Impftempo während Impfwoche nur leicht gestiegen +++ BAG meldet 9702 neue Fälle

Agenturen/red

15.11.2021

Agenturen/red

15.11.2021

Das BAG hat übers Wochenende 9702 laborbestätigte Neuinfektionen, 85 Spitaleintritte und 20 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 registriert. Der 7-Tage-Schnitt der Neuinfektionen steigt gegenüber der Vorwoche um 42 Prozent.

Während der nationalen Impfwoche hat sich das Impftempo im Vergleich zur Vorwoche leicht erhöht – allerdings auf relativ tiefem Niveau. Entsprechend enttäuscht fielen einige Reaktionen aus. Nach Angaben des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) wurden in der Schweiz vom 8. November bis 14. November 104'689 Impfdosen gegen Covid-19 verabreicht. Eine Woche zuvor waren waren es noch 76'108 gewesen. Das entspricht einer Zunahme von rund 38 Prozent.

Unter den Menschen, die mit einer Covid-Erkrankung sterben, sind immer mehr Geimpfte. «20 Minuten» fand sogar einen Zeitraum von zehn Tagen, in dem mehr Geimpfte als Ungeimpfte starben. Das liegt einerseits daran, dass zum überwiegenden Teil sehr alte Personen starben, deren Impfung schon lange her ist. Tatsächlich verliert die Immunisierung an Wirkung. Antikörper bauten sich vor allem bei älteren Leuten schneller ab, zitiert «20 Minuten» den Infektiologen Andreas Cerny.

Inzidenz in Deutschland steigt weiter an

In Deutschland hat die Sieben-Tage-Inzidenz erneut zugenommen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100'000 Einwohner und Woche am Montagmorgen mit 303,0 an. Deswegen haben sich die möglichen Koalitionspartner SPD, Grüne und FDP auf deutliche Verschärfungen bei der geplanten Änderung des Infektionsschutzgesetzes geeinigt.

Ab sofort sollen auch Kontaktbeschränkungen angeordnet werden können, wie aus der Vereinbarung von Vertretern der drei Fraktionen hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Dabei geht es offensichtlich um Ungeimpfte.

Das Wichtigste im Überblick

  • Das BAG meldet 9702 Neuinfektionen über das Wochenende. Im selben Zeitraum mussten 85 Personen wegen Covid-19 hospitalisiert werden – 20 Personen starben an den Folgen einer Erkrankung.
  • In Deutschland meldet das Robert-Koch-Institut 23'607 Neuinfektionen innert eines Tages – 8094 Fälle mehr als am Montag vor einer Woche, als 15'513 Neuinfektionen gemeldet wurden.
  • Der Anteil der Erstgeimpften in der Schweiz steigt während der Impfwoche um 0,32 Prozent.
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  • 21.14 Uhr
    Dax trotz Corona-Sorgen und hält Rekordkurs

    Am deutschen Aktienmarkt hat der Dax zum Auftakt der neuen Woche seinen Rekordkurs gehalten. Anleger liessen sich von den Sorgen um steigende Corona-Infektionszahlen und drohende Lockdowns nicht einschüchtern. Dabei übertraf der deutsche Leitindex am Montag seine Bestmarke vom Freitag bei gut 16 150 Punkten noch um einige Zähler.

    Zum Schlussgong stand der Dax nur knapp unter dem frischen Rekord bei 16 148,64 Punkten, dies war ein Plus von 0,34 Prozent. Der MDax der mittelgrossen Börsentitel ging mit einem Zuwachs von 0,68 Prozent auf 36 111,30 Zähler aus dem Handel.

    Allerdings griffen die Investoren vermehrt bei den bisherigen Favoriten des Börsenjahres 2021 zu, «um nicht auf dem falschen Fuss erwischt zu werden», wie Marktexperte Andreas Lipkow von Comdirect feststellte. Denn die vierte Welle in der Corona-Pandemie könnte noch zum Stolperstein für die Jahresendrallye werden, befürchten Börsianer.

    Laut den Experten der NordLB dürften bald gegensteuernde Massnahmen notwendig sein, «die auch wirtschaftliche Bremswirkung entfalten können». Sie befürchten daher kurzfristig schlimmstenfalls eine Kurskorrektur.

