Raubkatzen und Gorillas in Zoo infiziert +++ «Freiheitstrychler» Ueli Maurer: «keine Provokation»

Agenturen/red

17.9.2021

Agenturen/red

17.9.2021

Laut Angaben der Johns-Hopkins-Universität liegt die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus in der Schweiz bei bislang insgesamt 823’078   Personen. 10’999 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 verstorben. Weltweit stieg die Zahl der Infizierten auf 227’410’670, die Zahl der Toten auf 4’676’132.

Breite Zustimmung für neue Corona-Regeln des Bundesrats

Im Hinblick auf die Herbstferien und im Rückblick auf die Entwicklungen nach den Sommerferien finden die neuen Einreiseregeln des Bundesrats breite Zustimmung. Ungeimpfte und nicht von Covid-19-Genesene müssen bei der Einreise einen negativen Test vorzeigen. Vier bis sieben Tage später wird ein zweiter Test fällig.

Für die Kantone werde es schwierig sein, den Nachweis eines zweiten Tests nach der Einreise zu kontrollieren und durchzusetzen, teilte die Konferenz der Gesundheitsdirektorinnen und -Direktoren (GDK) mit. Die Kantone würden mittels Stichproben überprüfen müssen, ob sich die nicht-genesenen und nicht-geimpften Personen nach der Einreise auch wirklich ein zweites Mal getestet haben lassen.

Das Wichtigste im Überblick

  • Das BAG meldet 2095 neue Coronavirus-Ansteckungen bei 44'680 Tests sowie 8 neue Todesfälle und 51 Spitaleinweisungen.
  • Vor den Herbstferien wollen sich im Kanton Uri noch so viele Personen auf Corona testen lassen, dass man nun nach Fachpersonal suchen muss.
  • Bei der gestrigen Protestveranstaltung in Bern gegen die Corona-Massnahmen wurden Polizisten offenbar gezielt angegriffen und provoziert.
  • Bundesrat Ueli Maurer will seinen Auftritt im Freiheitstrychler-Hemd während einer Wahlveranstaltung der SVP vor ein paar Tagen nicht als Provokation verstanden wissen. Er habe nicht gewusst, in welchem Zusammenhang das Leibchen gebracht werde
  • Die Ausbreitung des Coronavirus im Tiroler Skiort Ischgl und die teils tödlichen Folgen für Touristen werden heute erstmals von einem Gericht behandelt.
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  • 21.23 Uhr
    Löwen und Tiger im Zoo von Washington positiv getestet

    Im Zoo der US-Hauptstadt Washington sind neun Raubkatzen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie der Zoo am Freitag mitteilte, werden sechs Löwen und drei Tiger wegen der Symptome behandelt. Am vergangenen Wochenende hatten Pfleger demnach beobachtet, dass die sechs afrikanischen Löwen, ein Sumatra-Tiger und zwei Sibirische Tiger unter vermindertem Appetit und Husten litten und lethargisch waren.

    epa01515980 A photo made available 10 October 2008 shows two male white lions, part of a rare white lion pack, in the wild in Sanbona Wildlife Reserve, South Africa, 08 October 2008. The white lion release into Sanbona Wildlife Reserve, situated in the Klein Karoo regions of the Western Cape Province of South Africa has been heralded a success, after several years of continued efforts. An ambitious GBP2.25 million (2.8 million Euro) project has been undertaken by the Mantis Collection over the past decade to establish the world's only free ranging an self sustaining integrated pride of white and tawny lions back into the wild. EPA/LIESL EICHENBERGER UK AND IRELAND OUT
    Stecken sich Tiere mit Corona an, leiden auch sie unter Appetitmangel und Husten. (Symbolbild)
    Bild: KEYSTONE/Liesl Eichenberger

    Die infizierten Tiere wurden mit Entzündungshemmern, Antibiotika und Medikamenten gegen Übelkeit behandelt. Der Zoo betonte, dass von den Tieren keine Gefahr für die Öffentlichkeit ausgehe, da sie genügend Abstand zu Besuchern haben.

    Vor wenigen Tagen hatten mehrere US-Zoos – darunter auch der in Washington – eine Impfkampagne für gefährdete Tiere angekündigt. Neben Katzen sind auch Primaten von dem Virus betroffen. Vergangene Woche wurden etwa Gorillas im Zoo von Atlanta im Bundesstaat Georgia positiv auf das Coronavirus getestet. Die Tiere des Zoos in Washington sollen in den kommenden Monaten mit einem von dem Tierarzneimittelhersteller Zoetis entwickelten Serum geimpft werden.

  • 20.37 Uhr
    Mehr als 80 Prozent der über Zwölfjährigen in Frankreich mindestens einmal geimpft

    In Frankreich haben inzwischen mehr als 86 Prozent der Einwohner ab zwölf Jahren mindestens eine Corona-Impfdosis erhalten. 50 Millionen Menschen über zwölf Jahren wurden nach Regierungsangaben vom Freitag mindestens einmal geimpft. «Der Impfstoff rettet Leben, das Virus tötet, so einfach ist das», sagte Präsident Emmanuel Macron in einem in den Online-Netzwerken veröffentlichten Video.

    Die Marke von 50 Millionen Geimpften sollte nach den Plänen der Regierung eigentlich bereits Ende August erreicht werden. Die Zahl der Geimpften war sprunghaft angestiegen, nachdem die Regierung Mitte Juli die Einführung eines Gesundheitspasses beschlossen hatte, der der deutschen 3-G-Regel entspricht (geimpft, genesen, getestet) und bei vielen Gelegenheiten vorgezeigt werden muss.

    Allerdings hatte es in Paris und anderen Städten mehrfach massive Proteste gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung gegeben. Für Samstag werden erneut rund 180 Demonstrationen im ganzen Land erwartet.

  • 20.03 Uhr
    Grossbritannien: vereinfachtes Reisen für Geimpfte

    Die britische Regierung hat die Corona-Regeln für Geimpfte bei Reisen nach England gelockert. Wer vollständig geimpft ist, muss demnach vom 4. Oktober an bei der Einreise in den grössten britischen Landesteil keinen Nachweis über einen negativen Test mehr vorlegen. Auch der bislang notwendige PCR-Test am zweiten Tag nach der Ankunft soll ab Ende Oktober durch einen Antigen-Test ersetzt werden können, teilte Verkehrsminister Grant Shapps am Freitag mit.

