Wenn die Gläser leer bleiben – Alkoholpausen freuen die Leber

dpa/tafi

21.11.2020 - 18:00

Die Gläser bleiben leer, die Flasche zu: Der Leber zuliebe sind regelmässige längere Abstinenzphasen empfehlenswert.
dpa

Ein paar Wochen auf Bier und Wein verzichten? Ein beliebter Vorsatz nicht nur für Neujahr und die Fastenzeit. Und er lohnt sich auf jeden Fall für die Gesundheit: Vor allem die Leber kann sich in Alkoholpausen regenerieren.

Längere Alkoholpausen lassen die Leber durchatmen und halten sie gesund. Denn das Organ hat viel Regenerationskraft, wie Experten erklären.

Wer regelmässig mehrere Wochen von Bier, Wein und Schnaps die Finger lässt, gibt der Leber Zeit, neue Zellen zu bilden, weist etwa Heidrun Thaiss von der deutschen Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hin.

Das Organ kann dann auch wieder vermehrt andere Funktion erfüllen: Denn die Leber sorgt nicht nur für den Abbau von Alkohol, sondern ist zum Beispiel auch an der Blutgerinnung beteiligt und speichert nicht benötigte Glukose, Eiweissbausteine, Fette und Vitamine ab.



Mit Blick auf eine mögliche Alkoholabhängigkeit ist so eine Fastenzeit ausserdem ein Test: Fällt der Verzicht leicht oder schwer? Das sei eine wichtige Erfahrung, heisst es bei «Sucht Schweiz». Oft entwickeln sich Abhängigkeiten langsam, und ein Verzicht fällt immer schwerer. In der Schweiz gelten demnach 250'000 Personen als alkoholabhängig.

Generell gilt, dass man beim Konsum der Gesundheit zuliebe stets Mass halten und zwei Tage in der Woche alkoholfrei gestalten sollte. Wer zu oft und zu viel trinkt, riskiert auf Dauer Leberschäden. Einen anonymen Selbsttest zum Trinkverhalten kann man zum Beispiel bei «safezone.ch» machen, einem Projekt des Bundesamtes für Gesundheit in Zusammenarbeit mit Kantonen und Suchtfachstellen.

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