  • 20.43 Uhr
    Zahl der Corona-Patienten in Rios Krankenhäusern stark gesunken

    Die brasilianische Metropole Rio de Janeiro hat nach eigenen Angaben die niedrigste Anzahl Covid-19-Patienten in Hospitälern seit dem Beginn der Pandemie.

    So wurde der vorerst letzte Patient eines Referenz-Krankenhauses für Corona in Acari in der Nordzone der Stadt in Anwesenheit von Rios Bürgermeister Eduardo Paes und Gesundheitssekretär Daniel Soranz entlassen, wie das brasilianische Nachrichtenportal «G1» am Montag berichtete. Soranz hatte zuletzt bekanntgegeben, dass Intensivbetten in Rio insgesamt mit 41 Covid-19-Patienten belegt seien.

    Nach den USA und Indien verzeichnet Brasilien mit fast 22 Millionen Fällen die meisten Corona-Infektionen. Mehr als 611'000 Menschen sind im grössten Land Lateinamerikas im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Rio, wo in der Favela Maré eine Gedenkstätte zu Ehren der Corona-Opfer eingeweiht wurde, war bisweilen eine der am meisten betroffenen Städte.

    Indigene protestieren seit Tagen in der Hauptstadt Brasilia.
    Die Corona-Lage in Brasilien hat sich zuletzt merklich entspannt. (Symbolbild)
    Bild: Myke Sena/dpa

    Mit dem Fortschreiten der Impfkampagne – inzwischen sind mehr als 100 Millionen Brasilianer gegen Corona geimpft, in Rio 75 Prozent der Bevölkerung – und dem Rückgang der Belegung der Krankenhäuser wuchs der Optimismus in der Stadt.

    Das Tragen von Corona-Schutzmasken in öffentlichen Bereichen ist unter bestimmten Bedingungen nicht mehr Pflicht. Sambaschulen bereiten sich auf den Karneval vor. Experten warnten, dass der falsche Eindruck vermittelt werden könnte, die Pandemie sei zu Ende.

  • 20.07 Uhr
    Kinder ab fünf Jahren werden in Wien geimpft
    Wien bietet Corona-Impfungen für Kinder ab fünf Jahren an

    Wien bietet Corona-Impfungen für Kinder ab fünf Jahren an

    Ein Picks für die Kleinen: Wien bietet seit Montag Corona-Impfungen für Kinder zwischen fünf und elf Jahren an. Nach Angaben der Behörden wurden bereits mehr als 10.000 Impftermine für Kinder dieser Altersgruppe gebucht.

    15.11.2021

  • 19.31 Uhr
    Belgien zieht Corona-Beratungen vor

    Angesichts eines rapiden Anstiegs der Corona-Neuinfektionen und Krankenhauseinweisungen berät die belgische Regierung früher als geplant über neue Massnahmen gegen die Ausbreitung des Virus. Die Regierung erklärte am Montag, die für Freitag geplanten Beratungen würden auf Mittwoch vorgezogen, damit eventuelle Massnahmen schon am kommenden Wochenende in Kraft treten könnten.

    Die Zahl der Krankenhauseinweisungen nahm zuletzt um rund 30 Prozent pro Woche zu, die Zahl der Patienten auf der Intensivstation überstieg 500, was die Krankenhäuser des Landes immer stärker belastet. Genaue Zahlen wurden wegen eines langen Wochenendes in Belgien am Montag nicht veröffentlicht. Die Behörden führten vor drei Wochen einige Pandemiebeschränkungen wieder ein, nachdem sie wenige Wochen zuvor gelockert worden waren.

    «Völlig inakzeptabel»: Belgiens Ministerpräsident Alexander De Croo.
    Belgiens Regierung um Ministerpräsident Alexander De Croo greift im Kampf gegen das Coronavirus durch. (Archivbild)
    Bild: Pool Philip Reynaers/BELGA/dpa

    Die Infektionen stiegen dennoch weiter an. Es wurde erwartet, dass die Regierung weitere Bereiche prüfen würde, in denen das Tragen von Gesichtsmasken vorgeschrieben werden sollte. Sie wollte auch in Erwägung ziehen, ihre Homeoffice-Empfehlung in eine verbindliche Anordnung umzuwandeln.