    Die neue Regelung gilt allerdings nur für Reisen aus Ländern, die im bisherigen Ampelsystem der britischen Regierung nicht unter die Kategorie Rot fallen. Die Kategorien Grün und Orange, unter denen bislang alle EU-Länder geführt werden, sollen zudem zu einer einzigen zusammengefasst werden. Als geimpft gilt, wer in Grossbritannien, der EU, den USA und einer Reihe von anderen Ländern eines der im Vereinigten Königreich zugelassenen Präparate gespritzt bekommen hat. Reisende auf der roten Liste müssen weiterhin auf eigene Kosten in Hotelquarantäne.

    Die neuen Regeln gelten zunächst nur für England. Die Regierungen in Schottland, Wales und Nordirland entscheiden selbstständig über ihre Corona-Massnahmen.

  • 19.58 Uhr
    «Freiheitstrychler» Ueli Maurer: «keine Provokation»

    Bundesrat Ueli Maurer will seinen Auftritt im Freiheitstrychler-Hemd während einer Wahlveranstaltung der SVP vor ein paar Tagen nicht als Provokation verstanden wissen. Er habe nicht gewusst, in welchem Zusammenhang das Leibchen gebracht werde, sagte er «CH Media».

    Die Gruppierung «Freiheitstrychler» war erstmals im Herbst 2020 in Erscheinung getreten, wehrt sich gegen die Corona-Massnahmen des Bundes und marschiert an teils unbewilligten Demonstrationen mit.

  • 19.32 Uhr
    Belgien: Discos dürfen wieder öffnen

    Nach monatelanger Zwangspause in der Corona-Krise dürfen die Discos am 1. Oktober in Belgien wieder öffnen. Voraussetzung sei, dass die Clubs mit dem sogenannten Covid-Ticket arbeiten, sagte Regierungschef Alexander De Croo am Freitag. Die Feiernden müssen also geimpft, getestet oder genesen sein. Einzelne Regionen können je nach Gesundheitslage strengere Regeln festlegen.

    De Croo zeigte sich erfreut über die hohe Impfrate im Land. Seinen Angaben zufolge sind 85 Prozent der Erwachsenen vollständig geimpft. Zugleich machte der liberale Politiker deutlich, dass die Quote in einigen Teilen des Landes - etwa in der Hauptstadt Brüssel - viel zu niedrig sei. «Diese Epidemie ist dabei, eine Epidemie der Ungeimpften zu werden», sagte De Croo.

    Des jeunes font la fete sur la piste de danse dans la discotheque le D! Club lors de la crise du Coronavirus (Covid-19) le jeudi 2 juillet 2020 a Lausanne. Seulement 300 personnes peuvent danser par salle dans la discotheque lors d'une soiree et les personnes doivent egalement etre inscrites sur le Swiss Pass Night. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)
    Wer in Belgien inder Disko tanzen möchte, muss geimpft, getestet oder genesen sein. (Symbolbild)
    Bild: KEYSTONE/Jean-Christophe Bott

    Auch die Masken sollen in dem Land mit 11,5 Millionen Einwohnern zum Oktober fallen – zumindest zum Teil. Grundsätzlich müsse der Mund-Nasen-Schutz in Geschäften und der Gastronomie nicht mehr getragen werden, sagte De Croo. In Pflegeeinrichtungen, im öffentlichen Nahverkehr oder beim Friseur gelte die Pflicht weiter.

    Doch machen nicht alle Landesteile bei der Neuerung mit. Brüssels Ministerpräsident Rudi Vervoort machte deutlich, dass die Hauptstadt-Region am Tragen der Maske vor allem in Geschäften festhalten werde. Der Ministerpräsident der deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens, Oliver Paasch, sagte, darüber werde für seine Region noch entschieden.

  • 19.13 Uhr
    Arbeitgeber können sich mit neuen Regeln «arrangieren»

    Die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber können sich mit den neuen Corona-Regeln «arrangieren», wie ihr Verband mitteilte. Der Schweizerische Arbeitgeberverband (SA) sei erleichtert, dass sich der Bundesrat für praxistaugliche Variante entschieden habe und auf eine Wiedereinführung der Quarantänepflicht verzichtet hat.

    Die verschärften Einreisebestimmungen sind nach Ansicht des SAV geeignet um zu verhindern, dass besorgniserregende Virusvarianten in grossem Ausmass in die Schweiz gelangen, schreibt der SAV in der Mitteilung von Freitag. Die Massnahmen entsprechen den Vorstellungen des SAV an einen befristenden Mechanismus im Sinne einer Notbremse.

    Das die Grenzgängerinnen und Grenzgänger von den verschärften Einreisebestimmungen ausgenommen sind, sei richtig. Die Wirtschaft sei auf eine ungehinderte Zirkulation der Arbeitskräfte aus den Grenzregionen angewiesen.

    Zudem begrüsst der Verband, dass im Ausland geimpfte Personen nun Zugang zum Zertifikat bekommen. Das sei insbesondere wichtig für den Tourismus.

  • 18.47 Uhr
    Schutzzaun vor Bundeshaus: gelockerte Schrauben

    Die Berner Kantonspolizei hat nach der Kundgebung von Gegnern der Corona-Schutzmassnahmen festgestellt, dass Schrauben des Schutzzauns vor dem Bundeshaus gelockert waren. Diese Schrauben liessen sich nur mit Werkzeugen lockern, sagte der Leiter der Medienstelle, Christoph Gnägi, am Freitag auf Anfrage.

    Es sei deshalb davon auszugehen, dass diese Schrauben mutwillig gelöst worden seien. Das zeige, dass der Einsatz der Berner Kantonspolizei vom Donnerstagabend auf dem Bundesplatz richtig gewesen sei.

    Am Donnerstagabend hatten schätzungsweise drei- bis viertausend Menschen in Bern gegen Schutzmassnahmen gegen das Coronavirus demonstriert. Als der Demonstrationszug vor dem Bundeshaus ankam, rüttelte ein Teil der Teilnehmer am Schutzzaun, der sich quer über den Bundesplatz zog.

