Nur fünf von 100 Flüchtlingen finden neue Heimat

SDA

5.2.2020 - 12:26

Von den besonders schutzbedürftigen Flüchtlingen haben nach Angaben des Uno-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) weltweit im vergangenen Jahr weniger als fünf Prozent eine neue Heimat gefunden. (Archivbild)
Source: Keystone

Von den besonders schutzbedürftigen Flüchtlingen haben weltweit im vergangenen Jahr weniger als fünf Prozent eine neue Heimat gefunden. Das berichtete das Uno-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) am Mittwoch in Genf.

Drittstaaten stellen gemäss einem Bericht der Uno-Organisation viel zu wenige Umsiedlungsplätze für schutzbedürftige Flüchtlinge zur Verfügung. Nur knapp 64'000 Menschen konnten demnach ein neues Leben beginnen, der Bedarf lag jedoch bei 1,4 Millionen Menschen.

Insgesamt sind weltweit mehr als 70 Millionen Menschen auf der Flucht, davon knapp 30 Millionen ausserhalb ihres Herkunftslandes. Die meisten hoffen auf eine Rückkehr in ihre Heimat.



Die meisten Schutzsuchenden nahmen im vergangenen Jahr die USA auf. Deutschland gehörte ebenfalls zu den Top-Aufnahmeländern. Die grössten Gruppen der Umgesiedelten – also Menschen, denen Staaten die Aufnahme angeboten haben – kamen aus Syrien, aus der Demokratischen Republik Kongo und aus Myanmar.

Geflüchtete werden für eine Umsiedlung in Betracht gezogen, wenn sie besondere Bedürfnisse haben oder als besonders schutzbedürftig gelten. Dazu zählen nach UNHCR-Angaben zum Beispiel Menschen mit Behinderung, Homosexuelle, oder die Familienmitglieder eines erschossenen Kämpfers – Menschen also, deren Leben in ihrer Heimat bedroht ist und die auch in Flüchtlingslagern in den Nachbarländern weiter in Gefahr sind.

Das UNHCR kümmert sich ausschliesslich um Flüchtlinge, die verfolgt werden. Migranten, die im Ausland eine bessere Verdienstchance zur Unterstützung ihrer Familie suchen, zählen nicht dazu.

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