BAG meldet 8585 Neuinfektionen +++ Kanton Luzern setzt wieder auf Maskenpflicht

Agenturen/red

24.11.2021

Agenturen/red

24.11.2021

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit BAG am Mittwoch 8585 neue Coronavirus-Ansteckungen bei 56'160 Tests gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 17 neue Todesfälle und 103 Spitaleinweisungen. Die Zahl der Covid-19-Patientinnen und -Patienten in Berner Spitälern ist seit vergangenem Mittwoch von 98 auf 154 angestiegen. Besonders stark stieg die Zahl der Personen, welche Intensivpflege benötigen: Diese Zahl erhöhte sich von dreizehn auf 29.

Der Bundesrat verzichtet vorerst auf eine schweizweite Verschärfung der Corona-Massnahmen. Er empfiehlt aber den Kantonen, ihrerseits die Schrauben anzuziehen. «Die Situation entwickelt sich laufend», sagte Berset. Die Räte würden während der nächste Woche beginnenden Wintersession auch Änderungen des Covid-Gesetzes diskutieren. Es sei noch nichts entschieden.

Schweizer befürworten generelle Impfpflicht

Ein Mitarbeiter des Kantonalen Impfzentrums (Kiz) in Schaffhausen hat wahrscheinlich mehrere Hundert gefälschte Corona-Impfzertifikate an Ungeimpfte verkauft. Der Mitarbeiter und mehrere Personen, die ihm bei der Vermittlung von Kaufinteressenten geholfen oder Zertifikate weiterverkauft haben, sitzen jetzt in Untersuchungshaft.

Eine Mehrheit der Schweizerinnen und Schweizer befürwortet eine generelle Impfpflicht gegen das Coronavirus. Das hat eine Umfrage der Zeitungen von CH Media ergeben. Mehr als 1700 Leserinnen und Leser hätten geantwortet, und das vorläufige Verdikt sei Stand Dienstag, 16 Uhr, klar: 57 Prozent befürworteten eine generelle Covid-Impfpflicht in der Schweiz.

Das Wichtigste im Überblick

  • Das BAG meldet 8585 Neuinfektionen bei 56'160 Tests gemeldet worden. 17 Personen starben an Covid-19, 103 wurden hospitalisiert.
  • Der Bundesrat diskutiert heute bei seiner ordentlichen Sitzung auch über die Corona-Lage in der Schweiz.
  • Auffrischungs-Impfungen gegen das Coronavirus werden laut Christoph Berger, Präsident der eidgenössischen Impfkommission, die Pandemie nicht beenden.
  • Neuseeland lässt seine Grenzen für Ausländer noch weitere fünf Monate dicht.
  • Neue Regel der USA: Nach Touristen müssen auch andere Ausländer, die über eine Landgrenze in das Land einreisen, ab dem 22. Januar vollständig geimpft sein.
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  • 21.53 Uhr
    Wir beenden unseren Ticker am Mittwoch

  • 21.47 Uhr
    Unbekannte werfen in Dresden Böller in Impfsaal

    Unbekannte haben am Mittwoch in Dresden einen Feuerwerkskörper in einen Saal geworfen, in dem gerade eine Impfaktion stattfand. Verletzt wurde bei dem Angriff im Stadtteil Prohlis niemand, wie die Polizei mitteilte. Der Böller habe aber den Fussboden beschädigt.

    Die Beamten bezifferten den Sachschaden auf etwa hundert Euro. Sie ermitteln unter anderem wegen Sachbeschädigung und suchen Zeugen.

  • 21.34 Uhr
    Kanton Luzern führt Maskenpflicht bei 3G-Veranstaltungen ein

    Der Kanton Luzern verschärft die Schutzmassnahmen gegen die Corona-Pandemie. Künftig muss in Kinos, im Theater oder in Konzertsälen eine Schutzmaske getragen werden – trotz Covid-Zertifikat.

    Auch in Spitälern gelte künftig zusätzlich zur Zertifikats- eine Maskenpflicht, kündigte der Luzerner Gesundheitsdirektor Guido Graf (Mitte) am Mittwochabend in der Sendung «Rundschau» von Fernsehen SRF an.

    Der Luzerner Gesundheitsdirektor Guido Graf (CVP) lockert das Besuchsverbot. (Archivaufnahme)
    Der Luzerner Gesundheitsdirektor Guido Graf (CVP) setzt wieder auf Maskenpflicht. (Archivbild)
    Bild: Keystone/Urs Flueeler

    Er strebe ein möglichst koordiniertes Vorgehen in der Region an und spreche sich mit den Regierungen der anderen Zentralschweizer Kantone ab, so Graf. Nach seiner Aussage wird die Luzerner Regierung diese Verschärfung der Regeln am Freitag definitiv beschliessen.

    Graf liess im Gespräch mit der auch durchblicken, dass er sich schweizweite Massnahmen gewünscht hätte. Er hätte sich gewünscht, dass der Bundesrat zentral gewisse Vorgaben gemacht hätte, sagte er: «Das Virus ist im ganzen Land unterwegs».

  • 21.05 Uhr
    Deutscher Ärztepräsident fordert Impfpflicht in Gesundheit und Pflege schon ab Dezember

    Der Präsident der deutschen Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, fordert die Einführung einer Corona-Impfpflicht in Kliniken und Pflegeheimen bereits in wenigen Wochen. Die Impfpflicht solle «schon ab Anfang Dezember gelten – ausserdem mit einer kürzeren Übergangszeit» als bisher vorgesehen, sagte Reinhardt am Mittwoch dem «Handelsblatt». «Jeder Tag ohne diese Regel ist ein verlorener Tag im Kampf gegen die Pandemie.»

    Zuvor hatte der «Spiegel» berichtet, dass sich eine Impfpflicht in Pflegeheimen und Kliniken zum Jahreswechsel abzeichne. Dies sehe eine Formulierungshilfe des Bundesgesundheitsministerium für ein entsprechendes Gesetz vor, das im Auftrag der Ampel-Parteien erarbeitet worden sei.

    Wer zu Jahresbeginn noch keinen Impfnachweis vorlegen könne, solle dies bis zum 31. März nachholen können, heisst es dem Bericht zufolge weiter in dem Papier. Reinhardt kritisierte diese Übergangszeitraum als zu lang. «Hier halte ich die vorgeschlagenen drei Monate für nicht angemessen, sondern zwei Monate», sagte er dem «Handelsblatt».

    Skeptisch äusserte sich Reinhardt zu einer allgemeinen Corona-Impfpflicht, wie sie mehrere Ministerpräsidenten zuletzt forderten. «Entscheidend ist jetzt, dass die 2G-Regeln strenger kontrolliert und auch mit spürbaren Bussgeldzahlungen verknüpft werden», sagte er. «Davon erhoffe ich mir im Augenblick einen grösseren Fortschritt in der Impfkampagne als durch die Diskussion um eine allgemeine Impflicht, die ohnehin nicht so kurzfristig eingeführt werden kann.»