    Als sie damit nicht aufhörten, setzte die Polizei einen Wasserwerfer ein. Danach warfen Demonstrierende Gegenstände in Richtung Bundeshaus und dort platzierte Einsatzkräfte. Laut Gnägi kam es schon vor dem Wasserwerfereinsatz zu vereinzelten Würfen. Die Polizei setzte auch Gummischrot und Reizgas ein, um die Kundgebung aufzulösen. Bei einer Auseinandersetzung zwischen zwei Personengruppen wurde eine Person verletzt.

    Den Gitterzaun vor dem Bundeshaus gebe es schon seit Jahrzehnten, sagte Gnägi weiter. Allerdings habe er nicht immer dieselbe Form gehabt. Die Berner Kantonspolizei entscheide jeweils je nach Lagebeurteilung, ob sie ihn installiere oder nicht.

  • 18.05 Uhr
    HotellerieSuisse: Erfolg hängt von Umsetzung ab

    Aus Sicht des Hotelverbands HotellerieSuisse hat der Bundesrat mit der Anerkennung von ausländischen Impfstoffen für das Covid-Zertifikat eine pragmatische Übergangslösung für internationale Gäste geschaffen. Der Erfolg dieser Lösung und die touristische Erholung internationaler Märkte hänge nun von der Umsetzung ab.

    Die Sonnenterasse auf dem Stanserhorn bei schoenstem Sommerwetter am Samstag, 10. Juli 2021. (KEYSTONE/Urs Flueeler)
    Die Sonnenterasse auf dem Stanserhorn bei schönstem Sommerwetter im Juli 2021. 
    Bild: KEYSTONE/Urs Flüeler

    Es brauche daher rasche und effiziente Prozesse, um die Anerkennung abzuwickeln, schreibt der Verband in einer Mitteilung. In den kommenden Wochen und Monaten könne es sich um zehntausende Zertifikate handeln, liess sich Andreas Züllig, Präsident von HotellerieSuisse, in einer Mitteilung zitieren. Es brauche nun noch eine Lösung für Gäste aus Drittsaaten, die mit Impfstoffen ausserhalb der Impfliste der europäischen Arzneimittelbehörde geimpft wurden.

    Zudem müsse der Bund beim Einreise-Regime nachbessern. Mit einem zweimaligen Testen gehe der Bund weiter als der internationale Standard der meisten Länder vorsehe.

    Zudem müsse der Bund seinen Entscheid bei den Tests korrigieren, diese sollen nach Ansicht von HotellerieSuisse kostenlos sein. Diese Massnahme helfe, die Akzeptanz der Zertifikatspflicht zu erhöhen und ermögliche breiteren Bevölkerungskreisen den Zugang zu gastgewerblichen Dienstleistungen.

  • 16.31 Uhr
    Viele Kinder in Österreich von Schule abgemeldet

    In Österreich hat sich die Zahl der Schulabmeldungen angesichts der Corona-Pandemie verdreifacht. Insgesamt 7515 Kinder bis zum neunten Schuljahr sind im neuen Schuljahr in häuslichem Unterricht, wie aus Zahlen des Bildungsministeriums hervorgeht. Im Vorjahr waren es rund 2600.

    In Österreich gilt keine Schul-, sondern lediglich eine Unterrichtspflicht. Ein Hausunterricht kann nur untersagt werden, wenn mit grosser Wahrscheinlichkeit anzunehmen ist, dass die Gleichwertigkeit des Unterrichtes nicht gegeben ist. Am Ende des Schuljahrs ist an einer Schule eine sogenannte Externistenprüfung über den Unterrichtsstoff zu absolvieren.

    Das Bildungsministerium will künftig die Regeln für häuslichen Unterricht verschärfen. Obendrein hatte es die Eltern mehrfach darauf hingewiesen, dass im Gegensatz zur Phase des generellen Fernunterrichts nun das Lernen zu Hause nicht mehr durch die Lehrer unterstützt wird.

  • 16.05 Uhr
    US-Experten beraten über Drittimpfung

    Ein Expertengremium der US-Arzneimittelbehörde FDA hat am Freitag über eine mögliche grundsätzliche Zulassung einer Drittimpfung gegen das Coronavirus beraten. Die Frage ist umstritten: Während einige Experten für eine Auffrischungsimpfung plädieren, halten andere sie für derzeit nicht angebracht. Führende Gesundheitsvertreter der Regierung von Präsident Joe Biden hatten schon Mitte August angekündigt, allen US-Bürgern solle ab dem 20. September eine Booster-Impfung angeboten werden. In der Folge wurden aber Zweifel an dem Vorhaben laut.

    Befürworter einer Drittimpfung argumentieren, eine zusätzliche Impfdosis erhöhe den Schutz vor einer Infektion mit dem Coronavirus. Dies gelte insbesondere in Anbetracht der Ausbreitung der Delta-Variante und einer über die Zeit nachlassenden Schutzwirkung der Vakzine.

    Gegner einer Auffrischungsimpfung erklären dagegen, zwei Impfdosen der Vakzine von Biontech/Pfizer und Moderna würden bereits ausreichenden Schutz bieten. Sie argumentieren zudem, der Schwerpunkt müsse darauf liegen, nicht geimpfte Menschen zu impfen – in den USA, aber auch in Entwicklungsländern, wo ein Mangel an Impfstoffen herrscht.

    In einem Dokument der FDA heisst es, die Datenlage zeige, dass die zugelassenen Impfstoffe nach wie vor Schutz vor einer schweren Erkrankung mit Covid-19 und einem tödlichen Krankheitsverlauf bieten. Zwei FDA-Vertreter unterzeichneten zudem einen diese Woche im Fachmagazin «The Lancet» veröffentlichten Brief, in dem es heißt, «Booster-Dosen für die allgemeine Bevölkerung sind in dieser Phase der Pandemie nicht angebracht».

