Kim lässt Langstrecken-Angriff üben

SDA

10.5.2019 - 01:35

Das Säbelrasseln geht weiter: Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un ordnete laut der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA eine Militärübung zu einem «Langstrecken-Angriff» an. (Archivbild)
Source: Keystone

Kim Jong Un gab offenbar selbst den Befehl: Nordkorea übt eigenen Angaben zufolge einen Langstrecken-Angriff. Das Präsidialamt in Seoul äusserte sich «tief besorgt».

Nach Waffentests am Donnerstag soll Nordkorea am Freitag eine Übung zu einem «Langstrecken-Angriff» gestartet haben. Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un versucht mit den Tests auch den Druck auf die USA zu erhöhen.

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat laut Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA vom Freitag eine Übung zu einem «Langstrecken-Angriff» angeordnet. Am Donnerstag hatte die selbst erklärte Atommacht laut Südkorea ihre Waffentests fortgesetzt.

«Auf dem Kommandoposten hat der Oberste Führer Kim Jong Un (...) die Anweisung zum Start der Übung gegeben», berichtete KCNA am Freitag. KCNA machte keine Angaben dazu, welche Art von Waffen abgefeuert wurden. In der Mitteilung wurden Wörter wie Rakete, Geschoss oder Projektil vermieden.

Die südkoreanische Armee hatte am Donnerstag mitgeteilt, der Norden habe zwei Kurzstreckenraketen abgefeuert. Das Präsidialamt in Seoul äusserte sich «tief besorgt», nachdem es bereits nordkoreanische Waffentests vom Samstag kritisiert hatte. Die Raketen seien vom nordkoreanischen Stützpunkt Kusong in der westlichen Provinz Pyongan in Richtung Osten abgeschossen worden.

Druck auf USA erhöhen

Die Übung sei «erfolgreich» gewesen, berichtete die nordkoreanische Staatsagentur nun. Sie sei darauf ausgelegt gewesen, «die Fähigkeit zu schneller Reaktion der Verteidigungseinheiten» zu prüfen. Die Einheiten hätten ihre «Macht» bei dem Test unter Beweis gestellt. Am Samstag waren laut KCNA unter Kims Aufsicht Langstrecken-Mehrfachraketenwerfer und taktische Lenkwaffen getestet worden.

Die Tests werden in Seoul auch als Versuch der kommunistischen Führung Nordkoreas gesehen, den Druck auf die USA zu erhöhen. Seit dem Scheitern des zweiten Gipfeltreffens zwischen US-Präsident Donald Trump und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un im Februar in Vietnam ist die Verunsicherung in der Region gewachsen.

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