  • 20.33 Uhr
    Frankreich kündigt Verschärfungen an

    Angesichts steigender Corona-Zahlen mahnt die französische Regierung zum Maskentragen und Abstandhalten. «Wir wollen verhindern, was wir schon einmal durchlebt haben, (...) und was sich gerade bei unseren Nachbarn abspielt», sagte Regierungssprecher Gabriel Attal am Mittwoch nach einer Kabinettsitzung. Masken sollten künftig auch wieder verstärkt in Innenräumen getragen werden, forderte Attal.

    Frankreich stehe aufgrund seiner guten Impfquote im Moment besser da als andere Länder, aber auf diesem Erfolg dürfe sich das Land jetzt nicht ausruhen. «Wir wollen die Feiern zum Jahresende retten», sagte der Regierungssprecher. Die Regierung wolle mit den Abgeordneten daher neue Regeln zur Ausweitung der Booster-Impfung und zum Einsatz des Gesundheitspasses besprechen. Gesundheitsminister Olivier Véran werde die neuen Regelungen am Donnerstag der Öffentlichkeit vorstellen. Neue Ausgangsbeschränkungen seien nicht geplant.

    «Die Infektionslage verschlechtert sich deutlich», sagte Attal. Die Reproduktionsrate liege derzeit bei 1,6 und werde voraussichtlich noch weiter ansteigen.

    Es wird damit gerechnet, dass die Auffrischungsimpfung mindestens allen Über-40-Jährigen zugänglich gemacht wird. Derzeit ist sie für Menschen über 65 und Vorerkrankte vorgesehen, ab dem 1. Dezember für Menschen über 50. Für Menschen über 65 ist die Booster-Impfung ab Mitte Dezember verpflichtend, um im Gesundheitspass den Status «geimpft» zu erhalten.

  • 20.01 Uhr
    Slowakei verhängt zweiwöchigen Lockdown

    Angesichts anhaltend hoher Corona-Infektionszahlen hat die slowakische Regierung einen zweiwöchigen Lockdown über das Land verhängt. Ministerpräsident Eduard Heger kündigte am Mittwoch an, die Massnahme werde am Freitag in Kraft treten und für alle Menschen gelten, für Geimpfte genauso wie für Ungeimpfte.

    Die slowakischen Bürger dürfen ihre Häuser und Wohnungen dann nur noch verlassen, um Lebensmittel einzukaufen, zur Arbeit oder zur Schule zu fahren oder um sich impfen zu lassen. Am Arbeitsplatz gilt die 3G-Regel.

    Heger bezeichnete den Lockdown als unausweichlich. Sein Erfolg werde von jedem einzelnen Bürger abhängen, sagte er. Auch der Corona-Beauftragte der Regierung, Jan Mikas, erklärte, die einzige Lösung sei die Einschränkung der Bewegungsfreiheit. Bis zu 1000 Soldaten sollten die Gesundheitsbehörden beim Kampf gegen die Pandemie unterstützen, teilte die Regierung ausserdem mit.

    Präsidentin Zuzana Caputova bezeichnete am Dienstag einen landesweiten Lockdown als unvermeidlich. «Wir verlieren den Kampf gegen Covid», sagte sie.

  • 19.29 Uhr
    Italien verschärft Corona-Regeln und erweitert Impfpflicht

    Angesichts der vierten Corona-Welle hat Italiens Regierung strengere Regeln beschlossen und die Impfpflicht erweitert. «Wir wollen jetzt diese Normalität bewahren und wollen keine Risiken», sagte Ministerpräsident Mario Draghi am Mittwoch. Ab dem 6. Dezember gelten in dem Land mit rund 60 Millionen Einwohnern in vielen Bereichen 2G-Regeln.

    Wer ab dann etwa in Bars, Restaurants oder zu Veranstaltungen gehen will, muss nachweislich gegen Covid-19 geimpft oder von der Krankheit genesen sein. Die Regierung stimmte einem entsprechenden Dekret zu. Die Regeln gelten landesweit zunächst bis zum 15. Januar. Danach nur in Regionen, die in Corona-Zonen mit strengeren Regeln eingeteilt sind.

    Ab dem 15. Dezember müssen sich auch das Schulpersonal sowie Polizisten, Soldaten, Rettungskräfte und Angestellte in der Gesundheitsverwaltung gegen Covid-19 impfen lassen. Das Gesundheitspersonal, für das schon seit April eine Pflicht galt, braucht die Auffrischungsimpfung.

    Der italienische Ministerpräsident Mario Draghi bei einer Pressekonferenz. Der Ministerrat unter Draghi stimmt Corona-Wiederaufbaumassnahmen zu. Foto: Roberto Monaldo/LaPresse via ZUMA Press/dpa
    Der italienische Ministerpräsident Mario Draghi greift im Kampf gegen die Corona-Pandemie hart durch. 
    Bild: Roberto Monaldo/LaPresse via ZUMA Press/dpa

    Mehr als 87 Prozent der Menschen über zwölf Jahren haben in Italien laut Gesundheitsministerium mindestens eine Impfdosis erhalten. Die Auffrischungsimpfung ist fünf Monate nach der zweiten Dosis möglich. Auch Draghi erhielt sie nach eigener Aussage bereits.

    Die neuen Einschränkungen Roms erschweren den Alltag vor allem für die Ungeimpften. Seit dem 15. Oktober gelten in Italien bereits 3G-Regeln am Arbeitsplatz. Die Regelung werde nun auch auf Hotels, den öffentlich Nahverkehr sowie Regionalbahnverkehr erweitert. Bisher musste man nur im Fernverkehr nachweisen, geimpft, negativ getestet oder genesen zu sein.

    Der digitale oder ausdruckbare Nachweis etwa für Impfung und Genesung heißt in Italien «Green Pass» (Grüne Pass). Dieser soll nun seine Gültigkeit nach neun statt zwölf Monaten verlieren. In dem Mittelmeerland stiegen die Corona-Inzidenzen zuletzt deutlich. Am Mittwoch meldeten die Gesundheitsbehörden fast 12 500 Neuinfektionen und 85 Tote mit dem Virus binnen eines Tages.

  • 19.05 Uhr 
    Städte in Brasilien sagen Karneval ab

    Wegen der Corona-Pandemie haben mehr als 50 Städte im brasilianischen Bundesstaat São Paulo den Karneval 2022 abgesagt. Die Stadtverwaltungen befürchten, dass Menschenansammlungen eine neue Erkrankungswelle auslösen könnten, wie brasilianische Medien wie das Nachrichtenportal «G1» und die Zeitung «Folha de S. Paulo» am Dienstagabend (Ortszeit) berichteten.

