Fast 6000 Neuinfektionen +++ Novavax beantragt EU-Zulassung für Totimpfstoff

Agenturen/red

17.11.2021

Der US-Hersteller Novavax hat für seinen Corona-Impfstoff eine Marktzulassung in der EU beantragt. Unterdessen meldet das BAG 5981 Neuinfektionen. Die Ereignisse des Tages im Überblick.

Agenturen/red

17.11.2021

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Mittwoch innerhalb von 24 Stunden 5981 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 10 neue Todesfälle und 93 neue Spitaleintritte. Auf 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner wurden in den vergangenen zwei Wochen 527,96 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet.

Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, lag am 5. November bei 1,32. Die Auslastung der Intensivstationen in den Spitälern beträgt zurzeit 76,2 Prozent. 16,3 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten belegt. 65,02 Prozent der Bevölkerung in der Schweiz sind vollständig geimpft. Das ist eine der tiefsten Impfquoten in ganz Europa.

Novavax beantragt Zulassung von Corona-Impfstoff in EU

Der US-Hersteller Novavax hat für seinen Corona-Impfstoff eine Marktzulassung in der EU beantragt. Das teilte die zuständige europäische Arzneimittelbehörde EMA am Mittwoch in Amsterdam mit. Ein Expertenteam werde nun die Daten des Herstellers prüfen und Risiken gegen Nutzen abwägen. Eine Entscheidung wird in einigen Wochen erwartet, wie die EMA mitteilte.

Eine Ampulle mit dem Corona-Impfstoff von Novavax steht während einer Studie im St. George's University Hospital in London auf einem Tisch bereit.
Eine Ampulle mit dem Corona-Impfstoff von Novavax steht während einer Studie im St. George's University Hospital in London auf einem Tisch bereit.
Alastair Grant/AP/dpa (Archivbild)

Die Experten hatten bereits im laufenden Prüfverfahren Studien zur Wirkung bewertet. Auch sei eine vorläufige Prüfung von möglichen Risiken bereits abgeschlossen worden. Sollte die EMA eine bedingte Marktzulassung empfehlen, muss die EU-Kommission noch endgültig zustimmen. Das aber gilt als Formsache. Bisher sind in der EU vier Impfstoffe zugelassen worden.

Das Novavax-Produkt namens Nuvaxovid (NVX-CoV2373) ist im Gegensatz zu den bisher zugelassenen Impfstoffen weder ein mRNA-Impfstoff – wie die Präparate von Biontech und Moderna – noch ein Vektor-Impfstoff wie die von Astrazeneca und Johnson & Johnson: Das Vakzin enthält winzige Partikel, die aus einer im Labor hergestellten Version des Spike-Proteins von Sars-CoV-2 bestehen. Wie alle Impfstoffe soll Nuvaxovid das Immunsystem auf eine mögliche Infektion vorbereiten.


Die Ereignisse des Tages im Überblick:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Für den Besuch des Basler Weihnachtsmarkts ist ein Covid-Zertifikat nötig.
  • Das BAG meldet 5981 Neuinfektionen bei 44'520 Tests. Zehn Personen starben an den Folgen von Covid-19, 93 wurden hospitalisiert. 
  • Wer nach Österreich einreisen will, muss ab kommenden Montag einen PCR-Test vorweisen können, Antigen-Schnelltests werden nicht mehr akzeptiert. Für Grenzpendler gelten Ausnahmen. 
  • Vor dem Hintergrund eines Regierungsstreits über noch schärfere Corona-Beschränkungen in Österreich will Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein heute eine erste Zwischenbilanz über die Massnahmen der letzten Tage ziehen.
  • Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland erreicht erneut einen Höchststand.
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  • 21.32 Uhr
    Belgien verschärft Corona-Regeln wieder

    Mit verschärften Corona-Massnahmen will Belgien einen neuen Lockdown verhindern. Angesichts drastisch steigender Fallzahlen gilt von Samstag an wieder eine Homeoffice-Pflicht für vier Tage die Woche, wie die Regierung ankündigte. Auch die Impfkampagne soll noch einmal an Fahrt aufnehmen: Wer bereits geimpft ist, soll künftig eine dritte Dosis erhalten können. «Der Konzertierungsausschuss hat sich für maximale Vorsicht entschieden», sagte Premierminister Alexander De Croo. Zudem wird die Maskenpflicht ausgeweitet.

    Die Corona-Lage in dem Land mit 11,5 Millionen Einwohner hatte sich zuletzt erheblich zugespitzt. Nach jüngsten Daten wurden innerhalb von 14 Tagen 1116 Neuinfektionen je 100'000 Einwohner gezählt — ein Zuwachs um 38 Prozent. Die Zahl der Patienten, die täglich mit einer Covid-Erkrankung ins Spital kommen, stieg zuletzt um 59 Prozent. Auch die Intensivstationen werden immer voller. 75 Prozent der Gesamtbevölkerung sind vollständig geimpft.

  • 21.21 Uhr
    Impfstoffentwickler von Biontech mit Zukunftspreis 2021 ausgezeichnet

    Die Corona-Impfstoffentwickler von Biontech werden mit einer der bedeutendsten Ehrungen der deutschen Wissenschaft gewürdigt. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier verlieh dem Team um die Firmengründer Özlem Türeci und Uğur Şahin den Deutschen Zukunftspreis 2021. Sie hätten es in einer beispiellos kurzen Zeit geschafft, einen Impfstoff gegen Covid-19 zu entwickeln und mit abgeschlossenen Studien bis zur Zulassung zu bringen.

    Die Auszeichnung für Technik und Innovation ist mit 250'000 Euro (rund 263'000 Franken) dotiert. Voraussetzung für den Zukunftspreis ist aber nicht nur die Innovation: Das Produkt muss auch bereits zur Marktfähigkeit entwickelt sein. Schon die Nominierung gilt in Wissenschaftskreisen als hohe Auszeichnung.

