Immer mehr Unternehmen fordern Covid-Zertifikat von Mitarbeitenden

uri

3.10.2021

Eine Frau arbeitet in ein Buero ohne Schutzmaske, fotografiert am 14. Januar 2021 in Zuerich. (KEYSTONE/Gaetan Bally)
Eine Frau arbeitet ohne Schutzmaske in einem Büro: Immer mehr Unternehmen fordern für den Zugang zum Firmengelände ein Covid-Zertifikat.  
Bild: Keystone

Wer vor Ort arbeiten will, muss in immer mehr Schweizer Firmen ein Covid-Zertifikat vorweisen können. Für die kommenden Wochen verschärfen etwa Novartis, Swiss Re und Zurich die Regeln. 

uri

3.10.2021

Schweizer Firmen verlangen immer häufiger von Ihren Angestellten das Covid-Zertifikat. Mit dem Pharmakonzern Novartis und den Versicherungsgesellschaften Swiss Re und Zurich verschärfen nun gleich drei Grossunternehmen die Zugangsregeln.

Beim Hauptsitz von Novartis in Basel müssen laut der «Sonntagszeitung» ab dem 4. Oktober alle Personen auf dem Unternehmensgeländer im Besitz eines gültigen Covid-Zertifkats sein. Als Alternative dazu biete der Konzern einen Antigen-Schnelltest an, der zwei Tage lang für den Zutritt zum Areal gültig sei.



Vom 11. Oktober an werde das Zertifikat auch Pflicht für den Zutritt zu allen Gebäuden beim Rückversicherungskonzern Swiss Re, so die Zeitung. Das erlaube «den Mitarbeitenden, wieder zu einer Situation zurückkehren, die einem Normalzustand möglichst nahekommt», erklärte demnach eine Sprecherin die Massnahme. Im Gegenzug werde bei ausreichendem Abstand das Tragen einer Maske nicht mehr verpflichtend sein.

Versicherungskonzern Zurich noch strenger

Noch etwas strenger zugehen soll es laut dem Bericht beim Versicherungskonzern Zurich. Hier werde bereits seit dem 13. September beim Zutritt zum Konzernhauptsitzes in Zürich ein Zertifikat gefordert. Ab Montag, 4. Oktober gelte die Regel auch am Hauptsitz von Zurich Schweiz in Zürich-Oerlikon. Die Überprüfung des Zertifikats erfolge kategorisch am Eingang.

Wer über keinen gültigen Nachweis verfüge, werde laut einem Unternehmenssprecher «nicht hineingelassen und gebeten, von zu Hause aus zu arbeiten». Am Konzernhauptsitz seien die Regelungen noch strenger. Hier würden auch Mitarbeitende, die das Zertifikat lediglich über einen Test erlangt hätten, gebeten, im Homeoffice zu bleiben.

Post fordert Zertifikat nur punktuell

Als erster Staatsbetrieb setzt zudem die Schweizerische Post auf die Zertifkatspflicht. Es betreffe hier aber lediglich einen bestimmten Kreis von Mitarbeitenden, etwa jene, die Briefe und Pakete in Spitäler zustellen würden, wie eine Sprecherin der Post der «Sonntagszeitung» sagte. Weiter würden derzeit Firmen wie Amag, ABB, EY, NZZ-Gruppe und TX Group eine Zertifikatspflicht prüfen. Andere wie Google, UBS und Implenia würden sie nicht aussschliessen.

Mit der Ausweitung der Zertifikatspflicht vom 13. September dürfen auch Arbeitgeber das Zertifikat im Rahmen von Schutzmassnahmen nutzen. Nachdem die Massnahme zunächst eher zögerlich eingesetzt wurde und auch von Angestellten-Vertretern teils kritisch betrachtet wurde, scheint sie sich nun zusehends durchzusetzen.