Zusätzliche mobile Impfstellen in St. Gallen +++ BAG meldet 2604 Fälle

Agenturen/red

15.9.2021

Agenturen/red

15.9.2021

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit BAG am Mittwoch 2604 neue Coronavirus-Ansteckungen bei 41'398 Tests gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG elf neue Todesfälle und 77 Spitaleinweisungen. Im Kanton Bern ist die Zahl der Covid-Patienten auf den Intensivstationen innert Wochenfrist zurückgegangen. Am Mittwoch benötigten noch 30 Covid-Kranke intensive Pflege – gegenüber 39 vor Wochenfrist. Fast alle sind ungeimpft.

Im Kanton St. Gallen wollen sich wegen der Zertifikatspflicht mehr Leute gegen Corona impfen lassen. Der Kanton richtet deshalb zusätzliche mobile Impfstellen ein. Dort können sich Interessierte ohne Voranmeldung impfen lassen. Derweil warten zurzeit noch sieben Patientinnen und Patienten im Ausland auf eine Rückführung in eine Intensivstation in der Schweiz. Zwei von ihnen werden vom Koordinierten Sanitätsdienst (KSD) der Armee als dringlich eingestuft.

Abgewiesene Asylsuchende sollen künftig zu einem Covid-Test gezwungen werden können, wenn dieser für die Ausschaffung verlangt wird. Diesem Vorschlag des Bundesrats hat das Parlament zugestimmt. Trotz Kritik von Hilfswerken und der Schweizerischen Flüchtlingshilfe hielt der Bundesrat an diesem Vorgehen fest. Am Mittwoch folgte der Ständerat dem Nationalrat und stimmte mit 31 zu 10 Stimmen bei einer Enthaltung zu.

Impfpflicht in Frankreich, Delta breitet sich in China aus

In Frankreich gilt seit Mittwoch für bestimmte Berufsgruppen eine Impfpflicht gegen das Coronavirus. Bei Missachtung droht eine Suspendierung ohne Fortzahlung des Lohns. Mindestens eine erste Impfung müssen nun Beschäftigte nachweisen, die im Spital- und Pflegebereich arbeiten, aber auch Feuerwehrleute, Beschäftigte des Zivilschutzes sowie die Beamten der Gendarmerie.

Die Delta-Variante des Coronavirus breitet sich in der südostchinesischen Provinz Fujian weiter aus. Wie die Behörden am Mittwoch mitteilten, wurden in der Provinz 50 weitere Infektionen entdeckt. Seit dem Ausbruch der Delta-Variante am vergangenen Freitag gab es damit 152 Infizierte. In zwei Grossstädten der Provinz, Putian und Xiamen, war daraufhin ein Lockdown angeordnet worden.

Das Wichtigste im Überblick

  • Im Kanton St. Gallen wollen sich wegen der Zertifikatspflicht mehr Leute gegen Corona impfen lassen. Der Kanton richtet deshalb zusätzliche mobile Impfstellen ein.
  • Das BAG meldet 2604 Neuinfektionen bei 41'398 Tests. Elf Personen starben an Covid-19, 77 wurden hospitalisiert. 
  • Abgewiesene Asylsuchende sollen künftig zu einem Covid-Test gezwungen werden können, wenn dieser für die Ausschaffung verlangt wird. Diesem Vorschlag des Bundesrats hat das Parlament zugestimmt.
  • Der Personenverkehr der Bahnen hat im Corona-Jahr 2020 einen so starken Einbruch erlitten wie nie zuvor.
  • In Frankreich gilt seit Mittwoch für bestimmte Berufsgruppen eine Impfpflicht gegen das Coronavirus. Bei Missachtung droht eine Suspendierung ohne Fortzahlung des Lohns.
  • Die EU will bis Mitte nächsten Jahres weitere 200 Millionen Impfstoff-Dosen an Afrika spenden. 
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    Wir beenden den Live-Ticker am Mittwoch

  • 21.19 Uhr
    US-Soldaten droht bei Impfverweigerung Entlassung

    Soldaten, die sich der Corona-Impfung verweigern, könnte in der US-Armee ein rapides Ende ihrer Karriere drohen. «Es ist buchstäblich eine Frage von Leben und Tod für unsere Truppen, ihre Familien und die Gemeinden, in denen wir leben», sagte General Raymond Scott Dingle, der oberste Mediziner der Armee gemäss einer Mitteilung des US-Militärs

    «Die Zahl der Fälle und Todesfälle ist weiterhin besorgniserregend, da sich die Delta-Variante ausbreitet, was den Schutz der Truppe durch Pflichtimpfungen zu einer Priorität für die Gesundheit und die Einsatzbereitschaft der gesamten Armee macht», fügte Dingle an.

    Eine Ausnahme sei bei Soldaten gegeben, die «legitime medizinische, religiöse oder administrative Gründe» anführen könnten, hiess es in der Mitteilung. Bei der US-Armee gehe man davon aus, dass sämtliche Soldaten bis Ende des Jahres über einen vollständigen Impfschutz verfügen.

    Auch der Sergeant Major der Army, Michael Grinston, twitterte, er setze sich dafür ein, dass «unsere Soldaten und Familien den Impfstoff bekommen, während wir daran arbeiten, die Pandemie zu überstehen».

