Humanitäre Katastrophe

UN-Chef Guterres warnt vor schlimmster Hungersnot «seit Jahrzehnten»

SDA/tpfi

20.11.2020

Hunger, Krankheiten, Krieg: Die humanitäre Situation im Jemen wird immer düsterer. UN-Generalsekretär Antonio Guterres warnt eindringlich vor der katastrophalen Lage in dem Bürgerkriegsland.
Hunger, Krankheiten, Krieg: Die humanitäre Situation im Jemen wird immer düsterer. UN-Generalsekretär Antonio Guterres warnt eindringlich vor der katastrophalen Lage in dem Bürgerkriegsland.
Bild: Mark Garten/UN/dpa

UN-Generalsekretär António Guterres hat angesichts der Situation im Bürgerkriegsland Jemen vor einer schweren Nahrungsmittelkrise mit Millionen Toten gewarnt. «Der Jemen ist jetzt in unmittelbarer Gefahr der schlimmsten Hungersnot, die die Welt seit Jahrzehnten erlebt hat», teilte der UN-Chef am Freitag mit und forderte sofortige Gegenmassnahmen.

Die Notlage ergebe sich aus einer Kombination drastischer Kürzungen im UN-Budget für das Land im Vergleich mit den Vorjahren sowie Hindernissen der Konfliktparteien für Helfer, zu den Menschen vorzudringen. Eine Heuschreckenplage und Überschwemmungen verschlimmerten die Lage weiter.

«Ich fordere alle, die Einfluss haben, auf, dringend auf diese Themen zu reagieren, um Katastrophen abzuwenden, und ich fordere alle auf, keine Massnahmen zu ergreifen, die die ohnehin schon schlimme Situation noch verschlimmern könnten», sagte Guterres.

Im Jemen kämpft ein von Saudi-Arabien angeführtes Militärbündnis seit 2015 an der Seite der Regierung gegen die aufständischen Huthi-Rebellen. Sie hatten das Land überrannt und kontrollieren heute die Hauptstadt Sanaa sowie grosse Gebiete vor allem im Norden und im Westen. Millionen Menschen sind von Mangelernährung und schlechtem Zugang zu medizinischen Einrichtungen betroffen.

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