    17.11.2021, Berlin: Ugur Sahin (l-r) und seine Frau Özlem Türeci, Gründer des Mainzer Corona-Impfstoff-Entwicklers Biontech, freuen sich über den Deutschen Zukunftspreis 2021 für ihr Team. Mit dem Deutschen Zukunftspreis zeichnet der Bundespräsident Einzelpersonen oder Gruppen für eine hervorragende technische, ingenieur- oder naturwissenschaftliche Innovation aus. Foto: Christophe Gateau/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
    Ugur Sahin (l-r) und seine Frau Özlem Türeci, Gründer des Mainzer Corona-Impfstoff-Entwicklers Biontech, freuen sich über den Deutschen Zukunftspreis 2021 für ihr Team.
    Christophe Gateau/dpa

    Biontech hatte als eines der ersten Unternehmen zusammen mit dem US-Pharmariesen Pfizer einen Impfstoff gegen das Coronavirus entwickelt. Mit dem mRNA-Impfstoff gab das Mainzer Unternehmen nicht nur der Impfkampagne weltweit einen enormen Schub, sondern begründete auch eine neue Ära in der Medizin.

    Die im Impfstoff enthaltene mRNA ist der Bauplan für ein Protein des Coronavirus. Die Zellen des Menschen stellen mit dessen Hilfe das Virenprotein her und das Immunsystem kann sich so auf eine mögliche Infektion mit dem Virus vorbereiten. Auf der mRNA-Technik ruhen nicht nur Hoffnungen für Impfstoffe gegen weitere Infektionskrankheiten wie HIV und Tuberkulose, sondern auch etwa für die Krebstherapie.

  • 21.01 Uhr
    Corona-Höchststände in der Slowakei

    Die Slowakei hat wie das Nachbarland Tschechien Höchststände bei den täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet. Beide Länder erwägen daher eine Verschärfung der Restriktionen.

    So meldeten die Behörden 8342 Neuinfektionen, womit der am Freitag erreichte Rekord von 7244 Coronavirus-Fällen innerhalb von 24 Stunden übertroffen wurde. Auch in Bratislava werden Restriktionen für ungeimpfte Menschen erwogen. Ministerpräsident Eduard Heger kündigte für Donnerstag eine Abstimmung in seinem Kabinett über von einem Beratungsgremium empfohlene Massnahmen an. Auch hier sind Einschränkungen für nicht geimpfte Menschen vorgeschlagen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums sind 81 Prozent der Covid-19-Patienten in den Spitälern nicht geimpft.

    Die Slowakei hat im Vergleich zu anderen EU-Mitgliedern eine niedrige Impfrate.

  • 20.27 Uhr
    EVP St. Gallen mit Stimmfreigabe für Covid-19-Gesetz

    Die EVP St. Gallen hat ihre Parolen für die Abstimmungen vom 28. November gefasst. Anders als die Mutterpartei gibt sie beim Covid-19-Gesetz keine Empfehlung ab.

    Stein des Anstosse ist das Zertifikat. Dieses und «der daraus resultierende Umgang mit Ungeimpften» seien innerhalb der EVP umstritten, schreibt die Partei in einer Mitteilung. Deshalb habe sie sich für Stimmfreigabe entschieden. Die Mutterpartei empfiehlt, dem Covid-19-Gesetz zuzustimmen.

    Bei den anderen Abstimmungen ist die kantonale Partei auf der Linie der Mutterpartei. Beide empfehlen, die Pflegeinitiative anzunehmen und die Justizinitiative abzulehnen.

    Bei der Pflegeinitiative sei die Rechnung simpel, schreibt die EVP St. Gallen. Es brauche mehr Pflegepersonal, daher brauche es eine Ausbildungsoffensive und gute Arbeitsbedingungen. Weil der Gegenvorschlag die Verbesserung der Arbeitsbedingungen «ignoriert», stelle sich die EVP St. Gallen klar hinter die Pflegeinitiative.

    Bei der Justiz-Initiative bezweifelt die Kantonalpartei, ob das Losglück sicherstellen kann, dass die richtige Person am richtigen Ort eingesetzt werde.

  • 20.06 Uhr
    Zertifikatspflicht für Basler Weihnachtsmarkt

    Für den Besuch des Basler Weihnachtsmarkts ist ein Covid-Zertifikat nötig. Wegen der angespannten pandemischen Lage wird die Ouvertüre zur Eröffnung des Weihnachtsmarktes auf dem Münsterplatz abgesagt.

    Dieser Entscheid gründe auf die guten Erfahrungen mit diesem Schutzkonzept bei der kürzlich zu Ende gegangenen Basler Herbstmesse, teilte das Basler Standortmarketing mit.

    Für den Besuch des Basler Weihnachtsmarkts ist ein Covid-Zertifikat notwendig (Archivbild).
    Für den Besuch des Basler Weihnachtsmarkts ist ein Covid-Zertifikat notwendig.
    KEYSTONE/GEORGIOS KEFALAS (Archivbild)

    Allerdings weicht das nun kommunizierte Konzept aber auch ab. Eine Zertifikatspflicht galt während der Herbstmesse nur für die Standorte mit Vergnügungsgeschäften. Der reine Marktplatz rund um den Petersplatz konnte ohne Zertifikat und auch ohne Maske besucht werden, was auch rege geschehen ist. Das wird nun am Weihnachtsmarkt von 25. November bis 23. Dezember nicht möglich sein.

  • 19.37 Uhr
    Deutsches Bundesland Sachsen erreicht offiziell Corona-Überlastungsstufe

    Das deutsche Bundesland Sachsen hat offiziell die sogenannte Corona-Überlastungsstufe der Spitalbelegung erreicht. Ab Freitag gelten darum neue Kontaktbeschränkungen, wie das Landessozialministerium in Dresden mitteilte. Haushalte dürfen sich nur noch mit einem weiteren erwachsenen Menschen treffen, wenn dieser nicht geimpft ist. Zudem soll die sogenannte 2G-Regel auch im Einzelhandel eingeführt werden, wie Sozialministerin Petra Köpping bereits am Dienstag mitteilte.

    Damit dürfen nur Geimpfte oder von Covid-19 genesene Menschen Geschäfte betreten. Am Freitag will das Kabinett die neue Corona-Schutzverordnung beschliessen, die ab Montag bis zum 20. Dezember gelten soll. Von der 2G-Regel ausgenommen werden sollen Supermärkte, Drogerien, Apotheken und andere Einrichtungen der Grundversorgung.