  • 20.13 Uhr
    Österreich lockert Quarantäneregeln an Schulen

    Österreich lockert nach einem starken Anstieg isolierter Jungen und Mädchen innerhalb kürzester Zeit seine Quarantäneregeln an Schulen. Künftig dürfen sich Schüler laut neuem Erlass des Gesundheitsministeriums bereits nach fünf statt zehn Tagen aus der Quarantäne freitesten. Ein negativer PCR-Test soll die frühzeitige Rückkehr ermöglichen.

    Zudem sollen bei älteren Schülern nur noch direkte Sitznachbarn und enge Kontaktpersonen erkrankter Kinder in Quarantäne geschickt werden. An Grundschulen konnte schon bisher bei nur einem Infektionsfall von einer Quarantäne der Mitschüler abgesehen werden. Wissenschaftler und Ärzte äußerten sich skeptisch zu den neuen Regeln.

    An Luzerner Schulen gilt ab Montag wieder eine Maskenpflicht. (Symbolbild)
    Schüler in Österreich erwartet künftig eine neue Quarantäneregel. (Symbolbild)
    Bild: Keystone/dpa/Matthias Balk

    Österreichweit waren kurz nach Schulbeginn nach Angaben der Tageszeitung «Kurier» schon 465 Klassen isoliert. Genaue Zahlen, wie viele Kinder betroffen waren, gab es von offizieller Seiten nicht.

  • 19.45 Uhr
    Berlin lockert 2G-Regel bei Jugendlichen

    In Berlin hat sich der Senat nach breitem Protest am Mittwoch darauf verständigt, dass doch auch Kinder unter zwölf Jahren Zugang zu Restaurants oder Veranstaltungen haben sollen, die sonst nur von Geimpften und Genesenen besucht werden dürfen.

    Die deutsche Familienministerin Christine Lambrecht (SPD) hatte dazu aufgerufen, bei der Umsetzung sogenannter 2G-Regeln in der Corona-Pandemie Rücksicht auf Familien mit Kindern zu nehmen. Familien dürften nicht noch einmal zusätzlich belastet werden, sagte Lambrecht.

    In Berlin hatte der Senat zunächst die Einführung eines 2G-Optionsmodells beschlossen – Betreiber sollten für viele Bereiche künftig selbst entscheiden können, ob sie den Zutritt zu Innenräumen nur noch Geimpften und Genesenen vorbehalten wollen. Kinder wären dann aussen vor gewesen. Schliesslich liess Berlin doch Ausnahmen zu – auch Kinder unter zwölf Jahren sollen nun Zugang zu Restaurants oder Veranstaltungen haben.

  • 19.09 Uhr
    Papst rüffelt Impfverweigerer

    Papst Franziskus hat wenig Verständnis für Verweigerer von Corona-Impfungen. Die Menschheit blicke auf eine «Geschichte der Freundschaft mit Vakzinen» zurück, sagte Franziskus am Mittwoch auf seinem Rückflug von seiner Slowakei-Visite. Selbst im Kardinalskollegium gebe es aber einige Leugner.

    Einer der Mitglieder – ein «armer Kerl» – sei sogar mit dem Virus ins Krankenhaus gebracht worden. Der Papst meinte offensichtlich den US-Kardinal Raymond Burke, der nach seiner Infektion in der Klinik an ein Beatmungsgerät angeschlossen wurde.

    Papst Franziskus bei seiner Ankunft in der Kathedrale des Heiligen Martin in Bratislava.
    Papst Franziskus hat bei seinem Besuch in der Slowakei kein Verständnis für Impfverweigerer gezeigt. 
    Bild: Petr David Josek/AP/dpa

    Seit Jahrzehnten würden Kinder gegen Masern, Mumps und Polio geimpft – «und niemand sagt irgendetwas», sagte Franziskus. Er mutmasste, dass die «Virulenz der Ungewissheit» mit der grossen Vielfalt verfügbarer Covid-19-Impfstoffe, ihrer relativ zügigen Zulassung und der Fülle von «Argumenten, die diese Spaltung verursacht hat», zu tun habe.

    Experten betonen, dass die Vakzine an Millionen Probanden getestet worden sind und sich als wirksam bei der Reduzierung von schweren Verläufen mit Krankenhausaufenthalten sowie Todesfällen erwiesen haben.

  • 18.52 Uhr
    Israelischer Impfgegner erliegt Corona-Erkrankung

    Er machte Stimmung gegen die Corona-Impfung, führte Demonstrationen gegen die geltenden Regeln an und sprach sich vehement gegen den Green-Pass aus: Hai Shoulian. Nun ist Israels bekanntester Impfgegner tot – gestorben an einer Infektion mit dem Coronavirus. Nach zehn Tagen in einem Spital in Tel Aviv erlag der 57-Jährige am Montag den Folgen der Krankheit.

    Zuvor hatte Shoulian via Facebook über seinen schlechten Gesundheitszustand informiert. «Mir geht es sehr schlecht. Ohne Sauerstoff kann ich keine drei Meter gehen», schrieb er.

    Trotz erheblicher Atemprobleme wurde der Israeli nicht müde, auch aus dem Spital heraus gegen die Corona-Massnahmen der Regierung zu wettern. Ausserdem stellte er weiterhin die Existenz des Coronavirus infrage. Er war der Überzeugung, «mit der Hilfe Gottes» gesund zu werden, wie er bei Facebook kundtat.