  • 15.49 Uhr
    Staat Österreich lehnt Vergleich im Ischgl-Prozess ab

    Beim ersten Prozess um den folgenschweren Corona-Ausbruch im Tiroler Skiort Ischgl hat der österreichische Staat eine einvernehmliche Lösung und Vergleichsverhandlungen abgelehnt. Die Republik vertritt die Auffassung, dass Regierung und Behörden mit dem damaligem Wissen über das Virus richtig handelten und die Klage deshalb grundlos ist – dies wurde zum Auftakt des Verfahrens am Freitag deutlich

    Vor dem Wiener Landgericht fordern die Witwe und der Sohn eines an Covid-19 gestorbenen Österreichers, der sich bei der chaotischen Abreise aus Ischgl angesteckt haben soll, rund 100 '00 Euro Schadenersatz vom Staat. Der auch bei Deutschen beliebte Ski- und Partyort wurde im März 2020 wegen steigender Fallzahlen plötzlich geschlossen. Reiserückkehrer trugen das Virus in viele Heimatländer weiter.

    Bei dem Gericht sind bislang 15 Klagen zu Ischgl eingegangen. Der österreichische Verbraucherschutzverein, der die Klagen unterstützt, rechnet jedoch damit, dass insgesamt bis zu 3000 Ansprüche an den Staat gestellt werden.

  • 14.55 Uhr
    Zürcher Kantonsrat verzichtet auf Zertifikatspflicht

    Die 180 Zürcher Kantonsrät*innen müssen an den montäglichen Sitzungen kein Zertifikat vorweisen: Die Geschäftsleitung will es bei der bisherigen Regelung mit der Maskentragpflicht belassen. Die gewählten Parlamentsmitglieder hätten ein Teilnahmerecht und eine Teilnahmepflicht an den Ratssitzungen. Dieses Recht und diese Pflicht dürfe nicht durch weitere Massnahmen eingeschränkt werden.

    Die Maskentragpflicht während den Sitzungen bleibt unverändert bestehen. Diese gilt im Saal, jedoch nicht am Sitzplatz oder wenn im Foyer der Halle 9 ein Getränk eingenommen wird.

    Dort können die Politiker*innen nun auch wieder Gäste für Gespräche empfangen: Maximal sind 20 Gäste zugelassen, die Besuche müssen vorangemeldet werden. Die Geschäftsleitung hat diese Lockerung einstimmig beschlossen, um «den Ratsbetrieb einen Schritt weit in die Normalität zurückzuführen».

    Der Zürcher Kantonsrat in seinem Corona-Exil in Oerlikon: Dort gilt weiterhin eine Masken-, aber keine Zertifikatspflicht. (Archivbild)
    Der Zürcher Kantonsrat in seinem Corona-Exil in Oerlikon: Dort gilt weiterhin eine Masken-, aber keine Zertifikatspflicht. (Archivbild)
    KEYSTONE/ENNIO LEANZA
  • 14.27 Uhr
    Die ETH steht hinter der Zertifikatspflicht

    An der ETH gilt – wie an vielen Hochschulen – eine Zertifikatspflicht: Dies sei nicht mit einer Impflicht gleichzusetzen, hält Rektorin Sarah Springman fest. Aber: «Wir wollen verhindern, dass Geimpfte durch individuelle Entscheide von Nichtgeimpften Nachteile in Kauf nehmen müssen.»

    Ohne Zertifikatspflicht sieht Springman die Rückkehr zum Präsenzunterricht gefährdet. «Mit einer alleinigen Maskenpflicht können wir die Hörsäle de facto nur zu 50 Prozent auslasten», sagt sie in einem Interview der ETH-News. «Alle Studierenden hätten ein vermindertes Präsenzangebot erhalten und nur jede zweite Woche an die ETH kommen können.»

    Wer sich nicht impfe, könne sich testen lassen, sagt Springmann. Sie räumt ein, dass dies, da das Zertifikat nur zwei Tage gültig ist, «ein ziemlicher Aufwand» bedeutet. Ab Semesterbeginn stehen aber im Zentrum und auf dem Hönggerberg zwei Testcenter zur Verfügung. In diesen können sich ETH-Angehörige, die nicht geimpft sind, vorerst bis Ende September gratis testen lassen.

    Ausgeschlossen werde niemand, hält die ETH-Rektorin weiter fest. So bleibe auch die Möglichkeit bestehen, die meisten Veranstaltungen online zu besuchen. Hinter dem Zertifikatsentscheid steht gemäss Springman die gesamte ETH. Sie zählt den Studierendenverband, die Mittelbauvereinigung, die Konferenz des Lehrkörpers, die Hochschulversammlung sowie die Studiendirektor*innen auf.

  • 13.30 Uhr
    BAG meldet 2095 neue Fälle

    In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit BAG 2095 neue Coronavirus-Ansteckungen bei 44'680 Tests gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 8 neue Todesfälle und 51 Spitaleinweisungen.

    Auf 100'000 Einwohner*innen wurden in den vergangenen zwei Wochen 378,82 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet. Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, lag vor rund zehn Tagen bei 0,88.

    Die Auslastung der Intensivstationen in den Spitälern beträgt zurzeit 79 Prozent. 31 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten besetzt.

    Pipettieren von Corona-Proben durch eine Labor-Mitarbeiterin, am Dienstag, 2. Februar 2021, im Zentrallabor Stadtspital Triemli in Zuerich. (KEYSTONE/Gaetan Bally)
    Corona-Probenentnahme durch eine Labor-Mitarbeiterin, am Dienstag, 2. Februar 2021, im Zentrallabor Stadtspital Triemli in Zürich.
    Bild: KEYSTONE/Gaetan Bally
  • 13.12 Uhr 
    Nur verhaltene Kritik an neuen Pass-Regeln in Italien

    Das Gesetzesdekret in Italien mit der Verpflichtung aller Beschäftigten auf eine Impfung oder regelmässigen Corona-Tests hat auffallend wenig Kritik hervorgerufen. In der Kabinettssitzung hatten am Donnerstagabend alle Minister der mitregierenden sechs Parteien einstimmig für die neuen Regeln votiert. Selbst Lega-Chef Matteo Salvini vermied im Anschluss an die Abstimmung laute Kritik und sprang damit seinen Parteikollegen in der Regierung bei.

    Draghi hatte entgegen einiger Vorbehalte etwa der Gewerkschaften durchgesetzt, dass vom 15. Oktober an alle Beschäftigten in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Sektor einen «Grünen Pass» haben müssen. Mit diesem können sie entweder eine Impfung gegen Covid-19 oder einen gültigen Corona-Test belegen.