  • 18.29 Uhr
    Italien verschärft Regeln in Taxis, Zügen und Bussen

    Wegen steigender Corona-Zahlen verschärft Italien die Sicherheitsmassnahmen in Taxis, Zügen und Bussen. Künftig dürfen in Taxis nur noch zwei Fahrgäste auf der Rückbank einsteigen, wenn sie nicht zu einer Familie gehören. Der Beifahrersitz soll frei bleiben. Das beschlossen das Ministerium für Gesundheit und jenes für die Infrastruktur in einer Verordnung, über die italienische Medien wie die Nachrichtenagenturen Ansa und Adnkronos am Montag berichteten.

    Sanitätsbehörden und die Bahnpolizei haben nun die Möglichkeit, Personenzüge anzuhalten, wenn ein Covid-Verdachtsfall auftritt. In dem Fall muss der Bahnbetreiber das betroffene Abteil desinfizieren, bevor der Zug weiterfahren kann, wie es hiess. Darüber hinaus soll - wenn möglich und vor allem in den grossen Bahnhöfen von Rom, Mailand und Florenz - bei den Passagieren schon vor dem Zutritt zu den Fernzügen der «Grüne Pass» kontrolliert werden. Dieser ist als Nachweis von Impfung, Genesung oder Test vorgeschrieben.

    In öffentlichen Bussen soll die vordere Tür wieder geöffnet werden, wenn zwischen dem Fahrer und den Gästen eine Schutzwand installiert ist. Dadurch kann das Ein- und Aussteigen entzerrt werden. Masken sind – ebenso wie in Zügen oder Taxis – ohnehin Pflicht.

    Auch in Italien gehen die Fallzahlen nach oben - wenn auch langsamer als in anderen Ländern wie Deutschland. Am vorigen Freitag gab das Gesundheitsministerium in seinem wöchentlichen Bericht eine landesweite Sieben-Tages-Inzidenz von 78 an. Eine Woche zuvor hatte der Wert noch bei 53 gelegen. Stand Montagmorgen waren gut 84 Prozent der Italiener im Alter über zwölf Jahren vollständig geimpft, knapp 87 Prozent haben eine Impfdosis erhalten.

  • 17.55 Uhr
    Impftempo während Impfwoche nur leicht gestiegen

    Während der nationalen Impfwoche hat sich das Impftempo im Vergleich zur Vorwoche leicht erhöht – allerdings auf relativ tiefem Niveau. Entsprechend enttäuscht fielen einige Reaktionen aus.

    Nach Angaben des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) wurden in der Schweiz vom 8. November bis 14. November 104'689 Impfdosen gegen Covid-19 verabreicht. Eine Woche zuvor waren waren es noch 76'108 gewesen. Das entspricht einer Zunahme von rund 38 Prozent.*

    Damit hat die nationale Impfoffensive die Impfbereitschaft in der Schweiz nur leicht angekurbelt. Die meisten Kantone, die bisher ihre Zahlen veröffentlichten, konnten ihr Impftempo erhöhen. Aber nicht alle waren damit zufrieden.

    Insgesamt wurden seit Beginn der Impfkampagne 11'371'591 Impfdosen verabreicht. 5'650'855 Personen sind vollständig geimpft. Das entspricht 64,9 Prozent der Bevölkerung.

    Eine Mitarbeiterin präpariert eine Impfdosis im Zürcher Impfdorf im Hauptbahnhof.
    Eine Mitarbeiterin präpariert eine Impfdosis im Zürcher Impfdorf im Hauptbahnhof.
    KEYSTONE/Michael Buholzer
  • 17.41 Uhr 
    Zahl der Feuerbestattungen in Kiew verdoppelt

    Im Krematorium von Kiew hat sich die Zahl der Einäscherungen wegen der neuen Höchststände von Corona-Todesfällen in der Ukraine im Vergleich zu den Sommermonaten verdoppelt. «Im Sommer hatten wir im Schnitt 60 Einäscherungen pro Tag, heute sind es 100 bis 120», sagte der Sprecher des Krematoriums, Andrij Jaschtschenko, der Nachrichtenagentur AFP. An manchen Tagen arbeite das Krematorium bis Mitternacht.

    Die Ukraine erlebt seit einigen Wochen ihre bislang schwerste Corona-Welle. Gründe sind die hochansteckende Delta-Virusvariante und weitverbreitete Impfskepsis. Am Montag meldeten die Behörden 442 Corona-Todesfälle binnen 24 Stunden – das ist die zweithöchste Zahl an Corona-Toten nach Russland (1211). Die vielen Todesfälle führten in der Ukraine zu einem starken Anstieg der Beisetzungen und vor allem der Feuerbestattungen.