    Zudem warf er der Polizei vor, dass sie ihn bei der Festnahme bei einer Demonstration vergiften wollte. «Ich sage euch, das ist ein Versuch, mich auszulöschen. Wenn mir etwas passiert, wisst ihr, dass genau das passiert ist», schrieb Shoulian.

  • 18.12 Uhr
    Johnson bildet sein Kabinett in der Coronakrise um

    Der britische Premierminister Boris Johnson hat nach einer Reihe politischer Fehlentwicklungen mit dem Umbau seines Kabinetts begonnen. Das Büro Johnsons erklärte, der Premier werde «ein starkes und vereintes Team» zusammenstellen, um eine bessere Erholung von der Pandemie zu bewerkstelligen.

    Zu den grössten Änderungen zählte die Entlassung von Außenminister Dominic Raab. Raab werde von nun an als Justizminister fungieren sowie als stellvertretender Premierminister, erklärte das Büro Johnsons.

    Raab war bislang eine Schlüsselfigur in Johnsons Kabinett und stand für diesen ein, als der Premier im vergangenen Jahr wegen einer Corona-Infektion im Krankenhaus behandelt wurde. Scharf kritisiert wurde Raab dagegen für die Verzögerung seiner Rückreise aus einem Griechenland-Urlaub, während in Afghanistan die Taliban die Kontrolle übernahmen.

    Dominic Raab, Aussenminister von Grossbritannien, geht vor der 10 Downing Street. Foto: Aaron Chown/PA Wire/dpa
    Dominic Raab ist nicht mehr länger Aussenminister von Grossbritannien.
    Bild: Keystone/PA Wire/Aaron Chown

    Die Regierung gab zudem bekannt, dass Justizminister Robert Buckland, Wohnungsbauminister Robert Jenrick und Bildungsminister Gavin Williamson ihre Posten verlassen haben.

    Williamson bestätigte als erster seine Entlassung. Bei Twitter erklärte er, es sei ein Privileg gewesen, seit 2019 als Bildungsminister zu dienen. Er freue sich darauf, den Premierminister und die Regierung weiterhin zu unterstützen.

    In die Kritik geraten war der Minister für seinen Umgang mit der Pandemie, in der die Schulen lange geschlossen waren, es zu raschen Politikwechseln kam und wichtige Prüfungen für die Zulassung zu Universitäten ausfielen.

  • 15.50 Uhr 
    Massnahmekritiker Rimoldi provoziert Busse

    Der Co-Präsident des massnahmenkritischen Vereins «Mass-Voll» Nicolas A. Rimoldi hat sich nun bewusst eine Busse eingehandelt, indem er ohne Covid-Zertifikat ein Zürcher Café besuchte. Rimoldi verliess die Lokalität demnach auch nach der Aufforderung durch einen Kellner nicht, wie «20 Minuten» berichtet.

    Die herbeigerufene Polizei belegte Rimoldi daraufhin mit einer Ordnungsbusse. Er werde diese jedoch «auf gar keinen Fall» bezahlen, sagte Rimoldi «20 Minuten». Stattdessen wolle er das Covid-Zertifikat «durch alle Instanzen anfechten.» Wenn nötig ziehe er die Angelegenheit auch bis Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Strassburg.

    Bereits am Montag habe Rimoldi in Bern eine Busse provoziert, um sie dann anfechten zu können. Das sei ihm damals aber nicht gelungen. Er sei erkannt und  auch ohne Zertifikat bedient worden, erklärte der Massnahmen-Gegner. 

  • 15.32 Uhr 
    St. Gallen richtet zusätzliche mobile Impfstellen ein

    Im Kanton St. Gallen wollen sich wegen der Zertifikatspflicht mehr Leute gegen Corona impfen lassen. Der Kanton richtet deshalb zusätzliche mobile Impfstellen ein. Dort können sich Interessierte ohne Voranmeldung impfen lassen.

    Stationen sind bis Ende September das Olma-Areal in St. Gallen, St. Margrethen, Oberriet und Wattwil, wie das kantonale Gesundheitsdepartement am Mittwoch mitteilte. Weiter bestehe auch das Angebot, sich in den vier regionalen Impfzentren in St. Gallen, Wil, Jona und Buchs spontan piksen zu lassen.

    Gemäss dem SRF-Impfmonitor sind im Kanton St. Gallen bisher 46 Prozent der Bevölkerung doppelt gegen das Virus geimpft. Weitere 9 Prozent haben die erste Impfung erhalten. Schweizweit sind 53 Prozent doppelt und 7,6 Prozent einmal geimpft.

    Der Kanton St. Gallen richtet wegen der grossen Nachfrage mehr mobile Impfstellen ein. (Symbolbild)
    Der Kanton St. Gallen richtet wegen der grossen Nachfrage mehr mobile Impfstellen ein. (Symbolbild)
    KEYSTONE/CHRISTIAN MERZ
  • 15.05 Uhr
    Sieben Patienten warten im Ausland auf Rückführung

    Zurzeit warten noch sieben Patientinnen und Patienten im Ausland auf eine Rückführung in eine Intensivstation in der Schweiz. Zwei von ihnen werden vom Koordinierten Sanitätsdienst (KSD) der Armee als dringlich eingestuft.

