Über 150’000 Corona-Tote in Grossbritannien +++ Impfchef sieht Versorgungssicherheit im Land in Gefahr

Agenturen, gbi

8.1.2022

Agenturen, gbi

8.1.2022

Die Omikron-Variante des Coronavirus bedroht die allgemeine Versorgung in der Schweiz: Diese Ansicht vertritt der Präsidenten der Eidgenössischen Kommission für Impffragen (Ekif), Christoph Berger. Nicht nur in den Spitälern drohten Probleme, sagte Berger der «Samstagsrundschau» von Radio SRF. Wenn sich die Neuansteckungen alle zwei bis drei Tage verdoppelten, sei man bald bei Zahlen, bei denen es generell schwierig werde – etwa wegen Personalengpässen.

Die Schweiz erlebe eine neue Dimension der Pandemie, warnte er. Entsprechend sei die Zahl der Hospitalisationen nicht mehr das einzige Kriterium, das es zu beachten gelte.

Konkrete politische Empfehlungen wollte Berger, Kinderarzt am Kinderspital Zürich, nicht machen. Über das weitere Vorgehen müssten der Bundesrat und das Bundesamt für Gesundheit (BAG) entscheiden.

Ermutigende Studiendaten zum Booster-Schutz

Booster-Impfungen gegen das Coronavirus bieten Senior*innen bei einer Infektion mit der Omikron-Variante einen hohen Schutz vor einem schweren Verlauf. Das zeigt eine Analyse aus Grossbritannien.

Drei Monate nach der Drittimpfung liegt der Schutz vor Einlieferung ins Spital bei rund 90 Prozent, wie die britische Gesundheitsbehörde UKHSA in der Nacht auf Samstag mitteilte. Nach nur zwei Impfdosen liege der Schutz vor schweren Verläufen drei Monate nach der Impfung bei rund 70 Prozent, nach sechs Monaten noch bei 50 Prozent.

Der Schutz vor einer Corona-Infektion mit milden Symptomen lag auf Omikron bezogen drei Monate nach der Booster-Impfung noch bei rund 30 Prozent.

Zahl der Corona-Toten in Grossbritannien überschreitet 150’000

Die Zahl der Todesfälle nach einer mittels PCR-Test bestätigten Corona-Infektion in Grossbritannien hat die Marke von 150’000 überschritten. Wie das Gesundheitsministerium am Samstag mitteilte, wurden inzwischen 150’057 Todesfälle in dem Land innerhalb von 28 Tagen nach einem positiven Testergebnis registriert. Die tatsächliche Zahl dürfte aber noch höher sein. Auf dem Totenschein wurde bereits bei mehr als 173’000 Menschen in Grossbritannien Covid-19 vermerkt.

Impfpflicht in Italien für über 50-Jährige tritt in Kraft

In Italien gilt ab dem heutigen Samstag die Corona-Impfpflicht für Menschen im Alter von mehr als 50 Jahren. Ungeimpfte haben jedoch noch etwas Zeit, bis ihnen Konsequenzen drohen: Ab dem 1. Februar ist eine Strafe von 100 Euro für diejenigen vorgesehen, die bis dahin noch ungeimpft sind oder ihre zweite Dosis beziehungsweise den Booster nicht erhalten haben, obwohl sie es könnten.

Die Impfpflicht gilt bis zum 15. Juni und für alle Menschen über 50 mit Wohnsitz in Italien, also auch ausländische Staatsbürger.


Die Ereignisse des Tages in der Übersicht

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Zahl der Todesfälle nach einer mittels PCR-Test bestätigten Corona-Infektion in Grossbritannien hat die Marke von 150’000 überschritten.
  • Mehr als tausend Gegnerinnen und Gegner der Corona-Massnahmen sind am Samstag durch die Zürcher Innenstadt gezogen.
  • In den Niederlanden sind so viele Corona-Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden verzeichnet worden wie nie zuvor.
  • Die Booster-Impfung bietet Senior*innen einen hohen Schutz vor einem schweren Krankheitsverlauf nach einer Infizierung mit der Omikron-Variante: Das zeigt eine britische Studie. 
  • Der deutsche Epidemiologe Klaus Stöhr fordert, dass die Corona-Massnahmen in der Schweiz schrittweise aufgehoben werden.
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  • 21.32 Uhr
    Deutschland stuft 40 Länder als Hochrisikogebiete ein

    Die deutsche Bundesregierung stuft das Nachbarland Luxemburg sowie fast 40 weitere Länder wegen hoher Corona-Infektionszahlen von diesem Sonntag an ganz oder teilweise als Hochrisikogebiete ein. Das hat das Robert Koch-Institut mitgeteilt. Wer aus einem solchen Gebiet einreist und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne und kann sich frühestens fünf Tage nach der Einreise mit einem negativen Test davon befreien.

