Das soll das Covid-Zertifikat ermöglichen

lmy

21.4.2021

Une fiole du vaccin Pfizer-BioNTech et une seringue sont photographiees sur un carnet de l'OMS de certificat international de vaccination ou de prophylaxie, faudra-t-il un jour un passeport vaccinal, afin d'etre libre et ainsi prouver qu'une personne a bien ete vaccinee contre le virus et de pouvoir ainsi voyager de prendre l'avion, d'aller dans une salle de Cinema ou un restaurant ou dans un autre pays, lors du dernier jour de vaccination dans les EMS du Canton de Vaud pendant la pandemie de Coronavirus Covid-19, ce jeudi, 18 mars 2021 a Nyon. (KEYSTONE/Martial Trezzini)
Bislang werden Corona-Impfungen unter anderem im alten Impfbüechli eingetragen.
Keystone

Das Covid-Zertifikat soll Privilegien für Getestete, Geimpfte und Genesene bringen. Was hat das für Auswirkungen? Wann kommt es? Und kann man damit auch reisen? Die Übersicht.

lmy

21.4.2021

An der heutigen Medienkonferenz vom 21. April kam Bundesrat Alain Berset wiederholt auf das Covid-Zertifikat zu sprechen, das zentral ist für die nächsten Öffnungsschritte. Die Arbeiten daran seien im Gang, im Juni will der Bundesrat genauer informieren.

Im Covid-Zertifikat sollen nicht nur Impfungen, sondern auch überstandene Corona-Infektionen sowie negative Tests eingetragen werden. Wie lange ein negatives Testresultat gültig wäre, ist allerdings noch unklar.

Eine Pflicht, ein solches Zertifikat zu haben oder auf sich zu tragen, wird es nicht geben. Dem Bund ist es auch verboten, Menschen ohne Zertifikat etwa den Zutritt zu Dienstleistungen zu verweigern. Anders ist es bei privaten Veranstaltern, etwa bei Konzerten oder anderen Anlässen. Ihnen wird es erlaubt sein, Personen ohne Zertifikat den Zutritt zu verweigern. 

Post hat sich um Auftrag beworben

Ab wann und wie man mit dem Zertifikat reisen kann, ist noch unklar. Auch die EU arbeitet an einem Impfpass, mit dem sie Sommerferien ermöglichen will. Das Schweizer Zertifikat soll auf jeden Fall mit jenem der EU kompatibel sein.

Ursprünglich war der Plan denn auch, dass das Zertifikat zu den Sommerferien im Juli bereit sein soll – nun soll es bereits im Juni kommen. Personen mit Zertifikat sollen Zugang zu Grossveranstaltungen, Bars und Discos erhalten – sobald die Durchimpfungsrate bei 40 bis 50 Prozent liegt.

Wer das Zertifikat bereitstellt, ist noch unklar – diese Woche will das Bundesamt für Gesundheit den Auftrag vergeben und über die technische Lösung und das weitere Vorgehen informieren, berichtet der «Tages-Anzeiger». Unter den rund 50 Bewerbern sei unter anderem die Post.

Kein Impfzwang, aber Privilegien für Geimpfte

«Ein Covid-Zertifikat hat nichts mit einem Impfzwang zu tun», betonte Berset vor den Medien. Jede Person könne nach eigenem Ermessen darüber entscheiden, ob sie sich impfen lasse oder nicht. Etwas anderes sei gar nicht rechtens. Die Aufgabe des Staates sei, den Zugang zu Impfungen zu ermöglichen.

Dass Geimpfte mit einem Covid-Zertifikat privilegiert werden, ist allerdings nicht von der Hand zu weisen. Berset erklärte, dass Geimpfte helfen würden, die Epidemie einzudämmen. Deshalb erachtete er Privilegien für entsprechende Personen für gerechtfertigt.

Zur Frage der Diskriminierung von Nichtgeimpften sagte Patrick Mathys vom BAG, dass man den «Spiess auch umdrehen» könne: «Warum sollen Geimpfte Massnahmen mittragen müssen, die nötig sind, weil einige wenige Menschen sich nicht impfen lassen?»