    Vier der Patienten seien unter anderem noch nicht transportfähig, bei einer Person werde die Rückführung als nicht dringlich erachtet, teilte der KSD am Mittwoch mit. Zwei der Betroffenen warteten in Balkanstaaten auf die Überführung in eine Schweizer Intensivstation, die fünf anderen in anderen Ferienländern am Mittelmeer.

    Bereits repatriiert wurden vom 9. bis am 14. September neun Patientinnen und Patienten. Ursprünglich waren dem KSD von den Assistance-Gesellschaften 23 Personen gemeldet worden, die auf eine Intensiv-Behandlung in der Schweiz angewiesen gewesen wären, 52 Prozent von ihnen wegen einer Corona-Erkrankung. Sieben Patienten wünschten mittlerweile «aus unterschiedlichen Gründen» keine Rückführung mehr.

  • 14.53 Uhr
    Weniger Covid-Patienten auf Berner Intensivstationen

    Im Kanton Bern ist die Zahl der Covid-Patienten auf den Intensivstationen innert Wochenfrist zurückgegangen. Am Mittwoch benötigten noch 30 Covid-Kranke intensive Pflege - gegenüber 39 vor Wochenfrist. Fast alle sind ungeimpft.

    Auf der Intensivstation wiesen rund 97 Prozent der Covid-Erkrankten keinen Impfschutz aus. Dies geht aus den am Mittwoch aktualisierten Covid-Kennzahlen des Kantons Bern hervor.

    Stabil geblieben ist die Zahl der insgesamt wegen Covid in Berner Spitälern liegenden Patientinnen und Patienten: 89 gegenüber 90 vor einer Woche. Von ihnen weisen 10 Prozent einen vollständigen Impfschutz aus.

    Die Intensivstation des Inselspitals im Dezember 2020. (Archivbild).
    Die Intensivstation des Inselspitals im Dezember 2020. (Archiv).
    Bild: Keystone
  • 14.32 Uhr 
    Sterblichkeit in der EU seit Corona bedeutend höher 

    Noch immer liegt die Zahl der Todesfälle in der Europäischen Union über dem Durchschnittsniveau der Jahre zuvor – aber nur noch knapp. Im Juli dieses Jahres starben gut vier Prozent mehr Menschen als im Vergleichszeitraum der Jahre vor der Corona-Pandemie, wie aus den am Mittwoch veröffentlichten Daten des Statistikamts Eurostat mit Sitz in Luxemburg hervorgeht. Wie viele Menschen tatsächlich an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben sind, zeigt die Auswertung nicht. Die Daten unterscheiden keine Todesursachen und differenzieren nicht nach Geschlecht oder Alter.

    EU-weit sinkt derzeit laut Eurostat die Übersterblichkeit. Der höchste Wert seit Pandemiebeginn wurde demnach im November 2020 mit 40 Prozent verzeichnet. Er sank dann bis Februar auf knapp sechs Prozent, bevor es im Frühjahr wieder zu einem Anstieg kam. Der höchste Wert in dieses Jahres wurde im April mit gut 20 Prozent erreicht. Seitdem sinken die Zahlen in der EU bemerkbar, wie aus den Ergebnissen der Statistiker hervorgeht.

  • 13.30 Uhr 
    BAG meldet 2604 Neuinfektionen und 11 Tote

    In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit BAG am Mittwoch 2604 neue Coronavirus-Ansteckungen bei 41'398 Tests gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG elf neue Todesfälle und 77 Spitaleinweisungen.

    or einer Woche waren dem BAG noch 3550 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig hatte das BAG 7 neue Todesfälle und 53 Spitaleinweisungen vermeldet.

    Die Auslastung der Intensivstationen in den Spitälern beträgt zurzeit 77,3 Prozent. 31,3 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten besetzt. Vor einer Woche lag die Auslastung bei 78,7 Prozent. Seit Anfang September waren immer rund ein Drittel der verfügbaren Betten mit Covid-19-Patientinnen und -patienten besetzt.

    Auf 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner wurden in den vergangenen zwei Wochen 397,93 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet. Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, lag vor 12 Tagen bei

    Im Stadtspital Zürich liegen zurzeit neun Coronapatienten auf der Intensivabteilung, sieben davon müssen beatmet werden. (Archivbild)
    In den letzten 24 Stunden mussten 77 Covid-Patienten hospitalisiert werden. (Archiv)
    Bild: Keystone
  • 12.48 Uhr 
    Spital Schwyz muss wegen Impf-Andrang Security-Personal einstellen

    Bereits gestern teilte der Kanton Schwyz mit, dass die Nachfrage für Corona-Impfungen in den Covid-Points in Steinen und Pfäffikon am vergangenen Wochenende mit 833 Impfungen «erfreulich hoch» war. Auch beim Spital Schwyz kommt es nach der Ausweitung der Zertifkatspflicht zu einem regelrechten Ansturm auf Impfungen.

    Wie die Sprecherin des Spitals Nirmala Arthen dem «Bote der Urschweiz» sagte, gebe es «einen gigantischen Ansturm». Es seien fast doppelt so viele Interessent*innen wie sonst.  «Wir mussten sogar eine Security aufbieten, da nicht alle Personen sofort geimpft werden konnten und am Abend Personen auf den nächsten Tag vertröstet werden mussten», erklärte Arthen dem Blatt.