  • 20.43 Uhr
    Über 100’000 Menschen protestieren in Frankreich gegen Corona-Politik

    Über 100’000 Menschen haben in Frankreich am Samstag gegen die Corona-Politik der Regierung von Präsident Emmanuel Macron demonstriert. Allein in Paris gingen 18’000 Menschen auf die Strasse, berichtete der Sender France Info unter Verweis auf das Innenministerium. Landesweit kam es in zahlreichen Städten zu Protestzügen, die wieder auf deutlich mehr Unterstützung stiessen als in den vergangenen Wochen. Vereinzelt musste die Polizei gegen Ausschreitungen vorgehen. Im Fokus der Proteste stehen geplante drastische Einschränkungen für Ungeimpfte. Sie sollen schon bald keinen Zugang mehr zu Kinos, Bars oder Fernzügen haben.

    Das Gesetzesvorhaben ist aber noch nicht durch das Parlament. Im Unterhaus hatte es hitzige Debatten dazu gegeben. Aktuell ist Frankreich stark von der Pandemie getroffen. Der Inzidenzwert, also die registrierten Ansteckungen auf 100’000 Menschen innerhalb einer Woche, lag zuletzt bei 2528. Angefacht wurden die Proteste auch von der Ankündigung Macrons in einem Interview, Ungeimpfte in der Corona-Pandemie bis zum Ende nerven zu wollen. Macron hatte dabei eine Vokabel aus der Umgangssprache verwendet, was ihm heftige Kritik aus Opposition und Gesellschaft einbrachte.

    PARIS, FRANCE - JANUARY 8: Anti-vaccine protesters gather around the Eiffel tower on a call from Leader of French nationalist party
    In paris gingen rund 18’000 Menschen auf die Strasse, um gegen die Corona-Politik der Regierung von Präsident Emmanuel Macron zu demonstriert.
    Bild: Anadolu Agency via Getty Images
  • 20.22 Uhr
    Adelbodner Skizirkus: «Schweizer versuchen, alles zu durchseuchen»

    Das Skifest im Berner Oberland zum Riesenslalom-Weltcuprennen am Samstag hat bei Profisportlern angesichts der Pandemie Verwunderung und Besorgnis ausgelöst. Über 12'000 Fans jubelten in Adelboden teils ausgelassen, viele dichtgedrängt und ohne Maske.

    Nachdem die Rennen im letzten Jahr aufgrund der Corona-Situation vor leeren Rängen über die Bühne gehen mussten, waren am Samstag in Adelboden wieder Zuschauerinnen und Zuschauer zugelassen. Der Kanton Bern hatte den Anlass bewilligt.

    «Die Schweizer gehen da ein bisschen einen anderen Weg. Die versuchen an einem Wochenende gleich alles zu durchseuchen», sagte dazu der Österreichische Skirennfahrer Manuel Feller in einem Interview mit dem ORF nach seinem zweiten Platz in Adelboden.

    Im Zielgelände feierten die Fans trotz Corona-Pandemie teils eine wilde Party. Beobachter vor Ort sprachen von einer «absurden» Szene. «Aus Läufersicht ist es schwierig, denn wir selber müssen Verantwortung zeigen und Abstand halten. Dennoch ist es eine riesen Motivation, und es macht einfach unheimlich Spass, wenn Stimmung aufkommt», sagte Deutschlands Skihoffnung Alex Schmid.

    Für Fans galt im gesamten Aussenbereich laut den Veranstaltern des Weltcup-Rennens die 3G-Regelung. Eine Maskenpflicht gab es keine. «Wir appellieren an die Skifans auf dem Eventgelände (aussen) die Maske aus Solidarität zu tragen», hiess es auf der Webseite der Organisatoren.