    Nach der Verhängung neuer Corona-Restriktionen für Ungeimpfte verzeichnete die Ukraine im Oktober zwar eine verstärkte Nachfrage nach Impfungen. Trotzdem sind bislang nur 28 Prozent der Ukrainer vollständig gegen das Coronavirus geimpft, wie das Gesundheitsministerium am Montag mitteilte. In der ehemaligen Sowjetrepublik mit 45 Millionen Einwohnern wurden bislang 3,2 Millionen Corona-Infektionen registriert und mehr als 77'000 Todesfälle.

  • 17.18 Uhr 
    Nürnberg hält trotz hoher Inzidenz an Christkindlesmarkt fest

    Trotz einer Corona-Inzidenz von gut 450 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner hält die Stadt Nürnberg an ihrem weltbekannten Christkindlesmarkt fest. Dieser solle vom 26. November bis Heiligabend stattfinden, erklärte die Stadt am Montag. Nach der Absage wegen der Corona-Pandemie im vergangenen Jahr solle der Christkindlesmarkt mit einem neuen Konzept dezentral an vier verschiedenen Plätzen in der Altstadt stattfinden.

    Neben dem traditionellen Standort am Nürnberger Hauptmarkt mit dem Rathausplatz und Schmuckhof sollen in diesem Jahr weitere Buden auf dem Lorenzer Platz und dem Jakobsmarkt aufgebaut werden. Der Markt der Partnerstädte befinde sich auf der Insel Schütt.

    Die Geschäftsführerin der Nürnberger Tourismuszentrale, Yvonne Coulin, erklärte, durch den dezentralen Markt entstehe genügend Platz zwischen den Buden. «So können die Gäste entspannt durch die geschmückte und festliche Altstadt flanieren und die Weihnachtsstadt Nürnberg entdecken.»

    Die Stadtverantwortlichen veröffentlichten die Entscheidung in einer angespannten Coronalage in der fränkischen Metropole. Die Corona-Inzidenz hatte sich in Nürnberg binnen einer Woche mehr als verdoppelt, die Krankenhäuser sind in Nürnberg und Umgebung an der Belastungsgrenze.

    Ein Standbetreiber auf dem Nürnberger Christkindlesmarkt platziert am 15. November 2021 während der Aufbauarbeiten seines Standes auf dem Markt die rot-weiss gestreifte Dachplane.
    Bild: Keystone
  • 16.37 Uhr 
    Tschechien schickt wieder Soldaten in überlastete Spitäler

    In Tschechien kommen erstmals seit Monaten wieder Soldaten überlasteten Spitäler und Altersheimen zu Hilfe. Die Armee schickte am Montag 40 ihrer Angehörigen in zwei östliche Verwaltungsregionen, wie eine Sprecherin in Prag mitteilte. Die Soldaten sollen unter anderem als Hilfskräfte im Pflegedienst eingesetzt werden. Weitere Einsätze sollen folgen.

    Wegen einer steigenden Zahl an Covid-Patienten müssen viele Spitäler einen Teil der planbaren Operationen verschieben, darunter die Unikliniken in Brno und Plzen. Ein Regierungsbeschluss ermöglicht es, bis zu 900 Soldaten im Kampf gegen die Corona-Pandemie einzusetzen.

    Am Montag trat eine Verordnung in Kraft, wonach sich ungeimpfte Pflegekräfte einmal wöchentlich testen lassen müssen. Nur knapp 6,2 Millionen der 10,7 Millionen Einwohner Tschechiens sind vollständig geschützt. Die Zahl der Corona-Fälle steigt weiter an. Innerhalb von sieben Tagen gab es nach aktuellen Zahlen 718 bestätigte Neuinfektionen je 100'000 Einwohner.