    Das Spital Schwyz am Mittwoch, 14. Oktober 2020. Seit zehn Tagen nimmt die Zahl der Corona-Ansteckungen im inneren Kantonsteil rasant zu, teilte das Spital am Mittwoch mit. Mittlerweile seien 30 bis 40 Prozent der im Corona-Center des Spitals Schwyz gemachten Tests positiv. (KEYSTONE/Urs Flueeler)
    Zu einem regelrechten Run auf Covid-Impfungen kommt es im Spital Schwyz. (Archiv)
    Bild: Keystone
  • 12.15 Uhr 
    Berner Mittelschüler müssen wieder Masken tragen

    Im Kanton Bern gilt ab dem 20. September wieder die Pflicht, in Innenräumen von Mittel- und Berufsfachschulen Masken zu tragen. Damit wollen die Behörden einen «ungestörten» Schulbetrieb gewährleisten und Schulschliessungen vermeiden.

    Dies gab die Berner Regierung am Mittwoch bekannt. Vor den Sommerferien war die Maskenpflicht bis hinauf zur Sekundarstufe II aufgehoben worden. Nun wird sie für die Mittel- und Berufsfachschulen wieder eingeführt.

  • 11.26 Uhr 
    Stadtberner Feriensportlager kurzfristig abgesagt

    Die Stadt Bern hat kurzfristig das Feriensportlager im Wallis abgesagt. Grund dafür sind die vom Kanton Wallis am Dienstagabend verschärften Regeln zur Umsetzung der Zertifikatspflicht.

    Während des Lagers müsste neu zusätzlich zur Kontrolle aller Lagerteilnehmenden beim Antritt sichergestellt werden, dass alle Personen über 16 Jahren im Lager stets über ein gültiges COVID-19 Zertifikat verfügten.

    Das heisst, dass alle ungeimpften Personen regelmässig getestet werden müssten, damit sie über ein gültiges Zertifikat verfügen. Dieser Aufwand könne den freiwilligen und ehrenamtlichen Leitungspersonen nicht auch noch aufgebürdet werden, kommt die Stadt zum Schluss. Sie sollten sich auf die Betreuung der Kinder und Jugendlichen konzentrieren.

    Dieses Jahr gibt es für die Stadtberner Kinder kein Ferienlager in Fiesch. Die Stadt hat den Anlass kurzfristig abgesagt. (Symbolbild)
    Dieses Jahr gibt es für die Stadtberner Kinder kein Ferienlager in Fiesch. Die Stadt hat den Anlass kurzfristig abgesagt. (Symbolbild)
    Bild: Keystone
  • 11.05 Uhr 
    EU kündigt weitere Impfstofflieferungen nach Afrika an

    Zur Eindämmung der Corona-Pandemie im weltweiten Rahmen hat die EU die Lieferung weiterer 200 Millionen Dosen Impfstoff an Afrika angekündigt. Die Spende werde bis Mitte kommenden Jahres vollständig ausgeliefert sein, sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Mittwoch. Sie erfolge zusätzlich zu den bereits zuvor zugesagten 250 Millionen Dosen. Der Schritt unterstreiche die Entschlossenheit der EU, ärmere Staaten bei der Bekämpfung der Pandemie zu unterstützen, sagte sie.

    Von der Leyen sprach von einer «Investition in Solidarität» und zugleich in globale Gesundheit. An Europäer seien bislang 700 Millionen Dosen Corona-Impfstoff ausgeliefert worden, ebenso viele habe die EU an insgesamt 130 Staaten geliefert. «Wir sind weltweit die einzige Region, die das geschafft hat», sagte sie in ihrer Rede zur Lage der Europäischen Union vor dem Europaparlament in Strassburg.

    EU spendet 200 Millionen weitere Corona-Impfdosen für ärmere Länder

    EU spendet 200 Millionen weitere Corona-Impfdosen für ärmere Länder

    Die Europäische Union will 200 Millionen weitere Corona-Impfdosen für ärmere Länder spenden. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sprach von einer «Investition in die Solidarität und einer Investition in die weltweite Gesundheit».

    15.09.2021

    Oberste Priorität sei, den weltweiten Impffortschritt zu beschleunigen. In Staaten mit geringerem Einkommen seien bislang weniger als ein Prozent aller Impfdosen verabreicht worden. Das Ausmass der Ungerechtigkeit und die Dringlichkeit des Themas seien offensichtlich, sagte von der Leyen.

  • 10.53 Uhr 
    Besuche in Thurgauer Spitälern und Heimen nur noch mit Zertifikat

    Im Kanton Thurgau sind Besuche in Spitälern, Alters- und Pflegeheimen sowie Behinderteninstitutionen ab der kommenden Woche nur noch mit Corona-Zertifikat erlaubt. Die Regierung gab diese Ausweitung der Zertifikatspflicht am Mittwoch im Grossen Rat bekannt.

    Bei den Patientinnen und Patienten in Spitälern und Kliniken sowie den betreuten Personen in Heimen handle es sich häufig um besonders gefährdete Menschen, sagte Gesundheitsdirektor Urs Martin (SVP) im Parlament. Mit der Ausweitung der Zertifikatspflicht sollen diese Personen besser geschützt werden.

