Mehr Sicherheit

Anti-Terror-Poller schützen Zürcher Weihnachtsdorf

tafu

21.11.2019

Das Weihnachtsdorf am Sechseläutenplatz in Zürich wird zukünftig durch Anti-Terror-Poller geschützt.
Bild: Keystone

Anschlägen wie in Nizza und Berlin soll so vorgebeugt werden: Das Zürcher Weihnachtsdorf wird zukünftig durch Anti-Terror-Poller geschützt. Und auch am Hauptbahnhof wurden Schutzmassnahmen ergriffen. 

Wenn heute Donnerstag das «Wienachtsdorf» auf dem Sechseläutenplatz in Zürich wieder seine Tore öffnet, sollen Anti-Terror-Poller für die Sicherheit der Besucher sorgen. «Gewisse Stellen müssen so geschützt werden, dass es nicht möglich ist, mit einem Lastwagen reinzufahren», so der Sprecher der Stadtpolizei Zürich, Marco Cortesi, gegenüber «Blick».

Bereits am Züri Fäscht im Juli wurden die sogenannten «Fahrzeugrückhaltesysteme» erstmalig eingesetzt, nachdem der Polizeisprecher vor einem Jahr angekündigt hatte, dass die Sicherheitslage neu beurteilt werden sollte. Mit den neuen Sperren könnten nach Aussage von Cortesi alle Fahrzeuge aufgehalten werden.

Am Sechseläutenplatz wurden die Sperren, die mit drei ausklappbaren Elementen ausgestattet sind, an der Schillerstrasse und an der Seeseite installiert, während die anderen Eingänge mit einem Metallgitter abgesperrt sind.

Grund zur Sorge bestehe für die Besucher des Weihnachtsdorfes aber nicht, es handle sich um eine reine Vorsichtsmassnahme, so Marco Cortesi. «Es gilt aktuell nicht die höchste Alarmbereitschaft, aber wenn sich viele Leute an einem Ort aufhalten, müssen wir für Ruhe und Sicherheit sorgen.»

In der deutschen Hauptstadt Berlin schützen seit dem Anschlag von 2016 Betonsperren den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz.
Bild: Keystone

Betonboxen am Hauptbahnhof

Ähnlich sieht man das auch am Hauptbahnhof Zürich, wo in der Nacht auf Mittwoch 20 Betonboxen mit Weihnachtsbäumen aufgestellt wurden. Sie ersetzen damit die bisherigen Betonelemente, wie SBB-Sprecher Olivier Dischoe gegenüber «Blick» erklärt. «Sie bieten einen besseren Schutz und passen sich – dank der Begrünungsmöglichkeit – besser ins Erscheinungsbild des Zürcher Hauptbahnhofs ein.»

Durch die feste Verankerung hielten sie Fahrzeuge fern, seien aber auch mobil genug, um im Notfall Rettungsfahrzeuge in die Bahnhofshalle fahren lassen zu können, erklärt der Sprecher der Kantonspolizei Zürich, Marcel Frei.

Mit den neuen Sperren sollen sowohl am Hauptbahnhof als auch im Weihnachtsdorf verheerende Attacken, wie sie in der Vergangenheit passierten, verhindert werden. So starben bei einem Anschlag mit einem LKW, der 2016 im französischen Nizza in eine Menschenmenge raste, 86 Menschen. Nicht einmal ein halbes Jahr später kamen in der deutschen Hauptstadt Berlin elf Besucher ums Leben, als ein Attentäter einen Sattelzug auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz steuerte.

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