    Ab der Überlastungsstufe gilt auch in allen Einrichtungen, die ab einer Inzidenz von 35 zu einer 3G-Zugangsregelung verpflichtet sind, die 2G-Regelung. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt in Sachsen nach Angaben des Robert-Koch-Instituts aktuell bei 742 und ist damit die höchste in ganz Deutschland. Gleichzeitig ist die Impfquote mit knapp 58 Prozent die niedrigste.

  • 19.12 Uhr
    Mehr als 100'000 Drogentote in USA in zwölf Monaten der Pandemie

    In den USA hat die Zahl der Drogentoten während der Corona-Pandemie vorläufigen Daten zufolge einen traurigen Rekord erreicht. Die US-Gesundheitsbehörde CDC veröffentlichte erste Zahlen zu den Drogentoten innerhalb von zwölf Monaten bis April 2021. Nach offiziellen Schätzungen der Behörde starben in diesem Zeitraum mehr als 100'000 Menschen an einer Überdosis — 28,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum und mehr als je zuvor innerhalb von zwölf Monaten.

    US-Präsident Joe Biden sprach von einem «tragischen Meilenstein». Im Kampf gegen die Corona-Pandemie dürfe diese andere Epidemie nicht in Vergessenheit geraten. Biden versprach, seine Regierung werde alles in ihrer Macht Stehende tun, um gegen Abhängigkeit im Land vorzugehen und die Opioid-Krise zu beenden.

    Die Gesundheitsbehörde CDC hatte bereits zuvor beklagt, dass die Corona-Pandemie zu einer Zunahme der Zahl von Drogentoten führe. Die Zahlen sind in den vergangenen Jahren insgesamt gestiegen. Im Kalenderjahr 2020 waren laut CDC mehr als 93'000 Menschen an einer Überdosis gestorben — ein Anstieg um fast 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dieser Trend setzte sich nun fort.

  • 18.31 Uhr
    2,6 Millionen Fünf- bis Elfjährige in den USA geimpft

    In den USA sind nach Angaben der Regierung bislang rund 2,6 Millionen Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren gegen das Coronavirus geimpft worden. Das sagte der Corona-Koordinator des Weissen Hauses, Jeff Zients. Damit hätten bereits etwa zehn Prozent aller Kinder der Altersgruppe ihre erste Impfspritze erhalten — innerhalb der ersten zehn Tage, in denen die Impfkampagne für Mädchen und Jungen dieses Alters in vollem Umfang laufe. Impfungen für Kinder würden inzwischen an 30'000 Standorten im Land angeboten. In der vergangenen Woche seien es noch 20'000 Standorte gewesen. Das Tempo der Impfkampagne für Kinder habe deutlich zugenommen, sagte Zients.

    Erst seit November werden in den USA auch Fünf- bis Elfjährige mit dem Präparat des Herstellers Biontech/Pfizer gegen das Coronavirus geimpft. Etwa 28 Millionen Kinder gehören nach offiziellen Angaben in den Vereinigten Staaten dieser Altersgruppe an. In Europa und damit auch in Deutschland ist bisher noch kein Corona-Impfstoff für Kinder unter zwölf Jahren zugelassen. Biontech und Pfizer haben aber bereits eine Zulassung ihres Präparats für fünf- bis elfjährige Kinder beantragt, wie sie Mitte Oktober mitteilten. Eine Entscheidung der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA ist vor Weihnachten anvisiert.

  • 18.16 Uhr
    Jüngste Covid-Massnahmen in Österreich reichen laut Experten nicht aus

    Die jüngsten Corona-Massnahmen in Österreich sind laut dem Prognose-Gremium des Gesundheitsministeriums zu schwach. Die Expertinnen und Experten bewerteten insbesondere das Zugangsverbot für Ungeimpfte in der Gastronomie sowie die von der Regierung propagierten Auffrischungsimpfungen. «Das Bremspotenzial dieser Massnahmen ist aber aktuell unzureichend, um kurzfristig eine nachhaltige Senkung der Inzidenzen herbeizuführen», hiess es in der neuesten wöchentlichen Prognose.

    Die Wahrscheinlichkeit, dass die Intensivstationen in den westlichen Bundesländern Oberösterreich, Salzburg, Vorarlberg und Tirol in zwei Wochen an ihre Auslastungsgrenzen stossen, bewerteten die Prognostiker mit 80 bis 97,5 Prozent. Die konservative ÖVP von Kanzler Alexander Schallenberg stemmt sich seit Tagen gegen abendliche Ausgangsbeschränkungen für alle, wie sie Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein vorgeschlagen hatte. Stattdessen will die Kanzlerpartei weiter auf Massnahmen für Ungeimpfte und Booster-Impfungen setzen.

  • 17.27 Uhr
    Neue Corona-Höchstwerte in Niederlanden

    Die Niederlande haben rund 21'000 Corona-Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden registriert. Das sei ein neuer Höchstwert, teilte das Reichsinstitut für Gesundheit und Umwelt RIVM am Mittwoch mit. Am Vortag waren es etwa 20'000 gewesen. Die Inzidenz liegt damit deutlich über 700. In den vergangenen sieben Tagen hatte das RIVM etwa 48 Prozent mehr Neuinfektionen festgestellt als in der Vorwoche. Am stärksten betroffen sind den Angaben zufolge Rotterdam und Amsterdam.

    Die Regierung hatte am vergangenen Wochenende einen Teil-Lockdown verhängt. Es gelten Kontaktbeschränkungen und kürzere Öffnungszeiten für Gaststätten und Geschäfte. Auch wurden die Maskenpflicht und die 1,5-Meter-Regel wieder eingeführt.

    Auch die Patientenzahlen und die Todesfälle nehmen zu. In den vergangenen 24 Stunden waren 44 Todesfälle gemeldet worden, die höchste Zahl seit Mai. Insgesamt starben gesichert etwa 19'000 Menschen an der Folge einer Corona-Infektion. Die Behörden rechnen aber mit einer weitaus höheren Opferzahl. In den Krankenhäusern werden nun rund 2100 Patienten wegen Covid-19 behandelt. 265 Patienten waren in den vergangen 24 Stunden eingewiesen worden.

