Opfer von Gewalt sollen rund um die Uhr Beratung haben

SDA/jka

4.2.2021 - 11:08

Eva Herzog, SP-BS, spricht neben Marina Carobbio Guscetti, SP-TI, waehrend der Debatte um die Ueberbrueckungsleistung für aeltere Arbeitslose, waehrend der Fruehlingssession der Eidgenoessischen Raete, am Donnerstag, 12. Maerz 2020, in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)
Eva Herzog (SP-BS) verlangt, dass Opfer von häuslicher Gewalt rund um die Uhr Hilfe in Anspruch nehmen können. 
Bild: Keystone

Opfer von häuslicher Gewalt sowie mitbetroffene Personen sollen daher bessere Hilfe bekommen. Der Bundesrat ist einverstanden damit, das Angebot zu verbessern.

Die Corona-Krise hat gemäss Experten zu einem höheren Risiko für häusliche Gewalt geführt. Nun soll das Hilfsangebot für Betroffene ausgeweitet werden. 

Das zumindest verlangt SP-Ständerätin Eva Herzog (SP/BS). Sie fordert, dass ein schweizweites professionelles Beratungsangebot etabliert wird. Dieses soll Opfern von Gewalt und mitbetroffenen Personen während 24 Stunden telefonisch und online zur Verfügung steht.

Die aktuellen Angebote würden den Bedarf nach Hilfe nur zu bestimmten Zeiten decken, obwohl ein beträchtlicher Teil der Betroffenen ausserhalb der Bürozeiten Beratung sucht, schreibt Herzog in ihrer Motion. Zudem sei die Hemmschwelle, sich im Notfall an die Polizei zu wenden, hoch.

Herzog beruft sich dabei auch auf Forderungen der Istanbul-Konvention, das Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt.

Der Bundesrat unterstützt das Anliegen der Motion, wie er in seiner Antwort vom Donnerstag schreibt. Die Zuständigkeit für die Errichtung eines solchen Beratungsangebots liege jedoch bei den Kantonen. Wenn diese ein Angebot aufbauen wollten, sei der Bundesrat bereit, eine koordinierende Rolle zu übernehmen.

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