    Riesenslalom-Gewinner Marco Odermatt lässt sich in Adelboden im Zielraum feiern.
    Bild: Keystone
  • 19.44 Uhr
    400 Leute demonstrieren im Tessin gegen Maskenpflicht für Kinder

    Rund vierhundert Menschen haben in Bellinzona TI am Samstag gegen die geplante Maskentragpflicht für Kinder an den Tessiner Grundschulen demonstriert. Kundgebungsteilnehmer bildeten auf der Piazza del Governamento eine Menschenkette und forderten die Abschaffung der «schädlichen, schikanösen und unnötigen Massnahme.»

    Viele Familien mit Kindern im Schul- und Vorschulalter nahmen an der Aktion teil, wie eine Korrespondentin der Nachrichtenagentur Keystone-SDA vor Ort berichtete. Eine Schutzmaske trug praktisch niemand. Die Kundgebung verlief friedlich.

    Schüler müssen im Tessin neu ab der 1. Klasse eine Maske tragen.
    Ab Montag gilt an den Tessiner Grundschulen eine Maskentragpflicht für Kinder ab der ersten Klasse. Damit soll die Ausbreitung des Coronavirus eingedämmt werden.
    Bild: Keystone
  • 18.35 Uhr
    Zahl der Corona-Toten in Grossbritannien überschreitet 150’000

    Die Zahl der Todesfälle nach einer mittels PCR-Test bestätigten Corona-Infektion in Grossbritannien hat die Marke von 150’000 überschritten. Wie das Gesundheitsministerium am Samstag mitteilte, wurden inzwischen 150’057 Todesfälle in dem Land innerhalb von 28 Tagen nach einem positiven Testergebnis registriert. Die tatsächliche Zahl dürfte aber noch höher sein. Auf dem Totenschein wurde bereits bei mehr als 173’000 Menschen in Grossbritannien Covid-19 vermerkt.

    Das Land mit etwa 67 Millionen Einwohnern ist weiterhin fest im Griff der Omikron-Welle. Allein am Samstag wurden rund 146’000 Neuinfektionen registriert. Die Zahl der Neuinfektionen auf 100’000 Einwohner innerhalb einer Woche (Sieben-Tage-Inzidenz) wurde zuletzt mit 1900 angegeben (Stand: 3. Januar). Während die Kurve in London inzwischen aber abzuflachen scheint, steigen die Zahlen im Norden Englands weiterhin stark an.

    Eine Rettungssanitäterin geht an einer Reihe Krankenwagen vor einem Londoner  Krankenhaus vorbei.
    Eine Rettungssanitäterin geht an einer Reihe Krankenwagen vor einem Londoner Krankenhaus vorbei.
    Bild: Dominic Lipinski/PA Wire/dpa
  • 17.53 Uhr
    6000 Unterschriften gegen Maskenpflicht für Kinder in St. Gallen

    Im Kanton St. Gallen haben Private laut eigenen Angaben eine Petition mit knapp 6000 Unterschriften gegen die Maskenpflicht für Kinder in der Primarschule eingereicht. Sie forderten den Bildungsrat dazu auf, die entsprechende Vorschrift per sofort aufzuheben.

    Die Online-Petition mit 5962 Mitunterzeichnenden liessen die Maskengegner am Freitag dem Kanton zukommen, wie sie am Samstag mitteilten. «Wir als Eltern sind der Auffassung, dass es nicht sein kann, die Kinder einem solchen Zwang zu unterziehen», teilten die Petitionäre mit. Erwachsene seien in der Lage, «mit den Verhaltensregeln rund um Covid 19 umzugehen», Kinder jedoch nicht.

    Im Kanton St. Gallen müssen Schülerinnen und Schüler seit Ende der Weihnachtsferien ab der vierten Primarklasse eine Maske tragen. Der Bildungsrat reagierte mit der Vorgabe auf die rasche Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus. In mehreren Kantonen gilt eine Maskenpflicht auf der Primarstufe. Ebenfalls in mehreren Kantonen wurden Petitionen dagegen lanciert.

    Eine Primarschülerin zieht auf einem Pausenplatz in der Stadt Zürich eine Maske an. (Archivbild)
    Archivbild: Keystone
  • 17.20 Uhr
    Schwedens Kronprinzessin Victoria erneut positiv auf Corona getestet

    Schwedens Kronprinzessin Victoria ist erneut positiv auf das Coronavirus getestet worden. «Die Kronprinzessin, die vollständig geimpft ist, hat Erkältungssymptome, ist aber ansonsten wohlauf», hiess es in einer am Samstag veröffentlichten Erklärung des Königshauses. Demnach befinden sich die 45-Jährige und ihre Familie zu Hause in Isolation.

