Panama Papers

Panama stellt Gründer der Kanzlei Mossack Fonseca vor Gericht

SDA

26.1.2022 - 05:27

epa05244066 General view of Panama City, Panama, 04 April 2016. Millions of leaked documents published on 03 April 2016 suggest that 140 politicians and officials from around the globe, including 72 former and current world leaders, have connections with secret 'offshore' companies to escape tax scrutiny in their countries. The leak involves 11.5 million documents from one of the world's largest offshore law firms, Mossack Fonseca, based in Panama. The investigation dubbed 'The Panama Papers' was undertaken and headed by German newspaper Sueddeutsche Zeitung and Washington-based International Consortium of Investigative Journalists (ICIJ), with the collaboration of reporters from more than 100 media outlets in 78 countries around the world.  EPA/Alejandro Bolivar
Panama City in der Steueroase Panama. (Archivbild)
Bild: Keystone/EPA/Alejandro Bolivar

Mehr als fünf Jahre nach der Enthüllung der «Panama Papers» werden die Gründer der Kanzlei Mossack Fonseca in Panama vor Gericht gestellt.

SDA

26.1.2022 - 05:27

Wie die Nachrichtenagentur AFP am Dienstag aus Justizkreisen erfuhr, befinden sich Jürgen Mossack und Ramon Fonseca Mora, deren Kanzlei im Zentrum des Daten-Leaks zu fragwürdigen Offshore-Konten stand, unter den 32 Personen, denen nun der Prozess gemacht werden soll.

Der Prozess soll laut Justizbehörden zwischen dem 15. und 18. November 2022 stattfinden. Die Staatsanwaltschaft hatte die Anklage wegen Geldwäsche-Verdachts bereits im November vergangenen Jahres beantragt.

Die Machenschaften der Kanzlei Mossack Fonseca wurden 2016 durch eine als «Panama Papers» bekannt gewordene Untersuchung des Internationalen Konsortiums Investigativer Journalisten (ICIJ) aufgedeckt.



Die Untersuchung, die auf dem Leak von 11,5 Millionen Dokumenten aus der Kanzlei basierte, enthüllte unter anderem, dass Staats- und Regierungschefs und bekannte Persönlichkeiten aus der Welt der Finanzen, des Sports und der Kunst Geld vor dem Fiskus versteckt hatten.

Die Kanzlei Mossack Fonseca musste nach Bekanntwerden des Skandals ihre Tätigkeit einstellen. Panama wurde international wiederholt kritisiert, weil viele der Beteiligten bislang straffrei davongekommen waren.

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