    Auf dem Höhepunkt einer ausser Kontrolle geratenen Corona-Welle im März und April war auch im reichen São Paulo das Gesundheitssystem zusammengebrochen, Massengräber wurden ausgehoben. Insgesamt haben sich in Brasilien nach offiziellen Angaben mehr als 22 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert, über 610 000 Patienten sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben – mehr Tote gibt es nur in den USA. Brasilien hat rund 210 Millionen Einwohner.

    Tänzer der Sambaschule Imperatriz Leopoldinense nehmen an einer Gemeinschaftsprobe im Hauptquartier der Schule für den Karnevalsumzug 2022 in Ramos, im Norden von Rio de Janeiro, teil. Foto: Fernando Souza/dpa
    Tänzer der Sambaschule Imperatriz Leopoldinense nehmen an einer Gemeinschaftsprobe im Hauptquartier der Schule für den Karnevalsumzug 2022 in Ramos, im Norden von Rio de Janeiro, teil. 
    Bild: Fernando Souza/dpa

    Mit dem Fortschreiten der Impfkampagne ging die Zahl der Toten stark zurück, der Optimismus wuchs. Im Bundesstaat São Paulo, mit mehr als 40 Millionen Einwohnern der bevölkerungsreichste Brasiliens, sind mehr als 70 Prozent der Bevölkerung komplett geimpft. Vor zwei Wochen wurde dort erstmals seit Beginn der Pandemie in einem 24-Stunden-Zeitraum kein Corona-Toter registriert.

    In der Metropole Rio de Janeiro im gleichnamigen Bundesstaat wurde in der vergangenen Woche der vorerst letzte Patient eines Krankenhauses für Corona-Infizierte in der Nordzone der Stadt entlassen. Sambaschulen bereiten sich auf die berühmten Umzüge im Sambodrom vor. Experten warnten, dass der falsche Eindruck vermittelt werden könnte, die Pandemie sei zu Ende.

  • 18.10 Uhr
    Putin will nasales Corona-Vakzin getestet haben

    Russlands Präsident Wladimir Putin will nur wenige Tage nach seiner Auffrischungsimpfung ein Corona-Vakzin getestet haben, das über die Nase verabreicht wird. Unangenehme Nebenwirkungen habe er nach der Einnahme des noch nicht zugelassenen Präparats nicht verspürt, sagte Putin am Mittwoch bei einer Kabinettssitzung.

    Im Frühling war der Kremlchef mit Sputnik V geimpft worden, einem Mittel aus heimischer Produktion. Am Sonntag liess er sich nach eigenen Angaben eine Booster-Impfung mit Sputnik Light verabreichen, eine Variante des Vakzins mit einmaliger Dosis.

    Zugleich zeigte sich Putin bereit, sich am Test der nasalen Version von Sputnik V beteiligen zu wollen. Denis Logunow, Vize-Direktor des staatlich finanzierten Moskauer Gamaleja-Institut für Epidemiologie und Mikrobiologie, sagte dem Präsidenten, dass diese Impfstoffart noch nicht an Probanden aus der breiteren Öffentlichkeit erprobt worden sei.

    Der russische Präsident Wladimir Putin.
    Der russische Präsident Wladimir Putin setzt Hoffnungen in ein Corona-Vakzin, das über die Nase verabreicht wird. (Archivbild)
    Bild: Mikhail Metzel/Sputnik Kremlin/dpa

    Die Tests würden aktuell vielmehr intern, abseits des von den Behörden zugelassenen Gebrauchs, an der Belegschaft vorgenommen. Das Personal werde beobachtet. Sputnik V wurde vom Gamaleja-Institut entwickelt.

    Gemäss bewährter wissenschaftlicher Abläufe muss der experimentelle Impfstoff mehrere Testphasen mit Tausenden Probanden durchlaufen, bis dessen Sicherheit und Wirksamkeit ermittelt werden kann.

    Putins Impfeifer fällt in eine Zeit, in der Russland unter immer neuen Rekordzahlen bei Neuinfektionen und Todesfällen ächzt. Erst am Mittwoch registrierte die staatliche Corona-Arbeitsgruppe 33'558 neue Ansteckungen und 1240 Sterbefälle als Folge des Virus.

  • 17.22 Uhr
    WHO: Weitere Corona-Wellen durch Umsicht vermeiden

    Zur Vermeidung weiterer Corona-Wellen ist es aus Sicht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) entscheidend, dass Vorsichtsmassnahmen nur langsam aufgehoben werden.

    «Wenn man alle Massnahmen auf einmal aufhebt, wird das Virus wiederaufleben», sagte WHO-Expertin Maria van Kerkhove am Mittwoch in Genf. Statt Lockdowns seien die von Anfang an propagierten Hygieneregeln wie Händewaschen, Maskentragen und gewisse soziale Distanz wichtig.

    Die WHO sprach sich trotz der aktuell vielen Corona-Fälle unter Kindern und Jugendlichen erneut gegen die voreilige Schliessung von Schulen aus. «Schulen sollten als letztes geschlossen und als erstes wieder geöffnet werden», sagte die WHO-Wissenschaftlerin Soumya Swaminathan.

    Viele Staaten stagnierten noch bei einer Impfquote von 50 bis 60 Prozent, kritisierte die WHO. «Wir müssen hier wirklich Fortschritte machen», sagte Swaminathan. Es gehe darum, genau zu wissen, wer aus welchen Gründen nicht geimpft sei, so WHO-Krisenkoordinator Mike Ryan. «Wir müssen weg von den rohen Prozentzahlen, und hin zu denen, die bisher nicht erreicht wurden.»

    WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus wies darauf hin, dass 60 Prozent aller neuen Corona-Infektionen derzeit in Europa verzeichnet würden. Allerdings bedeute das keine Entwarnung für andere Kontinente. «Kein Land und keine Region ist über den Berg», sagte Tedros. Laut WHO sind inzwischen weltweit 257 Millionen Corona-Infektionen registriert worden, an oder mit Corona sind 5,16 Millionen Menschen gestorben.

  • 15.59 Uhr
    Gratis-Tests kein Thema im Bundesrat

    Der Bundesrat hat nach den Worten von Gesundheitsminister Alain Berset am Mittwoch keine Diskussion geführt zur Wiedereinführung von Gratis-Tests. Er verwies aber am Mittwoch vor den Medien in Bern auf die Parlamentskommissionen, die eine Wiedereinführung von flächendeckenden Gratistests gefordert haben.

    «Die Situation entwickelt sich laufend», sagte Berset. Die Räte würden während der nächste Woche beginnenden Wintersession auch Änderungen des Covid-Gesetzes diskutieren. Es sei noch nichts entschieden.

    Die Medienkonferenz mit Bundesrat Berset gibt es hier im Live-Ticker.

  • 15.54 Uhr
    WHO pocht auf Impfstoff-Lieferungen an arme Länder

    Bei den Corona-Impfungen sollten Erwachsene und Impfstoffspenden an ärmere Länder Vorrang vor Impfungen von Kindern haben. So argumentiert die Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation WHO.