    Die dreifach geimpften Eltern Victorias, König Carl XVI Gustaf und Königin Silvia, waren am Montag positiv getestet worden. Victoria und ihr Ehemann Prinz Daniel waren im März 2021 bereits einmal positiv auf das Coronavirus getestet worden.

  • 16.24 Uhr
    Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland steigt auf 335,9

    Mit einem Wert von 335,9 ist die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland erneut stark angestiegen – gestern lag der Wert bei 303,4. Es gibt 55’889 neue Ansteckungen und 268 Todesfälle.

    Der Wert wurde am Samstagmorgen mit 55’889 angegeben, in der Woche davor waren es 26’392 erfasste Neuinfektionen. Die Sieben-Tage Inzidenz gab das RKI mit 335,9 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 303,4 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 220,3 (Vormonat: 427,0).

    Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 268 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 184 Todesfälle. Das Robert Koch-Institut (RKI) zählte seit Beginn der Pandemie 7’473’884 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

    Ein älterer Mann bekommt seine Auffrischungsimpfung im Corona-Impfzentrum im Asklepios Klinikum Harburg.
    Bild: dpa
  • 16.16 Uhr
    Massnahmen-Gegner und Impfkritiker ziehen durch Zürich

    Mehr als tausend Gegnerinnen und Gegner der Corona-Massnahmen sind am Samstag durch die Zürcher Innenstadt gezogen. Auf der bewilligten Demo kritisierten sie «unnütze Massnahmen» der Politik, warnten vor Impfungen und warfen den Medien vor, «gekauft» zu sein.

    Verschiedene Gruppen versammelten sich auf dem Helvetiaplatz und zogen anschliessend rund eineinhalb Stunden durch die Innenstadt. Angeführt wurde der Protestzug am Nachmittag von mehr als 60 sogenannten Freiheitstrychlern, begleitet wurde er von der Polizei.

    Die Stimmung war friedlich, wie eine Korrespondentin der Nachrichtenagentur Keystone-SDA vor Ort berichtete. Die Teilnehmenden standen und liefen dicht gedrängt und ohne Masken. Sie forderten auf Plakaten und Fahnen «Freiheit», «keinen Impfzwang» und «Nein zu staatlich finanzierten Medien» aber auch «Rave for Freedom» (auf Deutsch etwa «Tanz für die Freiheit»).

    Demonstration gegen die Corona Massnahmen in Zuerich am Samstag, 8. Januar 2022. (KEYSTONE/Walter Bieri)
    Teilnehmer der Demonstration gegen die Corona Massnahmen in Zürich.
    Bild: Keystone
  • 15.39 Uhr
    Illegale Lockdown-Partys: Ex-Johnson-Berater belastet Regierung

    In der Affäre um angeblich illegale Lockdown-Partys in der Londoner Downing Street hat der Ex-Chefberater von Premierminister Boris Johnson die Regierung belastet. Laut Dominic Cummings hatte ein führender Mitarbeiter im Regierungssitz per Email zu einer Veranstaltung am 20. Mai 2020 im Garten eingeladen. Er selbst habe bereits im Vorfeld davor gewarnt, dass es sich um einen Verstoss gegen die strengen Lockdown-Regeln handle, schrieb der Ende 2020 im Streit aus der Regierung ausgeschiedene Cummings in einem am Freitag veröffentlichten Blogeintrag. Man habe ihn aber ignoriert.

    Ein im «Guardian» veröffentlichtes Foto, auf dem neben dem Ex-Berater auch Regierungschef Johnson im Mai 2020 bei Käse und Wein im Garten der Downing Street 10 zu sehen sind, zeige hingegen keinen Verstoss, behauptete Cummings. Es habe sich lediglich um den Ausklang von mehreren Sitzungen gehandelt, die damals wegen der geringeren Ansteckungsgefahr häufig im Freien stattgefunden hätten, so der Wahlkampfstratege. Zu der Zeit galten aufgrund der Corona-Pandemie strenge Kontaktbeschränkungen.

