SchweizArmee bleibt Treffen zur Lösung der Sudan-Krise fern
SDA
14.8.2024 - 13:07
ARCHIV - Im Sudan ist kein Ende der Gewalt in Sicht. Nicht nur die Hauptstadt Khartum ist in weiten Teilen zerstört. Der Sudan versinkt indes in einer humanitären Krise. Foto: Marwan Ali/AP/dpa
Keystone
In der Schweiz haben Gespräche zur Lösung der grössten humanitären Krise der Welt im Sudan begonnen. Ziel ist ein Waffenstillstand, um massiv mehr humanitäre Hilfe für Millionen Menschen ins Land zu bekommen. Aber nur eine der beiden Konfliktparteien ist der amerikanischen Einladung zu den Gesprächen gefolgt, die Armee ist nicht vertreten. «Höchste Zeit, dass die Waffen schweigen», schrieb der US-Sonderbeauftragte für Sudan und Leiter der Gespräche, Tom Perriello, auf dem Nachrichtendienst X.
Keystone-SDA
14.08.2024, 13:07
SDA
Die Armee (SAF) und die paramilitärische Miliz «Rapid Support Forces» (RSF) liefern sich seit rund 16 Monaten einen blutigen Machtkampf ohne Rücksicht auf die Zivilbevölkerung. Mehr als zehn Millionen Menschen sind in die Flucht getrieben worden, im eigenen Land und in Nachbarländer. Mehr als 25 Millionen Menschen, über die Hälfte der Bevölkerung, ist von akutem Hunger bedroht.
USA bauen Druck auf Armee auf
Zu den Gesprächen waren Vertreter der RSF und Delegationen aus Ägypten, Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie Vertreter der Afrikanischen Union und der Vereinten Nationen in die Schweiz gereist. Der genaue Ort des Treffens wird aus Sicherheitsgründen geheim gehalten.
«Unsere US-Delegation, viele internationale Partner technische Experten, die sudanesische Zivilgesellschaft warten weiter auf die SAF», schrieb Perriello auf X. «Die Welt schaut zu.»
In Abwesenheit der Armee soll es nach Angaben von Perriello zunächst um technische Fragen gehen, wie mehr humanitäre Hilfe ins Land gebracht werden kann. Nach UN-Angaben wird der Zugang systematisch behindert, unter anderem durch hohe bürokratische Hürden. UN-Konvois mit Lebensmitteln stecken oft tagelang an Checkpoints fest. Mit der einsetzenden Regenzeit werden Strassen zunehmend unpassierbar.
Umstrittenes Atomwaffenprogramm: USA und Iran verhandeln erneut
USA und Iran wollen verhandeln: Für Freitag sind neue Gespräche der beiden Staaten im Oman geplant. Für die USA sollen der Sondergesandte Steve Witkoff und der Schwiegersohn von Präsident Donald Trump, Jared Kushner, teilnehmen. Unklar bleibt die Tagesordnung.
Der Iran möchte laut Aussenminister Abbas Araghtschi nur über sein Atomprogramm und eine mögliche Lockerung von Sanktionen sprechen. Die USA drängen hingegen darauf, dass auch Irans Raketenprogramm sowie die Unterstützung von Irans Verbündeten Themen sein müssten.
06.02.2026
Gegen Trumps Drängen: Fed votiert für stabilen Leitzins
Keine weitere Zinssenkung in den USA: Die Notenbank Federal Reserve lässt den Leitzins unverändert. Wegen hoher Arbeitslosenquote und Inflation belassen die Währungshüter den Zins in der Spanne von 3,5 bis 3,75 Prozent. Zehn der zwölf Mitglieder stimmen für diesen Schritt.
29.01.2026
Tödliche Schüsse in Minneapolis schüren Zorn auf Trump
Tödliche Schüsse bei einem Einsatz von ICE-Beamten in Minneapolis lassen die Wut auf Präsident Donald Trump und das Vorgehen seiner Regierung gegen ihre eigenen Landsleute hochkochen.
25.01.2026
Umstrittenes Atomwaffenprogramm: USA und Iran verhandeln erneut
Gegen Trumps Drängen: Fed votiert für stabilen Leitzins
Tödliche Schüsse in Minneapolis schüren Zorn auf Trump