Die schönsten Hausberge der Schweiz

#Von Sulamith Ehrensperger

23.10.2020

 Aussicht auf den Luganersee, den Monte Bre und San Salvatore.
Atemberaubende Naturerlebnisse gibt es auch in Stadtnähe. Hier der Panoramablick auf den Luganersee, den Monte Brè und den San Salvatore. 
Bild: Enrico Boggia, Schweiz Tourismus

Warum in die Ferne schweifen. Berühmte Schweizer Berge sind oft gleich um die Ecke. Wir stellen die 14 schönsten Schweizer Hausberge vor.

Fast jede Schweizer Stadt hat einen markanten Berg in seiner unmittelbaren Nähe. Und damit auch Naturerlebnisse und Naherholungsgebiete fast schon vor der Haustüre. Diese Bergerlebnisse gibt es direkt aus der Stadt heraus zu erleben. Auf geht's! 

Zum höchsten Punkt im Baselbiet: die Wasserfallen

Wasserfallen, Hausberg von Basel, Panorama und Sicht auf Nebeldecke
Auf der Wasserfallen, dem Baselbieter Hausberg, hoch über dem Nebelmeer. 
Bild: Schweiz Tourismus

Die Wasserfallen ist der Hausberg der Baselbieter und eines der beliebtesten Ausflugsziele der Region. Die Gondelbahn führt von Reigoldswil in eine national geschützte Berggegend. Oben angekommen gibt es viel Kurzweil: ob Waldseilpark, Lamatrekking oder Trottinettplausch. Ein weiterer Tipp ist die Wanderung rund um die Wasserfallen. Sie startet bei der Bergstation und führt auch zum höchsten Punkt des Kantons Basel-Landschaft. 

Auf ins Wanderparadies am Weissenstein, Solothurn

Auf dem Weissenstein mit Blick Richtung Olten.
Ein paar Sonnenstrahlen erhaschen: auf dem Solothurner Weissenstein. 
Bild: Martin Maegli

Der Solothurner Hausberg auf der ersten und höchsten Jurakette ist ein echtes Wanderparadies. Besucher finden hier aussichtsreiche Berggipfel,  Spielplätze in der Natur sowie naturnahe Aktivitäten. Der liebevoll angelegte Juragarten mit seinen rund 200 Pflanzenarten ist nicht nur für kleine Pflanzenliebhaber ein Erlebnis. Die Rundtour Weissenstein – Hinterweissenstein auf dem Rücken des Weissenstein eignet sich wunderbar für einen gemütlichen Ausflug.

Der «kleine», aber feine Zugerberg, Zug

Blick vom Zugerberg auf Stadt und See, Kanton Zug
Auf dem Zugerberg kann man den Kühen beim Grasen zuschauen oder den Blick auf die Stadt und den See geniessen.
Bild: Daniel Hegglin, Schweiz Tourismus

Der Zugerberg ist der Hausberg der Zugerinnen und Zuger. In vielerlei Hinsicht kann der «kleine» Zugerberg mit den Grossen mithalten: der Ausblick auf Berge und See oder auch auf das Nebelmeer. Rund 80 Kilometer markierte Wanderwege gilt es zu entdecken, der Skulpturenweg, der Abenteuerspielplatz Schattwäldli und natürlich der Zugiblubbi Erlebnisweg.

Hoch aufs Hochplateau Brambrüsch, Chur

Wanderer auf Brambrüsch, Dreibündenstein
Von der Stadt aufs Hochplateau: Rundsicht beim Wandern auf dem Hausberg von Chur.
Bild: Claudio Godenzi, Chur Tourismus

Direkt aus der Stadt fährt die Bergbahn zum Hochplateau Brambrüesch. Am Churer Hausberg erwartet die Besucher unter anderem die Dreibündenstein-Panoramawanderung. Sie führt von Brambrüesch zum Dreibündenstein und weiter nach Feldis und bietet Rundsichten in die umliegende Bergwelt. Es gibt auch einen Alpenbikepark, Enduro-Biketouren und Abfahrten mit Trottinett & Co. Auf dem Moorparcours, der sich durch die Moorlandschaft schlängelt, kann dieses jederzeit auf eigene Faust entdeckt werden. 