    Der britische Premierminister Boris Johnson trinkt aus einem Pint-Glas (0,568 Liter). (Archivbild)
    Eine interne Untersuchung soll derzeit klären, ob die Regierung gegen die eigenen Lockdown-Regeln verstossen hat. Im Fokus stehen mehrere angebliche Partys im Dezember 2020. Boris Johnson (Foto) steht wegen der Vorwürfe bereits seit Wochen unter Druck.
    Archivbild: Keystone 
  • 15.14 Uhr
    Rekordwert in Niederlanden: Rund 35’000 Neu-Infektionen

    In den Niederlanden sind so viele Corona-Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden verzeichnet worden wie nie zuvor.

    Fast 35’000 und damit gut 10’000 mehr als am Vortag wurden registriert, wie das zuständige Gesundheitsinstitut RIVM mitteilte. Noch nie zuvor in der Pandemie war an einem Tag die Marke von 25’000 überschritten worden.

    Trotz des harten Lockdowns steigen die Infektionszahlen seit gut einer Woche deutlich. Als Grund wird die schnelle Ausbreitung der Omikron-Variante genannt, die in den Niederlanden bereits dominant ist. Die extrem hohe Zahl am Freitag wird zum Teil auch mit einer technischen Störung am Vortag erklärt. Aber auch im Wochendurchschnitt registrierten die Behörden einen deutlichen Anstieg positiver Tests um 63 Prozent im Vergleich zur Vorwoche.

    Noch nie zuvor war in den Niederlanden an einem Tag die Marke von 25’000 überschritten worden.
    Bild: dpa
  • 15.05 Uhr
    Rumänien verschärft Corona-Vorschriften

    In Rumänien sind am Samstag strengere Corona-Schutzmassnahmen in Kraft getreten. Unter anderem sind Gesichtsmasken auch im Freien vorgeschrieben. Einfache Stoffmasken sind verboten. Bei Verstössen werden bis zu 500 Euro Strafe fällig.

    Bars und Gaststätten dürfen nur noch 22.00 Uhr öffnen und je nach Infektionsrate nur noch 30 bis 50 Prozent ihrer Sitzplätze anbieten. Besucher müssen einen Corona-Pass vorzeigen. Das Gleiche gilt für Sportveranstaltungen, Fitnessstudios und Kinos. Quarantänezeiten wurden indessen verkürzt.

    Die Zahl der Neuinfektionen pro Tag hat sich in Rumänien seit Mitte Dezember versechsfacht. Weil Hunderttausende Rumäninnen und Rumänen über ganz Europa verstreut arbeiten und zu Weihnachten und Neujahr heim zu ihren Familien gefahren sind, fürchten die Behörden, dass die stark ansteckende Omikron-Variante im Land bald besonders schnell um sich greift, zumal nur 40 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft sind. 

    Rumänien befinde sich bereits in der fünften Welle, sagte Gesundheitsminister Alexandru Rafila. Derzeit gebe es nur vereinzelte Omikron-Infektionen. «Es ist jedoch sehr gut möglich, dass wir in den kommenden Tagen, den kommenden Wochen eine Übertragung innerhalb des Staates sehen», sagte der Minister.

    ARCHIV - Vater mit Sohn in einer Straßenbahn in Bukarest. Foto: Alexandru Dobre/AP/dpa
    Ein Vater mit Sohn in einer Strassenbahn in Bukarest. 
    Bild: Alexandru Dobre/AP/dpa
  • 14.47 Uhr
    Britische Regierungsberater derzeit gegen vierte Corona-Impfung

    Britische Regierungsberater haben sich gegen eine vierte Corona-Impfspritze für ältere Menschen und Pflegeheimbewohner ausgesprochen. Daten der Gesundheitsschutzbehörden hätten ergeben, dass Menschen über 65 drei Monate nach einer dritten Impfdosis zu 90 Prozent vor Krankheitsverläufen geschützt sind, bei denen sie im Krankenhaus behandelt werden müssten, erklärte das Komitee für Impfung und Immunisierung am Freitag. Drei Dosen böten daher anhaltend Schutz vor schweren Corona-Infektionen.

    Das Komitee riet der Regierung deshalb, auf eine vierte Spritze für Menschen über 80 und in Pflegeheimen zu verzichten und sich stattdessen darauf zu konzentrieren, möglichst vielen Menschen eine dritte Spritze zu verabreichen. Man werde die Entwicklung aber im Auge behalten.

