2000 Franken Schaden Frau muss nach Krankenkassen-Chaos plötzlich doppelt zahlen

Sven Ziegler

21.6.2024

Beim Wechsel der Krankenkasse lief für eine Kundin vieles schief. (Symbolbild)
Beim Wechsel der Krankenkasse lief für eine Kundin vieles schief. (Symbolbild)
KEYSTONE

Eine Frau wechselt die Krankenkasse ordnungsgemäss – doch dann geht plötzlich alles schief. Nun entschuldigt sich der Versicherer. 

Sven Ziegler

21.6.2024

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Eine Frau war über mehrere Monate doppelt krankenversichert.
  • Der Fehler passierte in einem System der Concordia-Versicherung.
  • Die Frau bezahlte ingesamt über 2000 Franken zu viel. 

Die alte Krankenkasse gekündigt, vom neuen Versicherer die Anmeldung bestätigt – und plötzlich doppelt versichert. Das ist einer Frau passiert, wie das SRF-Konsumentenmagazin «Espresso» berichtet.

Die Versicherte hatte im letzten Herbst ordnungsgemäss bei der Krankenkasse Concordia eine neue Police abgeschlossen und ihre alte Krankenversicherung bei der Swica fristgerecht gekündigt. Der Wechsel war für die Frau notwendig geworden, nachdem die Prämien bei Swica stark gestiegen waren.

Im Februar jedoch erhielt sie überraschend eine Mitteilung von Swica, dass ihre alte Police wieder aktiviert werde, da keine Bestätigung der neuen Versicherung, Concordia, vorliege. Laut Gesetz darf eine alte Versicherung erst dann eine Kündigung akzeptieren, wenn die Bestätigung der neuen Versicherung vorliegt.  

Concordia entschuldigt sich

Dies führte dazu, dass die Kundin für vier Monate doppelt versichert war und Prämien sowohl bei der Swica als auch bei der Concordia zahlen musste, was sie insgesamt über 2000 Franken zu viel kostete.

Concordia entschuldigte sich bei der Kundin. «Es sind Fehler passiert, die nicht hätten passieren dürfen. Dafür übernehmen wir die volle Verantwortung», heisst es gegenüber SRF.

Interne Nachforschungen ergaben, dass ein Mitarbeiter der zuständigen Agentur irrtümlich beim alten Versicherer «Helsana» statt «Swica» ins Formular eingetragen hatte. Die Bestätigung ging daher an die falsche Versicherung. Auch die Kundin selbst hatte im Februar die fehlende Bestätigung bei der Agentur gemeldet, aber diese Meldung blieb «aus unerklärlichen Gründen unbeachtet», wie Concordia mitteilt.

Concordia versprach, den Fall intern aufzuarbeiten und die Kundin zu unterstützen, bis sie ihr Geld von der Ausgleichskasse zurückerhalten hat. Zudem wird Concordia die Prämiendifferenz übernehmen. Laut dem Versicherer sei der komplexe Fall einzigartig.