Mutmasslicher Mordfall in Sardinien Mann täuscht Kontakt mit vermisster Ehefrau vor

dmu

9.7.2024

Die mutmassliche Tat ereignete sich in einem Vorort der sardischen Hauptstadt Cagliari.
Die mutmassliche Tat ereignete sich in einem Vorort der sardischen Hauptstadt Cagliari.
Imago

In Sardinien wird ein Mann der Tötung seiner vermissten Ehefrau verdächtigt. Er soll monatelang ihr Handy benutzt haben, um eine falsche Spur zu legen.

dmu

9.7.2024

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • In Sardinien macht ein mutmasslicher Mordfall Schlagzeilen.
  • Ein Mann wird verdächtigt, seine vermisste Ehefrau getötet zu haben.
  • Um ihr Ableben zu vertuschen, soll er Nachrichten vom Handy seiner Frau verschickt haben.

Seit mehreren Wochen ist das Verschwinden einer 42-jährigen Frau in Sardinien ungeklärt. Nun verdichten sich die Anzeichen, dass sie von ihrem Ehemann umgebracht wurde. Er wurde am Freitag wegen vorsätzlicher Tötung verhaftet. Ein Richter hat nun die U-Haft bestätigt, wie unter anderem «il Giornale» berichtet.

Obwohl noch keine Leiche gefunden wurde, hätten die Ermittler eine Reihe von «schwerwiegenden Hinweisen» gegen den Verdächtigen gesammelt. So habe er nach dem Verschwinden seiner Frau Nachrichten von ihrem Handy verschickt.

Freunde und Verwandte hätten Nachrichten erhalten, in denen sie schreibt, sie brauche wegen Beziehungsproblemen Abstand. Sie wolle aber mit niemandem telefonieren. Und beim Arbeitgeber ging ein Kündigungsmail ein.

Der Verdächtige beteuert seine Unschuld. Sein Anwalt sagt: «Es gibt keinen Beweis für ein Tötungsdelikt. Und bisher kann nicht belegt werden, dass unser Mandant das Handy seiner Frau benutzt oder die E-Mail geschickt hat.»

Bis es zum Prozess kommt, dauern die Ermittlungen an. Das gemeinsame Haus und die Autos wurden derweil beschlagnahmt.