    «Da Kinder und Jugendliche im Vergleich zu Erwachsenen in der Regel mildere Krankheitsverläufe aufweisen, ist es weniger dringlich, sie zu impfen als ältere Menschen, Menschen mit chronischen Erkrankungen und Beschäftigte im Gesundheitswesen, es sei denn, sie gehören zu einer Gruppe mit einem höheren Risiko für schwere Covid-19-Erkrankungen», erklärte die WHO am Mittwoch.

    Da in vielen Teilen der Welt extremer Impfstoffmangel herrsche, sollten Länder mit einer hohen Impfrate bei Risikogruppen zunächst Impfstoffe teilen, bevor sie Kinder und Jugendliche impfen.

  • 15.33 Uhr
    Berset informiert über Entscheid, zuzuwarten

    Der Bundesrat verzichtet vorerst auf eine schweizweite Verschärfung der Corona-Massnahmen. Er empfiehlt aber den Kantonen, ihrerseits die Schrauben anzuziehen. Bundesrat Alain Berset informiert in diesen Minuten in Bern über diesen Entscheid – hier gibt es die Medienkonferenz im Live-Ticker.

    Bundesrat Alain Berset stellt in Aussicht, die Gültigkeitsdauer von Corona-Zertifikaten von 12 auf 18 Monate zu verlängern. (Archivbild)
    Bundesrat Alain Berset erklärt die Corona-Strategie des Bundesrats.
    Keystone
  • 14.45 Uhr 
    Schaffhauser Impfzentrum-Mitarbeiter verkauft falsche Zertifikate

    Ein Mitarbeiter des Kantonalen Impfzentrums (Kiz) in Schaffhausen hat wahrscheinlich mehrere Hundert gefälschte Corona-Impfzertifikate an Ungeimpfte verkauft. Der Mitarbeiter und mehrere Personen, die ihm bei der Vermittlung von Kaufinteressenten geholfen oder Zertifikate weiterverkauft haben, sitzen jetzt in Untersuchungshaft.

    Gegen die Festgenommenen laufen nun Verfahren wegen mehrfacher Urkundenfälschung, wie die Schaffhauser Polizei am Mittwoch mitteilte. Der Kiz-Mitarbeiter war bereits im Oktober festgenommen worden, seine mutmasslichen Komplizen im November.

    Die Polizei kam den Betrügern auf die Schliche, weil sie zwischen Ende September und Mitte Oktober vom Bundesamt für Polizei (Fedpol) und dem Kiz Hinweise erhielt, dass ein Kiz-Mitarbeiter inhaltlich falsche Impfzertifikate generiere und an Personen verkaufe, die nicht gegen Corona geimpft seien.

  • 14.18 Uhr
    Merkel sieht Deutschland in Notlage

    Die geschäftsführende deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel dringt darauf, die bedrohliche Corona-Ausbreitung in Deutschland einzudämmen.

    Merkel habe in einem Gespräch mit Spitzenvertretern der voraussichtlichen künftigen Regierungspartner SPD, Grüne und FDP «den ausserordentlichen Ernst der Lage» deutlich gemacht, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Mittwoch in Berlin. «Wir sind auf dem Weg in eine Notlage, wie wir sie hierzulande noch nie hatten.»

    Er verwies unter anderem auf immer knappere Intensivkapazitäten und die Notwendigkeit, Patienten überregional in andere Kliniken zu verlegen.

    Es müsse jetzt darum gehen, die vierte Corona-Welle zu bremsen und zu brechen, machte Seibert für die Kanzlerin deutlich. Zu möglichen weiteren Eindämmungsmassnahmen und Forderungen nach einer rascheren erneuten Bund-Länder-Abstimmung machte er keine Angaben. Er verwies auch auf Vertraulichkeit des Gesprächs mit SPD, Grünen und FDP.

    Die geschäftsführende Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hält angesichts der dramatischen Entwicklung bei den Corona-Infektionen die aktuellen Massnahmen nicht für ausreichend.
    Die geschäftsführende Kanzlerin Angela Merkel hält angesichts der dramatischen Entwicklung bei den Corona-Infektionen die aktuellen Massnahmen nicht für ausreichend.
    Bild: dpa
  • 13.32 Uhr 
    Das BAG meldet 8585 neue Fälle

    In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit BAG am Mittwoch 8585 neue Coronavirus-Ansteckungen bei 56'160 Tests gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 17 neue Todesfälle und 103 Spitaleinweisungen.

    Vor einer Woche hatte das BAG 5981 neue Infektionen registriert. Zudem gab es zehn neue Todesfälle und 93 neue Spitaleinweisungen.

    Auf 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner wurden in den vergangenen zwei Wochen 777,69 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet. Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, lag am 12. November Tagen bei 1,34.

    Die Auslastung der Intensivstationen in den Spitälern beträgt zurzeit 79,7 Prozent. 19,5 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten belegt.

    Insgesamt erhielt die Armeeapotheke als Logistikzentrale bislang 13'559'700 Impfdosen. Davon wurden 11'713'446 Dosen verabreicht. 65,4 Prozent der Bevölkerung sind vollständig geimpft. Bislang wurden 7'672'794 Zertifikate für vollständig Geimpfte ausgestellt.

  • 13.29 Uhr
    Zahl der Covid-Patienten in Berner Spitälern steigt stark

    Die Zahl der Covid-19-Patientinnen und -Patienten in Berner Spitälern ist seit dem vergangenen Mittwoch von 98 auf 154 angestiegen. Besonders stark stieg die Zahl der Personen, welche Intensivpflege benötigen: Diese Zahl erhöhte sich von dreizehn auf 29.

    Wie am Mittwoch der Corona-Internetseite der bernischen Gesundheitsdirektion zu entnehmen war, sind etwas weniger als ein Drittel der hospitalisierten Personen vollständig geimpft. Auf den Intensivstationen ist es ein Fünftel. 23 der 29 Personen mit Intensivpflege werden beatmet.

    Der Kanton Bern meldete am Mittwoch auch 1140 neue laborbestätigte Corona-Fälle und vier neue Todesfälle. Die Zahl der mit oder an Covid-19 verstorbenen Personen im Kanton Bern beträgt jetzt genau 1200.

    Auch die Zahl der sich in Quarantäne oder Isolation befindenden Bernerinnen und Berner ist innert Wochenfrist von total etwa 5000 auf fast 6500 angestiegen.

    Ein Intensivpfleger behandelt in einem Berliner Spital eine an Covid-19 erkrankte Patientin. (Archivbild)
    Ein Intensivpfleger behandelt in einem Berliner Spital eine an Covid-19 erkrankte Patientin. (Archiv)
    Bild: Keystone
  • 13.03 Uhr 
    EU-Behörde warnt vor schwierigem Corona-Winter

    Ohne sofortige Corona-Massnahmen und höhere Impfzahlen steht Europa nach Angaben der EU-Gesundheitsbehörde ECDC ein schwieriger Winter bevor. Modellierungsszenarien wiesen darauf hin, dass dem Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) im Dezember und Januar eine möglicherweise sehr hohe Krankheitsbelastung durch die Delta-Variante drohe – es sei denn, man wende umgehend sogenannte nicht-pharmazeutische Interventionen (NPI) an, teilte die Behörde am Mittwoch mit.