    Die meisten Corona-Impfstoffe werden zunächst in zwei Dosen im Abstand von einigen Wochen verabreicht. Der dabei erreichte Impfschutz lässt im Laufe der Zeit nach und wird nach einigen Monaten durch eine Booster-Impfung aufgefrischt.

  • 13.44 Uhr
    Impfchef fürchtet um Versorgungssicherheit im Land

    Die Omikron-Variante des Coronavirus bedroht die allgemeine Versorgung in der Schweiz: Diese Ansicht vertritt der Präsidenten der Eidgenössischen Kommission für Impffragen (Ekif), Christoph Berger. Nicht nur in den Spitälern drohten Probleme, sagte Berger der «Samstagsrundschau» von Radio SRF. Wenn sich die Neuansteckungen alle zwei bis drei Tage verdoppelten, sei man bald bei Zahlen, bei denen es generell schwierig werde – etwa wegen Personalengpässen.

    Die Schweiz erlebe eine neue Dimension der Pandemie, warnte er. Entsprechend sei die Zahl der Hospitalisationen nicht mehr das einzige Kriterium, das es zu beachten gelte.

    Konkrete politische Empfehlungen wollte Berger, Kinderarzt am Kinderspital Zürich, nicht machen. Über das weitere Vorgehen müssten der Bundesrat und das Bundesamt für Gesundheit (BAG) entscheiden.

    Er persönlich würde in der derzeitigen Lage Grossveranstaltungen meiden, so Berger. Dabei gehe es um Eigenverantwortung: «Man muss nicht nur machen, was der Bundesrat sagt». Schutzmassnahmen wie Abstand halten oder Maskentragen seien hinreichend bekannt.

    Christoph Berger, Praesident, Eidgenoessische Kommission fuer Impffragen EKIF, spricht an einem Point de Presse zur Covid 19 Situation, am Dienstag, 26. Oktober 2021, in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)
    Christoph Berger, Präsident der Eidgenössische Kommission für Impffragen, warnt vor einer neuen Dimension der Pandemie. 
    Bild: Keystone
  • 13.08 Uhr
    Klärungsbedarf wegen Skihütten-Foto

    In Österreich gibt die Corona-Erkrankung des Bundeskanzlers Karl Nehammer (ÖVP) weiter zu reden. In den sozialen Medien kursiert ein Foto, das den Politiker in geselliger Runde in einer Skihütte zeigt – und das den Regierungschef nun zu klärenden Worten bewog.

    So stellte am Samstag ein Sprecher von Nehammer klar, das Foto sei bereits am 29. Dezember und unter Einhaltung der 2G-Regel aufgenommen worden. Eine Woche später sei Nehammer noch negativ auf das Coronavirus getestet worden. «Die Ansteckung ist nach seiner Rückkehr aus dem Urlaub erfolgt», schrieb Kanzlersprecher Daniel Kosak auf Twitter.

    Der Kanzler wurde am Freitag positiv getestet. «Die Ansteckung geschah über ein Mitglied meines Sicherheitsteams», teilte er dabei auf Twitter mit.

    Er habe keine Symptome, sagte der Kanzler am Samstag im ORF-Radio. Dank einer Auffrischungsimpfung verlaufe die Erkrankung harmlos. Trotz zuletzt kritischer Stimmen werde die ÖVP-Grünen-Regierung an der zum 1. Februar geplanten Corona-Impfpflicht festhalten, betonte Nehammer.

    Eine Impfprämie, um die Bereitschaft zur schützenden Injektion zu erhöhen, wolle er nicht ausschliessen. Es habe sich bei genaueren Analysen aber gezeigt, dass allein Geld die Impfskeptiker*innen nicht überzeugen könne. Der Kanzler verwies auf Erfahrungen von Unternehmen, die selbst mit höheren Prämien keine überzeugenden Impferfolge hätten verbuchen können.

  • 11 Uhr
    Italien: Impfpflicht für über 50-Jährige tritt in Kraft

    In Italien gilt ab dem heutigen Samstag die Corona-Impfpflicht für Menschen im Alter von mehr als 50 Jahren. Ungeimpfte haben jedoch noch etwas Zeit, bis ihnen Konsequenzen drohen: Ab dem 1. Februar ist eine Strafe von 100 Euro für diejenigen vorgesehen, die bis dahin noch ungeimpft sind oder ihre zweite Dosis beziehungsweise den Booster nicht erhalten haben, obwohl sie es könnten.

