» 2021, in seinem ersten Betriebsjahr nach der Eröffnung 2020, hatte es vor allem zum Beginn der Herbstferien lange Wartezeiten für Reisende gegeben, einige verpassten damals sogar ihre Flüge. Aus diesem Erlebnis habe man viel gelernt, so die Flughafenchefin. O-Ton Aletta von Massenbach, Vorsitzende der Geschäftsführung, BER: «Das waren noch Covid-Zeiten, das waren ganz andere Zeiten. Wir haben seitdem alle Prozesse komplett verändert. Wir haben stark noch mal ausgebaut, zum Beispiel bei der Grenzkontrolle. Wir haben diese Modernisierung bei den Sicherheitskontrollen mit der neuesten Technologie, und wir haben beim Check-in, das ist so der erste Kontaktpunkt für die Passagiere, haben wir ebenfalls eine starke Kapazitätsausweitung. Das heisst, wir haben viel mehr Möglichkeiten.» Für die Sicherheitskontrollen sollen demnächst neue CT-Scanner bereitstehen. Mit ihnen können sich Flüssigkeiten und elektronische Geräte im Handgepäck überprüfen lassen, ohne dass sie ausgepackt werden müssen. Die 100ml-Regel für dort verstaute Flüssigkeiten gilt laut Flughafen aber weiterhin. 2024 hatte der BER, der nach Frankfurt und München drittgrösste deutsche Flughafen, sein Passagieraufkommen kräftig um mehr als zehn Prozent auf 25,5 Millionen gesteigert.
17.07.2025
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