    Zu solchen Massnahmen zählen zum Beispiel Abstand halten und das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. Gleichzeitig müssten mehr Menschen geimpft werden, hiess es in der neuen Corona-Risikoeinschätzung des ECDC.

    Die Festtage zum Jahresende seien traditionell mit Zusammenkünften, Shopping-Touren und Reisen verbunden, schrieb die in Stockholm ansässige Behörde weiter. Dies stelle ein erhebliches Risiko einer noch stärkeren Infektionsverbreitung dar.

    Weil die Impfstoffe einen hohen Schutz gegen schwere Krankheitsfolgen bieten, werden Ungeimpfte laut ECDC-Direktorin Andrea Ammon eine grosse Zahl neuer Krankenhauseinweisungen ausmachen, darunter vor allem Ungeimpfte in Risikogruppen. Die derzeitige Gesamtimpfrate im EWR werde unzureichend sein, um die Belastung durch Corona-Fälle und Einweisungen in den Wintermonaten zu begrenzen. Europa müsse Immunitätslücken in der erwachsenen Bevölkerung schliessen.

  • 12.58 Uhr 
    Deutsche ÖV-Zertifikatspflicht betrifft Region Basel

    Seit (heute) Mittwoch gilt in Deutschland in Bahn und Bus eine 3G-Zertifikatspflicht. Das hat auch Auswirkungen auf den grenzüberschreitenden Tram-, Bus- und S-Bahnverkehr in der Region Basel.

    Klar ist, wer mit der Regio-S-Bahn die Grenze nach Lörrach oder Weil am Rhein in Deutschland überquert, muss einen 3G-Nachweis für vollständig geimpft, genesen oder getestet mit sich führen. Darauf weisen die SBB auf ihrer Website hin. Ausgenommen von dieser Zertifikatspflicht sind Schülerinnen und Schüler sowie Kinder unter sechs Jahren.

    Ob diese Zertifikatspflicht auch für das Netz der Basler Verkehrs-Betriebe (BVB), also zum Beispiel für die grenzüberschreitende Tramlinie 8 gilt, konnte deren Sprecherin am Dienstagabend noch nicht sagen. Man stehe diesbezüglich noch im Austausch mit der Systemführerschaft SBB und PostAuto AG, ob die 3G-Regel auch für unsere grenzüberschreitenden Linien gelte, sagte sie auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA

    Die Zertifikatspflicht für Bahn und Bus in Deutschland betrifft auch das ÖV-Netz in der Region Basel.
    Die Zertifikatspflicht für Bahn und Bus in Deutschland betrifft auch das ÖV-Netz in der Region Basel.
    Bild: Keystone
  • 12.46 Uhr 
    Rekord bei Neuinfektionen in Tschechien

    Die Gesundheitsbehörden in Tschechien haben erneut eine Rekordzahl an Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages registriert. Binnen 24 Stunden kamen 25'864 bestätigte Fälle hinzu, wie am Mittwoch aus den Daten des Gesundheitsministeriums hervorging. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg auf 1061 Fälle je 100'000 Einwohner. Mehr als 5600 Corona-Patienten werden im Krankenhaus behandelt.

    Die Regierung von Ministerpräsident Andrej Babis ist seit ihrer Niederlage bei der Parlamentswahl Anfang Oktober nur noch geschäftsführend im Amt. Der Wahlsieger und designierte nächste Ministerpräsident Petr Fiala sagte am Mittwoch, die aktuelle Corona-Welle lasse sich nicht mehr stoppen, sondern nur noch in ihren Folgen abmildern. «Wir müssen lernen, mit Covid zu leben», forderte der Vorsitzende der Bürgerdemokraten (ODS).

    Vertreter der künftigen Koalition aus fünf Parteien sprachen sich gegen eine Impfpflicht für Senioren über 60 Jahren aus, wie sie derzeit diskutiert wird. «Die Impfpflicht ist keine Lösung, sondern spaltet die Gesellschaft noch mehr», sagte der Mediziner Vlastimil Valek, der Gesundheitsminister werden soll. Zugleich sprach er sich dafür aus, Auffrischimpfungen bereits fünf Monate nach der vollständigen Impfung gegen Covid-19 zu ermöglichen.

    epa09600298 Tourists wearing protective face masks walk on the Charles Bridge in Prague, Czech Republic, 24 November 2021. Tests in the Czech Republic confirmed almost 26.000 new cases of Covid-19 on 23 November, the highest single-day number since the outbreak began, according to data from the Czech Ministry of Health. EPA/MARTIN DIVISEK
    Touristen am 24. November 2021 auf der Karlsbrücke in Prag: In Tschechien geht die Zahl der Neuinfektionen steil nach oben. 
    Bild: Keystone
  • 11.53 Uhr 
    Keine Anklagen zur Corona-Ausbreitung in Ischgl

    Die Staatsanwaltschaft hat die strafrechtlichen Ermittlungen zur Corona-Ausbreitung im österreichischen Skiort Ischgl im Frühjahr 2020 eingestellt. «Es kommt zu keiner Anklage», teilte die Behörde am Mittwoch in Innsbruck mit. Es gebe keine Beweise dafür, «dass jemand schuldhaft etwas getan oder unterlassen hätte, das zu einer Erhöhung der Ansteckungsgefahr geführt hätte», hiess es in der Begründung. Ischgl galt im März 2020 auch wegen seiner Après-Ski-Szene als ein Hotspot der Verbreitung des Virus. Der Ort sowie das gesamte Paznauntal wurden schließlich unter teils chaotischen Umständen unter Quarantäne gestellt. Im Visier der Ermittlungen standen fünf Amtsträger.

    Geprüft worden seien die Massnahmen nach Bekanntwerden der ersten Infektionsfälle, die Erlassung und Umsetzung von Verordnungen über Schliessung von Lokalen, des Skibetriebes und die weiteren Verkehrsbeschränkungen in Ischgl beziehungsweise die Quarantäne im Paznauntal, so die Staatsanwaltschaft. Der Ermittlungsakt umfasse 15'000 Seiten Protokolle, Berichte und sonstiges Beweismaterial. Um die Abläufe nachvollziehen und bewerten zu können, seien 27 Personen durch die Staatsanwaltschaft vernommen worden.

    Den Behörden war vorgeworfen worden, zu spät und nicht umfassend genug reagiert zu haben. Ein bereits präsentierter Expertenbericht sah kein Versagen, aber Fehleinschätzungen der Behörden. Druck aus der Tourismuswirtschaft auf Entscheidungsträger wurde nicht festgestellt. Vor dem Landgericht Wien sind zahlreiche Zivilverfahren anhängig, in denen unter anderem die Angehörigen deutscher Opfer auf Schadenersatz klagen.