  • 17.12 Uhr
    Hohe Corona-Zahlen in Skandinavien

    In den skandinavischen Ländern steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen weiter. Nach Angaben des norwegischen Gesundheitsinstituts Folkehelseinstitutt wurden in der letzten Woche 20 Prozent mehr Fälle registriert als in der Vorwoche. Die Reproduktionszahl wird auf 1,3 geschätzt.

    In der nordnorwegischen Stadt Tromsø lag die Inzidenz bei 635 Fällen per 100'000 Einwohner. Der Bürgermeister kündigte am Mittwoch an, dass die Bürger sich darauf vorbereiten müssten, schon bald einen Coronapass vorzeigen zu müssen, wenn sie Restaurants und Veranstaltungen besuchen wollen. Der Pass belegt eine Impfung, Genesung oder einen negativen Corona-Test.

    Dänemark erreichte am Mittwoch mit 3907 registrierten Fällen die höchste Anzahl täglicher Neuinfektionen in diesem Jahr.

    Angesichts der Entwicklung in seinen Nachbarländern will auch Schweden Massnahmen einführen, die die Verbreitung des Corona-Virus bremsen. Die Regierung plane, ab dem 1. Dezember für Veranstaltungen im Innenraum mit mehr als 100 Teilnehmern ein Coronazertifikat einzuführen, sagte Sozialministerin Lena Hallengren am Mittwoch. Betroffen sein könnten Kinos, Theater, Konzert- und Sportveranstaltungen. Der Restaurantbesuch soll vorerst nicht begrenzt werden. In Schweden ist die Zahl der Neuinfektionen verhältnismässig niedrig.

  • 17.07 Uhr
    Novavax beantragt Zulassung von Corona-Impfstoff in EU

    Der US-Hersteller Novavax hat für seinen Corona-Impfstoff eine Marktzulassung in der EU beantragt. Das teilte die zuständige europäische Arzneimittelbehörde EMA am Mittwoch in Amsterdam mit. Ein Expertenteam werde nun die Daten des Herstellers prüfen und Risiken gegen Nutzen abwägen. Eine Entscheidung wird in einigen Wochen erwartet, wie die EMA mitteilte.

    Die Experten hatten bereits im laufenden Prüfverfahren Studien zur Wirkung bewertet. Auch sei eine vorläufige Prüfung von möglichen Risiken bereits abgeschlossen worden. Sollte die EMA eine bedingte Marktzulassung empfehlen, muss die EU-Kommission noch endgültig zustimmen. Das aber gilt als Formsache. Bisher sind in der EU vier Impfstoffe zugelassen worden.

    Das Novavax-Produkt namens Nuvaxovid (NVX-CoV2373) ist im Gegensatz zu den bisher zugelassenen Impfstoffen weder ein mRNA-Impfstoff – wie die Präparate von Biontech und Moderna – noch ein Vektor-Impfstoff wie die von Astrazeneca und Johnson & Johnson: Das Vakzin enthält winzige Partikel, die aus einer im Labor hergestellten Version des Spike-Proteins von Sars-CoV-2 bestehen. Wie alle Impfstoffe soll Nuvaxovid das Immunsystem auf eine mögliche Infektion vorbereiten.

  • 16.05 Uhr
    Europa registriert als einzige Region mehr Todesfälle

    Europa verzeichnet als einzige Region der Welt einen Anstieg der Todesfälle nach Corona-Infektionen. Deren Zahl sei in der vergangenen Woche um fünf Prozent gestiegen, teilte die Weltgesundheitsorganisation WHO am Dienstagabend mit. Besonders stark sei der Anstieg der Todesfälle in Norwegen mit 67 Prozent und in der Slowakei mit 38 Prozent gewesen. In allen anderen Weltregionen sei die Zahl der Todesfälle mit Corona stabil geblieben oder gesunken. Insgesamt seien vergangene Woche etwa 50'000 Infizierte gestorben.

    Die WHO zählt zu Europa 61 Staaten, darunter Russland und Teile Zentralasiens. Sie hat das Gebiet als Epizentrum der Pandemie bezeichnet und warnte vor 500'000 zusätzlichen Todesfällen bis Januar, falls nicht schnell eingeschritten werde. Während die Impfquote in Westeuropa bei etwa 60 Prozent liegt, erreichte sie im Osten nur rund die Hälfte.

    Von den vergangene Woche registrierten 3,3 Millionen Neuinfektionen weltweit wurden 2,1 Millionen aus Europa gemeldet. Besonders stark war die Zunahme in Deutschland, Grossbritannien und Russland. Dagegen sind Neuinfektionen in Afrika, dem Nahen Osten und in Südostasien seit Juli zurückgegangen.

    epa09525757 The body of a Romanian woman, who died with Sars-CoV-2 infection, is carried out of the building along a narrow corridor at the Covid-19 section of National Institute of Pneumology 'Marius Nasta', in Bucharest, Romania, 15 October 2021. Romania registered on 15 October 365 coronavirus related deaths, the highest number of daily deaths since the beginning of the pandemic. About 18,000 patients are hospitalized, of which 1,729 in intensive care units, in the entire country. Romanian health authorities are overwhelmed by the outbreak of the fourth wave, as the number of infected people with SARS-CoV-2 are rising from one day to another. EPA/ROBERT GHEMENT
    In einem Spital in Bukarest, Rumänien, wird der Leichnam eines Covid-Opfers abtransportiert. (Archiv)
    Bild: Keystone
  • 15.22 Uhr
    Grossrazzia wegen gefälschter Impfpässe in Deutschland

    Die Polizei im deutschen Bundesland Hessen ist mit einer Grossrazzia gegen Fälschungen von Impfpässen vorgegangen. Dabei seien am Mittwoch die beiden mutmasslichen Fälscher sowie zehn der mutmasslichen Käufer gefälschter Impfpässe vorläufig festgenommen worden, teilten das hessische Landeskriminalamt und die Staatsanwaltschaft Darmstadt mit. Insgesamt durchsuchten demnach 200 Einsatzkräfte 23 Objekte.

    Den Ermittlern zufolge besteht der Verdacht der gewerbsmässigen Urkundenfälschung. Ausser in Kommunen in Hessen – darunter Wiesbaden, Darmstadt, Offenbach, Frankfurt am Main und Kassel - durchsuchten Ermittler auch Objekte in den baden-württembergischen Städten Heidelberg und Karlsruhe.

