Trump fordert Gefängnisstrafe für seinen Ex-Anwalt

dpa

3.12.2018

Für Donald Trump könnte es eng werden: Sein Ex-Anwalt packt aus.
Keystone

US-Präsident Donald Trump hat sich dafür ausgesprochen, dass sein Ex-Anwalt Michael Cohen eine Gefängnisstrafe verbüssen sollte. Einen Bezug zu seiner Person sieht Trump allerdings nicht.

Nachdem Donald Trumps Ex-Anwalt Michael Cohen in der vergangenen Woche eingeräumt hatte, den Kongress in der Russland-Affäre belogen zu haben, steht Trump unter Druck – und geht in die Offensive. Trump nahm am Montag in einer Nachricht auf Twitter Bezug darauf, dass Cohens Anwälte vor einem Gericht in New York argumentierten, dass ihr Mandant nicht ins Gefängnis gehen sollte. «Das heisst, er kann alle diese schrecklichen Dinge tun, die nicht mit Trump in Zusammenhang stehen, sondern mit Betrug, grossen Krediten, Taxis, etc. zusammenhängen und braucht keine lange Gefängnisstrafe absitzen?», schrieb Trump. Seiner Meinung nach müsse Cohen eine Strafe in vollem Masse verbüssen, fügte er hinzu.

Michael Cohen kooperiert mit den Behörden. 
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Verbalangriff auch auf Robert Mueller

Cohen hatte vor dem Gericht in New York zugegeben, den Kongress bei dessen Russland-Ermittlungen über einen geplanten Immobiliendeal Trumps in Moskau angelogen zu haben – aus Loyalität zu Trump. Cohen kooperiert mit FBI-Sonderermittler Robert Mueller und anderen Ermittlern. Seine Anwälte argumentieren, dass er es wegen dieser Zusammenarbeit verdiene, nicht ins Gefängnis zu müssen.

Trump erklärte in einer weiteren Twitternachricht, Mueller gehe es nicht darum, die Wahrheit zu finden. Er sei nur an Lügen interessiert. Der Sonderermittler untersucht, ob es bei der mutmasslich russischen Einflussnahme auf den US-Präsidentschaftswahlkampf Absprachen zwischen Trumps Lager und Vertretern Russlands gab. Das setzt Trump sehr zu. Er hat die Ermittlungen wiederholt als «Hexenjagd» bezeichnet.

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