    Die Kapazitäten der Intensivstationen im Thurgau sind derzeit voll ausgelastet. 44 Personen liegen wegen Corona im Spital, knapp die Hälfte davon auf den Intensivstationen. Im Gegensatz zu 2020 seien es heute mehrheitlich jüngere Personen, die drei bis vier Wochen lang auf der Intensivstationen bleiben, sagte Martin.

  • 10.04 Uhr 
    Personenverkehr der Bahn ging um 39 Prozent zurück

    Die Corona-Pandemie hat dem Personenverkehr der Eisenbahn im vergangenen Jahr stark zugesetzt. Die Verkehrsleistung ging im Vergleich zum Vorjahr um 39 Prozent zurück – so stark wie noch nie.

    2020 seien 13,3 Milliarden Personenkilometer registriert worden, teilte das Bundesamt für Statistik (BFS) am Mittwoch mit. Damit habe dieser Wert den tiefsten Stand erreicht seit 19 Jahren. Ein Personenkilometer entspricht dabei der Beförderung einer Person über einen Kilometer.

    Auch der Güterverkehr sank im Vergleich zum Vorjahr, jedoch nur um drei Prozent auf 9,8 Milliarden Netto-Tonnenkilometer, also dem Transport von einer Netto-Tonne über einen Kilometer.

    Bei Unfällen im öffentlichen Verkehr kamen im vergangenen Jahr 27 Personen ums Leben, zwei mehr als 2019. Dabei handelte es sich gemäss BFS mehrheitlich nicht um Passagiere, sondern um Mitarbeitende der Verkehrsunternehmen oder Drittpersonen. 17 von ihnen starben im Schienenverkehr, neun im öffentlichen Strassenverkehr und eine Person auf einer Luftseilbahn.

    Menschen mit Schutzmasken im Zug der SBB zwischen Sargans und Zuerich, aufgenommen am Montag, 29. Juni 2020. Das Tragen von Schutzmasken wird aufgrund des Coronavirus empfohlen, ist aber freiwillig. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)
    Menschen mit Schutzmasken sitzen im Juni 2020 im Zug zwischen Sargans und Zürich. (Archiv)
    Bild: Keystone
  • 9.26 Uhr 
    Parlament sagt Ja zu Zwangstests bei abgewiesenen Asylsuchenden

    Abgewiesene Asylsuchende sollen künftig zu einem Covid-Test gezwungen werden können, wenn dieser für die Ausschaffung verlangt wird. Diesem Vorschlag des Bundesrats hat das Parlament zugestimmt.

    Trotz Kritik von Hilfswerken und der Schweizerischen Flüchtlingshilfe hielt der Bundesrat an diesem Vorgehen fest. Am Mittwoch folgte der Ständerat dem Nationalrat und stimmte mit 31 zu 10 Stimmen bei einer Enthaltung zu.

    Parlamentarier debattieren waehrend der Sommersession der Eidgenoessischen Raete, am Dienstag, 15. Juni 2021 im Staenderat in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)
    Parlamentarier debattieren unter Corona-Bedingungen im Bundeshaus in Bern. (Archiv)
    Bild: Keystone
  • 9.11 Uhr
    Wieder erste Musical-Vorstellung am Broadway

    Am Broadway in New York werden nach 18 Monaten Corona-Pause wieder vier beliebte Musicals gespielt. Theaterleute und Fans feierten am Dienstagabend die Rückkehr von «Hamilton,» «Wicked,» «Der König der Löwen» und «Chicago» in das berühmte Theaterviertel. Bürgermeister Bill de Blasio sprach von einem «wichtigen Abend» für den Neuanfang New Yorks. Die Broadway-Theater seien das «Herz» und die «Seele» der Stadt.

    Die Broadway-Theater waren seit März 2020 geschlossen gewesen. Im Mai hatte New Yorks Ex-Gouverneur Andrew Cuomo den 14. September als Starttermin für den Broadway festgelegt.

    Einige Theater hatten schon ab Anfang September den Spielbetrieb wieder aufgenommen, grosse Musicals wurden bisher aber nicht gezeigt. In allen Theatern müssen Zuschauer, Darsteller und das Theaterpersonal vollständig geimpft sein. Die Zuschauer müssen zudem auch während der Vorstellungen Masken tragen.

    The audience applauds as
    Das Publikum applaudiert beim Musical «Hamilton» am New Yorker Broadway. 
    Bild: Keystone
  • 7.53 Uhr
    WHO fordert mehr Gerechtigkeit bei Impfstoff-Verteilung

    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat mehr Gerechtigkeit bei der Verteilung der Impfstoffe im Kampf gegen die Corona-Pandemie angemahnt und dabei vor allem auf Versorgungslücken in Afrika hingewiesen. «Weltweit wurden mehr als 5,7 Milliarden Dosen verabreicht, aber nur 2 Prozent davon in Afrika», sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Dienstag. Das schade nicht nur den Menschen in Afrika, sondern allen.

    Tedros sagte weiter: «Je länger die Ungleichheit bei den Impfstoffen anhält, desto mehr wird das Virus weiter zirkulieren und sich verändern, desto länger werden die sozialen und wirtschaftlichen Verwerfungen andauern und desto grösser ist die Wahrscheinlichkeit, dass weitere Varianten auftauchen, die die Wirksamkeit der Impfstoffe beeinträchtigen.»