  • 12.37 Uhr 
    Uri sucht Personal wegen Ansturm auf Tests

    In Uri steigt die Nachfrage nach Corona-Testmöglichkeiten, auch wegen der anstehenden Herbstferien. Es fehlt allerdings das nötige medizinische Fachpersonal, das nun per Inserat gesucht wird. Zusammen mit dem Sonderstab Covid-19 seien die Verantwortlichen des Kantonsspitals daran, zusätzliches medizinisches Personal zu rekrutieren, um die Test- und Impfkapazitäten zu erhöhen, teilte der Sonderstab mit.

    Auch die Impfquote im Kanton sei zuletzt gestiegen. So hätten sich etwa während zwei Spontan-Impftagen in einer Apotheke in Altdorf 110 Personen impfen lassen. Weitere Impfungen ohne Anmeldung gibt es am Samstag in Bürglen. In den vergangenen Wochen habe die Impfbereitschaft auch in den unteren und mittleren Alterssegmenten zugenommen, schreibt der Sonderstab. Bei den über 60-Jährigen sei die Durchimpfungsrate bereits erfreulich.

    Bei den Schüler*innen nehme der Anteil geimpfter und genesener laufend zu. Diese müssen nicht mehr an den repetitiven Spucktests teilnehmen. An den Reihentests beteiligten sich etwas als die Hälfte der Schülerinnen und Schüler im Kanton.

    Der Anteil vollständig geimpfter Personen in Uri liegt bei 47 Prozent. Schweizweit sind es laut dem Bundesamt für Gesundheit 53 Prozent.

    Eine Medizinstudentin im fuenften Jahr bereitet einem Nasenabstrich im wintertauglich umgebauten Covid-19-Testzentrum des Kantonsspitals Winterthur (KSW) vor, fotografiert am Donnerstag, 29. November 2020, in Winterthur. (KEYSTONE/Gaetan Bally)
    Im Kanton Uri fehlt Fachpersonal für Corona-Tests. (Symbolbild)
    Bild: Keystone
  • 12.10 Uhr
    70 Prozent der Franzosen sind vollständig geimpft

    70 Prozent der Menschen in Frankreich sind inzwischen vollständig gegen das Coronavirus geimpft, 73,9 Prozent haben eine erste Impfdosis erhalten. In der vierten Woche in Folge schwäche sich die Infektionslage im Land ab, teilten die Gesundheitsbehörden am Freitag in Paris mit.

    Seit drei Wochen sei zudem die Zahl der Klinikeinweisungen von Corona-Patienten rückläufig. Während nach einer Befragung die Zahl der Befürworter einer Impfung auch für Kinder weiter steigt, lässt die Beachtung der Hygieneregeln nach. Nur noch 58 Prozent der Befragten gaben an, bei der Begrüssung auf Handschlag oder Wangenkuss zu verzichten und sich regelmässig die Hände zu waschen. 68 Prozent halten sich strikt an die Vorschriften zum Tragen einer Maske.

  • 11.25 Uhr 
    Polizisten und ihre Diensthunde wurden in Bern beworfen

    Bei der unbewilligten Demonstration gegen die Corona-Massnahmen am gestrigen späten Abend vor dem Bundeshaus in Bern wurden laut Polizeisprecher Christoph Gnägi Einsatzkräfte provoziert. Wie Gnägi Radio SRF sagte, seien bei dem Einsatz «unzählige Gegenstände, Flaschen, Holzscheite gegen das Bundeshaus, die Einsatzkräfte und Diensthunde geworfen worden». Die Kundgebung sei gewaltsam aufgelöst worden, nachdem die Polizei schliesslich auch mit Feuerwerk und Knallpetarden angegriffen wurde. 

    Gegner der Corona-Massnahmen am 16. September vor dem Bundeshaus in Bern. 
    Bild: Keystone
  • 10.01 Uhr 
    «Multi-Organversagen der Behörden» in Ischgl

    Vor dem ersten Zivilprozess wegen massenhafter Corona-Ansteckungen im Skiort Ischgl hat ein Vertreter der Kläger den österreichischen Behörden massives Versagen vorgeworfen. Bei dem Ausbruch im Frühjahr 2020 habe es ein «Multi-Organversagen der Behörden» gegeben, sagte am Freitag im RBB-Inforadio Peter Kolba, Vorsitzende des österreichischen Verbraucherschutzvereins (VSV), der die Klagen wegen des Corona-Ausbruchs in Ischgl unterstützt.

    «Das beginnt auf der Gemeindeebene, setzt sich über Bezirk, Land bis zum Bund fort», führte Kolba aus. Der zentrale Vorwurf laute: «Man hat zu spät gewarnt. Man hat zu spät beispielsweise Après-Ski-Lokale geschlossen. Und man hat überhaupt um eine Woche zu spät das ganze Skigebiet geschlossen.»

    Nach Einschätzung des VSV-Chefs trugen die zögerlichen Reaktionen der österreichischen Behörden zur europaweiten Ausbreitung des damals neuartigen Coronavirus bei. «Hätte man eine Woche früher die Wintersaison heruntergefahren, hätten sich tausende Menschen in Ischgl jedenfalls nicht mit Covid infiziert und hätten es auch nicht nach Europa tragen können», sagte Kolba dem Inforadio.

    ABD0188_20200313 - ST. ANTON AM ARLBERG - ÖSTERREICH: Touristen verlassen St. Anton Arlberg auf den Fußweg Zwei besonders vom Coronavirus betroffene Gebiete in Tirol werden gemäß Beschluss der Bundesregierung für zwei Wochen unter Quarantäne gestellt. Betroffen sind das Paznauntal mit Tourismus-Hotspots wie Ischgl und Galtür sowie St. Anton am Arlberg, aufgenommen am 13. März 2020 in St Anton am Arlberg, Tirol. - FOTO: APA/EXPA/ERICH SPIESS
    Touristen verlassen im März 2020 die durch Corona-Infektionen besonders betroffene Gebiete in Tirol. (Archiv)
    Bild: Keystone
  • 9.33 Uhr 
    Facebook löscht Netzwerk von «Querdenken»-Bewegung

    Der Internet-Konzern Facebook hat am Donnerstagabend zahlreiche Konten, Gruppen und Seiten entfernt, die in Deutschland der umstrittenen «Querdenken»-Bewegung zugeordnet werden.