    Es sei von mindestens 300 Fälschungen auszugehen, die für hundert bis 400 Euro verkauft worden seien. 20 mutmassliche Käufer seien identifiziert worden. Von den mutmasslichen Käufern seien 15 am Mittwoch vor Ort angetroffen und vorläufig festgenommen worden.

    Fälscher von Impfpässen oder Testergebnissen könnten künftig empfindliche Strafen drohen.
    Im deutschen Bundesland Hessen sind die Behörden gegen Fälscher von Impfpässen vorgegangen. (Symbolbild)
    Bild: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB/Illustration
  • 14.23 Uhr 
    Zahl der Covid-Patienten in Berner Spitälern steigt auf 98

    Die Zahl der Covid-19-Patientinnen und -patienten in Berner Spitälern ist am Mittwoch auf 98 angestiegen. Gut ein Viertel von ihnen lag trotz vollständigem Impfschutz im Spital. Vor einer Woche hatte die Zahl der wegen des Coronavirus hospitalisierten Personen noch 69 betragen.

    Zurück ging innert Wochenfrist die Zahl der Covid-19-Kranken auf Intensivstationen. Sie sank von 15 auf 13, wie die bernische Gesundheitsdirektion am Mittwoch auf der Corona-Internetseite des Kantons Bern mitteilte. Keine dieser dreizehn Personen ist vollständig geimpft. Neun sind auf künstliche Beatmung angewiesen.

    Am Mittwoch berichtete der Kanton Bern zudem von 803 neuen laborbestätigten Corona-Fällen und einem neuen Todesfall. Rund 5000 Personen aus dem Kanton Bern befanden sich am Mittwoch in Quarantäne oder in Isolation.

    Eine Intensivpflegerin betreut einen Covid-19-Patienten. (Archivbild)
    Eine Intensivpflegerin betreut einen Covid-19-Patienten. (Archiv)
    Bild: Keystone
  • 13.58 Uhr
    Basler Grosser Rat gegen Wiedereinführung von Gratis-Tests

    Der Basler Grosse Rat hat sich am Mittwoch gegen die erneute Übernahme der Kosten von Coronatests für 3G-Zertifikate ausgesprochen. Er lehnte es mit 76 zu 14 Stimmen bei 3 Enthaltungen ab, eine entsprechende Motion eines SVP-Vertreters an die Regierung zu überweisen. Selbst die SVP-Fraktion verweigerte dem Motionär aus ihrer Reihe mehrheitlich die Gefolgschaft. Die meisten Ja-Stimmen stammten aus dem Grün-Alternativen Bündnis.

    Sprecherinnen aus dem Bündnis sagten, dass die stark ansteigenden Fallzahlen die Dringlichkeit von Tests als eine Massnahme zur Bewältigung der Pandemie wieder erhöht habe. Und es könne nicht sein, dass jemand aus finanziellen Gründen auf Tests verzichten müsse. Der Motionär selber gab sich als Impf- und Massnahmengegner zu erkennen.

    Die Mehrheit im Rat war zusammen mit Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger (Mitte) der Meinung, dass der Staat Tests zur alleinigen Gewährung des Zertifikats nicht fördern solle. Bei Krankheitssymptomen könne und solle man sich nach wie vor gratis testen lassen. Unter dem Strich aber sei die Impfung das einzig wirksame Mittel zur Bewältigung der schlimmen Folgen der Pandemie.

    Der Kanton Basel-Stadt wird die Kosten für Covid-19-Tests von Personen ohne Krankheitssymptome nicht wieder übernehmen.
    Der Kanton Basel-Stadt wird die Kosten für Covid-19-Tests von Personen ohne Krankheitssymptome nicht wieder übernehmen. (Symbolbild)
    Bild: dpa
  • 13.30 Uhr 
    Das BAG meldet 5981 neue Fälle und 10 Tote

    In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit BAG am Mittwoch 5981 neue Coronavirus-Ansteckungen bei 44'520 Tests gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG zehn neue Todesfälle und 93 Spitaleinweisungen.

    Auf 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner wurden in den vergangenen zwei Wochen 527,96 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet. Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, lag am 5. November bei 1,32.

    Die Auslastung der Intensivstationen in den Spitälern beträgt zurzeit 76,2 Prozent. 16,3 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten belegt.

    Insgesamt erhielt die Armeeapotheke als Logistikzentrale bislang 13'453'425 Impfdosen. Davon wurden bis Mittwochmorgen 11'458'745 Dosen verabreicht. 65,02 Prozent der Bevölkerung in der Schweiz sind vollständig geimpft. Das ist eine der tiefsten Impfquoten in ganz Europa.

    Behandlung eines Covid-Patienten in einem Schweizer Spital (Archiv)
    Bild: Keystone
  • 12.31 Uhr 
    Merkel fordert dringende Corona-Klärungen

    Die geschäftsführende deutsche Kanzlerin Angela Merkel hat dringende Klärungen zur Eindämmung der Corona-Infektionen in Deutschland bei den anstehenden Beratungen zwischen Regierung und Bundesländern gefordert.

    Die derzeitige Pandemie-Lage sei dramatisch, sagte Merkel in einer per Video zugeschalteten Rede bei der Hauptversammlung des Deutschen Städtetags am Mittwoch in Erfurt. «Die vierte Welle trifft unser Land mit voller Wucht.» Die Beratungen mit den Ministerpräsidenten der 16 Bundesländer an diesem Donnerstag seien «überfällig», machte Merkel deutlich.