Drachenspuren auf dem Pilatus, Luzern

Alpenpanorama und Weitblick auf den Wanderwegen am Pilatus
Nicht nur für Gipfelstürmer: Alpenpanorama und Weitblick am Pilatus.
Bild: Stefan Schlumpf, Pilatus-Bahnen

Er wird auch liebevoll der «Drachenberg» genannt und liegt vor der Haustüre Luzerns. Rauf auf den Pilatus geht es mit der steilsten Zahnradbahn der Welt. Dort oben erwartet die Besucher ein Panorama auf Säntis, Eiger, Mönch und Jungfrau oder das Nebelmeer, aus dem nur die Bergspitzen ragen. Auf dem Pilatus lässt sich prima wandern oder den Spuren eines Drachens folgen: auf dem Rundweg Drachenmoor oder einem Rundgang durch die Drachensaga.

Zeit zum Durchatmen auf dem Gurten, Bern 

Supertotale Gurten, Bern
Supertotale Gurten, Bern
Bild: Bern Welcome

Auf dem Gurten auf 858 Meter über Meer bleibt man zwar in der Stadt und ist doch mitten in der Natur. Auf den Berner Hausberg gelangt man ganz bequem mit der Gurtenbahn. Dort oben wird man mit einer Aussicht auf die Hauptstadt und die Alpenkette belohnt. Ein beliebtes Familienausflugsziel ist der Gurten – Park im Grünen mit Spielplatz und Rodelbahn. Kulturinteressierte finden hier einen Ort, um ins Gespräch zu kommen – über Kunst, Literatur, Mani Matter und den Gurten.

Gipfelerlebnisse am Stockhorn, Thun

 Herbst Panorama vom Stockhorn.
Wie aus dem Bilderbuch: Herbst-Panorama am Stockhorn.
Bild: Tina Sturzenegger, Schweiz Tourismus

Das Stockhorn gilt als Hausberg von Thun. Sein Gipfel ist durch eine Seilbahn von Erlenbach bis fast zum höchsten Punkt erschlossen. Das Wandergebiet bietet vom einfachen Spaziergang bis zur anspruchsvollen Bergwanderung für jeden Geschmack etwas. Ein abenteuerliches Gipfelerlebnis ist die Panorama-Aussichtsplattform in der Stockhorn-Nordwand 400 m über dem Talboden. Hier werden Besucher mit einer Aussicht vom Thunersee bis zum Jura belohnt. 

Direkt vor Zürichs Haustür, der Uetliberg

Sonnenaufgang auf dem Uetliberg. Aussicht auf den Albis mit dem Wildnispark Zuerich-Sihlwald. Im Hintergrund der Zuerichsee.
Hier geht die Sonne auf: Sicht vom Uetliberg auf den Albis, den Wildnispark Zürich-Sihlwald und den Zürichsee.
Bild: Christof Sonderegger, Schweiz Tourismus

Der Uetliberg ist der Hausberg von Zürich. Von dessen Gipfel aus hat man eine prachtvolle Rundsicht über die Stadt, den See bis hin zu den Alpen. Auch an Nebeltagen ist der «Üezgi» ein beliebtes Ausflugsziel, das oft oberhalb der Hochnebeldecke liegt. Empfehlenswert ist die Höhenwanderung auf dem Planetenweg durch unser Sonnensystem zur Felsenegg. Die Zürcher Uetlibergbahn gilt mit 70‰ Steigung als die steilste Normalspur-Adhäsionsbahn in Europa.

Die Stadt mit den zwei Hausbergen, Lugano

Abendlicher Ausblick vom Monte Bre (925 m) auf Lugano und den San Salvatore (912 m)
Abendlicher Ausblick vom Monte Brè auf Lugano und den San Salvatore. 
Bild: Andreas Gerth, Schweiz Tourismus

Lugano ist die einzige Schweizer Stadt, die zwei Hausberge zu bieten hat. In wenigen Minuten führt die Standseilbahn vom Stadtzentrum Lugano in die unberührte Natur des Monte Brè. Hier gibt es Landschaften, Wanderwege und Mountainbike-Strecken zu entdecken, wie auch Kunst- und Kulturschauplätze. Die Ortschaft Brè hat ihren Charakter als antikes ländliches Dorf bewahrt, hier gibt es auch zahlreiche künstlerische Elemente zu entdecken.

Der Monte San Salvatore ist ein besonderer Berg: Er entstand aus einem prähistorischen Meer in einer Umgebung, die dem heutigen Archipel der Bahamas ähnlich war. Heute ist er ein beliebtes Ziel für Outdoor-Liebhaber: mit Wanderstrecken, Klettersteigen oder einem Naturpfad entlang des Bergkamms. Auf dessen Gipfel findet sich ein Museum, das sich unter anderem der Bedeutung von Gewittern und den Blitzen widmet.