    Es sei weltweit die erste gezielte Aktion, die sich gegen eine Gruppierung richte, die eine «koordinierte Schädigung der Gesellschaft» (Coordinated Social Harm) hervorrufe, sagte Facebook-Sicherheitsmanager Nathaniel Gleicher der Deutschen Presse-Agentur. Betroffen seien auch die Accounts von Querdenken-Gründer Michael Ballweg.

    Die Aktion richtet sich gegen «Querdenker» auf Facebook selbst und Instagram. Es soll sich um «knapp 150 Konten, Seiten und Gruppen» handeln, teilte das Unternehmen mit. Wer nun das «Querdenken»-Angebot auf Instagram aufruft, bekommt nur noch eine Fehlermeldung angezeigt: «Diese Seite ist leider nicht verfügbar.» Nicht betroffen ist der Chatdienst WhatsApp, der ebenfalls zum Facebook-Konzern gehört. Facebook-Manager Gleicher warf den Querdenkern vor, in koordinierter Weise wiederholt gegen die Gemeinschaftsstandards von Facebook verstossen haben. «Hierzu zählen die Veröffentlichung von gesundheitsbezogenen Falschinformationen, Hassrede und Anstiftung zur Gewalt.»

  • 8.38  Uhr 
    Alaska entwickelt sich zum Corona-Brennpunkt

    Alaska durchlebt eine der massivsten Corona-Wellen in Amerika. Dies teilte Joe McLaughlin, ranghöchster Epidemiologe des US-Staats, am Donnerstag mit. Wann sich die Situation stabilisieren könnte, sei noch nicht abzusehen. Vieles werde von der Impfrate sowie Schutzmassnahmen wie Maskentragen und Abstandsregeln abhängen.

    Laut Mitarbeitern von Gesundheitsbehörden stehen die Spitäler in Alaska unter grossem Druck. 20 Prozent der Patienten in Kliniken in dem Staat litten an Covid-19. Es fehle an Personal und Kapazitäten. Am Donnerstag schrieb das Bartlett-Regional-Hospital seinem Personal vor, sich bis Mitte Dezember gegen das Coronavirus zu impfen. Dies sei eine Anstellungsbedingung.

  • 7.21 Uhr 
    Deutschland verzeichnet mehr als 11'000 Neuinfektionen 

    In Deutschland sind binnen 24 Stunden mehr als 11'000 Corona-Neuinfektionen verzeichnet worden. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Freitagmorgen mitteilte, meldeten die Gesundheitsämter innerhalb eines Tages 11'022 Covid-19-Fälle. Am Vortag waren es 12'925.

    Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland ging abermals leicht zurück auf 74,7 (Vortag 76,3); vor einer Woche hatte der Wert bei 83,8 gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100'000 Einwohner innerhalb dieses Zeitraums an und ist ein zentraler Indikator für das Tempo der Ausbreitung des Coronavirus.

    16.10.2020, Sachsen, Dresden: Stephan Schäfer, Prüfarzt Fraunhofer-Gesellschaft, macht anlässlich eines Pressetermins zur Präsentation eines Corona-Testmobils im Fraunhofer Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik mit einem Abstrichstäbchen einen Abstrich bei einer Mitarbeiterin. Das mobile Labor soll es ermöglichen, mit einem neuen SARS-CoV-2-Testverfahren Infektionen schnell und effektiv nachzuweisen. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ (KEYSTONE/DPA/Sebastian Kahnert)
    Corona-Test im deutschen Dresden. (Archiv)
    Bild: Keystone
  • 5.30 Uhr
    Quarantäne oder zweiter Test nach Einreise?

    Der Bundesrat entscheidet heute bei seiner Sitzung, welche Reiseregeln für die Herbstferien gelten. Personen, die nicht genesen oder geimpft sind, müssen ab Montag bei der Einreise in die Schweiz einen negativen Test vorweisen. Entschieden wird noch, ob nach der Einreise eine Quarantäne oder nach einigen Tagen ein zweiter Test notwendig sein wird.

    Ausserdem dürfte sich der Bundesrat nochmals mit seinem Entscheid von Ende August befassen, dass Tests ab dem 1. Oktober für asymptomatische Personen kostenpflichtig sein sollen. Grüne, SP, Mitte-Partei und SVP verlangen im Zusammenhang mit der Ausweitung der Zertifikatspflicht, dass dieser Entscheid rückgängig gemacht wird. Mehr zum Thema kostenpflichtige Tests hier.

    Eingang zum Testcenter auf dem Flughafen Zuerich in Kloten am Samstag, 10. Juli 2021. Am Wochenende beginnen in weiten Teilen der Schweiz die Sommerferien. (KEYSTONE/Walter Bi
    Eingang zum Testcenter auf dem Flughafen Zürich in Kloten. (10. Juli 2021)
    Bild: Keystone/Walter Bieri
  • 5.15 Uhr
    Seniorenrat fordert Zertifikatspflicht für Altenpflege

    Anders als etwa beim Personal von Restaurants und Sportstätten gibt es ausgerechnet bei Pflegenden keine Zertifikatspflicht, und das, obwohl sie täglich mit besonders gefährdeten Menschen zu tun haben. In einer Umfrage geben Spitex-Organisationen laut einem Bericht der Tamedia-Zeitungen eine Impfquote von 50 bis 70 Prozent an. Jeder Kanton verfolge eine unterschiedliche Strategie beim Umgang mit ungeimpften Spitex-Mitarbeitenden.  Auch obligatorische Tests gebe es vielerorts nicht.

    Senioren fordern nun Covid-Zertifikate für Spitex-Dienste. «Das Covid-Zertifikat sollte auch für Heime und Spitex gelten – damit ungeimpfte Pflegepersonen sich angesichts der hochansteckenden Delta-Mutation zumindest regelmässig testen lassen», sagt Bea Heim, Co-Präsidentin des Seniorenrates. Eine Impfpflicht lehnt sie laut dem Bericht jedoch. Eine solche könne dazu führen, dass viele Pflegerinnen ihren Job aufgeben würden, ehe sie sich impfen lassen, erklärt der Leiter einer Spitex-Organisation gegenüber den Tamedia-Zeitungen. Zu tief sitze die Angst vor angeblichen Nebenwirkungen.