    Konkret forderte sie, eine Marke festzulegen, ab welcher Klinikbelastung zusätzliche Eindämmungsmassnahmen greifen müssen. Ohne einen Schwellenwert bliebe der vereinbarte Index für die Zahl der aufgenommenen Corona-Patienten pro 100'000 Einwohner in sieben Tagen «ein zahnloser Tiger». Es wäre aber «eine Katastrophe», erst dann zu handeln, wenn die Intensivstationen voll seien.

    epa09579024 German Chancellor Angela Merkel participates in the press conference at the end of the International Conference on Libya at La Maison de la Chimie in Paris, France, 12 November 2021. EPA/YOAN VALAT / POOL
    Die deutsche Regierungschefin Angela Merkel befürchtet «eine Katastrophe» für das Land, sollte in Sachen Corona zu spät gehandelt werden. (Archiv)
    Bild: Keystone
  • 12.08 Uhr 
    Lockdown verdoppelte Zahl depressiver junger Menschen in Frankreich

    Die Pandemie hat in Frankreich die psychische Gesundheit von jungen Menschen massiv beeinträchtigt. Nach der ersten Ausgangssperre im Frühjahr 2020 habe sich die Zahl der jungen Menschen mit depressiven Leiden verdoppelt, heisst es in einem am Mittwoch veröffentlichen Bericht über die Rechte der Kinder. Mehr als 20 Prozent der 15- bis 24-Jährigen seien davon betroffen gewesen.

    Es hätten auch mehr junge Menschen Angstzustände und soziale Phobien entwickelt als zuvor, führt der Bericht aus. Die Schliessung von Schulen – die in Frankreich indes weniger lange gedauert hat als in vielen anderen Ländern – habe das Risiko der Abhängigkeit von Bildschirmen vergrössert.

  • 11.35 Uhr 
    Rekord bei Neuinfektionen in Österreich

    Die Zahl der Corona-Neuinfektionen hat am Mittwoch in Österreich einen Rekordwert erreicht. Binnen 24 Stunden wurden laut Behörden 14'416 Neuansteckungen verzeichnet. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg auf 953 Fälle pro 100'000 Einwohner. Den stärksten Anstieg gab es erneut im Bundesland Oberösterreich, das eine besonders niedrige Impfquote hat.

    Dennoch blieben zumindest Teile der Regierung sehr skeptisch, was die Forderungen von Experten nach einem Lockdown für alle angeht. Man habe schon beim zweiten Lockdown gesehen, dass sich die Menschen kaum mehr an die Ausgangsbeschränkungen gehalten hätten, sagte Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP). Der Weg aus der Corona-Krise sei die Impfung.

  • 10.41 Uhr 
    Pfizer beantragt US-Notfallzulassung für neues Mittel

    Das Pharmaunternehmen Pfizer hat in den USA eine Notfallzulassung für sein Covid-19-Medikament Paxlovid beantragt. Die entsprechenden Unterlagen wurden bei der Arzneimittelbehörde FDA eingereicht, wie Pfizer am Dienstag (Ortszeit) mitteilte. Die in einer jüngsten Studie erzielte «überwältigende Wirksamkeit» des Medikaments verdeutliche, dass oral einzunehmende antivirale Therapien eine entscheidende Rolle im Kampf gegen Covid-19 spielen könnten, sagte Konzernchef Albert Bourla.

    Nach Angaben des Unternehmens von Anfang November verhindert die Corona-Pille sehr erfolgreich schwere Krankheitsverläufe bei Hochrisikopatienten. Eine Zwischenanalyse von Testergebnissen ergab Pfizer zufolge, dass das Medikament das Risiko von Spitaleinweisungen und Todesfällen bei Covid-19-Patienten um 89 Prozent senke, teilte Pfizer mit. Das gelte bei Behandlungen innerhalb von drei Tagen nach den ersten Covid-19-Symptomen, ähnliche Werte hätten sich bei Behandlungen innerhalb von fünf Tagen ergeben.

  • 9.49 Uhr 
    Österreich verschärft die Regeln für die Einreise

    Ungeimpfte Reisende müssen an der österreichischen Grenze künftig einen PCR-Test vorweisen. Antigen-Schnelltests werden bei der Einreise ab Montag nicht mehr akzeptiert. Nur noch für Grenzpendler sind diese ungenaueren Tests gültig, wie aus einer Verordnung hervorging, die am Dienstagabend öffentlich gemacht wurde.

    Wer nach Österreich einreist, muss zudem vor Ort strengere Kriterien laut der neuen 2,5G-Regel (Geimpft, Genesen oder PCR-Getestet) erfüllen. Impfzertifikate sind nicht mehr ein Jahr lang, sondern nur noch neun Monate gültig. Ungeimpfte Pendler müssen negative PCR-Testergebnisse vorweisen, die nur noch für 72 Stunden gelten (bisher eine Woche). Schnelltests sind für Pendler nur noch 24 statt 48 Stunden lang gültig.

    Die Polizei kontrolliert Covid-Tests von Pendlern, am Mittwoch, 10. Februar 2021, in Lustenau, Oesterreich. Ab heute muessen auch Arbeitspendler aus dem Land bei der Rueckreise einen negativen Coronatest vorweisen koennen. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)
    Die Polizei kontrolliert Covid-Tests von Pendlern in Lustenau, Österreich. (Archiv)
    Bild: Keystone
  • 8.55 Uhr 
    Deutsche Impfkommission plant Booster-Empfehlung für alle ab 18 Jahren

    In Deutschland hat der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, eine baldige Ausweitung der Empfehlung für Corona-Auffrischungsimpfungen in Aussicht gestellt. Die Stiko werde am Mittwoch «über die nächste, sozusagen die fortgeschriebene Empfehlung beraten, und das wird nicht lange dauern, und dann wird die jetzt von Ihnen reklamierte Empfehlung auch kommen», sagte Mertens am Dienstag auf eine entsprechende Frage in der ZDF-Sendung «Markus Lanz». Bislang empfiehlt das Gremium eine Auffrischungsimpfung unter anderem Menschen ab 70 Jahren. Auf Nachfrage machte Mertens klar, dass die Empfehlung «bis 18» gesenkt werden könnte.

    Schon jetzt rät die Stiko zudem Menschen mit Immunschwäche, Bewohnern von Pflegeeinrichtungen sowie Personal in medizinischen Einrichtungen und Pflegepersonal zum Booster. Vergangene Woche hatte das Gremium in einer Stellungnahme eine «zeitnahe» Aktualisierung seiner Empfehlungen auch mit Blick auf Auffrischungsimpfungen angekündigt. Schon da hiess es, es sei aus immunologischen und infektionsepidemiologischen Gründen sinnvoll, über die bisherige Empfehlung hinaus mittelfristig auch allen anderen eine Auffrischimpfung anzubieten. Dabei solle «so weit wie möglich nach absteigendem Lebensalter vorgegangen werden».