  • 11.07 Uhr 
    Zweithöchster Tageswert bei Neuinfektionen in Österreich

    Nach einem deutlichen Rückgang am Dienstag sind in Österreich wieder besonders viele Corona-Neuinfektionen verzeichnet worden. Die Behörden meldeten am Mittwoch 15'365 neue Fälle binnen 24 Stunden, das ist der zweithöchste Wert seit Beginn der Pandemie.

    Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen blieb binnen Tagesfrist stabil, hat sich aber seit Monatsbeginn in etwa verdoppelt. Die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100'000 Einwohner liegt bei etwa 1100.

    Besonders stark ist das Infektionsgeschehen bei den Fünf- bis 14-Jährigen mit einer Inzidenz von 2300. Immer wieder diskutiert wird daher, ob die bisher trotz des Lockdowns geöffneten Schulen doch geschlossen werden sollen. In Österreich gelten seit Montag bis 13. Dezember Ausgangsbeschränkungen. Viele Geschäfte und Freizeiteinrichtungen sind geschlossen.

    People wait in lines to receive a dose each of a COVID-19 vaccine on the second day of a national lockdown to combat soaring coronavirus infections, in Vienna, Austria, Tuesday, Nov. 23, 2021. (AP Photo/Vadim Ghirda)
    In Wien stehen Menschen am 23. November 2021 für Schnelltests und Corona-Impfungen an.
    Bild: Keystone
  • 10.55 Uhr
    Mehr Meldungen von alleingelassenen Hunden im Aargau

    Im Kanton Aargau sind vermehrt Meldungen eingegangen, dass Hundebesitzerinnen- und besitzer ihre Hunde alleine zu Hause lassen würden. Weitere Tierschutzfälle betreffen «auffällige» und «unerzogene» Hunde. Dies hängt gemäss dem Aargauer Veterinärdienst mit der Corona-Pandemie zusammen.

    Viele Personen hätten sich während der Covid-Pandemie Haustiere angeschafft, darunter insbesondere Hunde, hiess es in der Medienmitteilung des Aargauer Departements für Gesundheit und Soziales vom Mittwoch. Das belegt die nationale Hundedatenbank Amicus, die für das Jahr 2020 einen Rekord an Neuanmeldungen von Hunden verzeichnete, wie das Departement auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte.

    «Die betroffenen Halter haben sich oftmals zu wenig Gedanken über die Betreuung des Hundes nach Beendigung des Homeoffice gemacht», hiess es in der Mitteilung weiter. Dadurch seien viele Hundewelpen nicht daran gewöhnt, alleine zu sein, wenn der Halter oder die Halterin wieder an den Arbeitsplatz zurückkehren müsse. Viele Hunde seien auch ohne Hundeschule aufgewachsen und wenig sozialisiert.

    Der Veterinärdienst überprüft aufgrund von Meldungen, ob gegen das Tierschutzgesetz verstossen worden sei. In schwerwiegenden Fällen können Hunde beschlagnahmt und dem Besitzer ein Tierhalteverbot ausgesprochen werden.

    Viele Hunde sind während der Homeoffice-Pflicht angeschafft worden und haben nicht gelernt, alleine zu sein. (Symbolbild)
    Viele Hunde sind während der Homeoffice-Pflicht angeschafft worden und haben nicht gelernt, alleine zu sein. (Symbolbild)
    Bild: Keystone
  • 10.31 Uhr 
    In Deutschland treten neue Corona-Vorschriften in Kraft

    3G am Arbeitsplatz und in Bus und Bahn: Wenige Tage nach den Beschlüssen in Bundestag und Bundesrat tritt am heutigen Mittwoch in Deutschland die Neufassung des Infektionsschutzgesetzes in Kraft. Sie war am Montag von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier unterzeichnet und am Dienstag im Bundesgesetzblatt verkündet worden.

    Das neue Infektionsschutzgesetz sieht unter anderem die Einführung der 3G-Regel am Arbeitsplatz sowie im öffentlichen Nah- und Fernverkehr vor, ausserdem einheitliche Testpflichten in Pflege- und Altenheimen. Das Gesetz ermöglicht es zudem, Corona-Eindämmungsmassnahmen wie die Maskenpflicht und Kontaktbeschränkungen auch nach Auslaufen der epidemischen Lage von nationaler Tragweite am Donnerstag beizubehalten

  • 9.57 Uhr 
    Anzeige nach Körperverletzung an Corona-Demo in Olten

    Die Kantonspolizei Solothurn hat den mutmasslichen Täter, der an der Corona-Demo in Olten SO vom letzten August einen Gegen-Demonstranten mit einer Flasche verletzt haben soll, ermittelt. Er wird nun angezeigt.

    Im Zuge der Ermittlungen wegen einfacher Körperverletzung mit einem gefährlichen Gegenstand konnten sowohl der Geschädigte als auch der mutmassliche Täter identifiziert werden, wie die Kantonspolizei Solothurn am Mittwoch mitteilte. Beide seien in anderen Kantonen wohnhaft. Beim mutmasslichen Täter handelt es sich um einen 34-jährigen Schweizer.

    Rund 300 Personen hatten am 21. August in Olten gegen die staatlichen Corona-Massnahmen protestiert. Bei der bewilligten Demonstration durch die Innenstadt kam es gemäss damaligen Polizeiangaben zu vereinzelten Vorfällen durch Provokationen der Gegenseite. Ein Gegendemonstrant wurde damals mit einer Flasche leicht verletzt

    VOLGODONSK, ROSTOV-ON-DON REGION, RUSSIA  OCTOBER 21, 2021: A healthcare worker checks on a patient in the red zone at City Hospital No 1 treating people who suffer from the novel coronavirus disease (COVID-19). Erik Romanenko/TASS (Photo by Erik Romanenko\TASS via Getty Images)
    Medizinisches Personal kümmert sich im Oktober 2021 in einem russischen Spital um einen Covid-Patienten. (Archiv)
    Bild: Erik Romanenko/TASS
  • 9.43 Uhr 
    Russische Ärzte wollen Impfgegnern Corona-Stationen zeigen

    Ärzte mehrerer russischer Spitäler wollen Impfgegnern Corona-Stationen zeigen. Der am Mittwoch von der Staatsagentur Tass veröffentlichte offene Brief richte sich in erster Linie an Politiker, Künstler und Medienleute, die zuletzt Impfungen gegen das Coronavirus in Zweifel gezogen hätten, hiess es.

    Angesichts der Reichweite, die diese Menschen in den Medien hätten, werde man trotz vieler Arbeit Zeit finden, «sie durch die Intensivstationen und pathologischen Abteilungen unserer Krankenhäuser zu führen», heisst es in dem Schreiben an die Adresse von Prominenten.