  • 5.03 Uhr
    Neuseeland setzt Reisekorridor mit Australien weiter aus

    Wegen der noch immer hohen Corona-Zahlen in Australien setzt Neuseeland den Reisekorridor mit dem Nachbarland um weitere zwei Monate aus. Die beiden Inselstaaten hatten sich im April auf eine Regelung zum quarantänefreien Reisen der Bürger zwischen den Ländern geeinigt. Die so genannte «Trans-Tasman bubble» wurde aber im Juli wieder gestoppt, nachdem Australien wegen der Ausbreitung der Delta-Variante steigende Fallzahlen meldete.

    Auch Neuseeland kämpfte zuletzt mit einem Ausbruch in der Metropole Auckland, hat diesen aber wieder weitgehend unter Kontrolle gebracht. «Neuseeland vor einer möglichen weiteren Verbreitung der Delta-Variante zu schützen, hat für uns absolute Priorität», sagte der Minister zur Eindämmung der Pandemie, Chris Hipkins, am Freitag. «Das quarantänefreie Reisen mit Australien zu diesem Zeitpunkt wieder einzuführen, könnte unsere Fortschritte gefährden.»

    Im November will die Regierung in Wellington die Lage neu bewerten. Bis dahin seien voraussichtlich bei den Impfkampagnen Fortschritte gemacht worden, hiess es. Beide Länder hatten lange eine Null-Covid-Strategie verfolgt und ihre Aussengrenzen für internationalen Reiseverkehr weitgehend geschlossen. Die Impfungen schritten aber lange nur schleppend voran.

    Neuseeland mit fünf Millionen Einwohnern hat das Virus gut im Griff und bisher nur etwa 4000 Infektionen verzeichnet. 27 Menschen in dem Pazifikstaat sind in Verbindung mit Covid-19 gestorben. In Australien mit seinen 25 Millionen Einwohnern haben die Behörden seit Beginn der Pandemie rund 80'000 Fälle und mehr als 1100 Tote bestätigt.

  • 4.30 Uhr
    Erster Prozess um Corona-Ansteckungen im Skiort Ischgl

    Die Ausbreitung des Coronavirus im Tiroler Skiort Ischgl und die teils tödlichen Folgen für Touristen werden heute erstmals von einem Gericht behandelt. Die Witwe und der Sohn eines an Covid-19 gestorbenen Österreichers, der sich bei der chaotischen Abreise aus Ischgl angesteckt haben soll, fordern rund 100'000 Euro Schadenersatz. Vor dem zivilrechtlichen Prozess im Wiener Landesgericht hat die beklagte Republik Österreich jede Schuld von sich gewiesen. Es gilt als unwahrscheinlich, dass schon heute ein Urteil gefällt wird. Bald werden auch weitere Klagen verhandelt.

    Ischgl gilt als Beispiel für eine unkontrollierte Ausbreitung des Coronavirus, seit der Ski- und Partyort im März 2020 wegen steigender Fallzahlen plötzlich geschlossen wurde und Tausende Touristen - darunter viele Deutsche – plötzlich abreisen mussten. Aus Sicht der Kläger trug die von den Behörden schlecht organisierte Evakuierung zu einem Chaos mit weiteren Infektionen bei, die dann von Rückkehrern in viele Länder weitergetragen wurden.

    Bei dem heutigen Gerichtstermin soll zunächst geklärt werden, in welchen Punkten Kläger und Republik bei der Sicht auf die Ereignisse Anfang 2020 übereinstimmen. Ende September und Anfang Oktober wird das Gericht einige andere Klagen verhandeln, die auch vom österreichischen Verbraucherschutzverein (VSV) unterstützt werden. Laut VSV könnten letztlich bis zu 3000 Ansprüche an die Republik gestellt werden. «Am Freitag wird sich die Frage stellen, ob man diese Massen an Ansprüchen nicht besser in Vergleichsverhandlungen lösen könnte», sagte VSV-Gründer Peter Kolba.

  • 2.33 Uhr
    90 Prozent des US-Personals von United Airlines geimpft

    Bei der US-Fluggesellschaft United Airlines sind fast 90 Prozent der Mitarbeitenden in den USA geimpft. Ferner haben etwa 95 Prozent der Führungskräfte in den USA eine vollständige Impfung erhalten.

    Anfang August hatte sie bereits als erste US-Fluggesellschaft angekündigt, Mitarbeiter zum Impfen verpflichten zu wollen. Geschäftsführer Scott Kirby sagte gegenüber dem US-Sender CNN, dass es für Arbeitgeber effizienter sei, Impfungen vorzuschreiben, als eine riesige Infrastruktur an Flughäfen zu schaffen, um nachzuweisen, dass die Passagiere geimpft wurden.

  • 1.35 Uhr
    Mehr Impfdosen für arme Länder gefordert

    Die geschäftsführende Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Kristalina Georgieva, sowie die Leiter der Weltbankgruppe, der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Welthandelsorganisation (WTO) fordern Länder mit hohen Impfraten auf, ärmere Länder stärker mit Vakzin-Lieferungen zu unterstützen.

    In einer gemeinsamen Erklärung der Organisationen heisst es, man zeige sich darüber besorgt, dass ohne entsprechende Massnahmen bis Ende 2021, eine globale Impfrate von mindestens 40 Prozent nicht zu schaffen sei. Die Gruppe fordert auch Impfstoffhersteller auf, ihre Verträge mit Covax und Avat, einem afrikanischen Verteilungsprogramm, zu erfüllen und die Transparenz zu verbessern, indem sie Einzelheiten zu den Lieferplänen für alle Impfstofflieferungen mitteilen.

