Trumps Ex-Beraterin sorgt für Aufregung im Weissen Haus

dpa

13.8.2018

Omarosa Manigault Newman hat im Weissen Haus heimlich Tonaufnahmen erstellt.
Bild: AFP

Eine frühere Beraterin von US-Präsident Donald Trump, Omarosa Manigault Newman, hat heimlich ihr Entlassungsgespräch im Weissen Haus aufgezeichnet.

Die Unterhaltung mit Stabschef John Kelly habe sie als «Androhung» wahrgenommen und sie deshalb genauso wie andere Gespräche im Weissen Haus aufgenommen, sagte Manigault Newman am Sonntag gegenüber dem US-Fernsehsender NBC. «Wenn ich diese Aufnahmen nicht hätte, würde mir niemand in Amerika glauben.»

Die Ex-Beraterin wird am Dienstag das Enthüllungsbuch «Unhinged» auf den Markt bringen, in dem Trump als Rassist, zerstreut, selbstbezogen, frauenfeindlich und unsicher dargestellt wird. Sie kennt ihn seit vielen Jahren durch ihre Teilnahme an der Reality-Show «The Apprentice». Sie verliess das Weisse Haus im Dezember 2017.

In der Aufnahme ist unter anderem zu hören, wie Kelly ihr mitteilt, in den vergangenen Monaten seien ihm seiner Ansicht nach bedeutende Integritätsfragen zu ihrer Person zu Ohren gekommen. Er habe etwa gehört, dass Manigault Newman Regierungsfahrzeuge benutzt habe, ausserdem gehe es um «Geldfragen und andere Sachen». Diese verglich er mit Vergehen, die beim Militär zu einem Gerichtsprozess führen können. Kelly ist ein pensionierter General der Marineinfanterie.

Das Weisse Haus reagierte empört über die heimlichen Aufnahmen. Regierungssprecherin Sarah Huckabee Sanders sah darin eine offene Missachtung der nationalen Sicherheit. Dass Manigault Newman anschliessend noch im Fernsehen darüber prahle, beweise ihren Mangel an Charakter und Integrität, sagte Sanders.

Omarosa Manigault Newman war viele Jahre eine Vertraute von US-Präsident Trump.
Bild: KEYSTONE/EPA POOL/MICHAEL REYNOLDS / POOL
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