    Russlands oberster Corona-Arzt Denis Prozenko schrieb im Nachrichtenkanal Telegram: «Sie sollen mit eigenen Augen sehen, wie die Menschen um jeden Atemzug kämpfen, sie sollen die Geschichten unserer Patienten hören, die ihnen geglaubt haben und nicht uns.»

  • 8.47 Uhr 
    Sonderregeln für Nidwaldner Gemeindeversammlungen verlängert

    Im Kanton Nidwalden gelten die Regeln, welche die demokratische Mitbestimmung während der Coronapandemie gewährleisten sollen, weiterhin. Der Landrat hat am Mittwoch die vom Regierungsrat auf den 1. Oktober erlassene Notverordnung nachträglich einstimmig genehmigt.

    Die Notverordnung ist auf Ende Juni 2022 befristet und führt die bislang wegen Corona geltenden Bestimmungen weiter. Sie soll gewährleisten, dass die Demokratie in den Gemeinden trotz der Massnahmen gegen die Corona-Pandemie funktionieren kann. Eine ordnungsgemässe Durchführung von Gemeindeversammlung sei so oft nur erschwert möglich, erklärte der Regierungsrat in seiner Botschaft.

    So dürfen Versammlungen gefilmt werden, damit sie in andere Räumlichkeiten übertragen werden können und auch im Freien stattfinden. Auch dürfen die Gemeinden von den Stimmbürgerinnen und -bürgern eine vorgängige Anmeldung verlangen und den Zutritt verweigern, wenn dies zur Einhaltung des Schutzkonzepts nötig ist.

    Erfordert es die epidemiologische Lage, können Gemeindeversammlungen verschoben oder abgesagt werden. Auch Vereinfachungen des Prozederes sind möglich. So kann der Gemeinderat eine Vorlage direkt der Urnenabstimmung unterbreiten, ohne vorher eine Bereinigungsversammlung, an der die Stimmberechtigten Anträge stellen können, einzuberufen.

    Gemeindeversammlungen im Freien, wie hier in Zollikon ZH im Sommer 2020, sind wegen der Coronapandemie auch in Nidwalden möglich. (Archivaufnahme)
    Gemeindeversammlungen im Freien, wie hier in Zollikon ZH im Sommer 2020, sind wegen der Coronapandemie auch in Nidwalden möglich. (Archiv)
    Bild: Keystone
  • 7.55 Uhr 
    Deutschland verzeichnet mehr als 66'000 Neuinfektionen

    Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen in Deutschland ist erstmals über den Wert von 400 gestiegen. Wie das Robert Koch-Institut am frühen Mittwochmorgen unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter mitteilte, liegt der Wert jetzt bei 404,5 und erreichte damit den 17. Tag in Folge einen neuen Höchststand. Am Vortag hatte der Wert noch bei 399,8 gelegen, am Mittwoch vergangener Woche bei 319,5.

    Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100'000 Einwohner innerhalb einer Woche an. Am 8. November hatte der Wert in Deutschland die Schwelle von 200 und damit die bisherige Höchstmarke seit Pandemie-Beginn von 197,6 überschritten. Seitdem wurden täglich neue Höchstwerte registriert.

    Wie das RKI am Mittwoch weiter mitteilte, wurden bundesweit binnen 24 Stunden 66'884 Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet. Die Zahl der Todesopfer der Pandemie in Deutschland stieg um 335 auf 99'768.

    Die Hospitalisierungsinzidenz lag laut den aktuellsten Angaben des RKI am Dienstag bundesweit bei 5,6. Die Hospitalisierungsinzidenz gibt an, wieviele Menschen pro 100'000 Einwohner binnen sieben Tagen wegen einer Corona-Infektion im Krankenhaus lagen.

    Ab einem Wert von drei gilt in einem Bundesland flächendeckend für Veranstaltungen die 2G-Regel - das heisst, nur gegen das Coronavirus Geimpfte und von Covid-19 Genesene sind zugelassen. Ab einem Wert von sechs gilt die 2G-Plus-Regel, bei der die zugelassenen Geimpften und Genesenen zusätzlich einen negativen Corona-Test vorweisen müssen.

    19.11.2021, Bayern, Herrsching Am Ammersee: Rettungskräfte verladen einen Covid-19-Intensivpatienten aus einem Hubschrauber der Luftrettung auf einem Sportplatz in ein Fahrzeug vom Rettungsdienst. Der Covid-19-Intensivpatient wird aus dem Klinikum in Trostberg in eine Privatklinik in Herrsching am Ammersee verlegt. Foto: Matthias Balk/dpa - ACHTUNG: Personen wurden aus rechtlichen Gründen gepixelt +++ dpa-Bildfunk +++ (KEYSTONE/DPA/Matthias Balk)
    Rettungskräfte verladen am 19. November 2021 in Herrsching am Ammersee einen Covid-19-Intensivpatienten aus einem Hubschrauber der Luftrettung auf einem Sportplatz in ein Fahrzeug vom Rettungsdienst: Der Covid-19-Intensivpatient muss verlegt werden.
    Bild: Keystone
  • 6.20 Uhr
    Mehrheit für generelle Impfpflicht

    Eine Mehrheit der Schweizerinnen und Schweizer befürwortet eine generelle Impfpflicht gegen das Coronavirus. Das hat eine Umfrage der Zeitungen von CH Media ergeben. Mehr als 1700 Leserinnen und Leser hätten geantwortet, und das vorläufige Verdikt sei Stand Dienstag, 16 Uhr klar: 57 Prozent befürworteten eine generelle Covid-Impfpflicht in der Schweiz. Zugleich nehme das Verständnis für jene hunderttausende Personen ab, die sich in der Schweiz trotz der intensiven Aufklärungskampagne und der gratis angebotenen Vakzine nicht impfen lassen. Gut ein Drittel der befragten Leser lehne eine Impfpflicht ab. Sieben Prozent seien noch unentschlossen.

    Bei den politischen Entscheidungsträgern ist die Impfpflicht dagegen (noch) kein Thema. Im Gegensatz zu den Nachbarländern Deutschland, Österreich und Frankreich habe die Schweiz noch nie in ihrer Geschichte eine Impfpflicht erlassen.

    People queue in front of the vaccination center in Frankfurt, Germany, Monday, Nov. 22, 2021 to get their booster shot or first vaccination. (AP Photo/Michael Probst)
    Schlange vor einem Impfzentrum in Frankfurt am 22. November 2021. Laut dem Nachrichtenmagazin «Spiegel» befürworten inzwischen 70 Prozent der Deutschen eine generelle Impfpflicht.
    Bild: Keystone/AP Photo/Michael Probst
  • 6.16 Uhr
    Jens Spahn beklagt Unvernunft von Ungeimpften

    Der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn hat sich frustriert über die noch immer hohe Zahl der Corona-Impfunwilligen gezeigt. Es gebe immer noch Menschen, die glaubten, das Virus könne ihnen nichts anhaben, sagte Spahn der «Rheinischen Post». Diese Menschen würde er am liebsten auf eine Intensivstation zerren und sie im Angesicht des Leids fragen: «Was muss eigentlich noch passieren, damit ihr es kapiert?». Es frustriere ihn, dass mit der Corona-Impfung ein sicheres und hochwirksames Mittel gegen die Pandemie vorliege, das aber zu viele Erwachsene trotzdem nicht nutzen wollten.