    Health care workers transport a COVID-19 patient from an intensive care unit (ICU) at a hospital in Kyjov to hospital in Brno, Czech Republic, Thursday, Oct. 22, 2020. With cases surging in central Europe, some countries are calling in soldiers, firefighters, students and retired doctors to help shore up buckling health care systems. Many faced a shortage of medical personnel even before the pandemic, and now the virus has sickened many health workers, compounding the shortfall. (AP Photo/Petr David Josek)
    Covid-Patient in einem Spital im tschechischen Brno. (Archiv)
    Bild: Keystone
  • 15.40 Uhr
    FPÖ-Chef Kickl hat sich mit dem Coronavirus infiziert

    Seit Beginn der Pandemie tun sich Robert Kickl und die FPÖ, die er präsidiert, als Massnahmekritiker und Impfskeptiker hervor. Stattdessen propagierte er, genügend Vitamine zu sich zu nehmen und behauptete das Anti-Wurm-Mittel Ivermectin mache die Impfung überflüssig. 

    Etwas verklausuliert meldet Robert Kickl heute Montag: «Ich muss Euch leider mitteilen, dass ich heute von Seiten der Gesundheitsbehörde die Nachricht bekommen habe, dass ein PCR-Test, den ich gestern abgegeben habe, positiv ist. Damit bin ich jetzt ein Covid-19 Fall und habe die Auflage, eine Quarantäne für 14 Tage einzuhalten.»

    Am meisten betrübe ihn, dass er damit nicht an einer grossen Demonstration gegen die neusten Massnahmen teilnehmen könne.

    Die Wirksamkeit von Ivermectin gegen die Infektion mit dem Coronavirus ist inzwischen mehrfach widerlegt, wie die NZZ zusammengetragen hat. Mehrere Studien, die das Gegenteil behaupten, basieren auf manipulierten Daten, wie Fachleute herausgefunden haben, die diese Studien überprüften.

  • 13.30
    20 Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19 seit Freitag

    Das BAG meldet die neusten Zahlen: 9702 laborbestätigte Neuinfektionen, 85 Spitaleintritte und 20 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19. 

    Der 7-Tage-Schnitt der Neuinfektionen steigt gegenüber der Vorwoche um 42 Prozent. Der 14-Tage-Schnitt der Hospitalisationen nahm hingegen nur um 5 Prozent zu. Aktuell liegen 681 Personen mit einer Covid-Erkrankung im Spital, 121 in einer Intensivstation (+9 Prozent). Die Auslastung der Schweizer Intensivbetten liegt praktisch unverändert bei 74 Prozent, 15 Prozent davon sind Coronapatient*innen. 

    64.88 Prozent der Bevölkerung sind vollständig geimpft, 1.87 Prozent haben ihre erste Impfdosis erhalten.

    Ärzte und Pflegende kümmern sich um Covid-Patienten auf der Covid-19-Intensivabteilung im Stadtspital Triemli am 10. Dezember 2020 in Zürich.
    Ärzte und Pflegende kümmern sich um einen Covid-Patienten auf der Intensivstation des Stadtspitals Triemli in Zürich.
    KEYSTONE/Gaetan Bally
  • 12.55 Uhr
    Grossbritannien: Booster-Impfung ab 40 Jahren

    In Grossbritannien sollen Auffrischungsimpfungen gegen das Coronavirus künftig für alle über 40 Jahren angeboten werden. Das teilte Gesundheitsminister Sajid Javid nach einer entsprechenden Empfehlung der nationalen Impfkommission am Montag in London mit.

    Die Experten rieten auch, 16- und 17-Jährigen eine zweite Impfung zu verabreichen. Ihnen wurde bisher nur eine Impfung empfohlen. Alle vier Landesteile England, Schottland, Wales und Nordirland wollten den Empfehlungen folgen, so der Minister.

  • 12.45
    Glückskette setzt 43,5 Millionen Franken Corona-Hilfe ein

    Die von der Glückskette gesammelten Spenden kamen Menschen in der Schweiz zugute. «Zu den dringendsten Bedürfnissen der Hilfesuchenden zählten Nahrungsmittel und finanzielle Unterstützung», so die Medienmitteilung der Organisation. 

    Weiter heisst es: «Zwar konnten die dringendsten Bedürfnisse gedeckt werden, die soziale Hilfe kam aber bei vielen Organisationen zu kurz. Kontakte, persönliche Gespräche und ein offenes Ohr waren vor allem im Lockdown, aber auch wegen des fehlenden Personals nicht oder nur beschränkt möglich.» Zudem habe sich gezeigt, dass gewisse Personengruppen schon vor Corona von keiner Einrichtung betreut worden waren, die diese brauchen können, zum Beispiel Jenische und Hausangestellte.