    Die schlimmste Pandemie der letzten hundert Jahre werde erst dann beendet sein, wenn es eine echte globale Zusammenarbeit bei der Versorgung mit und dem Zugang zu Impfstoffen gebe, hiess es weiter. Impfziel der WHO sei weiter, dass bis Mitte 2022 70 Prozent der Bevölkerung aller Länder geimpft sein sollten.

  • 6.30 Uhr
    Internationale Touristen mit ungültigen Impfzertifikaten

    Die Schweizer Tourismusbranche kritisiert, dass nicht alle Impfzertifikate aus Drittstaaten hierzulande gültig sind. So seien etwa Walliser Tourismusorte verärgert über ungültige Impfzertifikate aus Drittstaaten, schreibt der «Walliser Bote». Viele geimpfte Gäste aus Drittstaaten, die von ausserhalb des EU/EFTA-Raums kommen, würden in der Schweiz als ungeimpft gelten. Das Covid-Zertifikat sei zwar gültig für die Einreise, hiess es weiter, aber Personen aus Drittstaaten müssten sich mindestens alle drei Tage testen lassen. Die Zertifikatspflicht entspricht somit einer Testverordnung.

    In der Schweiz sind nicht alle von der WHO zugelassenen Impfstoffe fürs Covid-Zertifikat gültig. Das sei aus touristischer Sicht «inakzeptabel» sagte eine Sprecherin des Schweizerischen Tourismus-Verbands zu «20 Minuten». Sie hoffe, dass bis Monatsende eine Lösung gefunden werde. Grund: Ab 1. Oktober sollen Tests, die jetzt von Touristen als Zwischenlösung genutzt werden, für asymptomatische Personen nicht mehr gratis sein.

    Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) verwies auf Anfrage von «20 Minuten» auf eben diese kostenlose Testmöglichkeit für Touristen. Zudem habe der Bundesrat den Kantonen einen Vorschlag zur Konsultation geschickt, um die Liste der für ein Schweizer Zertifikat zugelassenen Impfstoffe auf die Liste der europäischen Arzneimittelagentur EMA auszuweiten, hiess es weiter.

    Die Schweizer Tourismusbranche fordert dem Bericht zufolge von den Behörden die sofortige Anerkennung aller «menschenlesbaren Impfnachweise und Zertifikate aus Drittstaaten». Mittelfristig sollen Impfnachweise, die zur Einreise in die Schweiz berechtigen, auch für das Covid-Zertifikat gelten.

    Tourists wearing protective mask react front of the Matterhorn mountain during the coronavirus disease (COVID-19) outbreak, in Zermatt, Switzerland, Wednesday, August 5, 2020. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott) Des touristes marchent en face du Cervin pendant la crise du Coronavirus (Covid-19) le mercredi 5 aout 2020 au Gornergrat a Zermatt. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)
    Touristen im ersten Corona-Sommer vor dem Matterhorn.
    Bild: Keystone/Jean-Christophe Bott
  • 5.58 Uhr
    Corona-Welle in China weitet sich aus

    Die Delta-Variante des Coronavirus breitet sich in der südostchinesischen Provinz Fujian weiter aus. Wie die Behörden am Mittwoch mitteilten, wurden in der Provinz 50 weitere Infektionen entdeckt. Seit dem Ausbruch der Delta-Variante am vergangenen Freitag gab es damit 152 Infizierte. In zwei Grossstädten der Provinz, Putian und Xiamen, war daraufhin ein Lockdown angeordnet worden.

    Die chinesische Regierung verfolgt eine «Null-Covid-Strategie». Mit Ausgangssperren, Massentests, Kontaktverfolgung, Quarantäne und strengen Einreisebeschränkungen hat das Land das Coronavirus weitgehend im Griff. Zuletzt hatte es jedoch trotz strenger Massnahmen eine Häufung lokaler Ausbrüche der Delta-Variante gegeben.

    Der aktuelle Ausbruch hatte seinen Ursprung in Putian. Es wurde vermutet, dass ein Familienvater nach seiner Rückkehr aus Singapur das Virus eingeschleppt hat. Der Mann war am 4. August zurück nach China gereist, verbrachte 21 Tage in Quarantäne und war neun Mal negativ auf das Virus getestet worden. Am vergangenen Freitag fiel ein Test dann aber positiv aus.

  • 5.30 Uhr
    Behörden haben Schulen im Stich gelassen

    Die Genfer Virologin Isabella Eckerle kritisiert in einem Interview mit dem «Tages-Anzeiger», dass die Behörden die Schulen zu lange im Stich gelassen hätten. Die Kantone hätten es im Sommer versäumt, die Schulen auf die Delta-Variante vorzubereiten. Dies, obschon die Gefahren lange Zeit vorher bekannt gewesen seien. Mehr dazu hier.

  • 5 Uhr
    Von der Leyen spricht über Folgen der Corona-Krise

    EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hält heute (9.00 Uhr) im Europaparlament ihre zweite Rede zur Lage der Europäischen Union. Erwartet wird, dass von der Leyen neben den Folgen der Corona-Krise unter anderem die Themen Klimaschutz, Digitalisierung und Rechtsstaatlichkeit ansprechen wird. Zudem dürfte es um die Frage gehen, welche Lehren die EU aus der Machtübernahme der militant-islamistischen Taliban in Afghanistan ziehen muss.

