2000 Kinder betroffen Mexiko: Trennung von Familien an US-Grenze ist unmenschlich

dpa

19.6.2018

Null-Toleranz-Politik an der US-Grenze zu Mexiko: Illegale Einwanderer in einem Käfig.
Null-Toleranz-Politik an der US-Grenze zu Mexiko: Illegale Einwanderer in einem Käfig.
Foto: U.S. Customs and Border Protection's Rio Grande Valley Sector/AP

Die mexikanische Regierung hat die Trennung von Familien an der US-Grenze als grausam und unmenschlich bezeichnet.

Von den rund 2000 betroffenen Kindern sei nur ein Prozent aus Mexiko, sagte Aussenminister Luis Videgaray am Dienstag in Mexiko-Stadt. Der Grossteil der Kinder stamme aus den mittelamerikanischen Staaten Guatemala, Honduras und El Salvador. Angesichts der Situation, die alle betreffe, könne Mexiko aber nicht teilnahmslos bleiben, so Videgaray.

Der Aussenminister kündigte für Freitag ein Treffen mit Behörden aus den betroffenen lateinamerikanischen Ländern an, um über eine gemeinsame Position und Massnahmen zu sprechen. Mexiko habe angesichts der schwierigen Lage institutionelle Hilfe angeboten. Unter den betroffenen Kindern aus Mexiko befindet sich laut dem Aussenminister auch ein zehnjähriges Mädchen mit Down-Syndrom, das bei der Einreise von seiner Mutter getrennt wurde.

Das Mädchen befinde sich gemeinsam mit einem Bruder in der Stadt McAllen im US-Bundesstaat Texas, ihre Mutter sei in Brownsville im gleichen Staat festgesetzt. Die US-Regierung habe angedeutet, die Kinder zu ihrem Vater zu lassen, der ein legaler US-Bürger sei, hiess es seitens des mexikanischen Ausssenministeriums.

Zurück zur Startseite