    Eine von der Glückskette in Auftrag gegebene Studie der Fachhochschule Nordwestschweiz bestätigte, dass die Hilfe bei denjenigen ankam, die sie brauchten. «Wir haben in dieser Krise schnell und unbürokratisch reagiert», betont Fabienne Vermeulen, Programmverantwortliche Schweiz der Glückskette. Kritisch fügt sie an: «In der Krisenbewältigung haben sich aber die Grenzen eines Systems gezeigt, in dem kleinere privat getragene Organisationen diese essenziellen Aufgaben übernehmen. Es fehlten vielerorts die Ressourcen zur Deckung der erhöhten Struktur- und Personalkosten.»

    Zu den 43,5 Millionen Franken für Coronahilfen in der Schweiz kommen bislang 14,5 Millionen Franken Spenden für entsprechende Projekte im Ausland. 12,1 Millionen davon überwies die Sammelorganisation bis heute in 18 Ländern an 22 Partnerorganisationen, die damit Menschen in den ärmsten Gegenden der Welt unterstützten. 

  • 10.05
    Im deutschen Sprachraum ist Impfskepsis am stärksten

    Die englische Zeitung «Financial Times» hat festgestellt, dass Länder und Regionen, in denen Deutsch gesprochen wird, den höchsten Anteil an Ungeimpften in Europa aufweisen. 

    Eine überzeugende Erklärung für das Phänomen, das sich neben der Schweiz, Deutschland und Österreich auch im Südtirol und den deutschsprachigen Teilen Belgiens zeigt, finden die Autoren nicht. Eine Professorin der Universität Genf macht die vorwiegend technische Information zu den Impfungen, anstelle von emotionalen Botschaften dafür verantwortlich. 

    Der Artikel weist auch auf den Umstand hin, dass Impfskepsis in Regionen verbreitet ist, in denen rechtsnationale Parteien (SVP, AFD, FPÖ) erhöhte Wähleranteile besitzen. 

    Während die Financial Times darauf verzichtet, einen Kausalzusammenhang herzustellen, der auf wackligen Füssen stehen würde, liefert ein Kommentarschreiber eine plausible Interpretation: «Je stärker du versuchst, Menschen zu überzeugen und je mehr eine Entscheidung durch ein Obligatorium ersetzt wird, desto stärker agierst du gegen das westliche Ideal des Individualismus.» 

    Financial Times
  • 09:05
    Reuiger Impf-Gegner empfiehlt Impfung

    Der Berner Thomas Grimm war bekennender Impfgegner. Als er mit einer heftigen Covid-Erkrankung im Spital lag, änderte er seine Meinung. Tele Bärn besuchte den 54-Jährigen am Krankenbett, wo er die Krankheit als «Gang durch einen brennenden Hexenkessel» beschrieb.

    «Den grössten Fehler, den ich begangen habe, ist, dass ich mich öffentlich gegen das Impfen ausgesprochen habe», erklärt er in einem ausführlichen Text auf seinem Facebook-Profil. Er bittet alle um Entschuldigung, weil er dazu beigetragen habe, «das öffentliche Spitalwesen wirklich unnötig zu belasten». Besondere Schuld empfindet er gegenüber denjenigen, die wegen Menschen wie ihm eine geplante Operation verschieben mussten. 

    Grimm ruft nun auf Facebook, wo er vor seiner Erkrankung gegen die Corona-Impfung mobil machte, dazu auf, sich impfen zu lassen. 

  • 07.50
    Seit Ende Oktober starben mehr Geimpfte als Ungeimpfte

    Unter den Menschen, die mit einer Covid-Erkrankung sterben, sind immer mehr Geimpfte. «20 Minuten» fand sogar einen Zeitraum von zehn Tagen, in dem mehr Geimpfte als Ungeimpfte starben.

    Das liegt einerseits daran, dass zum überwiegenden Teil sehr alte Personen starben, deren Impfung schon lange her ist. Tatsächlich verliert die Immunisierung an Wirkung. Antikörper bauten sich vor allem bei älteren Leuten schneller ab, zitiert «20 Minuten» den Infektiologen Andreas Cerny. 

    Der hohe Anteil Geimpfter unter den an oder mit einer Coronainfektion Gestorbenen liegt zudem daran, dass bei den über 70-Jährigen rund 90 Prozent geimpft sind. Wären 100 Prozent geimpft, läge der Anteil der trotz Impfung Verschiedenen bei 100 Prozent. 