  • 4.47 Uhr
    Wachstum von Chinas Industrie verlangsamt sich

    Corona-Beschränkungen, anhaltende Halbleiterknappheit und Auflagen für umweltbelastende Gewerbe haben das Wachstum der chinesischen Industriebetriebe im August gebremst.

    Die Industrieproduktion der zweitgrössten Volkswirtschaft der Welt wuchs im August um 5,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat und damit so schwach wie seit Juli 2020 nicht mehr, wie offizielle Daten zeigen. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Analysten hatten mit einem Anstieg von 5,8 Prozent im Jahresvergleich gerechnet, gegenüber einem Anstieg von 6,4 Prozent im Juli.

    Die chinesische Wirtschaft hat zwar die Störungen durch die Corona-Pandemie früher als andere Länder abgeschüttelt, steht aber vor neuen Herausforderungen wie höheren Rohstoffkosten und Problemen in den globalen Lieferketten.

  • 4.30 Uhr
    Impfpflicht gilt nun in Frankreich für bestimmte Berufsgruppen

    In Frankreich gilt ab heute für bestimmte Berufsgruppen eine Impfpflicht gegen das Coronavirus. Bei Missachtung droht eine Suspendierung ohne Fortzahlung des Lohns. Mindestens eine erste Impfung müssen nun Beschäftigte nachweisen, die im Spital- und Pflegebereich arbeiten, aber auch Feuerwehrleute, Beschäftigte des Zivilschutzes sowie die Beamten der Gendarmerie. Wer bisher nur die erste Impfdosis erhalten hat, muss zudem einen negativen Test auf der Arbeit vorlegen, bis er einen vollständigen Impfschutz hat. Ihre Impftermine dürfen die Beschäftigten ausdrücklich in die Arbeitszeit legen, um die Impfung zu erleichtern, hiess es.

    Die verschärften Corona-Regeln, zu denen auch die Impfpflicht für bestimmte Berufe gehört, hatten in Frankreich seit dem Sommer grossen Protest ausgelöst, auch am vergangenen Wochenende gingen Zehntausende auf die Strasse. Aufschub von der Suspendierung können Betroffene erhalten, wenn sie freie Tage oder Ferien nehmen. Sobald sie die Impfung erhalten haben, endet auch die Sanktion, betonten die Behörden. Eine Entlassung wegen einer fehlenden Corona-Impfung sei nicht möglich, hiess es.

    Die Quote der vollständig Geimpften im Gesundheitsbereich lag in der vergangenen Woche bereits zwischen 84 und 91 Prozent. Wie vielen Beschäftigen tatsächlich Sanktionen drohen, weil sie noch keine erste Dosis erhalten haben, ist nicht bekannt.

    Die Zeitung «Le Monde» berichtete unter Verweis auf die Direktionen etlicher grosser Kliniken, dort sei eine Impfquote von 95 Prozent bereits erreicht. Dennoch werden Probleme befürchtet, wenn angesichts der ohnehin angespannten Personaldecke Krankenhauspersonal wegen einer fehlenden Impfung nach Hause geschickt werden muss. In bestimmten Funktionen sei es sehr schwierig, Personal zu ersetzen, erklärte der Verband der Universitätskliniken in Frankreich. Auch der Gewerkschaftsbund, der gegen die Impfpflicht ist, befürchte Schwierigkeiten beim Betrieb der Kliniken, schrieb «Le Monde».

  • 3.33 Uhr
    Stabile Infektionszahlen: Experte warnt vor Wiederanstieg

    Trotz einer seit mehreren Tagen stabilen Infektionslage in Deutschland warnt ein Experte vor voreiligen Schlüssen. Der Saarbrücker Experte für Corona-Prognosen Thorsten Lehr hält die Stagnation bei den Neuinfektionen nicht für das Ende der vierten Welle und einen sprunghaften Wiederanstieg der Corona-Zahlen für möglich. «Dieses Verhalten der Inzidenzkurve haben wir fast auf den Tag genau im letzten Jahr beobachten können», sagte Lehr der Deutschen Presse-Agentur.

    Auch vor einem Jahr sei die Inzidenz leicht abgesunken und auf konstantem, etwas niedrigerem Niveau wie jetzt verharrt, bevor sie Ende September wieder stark angestiegen sei. «Bei der aktuellen Impfsituation und den gelockerten Kontaktbeschränkungen ist ein ähnlicher Anstieg Ende September, Anfang Oktober wieder erwartbar», warnte Lehr.

    Die Stagnation der Infektionszahlen begründete Lehr mit der abebbenden Zahl der Reiserückkehrer und durch sie eingeschleppter Infektionen. Zudem seien in vielen Bundesländern nach den Sommerferien zunächst die Infektionszahlen bei Schülern explosionsartig angestiegen. Durch das kontinuierliche Testen und Quarantänemassnahmen bei Kontaktpersonen komme es vielerorts ein bis zwei Wochen nach dem Schulstart aber zu einer Stagnation oder sogar Abnahme der Zahlen in dieser Altersgruppe.