Dauersicht auf den Lago Maggiore, Locarno 

Panoramablick ueber den Lago Maggiore von Cardada-Cimetta
Panoramablick über den Lago Maggiore von Cardada-Cimetta.
Bild: Christof Sonderegger, Ticino Turismo

Von wo aus man vom Locarneser Hausberg blickt, hat man eine Sicht auf den Lago Maggiore. Wer absolutes Panorama sucht, kommt auf dem Aussichtssteg in Cardada, der zu einer frei schwebenden Plattform führt, und vom geologischen Observatorium im höchsten Punkt von Cimetta auf seine Kosten. Um Cardada zu erreichen, nimmt man am besten die Seilbahn, die von Architekt Mario Botta designt wurde. Der Berg ist ein beliebtes Ausflugsziel, um sich in der freien Natur zu vergnügen: ob Naturlehrpfad, Spielweg, Wanderwege oder Indianerdorf. 

Der Weg der Zeit auf dem Chaumont, Neuenburg

neuenburgs hausberg chaumont
Den Blick in die Ferne schweifen lassen: auf Neuenburgs Hausberg Chaumont.
Bild: Schweiz Tourismus

Oberhalb von Neuenburg und vom Neuenburgersee liegt ein echter Adlerhorst: ein Panoramaturm, der auf dem Gipfel des Chaumont thront. Von hier oben geniesst man den Blick auf die Stadt, das Drei-Seen-Land, das Schweizer Mittelland und die Alpen. In diesem Wanderparadies haben Besucher die Wahl zwischen einer Höhenwanderung mit Panoramablick oder dem bekannten Wanderweg Sentier du Temps (Weg der Zeit). Dieser lädt zu einer Zeitreise durch die Evolution des Lebens auf der Erde ein.

Ob den Weinbergen auf dem Mont Pèlerin, Vevey

Der Mont Pèlerin bietet Aussicht 700 Meter über dem Genfersee.
Bild: Schweiz Tourismus

Der Mont Pèlerin ist ein Höhenrücken, der sich über dem Nordostufer des Genfersees nördlich der Stadt Vevey erhebt und als ihr Hausberg gilt. Die Standseilbahn, die «Funi», bringt die Passagiere in elf Minuten durch Weinberge und Weiden hinauf. Auf dem Gipfel steht der 123 Meter hohe Fernsehturm, von dessen Aussichtsplattform sieht man zu den Freiburger und Waadtländer Voralpen, über den Genfersee und zum Jura.

Rund um den Moléson, Freiburg

Der Hausberg von Greyerz, der Moléson, hat sich zu einem echten Erlebnisberg entwickelt.
Bild: Andre Meier, Schweiz Tourismus

Der 2'002 Meter hohe Moléson ist der Hausberg des Kantons Freiburg. Eine Standseilbahn und eine Seilbahn bringen Besucher auf dessen Gipfel.  Dort befindet sich ein öffentliches Observatorium mit vier Teleskopen für Hobbyastronomen. Eines davon gilt als das grösste Fernglas der Welt, mit dem man mehr als tausend Blickpunkte anvisieren kann. Auch auf dem Panorama-Wanderweg geniesst man eine Sicht vom Montblanc bis zum Jura via Genfersee. 

Grenzenlose Rundumsicht auf dem Säntis, Ostschweiz

Waldstatt Region mit dem Saentis im Hintergrund.
Der Säntis ist mit über 2'500 Meter über Meer der höchste Berg im Alpstein. Ein Bergerlebnis mit Panoramablick über sechs Länder, den Bodensee und die Voralpen.
Bild: Schweiz Tourismus

Der Säntis gilt als eines der schönsten Naturgebiete Europas. Von dessen Gipfel schweift der Blick über sechs Länder. So grenzenlos wie die Rundumsicht sind auch die Möglichkeiten für Wanderungen: von Themenwegen wie dem Planetenweg über zwölf Nahtouren bis hin zur anspruchsvollen Besteigung des Gonzen – nur für Schwindelfreie. Wer es gemütlicher mag, steigt in die Schwebebahn und lässt sich hinauf auf den Säntis tragen. Übrigens ein Berg der Wetter-Superlative: die weltweit längste Messreihe einer Bergstation, der nässeste Ort und die grösste gemessene Schneehöhe der Schweiz und der meisten Blitzeinschläge.

Noch mehr Herbsterlebnisse finden sich auf der Internetseite von Schweiz Tourismus.



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