    Das Risiko, an einer Coronainfektion zu sterben, sei ohne Impfung immer noch viel grösser als mit, betont Daniel Dauwalder vom BAG. All dies spricht für die Booster-Impfung, die für über 65-Jährige bereitsteht und nun nach neuesten Informationen für alle Altersgruppen angeboten wird. 

    Eine Intensivpflegerin versorgt auf der Intensivstation am Klinikum Braunschweig einen an Covid-19 erkrankten Patienten.
    Eine Intensivpflegerin versorgt auf der Intensivstation am Klinikum Braunschweig einen an Covid-19 erkrankten Patienten.
    KEYSTONE/DPA/Ole Spata
  • 4.30 Uhr
    Österreich: Seit Mitternacht Lockdown für Ungeimpfte

    In Österreich gilt im Kampf gegen die vierte Welle der Pandemie seit Mitternacht ein Lockdown für Ungeimpfte. Wer nicht geimpft oder in den vergangenen 180 Tagen genesen ist, darf nur noch aus zwingenden Gründen sein Zuhause verlassen. Dazu gehören Einkäufe für den täglichen Bedarf, Arztbesuche oder auch ein als nötig erachteter Spaziergang. Die Ausgangsbeschränkungen sind zunächst auf zehn Tage befristet. Die Polizei will die Vorschriften engmaschig kontrollieren. Bei Verstössen drohen Strafen bis zu 1450 Euro. Betroffen sind nach Schätzungen zwei Millionen Menschen, die keine Impfung haben.

    Die österreichische Regierung erwägt zur Bekämpfung der vierten Welle überdies nächtliche Ausgangsbeschränkungen für alle Bürger. Dieser Vorschlag liege auf dem Tisch und darüber werde am kommenden Mittwoch entschieden, sagte Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) am Sonntagabend in der ORF-Nachrichtensendung «ZiB2». «Wir sitzen alle im gleichen Boot», sagte Mückstein. Wenn ein allgemeiner Lockdown verhindert werden solle, sei eine Verringerung der Kontakte zwischen den Menschen zwingend erforderlich, so der Minister weiter. Die Beschränkungen würden ab 22:00 Uhr gelten und auch eine erneute Schliessung der Nachtgastronomie bedeuten.

    Mückstein betonte erneut, dass das Ausmass der vierten Corona-Welle vor allem auf die Ungeimpften zurückzuführen sei.

    Was der Teil-Lockdown für Schweizer Reisende bedeutet, erfährst Du hier

    ABD0080_20211113 - WIEN - ÖSTERREICH: Eine Warteschlange vor einer Covid-19
    Am Samstag – Stunden vor dem Lockdown für Ungeimpfte – stehen Impfwillige vor einer Covid-19-«Impfstation» in einem Supermarkt in Wien Schlange.
    Bild: Keystone/APA/Tobias Steinmauer
  • 4.03 Uhr
    Inzidenz in Deutschland steigt erstmals auf mehr als 300

    In Deutschland hat die Sieben-Tage-Inzidenz erneut zugenommen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100'000 Einwohner und Woche heute Morgen mit 303,0 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 289,0 gelegen, vor einer Woche bei 201,1 (Vormonat: 68,7) gelegen. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI innert eines Tages 23'607 Corona-Neuinfektionen.

    Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 03:52 Uhr wiedergeben. Am vergangenen Donnerstag hatte die Zahl der Neuinfektionen mit 50'196 einen Rekordwert seit Beginn der Pandemie erreicht. Vor genau einer Woche hatte der Wert bei 15'513 Ansteckungen gelegen.

    Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge innert 24 Stunden 43 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 33 Todesfälle gewesen.

    Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 5'045'076 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

  • 3.40 Uhr
    Deutschland: Ampel-Fraktionen verschärfen Corona-Pläne

    In Deutschland haben sich die möglichen Koalitionspartner SPD, Grüne und FDP auf deutliche Verschärfungen bei der geplanten Änderung des Infektionsschutzgesetzes geeinigt. Angesichts der dramatisch steigenden Corona-Infektionszahlen sollen nun grundsätzlich auch Kontaktbeschränkungen angeordnet werden können, wie aus der Vereinbarung von Vertretern der drei Fraktionen hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Dabei geht es offensichtlich um Ungeimpfte. Zudem sollen Ungeimpfte ohne negativen Test keine Busse und Bahnen mehr benutzen dürfen – unabhängig von der weiter geltenden Maskenpflicht.