  • 1.24 Uhr
    Nach Impf-Tweet: Expertengespräch für Rapperin Minaj

    Nach einem viel diskutierten Tweet der US-Rapperin Nicki Minaj über angebliche Nebenwirkungen einer Corona-Impfung hat das Weisse Haus dem Musikstar ein Gespräch mit einem Experten angeboten. Die Sprecherin des Weissen Hauses, Jen Psaki, sagte am Donnerstag in Washington, man habe angeboten, dass Minaj mit einem der Gesundheitsfachleute der Regierung telefonieren könne, um ihre Fragen zu Sicherheit und Effektivität einer Impfung zu beantworten.

    Das Angebot sei auf Mitarbeiter-Ebene überbracht worden. Es sei noch nicht über ein mögliches Format oder andere Details gesprochen worden. Minaj hatte am Mittwoch auf Twitter geschrieben, sie sei ins Weisse Haus eingeladen worden.

    Minaj, die in Trinidad und Tobago geboren wurde und in New York aufwuchs, hatte am Montag in einem Tweet Zweifel an der Sicherheit einer Corona-Impfung geschürt. Die 38-Jährige schrieb, einem Freund ihres Cousins auf Trinidad sei nach der Impfung gegen das Coronavirus der Hoden angeschwollen und er sei impotent geworden. Minaj riet dabei auch ihren mehr als 22 Millionen Followern, sich die Entscheidung zur Impfung gut zu überlegen und sich nicht einschüchtern zu lassen.

    Dafür erntete die Rapperin viel Spott und Kritik. Grossbritanniens oberster medizinischer Regierungsberater, Chris Whitty, sagte, Minaj solle sich schämen. Es gebe Menschen, die Unwahrheiten über die Impfung verbreiteten, obwohl sie es besser wüssten. Der Gesundheitsminister von Trinidad und Tobago, Terrence Deyalsingh, sah sich zu einer öffentlichen Stellungnahme bemüssigt: Er erklärte, es gebe in seinem Land keine Berichte über einen solchen Fall, und beklagte zugleich, man habe «viel Zeit damit verschwendet, dieser falschen Behauptung nachzugehen».

    Die US-Regierung bemüht sich seit Monaten intensiv, Skeptiker und Kritiker im Land von einer Corona-Impfung zu überzeugen. Rund 54 Prozent der Bevölkerung in den USA sind voll gegen das Coronavirus geimpft. In den vergangenen Wochen kam die Impfkampagne angesichts verbreiteter Impfskepsis nur noch sehr schleppend voran.

  • 0.59 Uhr
    USA liefern drei Millionen Impfdosen an Philippinen

    Die US-Regierung wird im Rahmen des internationalen Covax-Programms weitere 2,58 Millionen Dosen des Impfstoffs von Pfizer und BioNTech an die Philippinen liefern. Wie ein Sprecher des Weissen Hauses mitteilt, steigt damit die Gesamtzahl der gelieferten Vakzine an den Inselstaat auf neun Millionen.

    Wie der nationale Sicherheitsberater von US-Präsident Joe Biden, Jake Sullivan, bereits vergangene Woche angekündigt hatte, sollen die Philippinen ausserdem weitere 11,3 Millionen Dollar zur Bekämpfung der Pandemie von den USA erhalten. Insgesamt haben die USA den Inselstaat seit Beginn der Pandemie mit 37 Millionen Dollar zusätzlich zu den gespendeten Impfstoffen unterstützt.

  • 0.30 Uhr
    Kuba startet Corona-Impfungen für Kinder ab zwei Jahren

    In Kuba werden nun auch Kinder im Alter von zwei bis zehn Jahren gegen das Coronavirus geimpft. Dies sei notwendig, um die Ausbreitung der besonders ansteckenden Delta-Variante des Virus zu bremsen, teilte die Regierung mit. Das Land verfügt aber zwei Vakzine aus heimischer Produktion, die Präparate Abdala und Soberana, die die Behörden als sicher und wirksam beschrieben haben. Von beiden Mitteln müssen drei Dosen verabreicht werden. In den vergangenen Wochen hatte die Regierung bereits begonnen, Kinder und Jugendliche zwischen elf und 18 Jahren zu impfen.

    Kuba hat mit einem hartnäckigen Corona-Ausbruch zu kämpfen, der die medizinischen Einrichtungen belastet und wirtschaftliche Probleme im sozialistischen Karibikstaat verschärft. Besonders hart getroffene Provinzen wie Matanzas, Ciego de Ávila und Cienfuegos haben Hilfe von Ärzten aus anderen Regionen des Landes sowie internationale Spenden erhalten.

  • 0 Uhr
    Republikanische Staaten drohen Biden wegen Impfvorgabe

    Zwei Dutzend Generalstaatsanwälte republikanisch geführter US-Staaten haben dem Weissen Haus wegen einer geplanten Corona-Impfvorschrift für bis zu 100 Millionen Beschäftigte mit juristischen Schritten gedroht. «Ihr Plan ist desaströs und kontraproduktiv», heisst es in einem Schreiben der Unterzeichner um South Carolinas Generalstaatsanwalt Alan Wilson an Präsident Joe Biden. Sollte die Regierung ihren Kurs nicht ändern, würden jegliche verfügbaren rechtlichen Optionen verfolgt, «um Sie zur Rechenschaft zu ziehen und die Rechtsstaatlichkeit aufrechtzuerhalten.»

    Biden hatte vergangene Woche einen Aktionsplan für eine höhere Corona-Impfquote vorgestellt und dies mit der vor allem unter Ungeimpften grassierenden hochinfektiösen Delta-Variante des Virus begründet. Sein Vorstoss sieht Impfvorschriften für Angestellte im Privatsektor, Beschäftigte im Gesundheitswesen sowie Auftragnehmer von Bundesbehörden vor. Umgesetzt werden soll die Vorgabe durch eine Regel des Arbeitssicherheit zuständigen Behörde OSHA. Die Vorschrift, die fast zwei Drittel der Arbeitnehmerschaft im Privatsektor abdecken würde, würde sechs Monate gelten. Danach müsste sie durch eine dauerhafte Massnahme ersetzt werden. Arbeitgebern drohen bei einer Missachtung hohe Bussgelder.

    Republikanische Spitzenpolitiker und einige Gewerkschaftsführer haben Biden vorgeworfen, seine Befugnisse mit der Corona-Impfvorgabe zu überschreiten.