    In den USA diskutiert ein Beratergremium der Arzneimittelbehörde FDA über eine mögliche Notfallzulassung des Impfstoffs von Biontech/Pfizer bei Kindern.
    In Deutschland könnte der Booster für alle Erwachsenen schon bald kommen. (Symbolbild)
    Bild: dpa
  • 8.02 Uhr 
    Höchststand bei Neuinfektionen in Tschechien

    In Tschechien ist die Zahl der täglichen Neuinfektionen auf einen Rekordwert gestiegen. Innerhalb von 24 Stunden gab es 22'479 neue bestätigte Fälle – so viele wie noch nie an einem Tag seit Beginn der Pandemie vor mehr als anderthalb Jahren. Das ging am Mittwochmorgen aus den Zahlen des Gesundheitsministeriums in Prag hervor. Der bisherige Höchststand lag bei 17'778 Fällen am 6. Januar.

    Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz – also die Zahl der Neuinfektionen je 100'000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen – stieg auf 813. In den Krankenhäusern werden mehr als 4400 Corona-Patienten behandelt, von denen sich mehr als 660 in einem ernsten Zustand befanden. Am stärksten betroffen sind derzeit die östlichen Verwaltungsregionen Mährisch-Schlesien und Olomouc (Olmütz). Nur knapp 6,2 Millionen der 10,7 Millionen Einwohner des deutschen Nachbarlandes sind vollständig geimpft.

    Die Regierung will am Donnerstag über weitere Verschärfungen der Corona-Massnahmen beraten. Als eine Option wird über eine 2G-Regel (genesen, geimpft) für Gastronomie- und Beherbergungsbetriebe wie in Bayern nachgedacht. Derzeit genügt dort auch ein negatives Testergebnis. Das Kabinett unter Ministerpräsident Andrej Babis ist nach seiner Niederlage bei der Parlamentswahl Anfang Oktober nur noch geschäftsführend bis zur Ernennung einer neuen Regierung im Amt.

  • 7.32 Uhr 
    Roche beendet Partnerschaft mit Atea für Corona-Pille

    Der Pharmakonzern Roche hat nach enttäuschenden Studien-Ergebnissen die Zusammenarbeit mit dem US-Unternehmen Atea beendet. Nach einer gründlichen Analyse der derzeitigen Covid-19-Behandlungslandschaft habe man die schwierige Entscheidung getroffen, die Partnerschaft mit Atea für das AT-527-Programm zu beenden.

    Stattdessen wolle man sich auf andere Covid-19-Aktivitäten konzentrieren, heisst es in einer Stellungnahme von Roche, die AWP vorliegt. Mit Beendigung der Partnerschaft werden die Rechte und Lizenzen, die Atea Roche im Rahmen der strategischen Zusammenarbeit gewährt hat, an Atea zurückgegeben. Diese Entscheidung kommt, nachdem Atea vor etwa einem Monat mit dem Hoffnungsträger AT-527, der sogenannten Corona-Pille, in einer Phase-II-Studie die gesteckten Ziele nicht erreicht hatte.

    Wie Roche weiter mitteilte, will der Konzern die Entwicklung anderer Covid-19-Behandlungs- und Diagnoseoptionen fortsetzen. Dazu zählen etwa die Antikörperkombination Ronapreve (Casirivimab und Imdevimab), die Roche in Zusammenarbeit mit Regeneron betreibt, sowie Actemra/RoActemra (Tocilizumab) von Roche selbst. Atea wiederum teilte mit, das laufende klinische Phase-III-Studienprogramm Morningsky mit AT-527 weiter voranzutreiben.

    Das Logo des Pharmakonzern Roche an einem Gebäude des Unternehmens in Basel.
    Der Pharmakonzern Roche beendet die Zusammenarbeit mit dem US-Unternehmen Atea an einem Medikament gegen Covid-19. (Symbolbild)
    Bild: dpa
  • 6 Uhr
    Hazel Brugger und Mann erhalten Morddrohungen

    Die Komikerin Hazel Brugger und ihr Ehemann Thomas Spitzer bekommen eigenen Angaben zufolge wegen ihrer Appelle fürs Impfen Morddrohungen – und Mordankündigungen. Dies teilte Spitzer am Dienstag via Twitter mit. Darunter sei «leider nicht nur der übliche Quatsch, sondern auch ganz konkrete Pläne, wo Leute detailliert beschreiben, wie genau sie uns umbringen werden», schreibt der Autor weiter. Kommende Auftritte Bruggers, so sie denn überhaupt stattfinden, könnten wahrscheinlich nur unter Personenschutz durchgeführt werden. Morddrohungen und Mordankündigungen würden angezeigt und öffentlich gemacht, kündigte Spitzer an.

    Das Künstler-Paar hatte vergangenen Woche getwittert, dass es bis Jahresende niemanden mehr «privat treffen und/oder mit keinem kollaborieren werde, der/die nicht geimpft ist. Es geht einfach nicht mehr».

    Vor allem Spitzer spricht sich auf Twitter für Impfungen gegen das Coronavirus aus und kritisiert Impfgegner.

    01.10.2021, Nordrhein-Westfalen, Köln: Hazel Brugger und ihr Mann Thomas Spitzer mit T-Shirt mit der Aufschrift «Konsequenzen für Comedian XY» kommen über den Roten Teppich zur Verleihung des «Deutschen Comedypreises». Die beliebtesten Comedy-Sendungen, Podcasts und Künstlerinnen und Künstler werden ausgezeichnet. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ (KEYSTONE/DPA/Rolf Vennenbernd)
    Hazel Brugger und ihr Mann Thomas Spitzer am 1. Oktober 2021 auf dem Roten Teppich bei der Verleihung des «Deutschen Comedypreises» in Köln.
    Bild: Keystone/DPA/Rolf Vennenbernd
  • 4.58
    Japans Exportwachstum fällt wegen Lieferengpässen auf Tiefwert

    Japans Exporte sind im Oktober wegen Lieferengpässen in der Automobilbranche erstmals seit sieben Monaten nicht mehr zweistellig gewachsen. Die Exporte stiegen im vergangenen Monat im Jahresvergleich um 9,4 Prozent, wie aus Daten des Finanzministeriums vom Mittwoch hervorgeht. Es war die schwächste Expansion seit einem Rückgang im Februar. Im Vormonat hatten die Ausfuhren noch um 13,0 Prozent zugelegt.