    Ohne diese Verschärfung der bisherigen Pläne wären Kontaktbeschränkungen nach dem Auslaufen des Rechtsstatus der Epidemischen Lage nationaler Tragweite zum 25. November nicht mehr möglich. An dem Vorhaben, diesen Sonderstatus zu beenden, halten die drei koalitionsbildenden Parteien aber fest. Allerdings sollen die Bundesländer auf Beschluss ihres jeweiligen Landtags bestimmte einzelne Massnahmen beibehalten können, darunter beispielsweise die Beschränkung von Freizeitveranstaltungen. Ausgangsverbote gehören aber nicht dazu.

    Die Änderung des Infektionsschutzgesetzes ist in den Bundestag bereits eingebracht. An diesem Montag steht die zum Gesetzgebungsverfahren gehörende Anhörung von Experten an. Am Donnerstag soll das Parlament abstimmen.

  • 2.57 Uhr
    Japans Wirtschaft im dritten Quartal geschrumpft

    Japans Wirtschaft ist im dritten Quartal angesichts schwacher Nachfrage im In- und Ausland geschrumpft. Gegenüber dem Vorquartal sank das Bruttoinlandsprodukt (BIP) von Juli bis September um 0,8 Prozent, wie die Regierung am Montag auf Basis vorläufiger Daten bekannt gab. Auf das Jahr hochgerechnet war das BIP damit um 3,0 Prozent rückläufig. Zurückzuführen ist der Rückgang vor allem auf geringere Exporte sowie die weiterhin schwache Nachfrage privater Haushalte. Viele Ökonomen hatten mit einem etwas geringeren Rückgang des BIP in der drittgrössten Volkswirtschaft der Welt gerechnet.

    Zwischen Juli und September war in Japan der inzwischen aufgehobene Corona-Notstand in den Wirtschaftszentren Tokio, Osaka und anderen Regionen in Kraft. Obgleich in diesem Zeitraum die Olympischen Spiele und die Paralympics stattfanden, waren die Öffnungszeiten der Restaurants verkürzt und grosse Kaufhäuser geschlossen worden.

    Unter diesen und anderen Massnahmen im Kampf gegen die Corona-Krise hatten vor allem die Gastronomie und die Tourismusbranche zu leiden. Zudem gingen die gesamtwirtschaftlich wichtigen Exporte der japanischen Automobilindustrie infolge der globalen Lieferengpässe bei Halbleiterkomponenten zurück.

    Im Vorquartal hatte Japans Wirtschaftsleistung vor allem dank umfangreicher Investitionen der Unternehmen noch zugelegt. Angesichts der Aufhebung des Corona-Notstands am 1. Oktober und der allmählichen Lockerung der Restriktionen rechnen viele Ökonomen damit, dass das BIP im Quartal von Oktober bis Dezember wieder deutlich anziehen wird.

  • 0.59 Uhr
    Israel gibt Corona-Impfungen für Kinder ab fünf frei

    Israel hat den Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer für Kinder ab fünf Jahren freigegeben. Damit könnten auch alle Kinder zwischen fünf und zwölf mit dem Vakzin geimpft werden, erklärte das israelische Gesundheitsministerium am Sonntag. Bisher war der Impfstoff bereits für Kinder ab zwölf Jahren zugelassen. Der Senkung der Altersgrenze war eine Empfehlung eines Expertengremiums vorausgegangen.

    In den USA ist der Biontech-Impfstoff seit Anfang des Monats ab fünf Jahren zugelassen. Die Unternehmen haben auch in der EU eine Zulassung ihres Impfstoffes für Fünf- bis Elfjährige beantragt. Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) will voraussichtlich noch vor Weihnachten darüber entscheiden.

    Das Biontech-Vakzin wird an Fünf- bis Elfjährige in zwei Impfungen mit einer Dosierung von jeweils zehn Mikrogramm verabreicht. Das ist ein Drittel der bei Erwachsenen üblichen Dosierung. Laut Pfizer beträgt der Schutz vor einer Covid-19-Erkrankung durch die Impfung in dieser Altersgruppe 90,7 Prozent.

*Korrigendum: In einer früheren Version dieses Tickers wurde fälschlicherweise von einer Steigerung der Impfkadenz um 112 Prozent berichtet.