    Die Impfpflicht gilt bis zum 15. Juni und für alle Menschen über 50 mit Wohnsitz in Italien, also auch ausländische Staatsbürger. 

    Ab dem 15. Februar greift für die über 50-Jährigen zudem die 2G-Regel am Arbeitsplatz. Wer ab dann nicht geimpft oder nachweislich genesen ist, kann zum Beispiel nicht mehr ins Büro kommen. Für jüngere Arbeitnehmer reicht ein negativer Test. Wer dennoch zur Arbeit erscheint und erwischt wird, muss wie bisher mit einer Strafe zwischen 600 und 1500 Euro rechnen.

    Italian Premier Mario Draghi attends the traditional year-end press conference in Rome, Wednesday, Dec. 22, 2021. (AP Photo/Domenico Stinellis)
    Italiens Premierminister Mario Draghi zieht die Corona-Massnahmen an. 
    Bild: AP Photo/Domenico Stinellis
  • 10.07 Uhr
    Djokovic soll im Dezember positiv getestet worden sein

    Nach Angaben seiner Anwälte ist Tennisstar Novak Djokovic am 16. Dezember 2021 zum zweiten Mal positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das geht aus Unterlagen hervor, die die Anwälte des Serben dem Gericht in Melbourne präsentiert haben und aus denen unter anderem die BBC am Samstag berichtete.

    Sollte sich dieser Sachverhalt bestätigen, könnte Djokovic eventuell doch berechtigt gewesen sein, Anfang Januar nach Australien einzureisen. Ein Gericht in Melbourne will am Montagmorgen über den Fall entscheiden. (Mehr zur Causa Djokovic liest du hier.)

    Djokovic war angeblich im Dezember mit Coronavirus infiziert

    Djokovic war angeblich im Dezember mit Coronavirus infiziert

    Im Justizstreit um die drohende Abschiebung des impfskeptischen Tennis-Stars Novak Djokovic aus Australien sind neue Details bekannt geworden: Der Serbe hat sich laut seinen Anwälten im Dezember mit dem Coronavirus infiziert. Dies sei der Grund fü

    08.01.2022

  • 8.53 Uhr
    Epidemiologe fordert Neuausrichtung der Covid-Politik

    Der deutsche Epidemiologe Klaus Stöhr sieht in der Omikron-Welle ein starkes Zeichen der Hoffnung für einen Ausweg aus der Corona-Pandemie. Die hochansteckende Variante läute den Übergang zur Endemie ein, ist sich der frühere WHO- und Novartis-Wissenschaftler mit Wohnsitz in der Schweiz sicher.

    Das liege aber nicht unbedingt am Virus, sondern am Mensch: «Ein Grossteil der Menschen verfügt heute über Antikörper durch die Impfung oder Infektionen. Dadurch verlaufen Reinfektionen milder», sagt Stöhr.

    Im Interview mit dem «Blick» fordert er eine grundlegende Neuausrichtung der Pandemie-Politik. Man könne zwar nicht auf einen Schlag alle Massnahmen einstellen. «Wir sollten aber eine schrittweise Deeskalation einleiten, gezielt Massnahmen zurücknehmen und dann schauen, wie sich die Situation entwickelt», fordert der Wissenschaftler.

    Die Quarantänepflicht für Kontaktpersonen, die geimpft sind, könne man wieder aufheben. Auch Reihentests in den Schulen seien «aus meiner Perspektive gegenwärtig immer weniger verhältnismässig». Das Ziel müsse sein, dass mit jeder Massnahme ein Problem gelöst werde.