    Spahn schloss ein Vorziehen der für den 9. Dezember geplanten nächsten Ministerpräsidentenkonferenz zur Corona-Lage nicht aus. «Wir sehen ja, dass in Sachsen, Bayern, Baden-Württemberg und Thüringen die Lage sehr ernst ist», sagte Spahn. «Wir müssen wohl erstmals Patienten in grossem Stil innerhalb Deutschlands verlegen. Das haben wir so noch nicht gehabt in der Pandemie. Das wird noch eine grosse Herausforderung werden.»

  • 5 Uhr
    Bundesrat diskutiert über Corona-Lage

    Der Bundesrat diskutiert heute bei seiner ordentlichen Sitzung auch über die Corona-Lage in der Schweiz. Ob die Landesregierung dazu Beschlüsse fällen wird, ist offen. Gesundheitsminister Alain Berset hatte zuletzt klar gemacht, noch abwarten zu wollen. Aus den Kantonen ertönten angesichts der wieder stark steigenden Fallzahlen, mehr Covid-Patienten in den Spitälern und der teils dramatischen Lage in Österreich und Deutschland Rufe nach landesweiten Massnahmen – darunter eine Ausweitung der Maskenpflicht und vermehrtes Home-Office. Experten des Bundes bezeichneten am Dienstag die Lage als «kritisch». Mehr dazu hier.

  • 4 Uhr
    Nikolaus empfängt Besucher im Freien

    In vielen Oberwalliser Gemeinden kommt dieses Jahr am 6. Dezember der Nikolaus wieder zu den Familien nach Hause. Ist ein solcher Besuch angesichts der steigenden Fallzahlen überhaupt sicher, fragt der «Walliser Bote»? Die meisten Nikolaus-Gruppen würden der Zertifikatspflicht unterliegen. Anderen Gemeinden sei das Risiko zu hoch und der Nikolaus empfange seine Besucher draussen. 

  • 3.21 Uhr
    Neuseeland öffnet Grenze erst im April 2022 für Geimpfte

    Neuseeland lässt seine Grenzen für Ausländer noch weitere fünf Monate dicht. Vollständig Geimpfte dürfen ab 30. April 2022 wieder einreisen, sagt der zuständige Minister Chris Hipkins in Wellington.

    Die Quarantänepflicht entfalle. Die Öffnung soll schrittweise erfolgen. Geimpfte Neuseeländer und Personen mit Dauer-Aufenthaltsgenehmigung, die sich derzeit in Australien aufhalten, dürfen laut Hipkins ab dem 16. Januar – aus anderen Ländern ab 13. Februar – zurückkehren.

  • 2.38 Uhr
    Pandemie: Dell und HP mit kräftigen Gewinnsprüngen

    Die US-Computerkonzerne Dell und HP verdienen dank einer starken PC-Nachfrage glänzend. Beide Unternehmen verkündeten am Dienstag nach US-Börsenschluss kräftige Gewinnsprünge im jüngsten Quartal. Dell und HP profitieren in der Pandemie vom Trend zum Homeoffice und einem erhöhten IT-Bedarf.

    Dell steigerte den Umsatz in den drei Monaten bis Ende Oktober gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 21 Prozent auf 28,4 Milliarden Dollar. Der Nettogewinn stieg nach Angaben des texanischen Unternehmens um mehr als das Vierfache auf 3,9 Milliarden Dollar. Die Aktie reagierte nachbörslich zunächst mit leichten Kursaufschlägen.

    Beim kalifornischen Rivalen HP lief es zuletzt ähnlich gut. Hier legte der Umsatz im letzten Geschäftsquartal um gut 9 Prozent auf 16,7 Milliarden Dollar zu. Unterm Strich verdiente HP nach eigenen Angaben 3,1 Milliarden Dollar und damit rund 360 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Aktie stieg nachbörslich um über 8 Prozent.

  • 2.11 Uhr
    USA: Bald nur noch mit Impfung über Grenze

    Nach Touristen müssen auch andere Ausländer, die über eine Landgrenze in die USA einreisen, ab dem 22. Januar vollständig geimpft sein. Eine entsprechende Verordnung wollte die Regierung von US-Präsident Joe Biden am Dienstag (Ortszeit) bekanntgeben. Betroffen sind beispielsweise Lastwagenfahrer, Regierungsmitarbeiter oder Beschäftigte von Notdiensten ohne Wohnsitz in den USA. Dasselbe gelte für Einreisen per Fähre, sagte ein ranghoher Regierungsbeamter, der nicht genannt werden wollte, der Nachrichtenagentur AP.

    Ähnliche Bestimmungen gelten bereits für Urlauber seit der Wiedereröffnung der US-Grenzen in diesem Monat: Einreisen dürfen nur vollständig geimpfte Ausländer. US-Bürger und Personen mit ständigem Wohnsitz in den USA dürfen auch ungeimpft einreisen, müssen sich dann aber Corona-Tests unterziehen.

    Zu Beginn der Pandemie wurde ein Grossteil des grenzüberschreitenden Verkehrs eingestellt, Personen mit triftigen Gründen wie etwa Lkw-Fahrer durften jedoch weiterhin passieren.

  • 1.22 Uhr
    Boostern allein wird Pandemie nicht beenden

    Auffrischungs-Impfungen gegen das Coronavirus werden laut Christoph Berger, Präsident der eidgenössischen Impfkommission, die Pandemie nicht beenden. Dazu müssten alle verletzlichen Personen über 65 Jahre geschützt sein, sagte Berger in einem Interview mit der «Neuen Zürcher Zeitung». Auch müsse die Durchimpfung der Bevölkerung möglichst hoch sein. Und schliesslich sollten bis im nächsten Frühling ausreichend viele Menschen immun sein. Mehr zum Interview hier.

  • 0 Uhr
    SBB schicken Mitarbeiter wieder ins Homeoffice

    Die SBB hat alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die nicht aus betrieblichen Gründen vor Ort sein müssen, wieder ins Homeoffice geschickt. Das zeigt ein Tweet von Christian Ginsig, über den die Zeitungen von CH Media berichteten. Es gelte, wieder von hybrider auf komplett digitale Arbeit umzustellen. Mit der Homeoffice-Empfehlung reagiert die SBB als eines der ersten grösseren Unternehmen auf die steigenden Corona-Fallzahlen in der Schweiz. Bereits letztes Jahr hatte die SBB ihre Mitarbeitenden ins Homeoffice geschickt. Damals waren rund 12'000 Mitarbeitende davon betroffen.