    Die Verlangsamung des Wachstums zeigt die Anfälligkeit Japans gegenüber Engpässen in der Lieferkette, die sich insbesondere auf die Automobilindustrie auswirken und die Aussichten für den Handel trüben. Die Autoauslieferungen fielen um 36,7 Prozent.

    Es wird erwartet, dass die Regierung in Tokio am Freitag ein Konjunkturpaket in Höhe von «mehreren zehn Billionen Yen» ankündigen wird, um die Folgen der Pandemie zu lindern und die Wirtschaft wieder anzukurbeln.

  • 4.30 Uhr
    Österreich bewertet jüngste Corona-Schritte – Experten fordern mehr

    Kurz nach Einführung immer schärferer Corona-Massnahmen für Ungeimpfte in Österreich fordern viele Ärzte weitere Einschränkungen für die Gesamtbevölkerung. Der grüne Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein will die Pandemie-Lage und die Wirkung der jüngsten Covid-Regeln heute bewerten. Mit seinem jüngsten Vorstoss für eine nächtliche Ausgangssperre für alle sorgte er für einen Krach mit Kanzler Alexander Schallenberg und seiner konservativen ÖVP, die sich gegen einen allgemeinen Lockdown stemmt.

    Zu Monatsbeginn war die 3G-Regel am Arbeitsplatz eingeführt worden. Firmen müssen überprüfen, ob ihr Personal geimpft, von Covid-19 genesen oder getestet ist. Am 8. November folgte die 2G-Regel für Lokale, Tourismus, Sportstätten und Veranstaltungen, wo Ungeimpfte nun keinen Zutritt mehr haben. Und seit Montag sind Menschen ohne Impfschutz zu einem Lockdown verpflichtet. Sie dürfen nur für die Arbeit und dringende Besorgungen das Haus verlassen.

    Der starke Anstieg der Impfzahlen in den vergangenen Tagen hat die rasante Ausbreitung des Virus noch nicht verlangsamt. Die Sieben-Tage-Inzidenz kletterte zuletzt erstmals über 900. In Salzburg erreichte sie mit knapp 1600 einen österreichweiten Spitzenwert. Salzburger Kliniken bereiten Triage-Verfahren vor, um zu entscheiden, welche Patienten die knappen Spitalbetten belegen dürfen, und welche abgewiesen werden müssen. Auch in anderen Bundesländern werden bereits manche Operationen verschoben.

    Der Verband der Intensivmediziner sowie Spitalärzte riefen deshalb nach härteren Einschnitten, um die vierte Welle zu brechen. Auch die Generaldirektorin für öffentliche Gesundheit im Gesundheitsministerium, Katharina Reich, forderte abendliche Ausgangsbeschränkungen für alle. «Ich glaube, dass wir das brauchen», sagte sie am Dienstagabend dem Sender ORF.

    Statt Geimpfte einzuschränken, müsse das Ziel sein, Ungeimpfte zum Erststich zu bewegen, sagte Kanzler Schallenberg am Dienstag im Parlament. Allerdings wischte er die Forderungen von Mückstein, der selbst Arzt ist, nicht mehr ganz so brüsk vom Tisch wie noch vor wenigen Tagen. «Wir werden die Situation natürlich sehr genau beobachten», sagte er. Notfalls könne nachgeschärft werden.

    ABD0030_20211115 - SALZBURG - ÖSTERREICH: ++ THEMENBILD ++ ZU APA0197 VOM 14.Nov 2021 - Leute stehen in einer Warteschlange vor einem Impfbus in Salzburg am Montag,15. November 2021. Ab heute gilt bundesweit ein Corona-Lockdown für nicht Immunisierte. - FOTO: APA/BARBARA GINDL
    Angesichts steigender Fallzahlen und einer Verschärfung der Massnahmen stehen Menschen am 15. November 2021 in einer Warteschlange vor einem Impfbus in Salzburg.
    Bild: Keystone
  • 4.14 Uhr
    Deutschland: Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 319,5

    Die Zahl der innert eines Tages an das deutsche Robert Koch-Institut (RKI) übermittelten Corona-Neuinfektionen hat einen neuen Höchststand erreicht. Das RKI meldet mit 52'826 neuen Positiv-Tests einen neuen höchsten Tageswert in der Pandemie. Vor einer Woche waren es 39'676 Ansteckungen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit 319,5 an – ebenfalls ein Höchststand.

    Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 312,4 gelegen, vor einer Woche bei 232,1 (Vormonat: 66,1) gelegen. Am vergangenen Donnerstag hatte die Zahl der Neuinfektionen mit 50 196 einen Rekordwert seit Beginn der Pandemie erreicht. Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 294 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 236 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 5'129'950 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

  • 4 Uhr
    Helsana präsentiert Arzneimittelreport 2021

    Die Krankenkasse Helsana stellt heute ihren Arzneimittelreport 2021 vor. Die Kosten für Arzneimittel seien trotz oder gerade wegen der Pandemie im letzten Jahr gestiegen. Der Report widmet sich der Frage, ob die gute alte Hausapotheke ordentlich aufgerüstet habe. Thematisiert wird ferner, wie sich die Pandemie auf das Bezugsverhalten bei Arzneimitteln und den Beginn lebensnotwendiger Krebstherapien ausgewirkt habe. Und welchen Einfluss Corona auf die schon zuvor besorgniserregend zunehmenden Lieferengpässe habe. Zu all dem äussern sich Helsana-Chef Roman Sonderegger und Mathias Früh, Leiter Gesundheitspolitik & Public Affaires, im Mediengespräch.

  • 3.30 Uhr
    Grösste deutsche Kunstmesse startet nach Corona-Pause

    Die Art Cologne ist zurück: Nach zweieinhalb Jahren coronabedingter Pause startet heute die grösste deutsche Kunstmesse in Köln. Bis Sonntag präsentieren rund 150 Galerien und Händler aus 20 Ländern Werke aus dem 20. und 21. Jahrhundert, wie eine Sprecherin mitteilte. Mit dabei sind etablierte Händler aus London und New York, aber auch Newcomer aus Addis Abeba oder Tiflis.