    Schuelerinnen und Schueler der Kantonsschule Menzingen bei einem ab heute fuer alle Schueler der Sekundarstufe obligatorischen PCR-Test mittels Speichelprobe, am Donnerstag, 25. Februar 2021, in Menzingen. Der Kanton Zug startet heute mit regelmaessigen Massentests aller Oberstufenschueler, die zweimal woechentlich Speichelproben abgeben muessen.(KEYSTONE/Alexandra Wey)
    Was bringt das? Der Epidemiologe Klaus Stöhr stellt den Nutzen von repetitiven Corona-Tests an den Schulen infrage.
    Bild: Keystone
  • 8.42 Uhr
    Massnahmen-Gegner demonstrieren in Zürich und in Deutschland

    Das Aktionsbündnis Urkantone ruft heute Samstag  ab 14 Uhr zu einer bewilligten Demonstration mit Umzug in Zürich. Die Massnahmen-Kritiker*innen wollen damit ein Zeichen setzen gegen die Corona-Politik des Bundes und der Kantone.

    Die Pandemie werde endemisch, doch die Massnahmen würden «unlogischer und unwissenschaftlicher», heisst es im Aufruf des Aktionsbündnisses. Die Politik und die Medien seien Schuld an vielen Problemen im Land. 

    Auch in mehreren Städten in Deutschland wollen heute Samstag erneut Gegnerinnen und Gegner von Corona-Massnahmen auf die Strasse gehen. Bei einer Kundgebung in Hamburg werden am Nachmittag rund 11'000 Menschen erwartet. Sie wollen wie schon an mehreren Samstagen im Dezember unter dem Motto «Das Mass ist voll. Hände weg von unseren Kindern» durch die Innenstadt ziehen. Ebenso sind in Freiburg, Frankfurt, Düsseldorf und Magdeburg Proteste angekündigt, mancherorts sind auch Gegen-Demos geplant.

  • 8.23 Uhr
    Ermutigende Studiendaten zum Booster-Schutz

    Booster-Impfungen gegen das Coronavirus bieten Senior*innen bei einer Infektion mit der Omikron-Variante einen hohen Schutz vor einem schweren Verlauf. Das zeigt eine Analyse aus Grossbritannien.

    Drei Monate nach der Drittimpfung liegt der Schutz vor Einlieferung ins Spital bei rund 90 Prozent, wie die britische Gesundheitsbehörde UKHSA in der Nacht auf Samstag mitteilte. Nach nur zwei Impfdosen liege der Schutz vor schweren Verläufen drei Monate nach der Impfung bei rund 70 Prozent, nach sechs Monaten noch bei 50 Prozent.

    Der Schutz vor einer Corona-Infektion mit milden Symptomen lag auf Omikron bezogen drei Monate nach der Booster-Impfung noch bei rund 30 Prozent.

    Für die Studie wertete die britische Behörde die Daten von Senioren ab 65 Jahren aus, bei denen die Booster-Impfung bereits einige Monate zurücklag. Auch in Grossbritannien werden für die Booster-Impfungen, die im vergangenen Herbst starteten, in allen Altersgruppen die Impfstoffe von Biontech und Moderna verwendet.

  • epa09643392 A shopper walks past a government Covid-19 booster campaign advertisement in London, Britain, 15 December 2021. The UK government has warned the public that the country is facing a 'tidal wave' of Omicron infections with currently sixty thousand infections a day. The UK Covid-19 booster rollout is aiming to jab some one million people a day to fight an Omicron wave.  EPA/ANDY RAIN
    «Hol dir jetzt den Booster»: Mit solchen Plakaten will die britische Regierung die Bevölkerung von einer Auffrischimpfung überzeugen.
    Bild: EPA
  • 7.27 Uhr
    Heftige Corona-Welle in Mexiko

    Mexiko zählt mehr als 300'000 Todesopfer in Zusammenhang mit dem Coronavirus. Das Land meldete am Freitag 131 neue Todesfälle, womit die Gesamtzahl auf 300'101 anstieg. Mehr Todesopfer infolge einer Covid-19-Erkrankung haben bisher nur die USA, Brasilien, Indien und Russland verzeichnet.

    In Mexiko wird äusserst wenig auf das Coronavirus getestet. Dennoch nahm die Zahl der offiziell bestätigten Neuinfektionen zuletzt deutlich zu. Am Freitag stieg sie um 28'023 auf 4,083 Millionen.

    Mexiko hat nach Angaben der OECD vom November die höchste Übersterblichkeit ihrer 38 Mitgliedstaaten. Laut Zahlen der Regierung starben in den vergangenen beiden Jahren in Mexiko bis zum 13. Dezember gut 646'000 mehr Menschen als nach dem Durchschnitt der vorherigen fünf Jahre zu erwarten gewesen wäre.