Nach Reparaturen am Säntis: Ostschweizer Hausberg wieder offen

SDA / tmxh

29.5.2019 - 11:22

Nach beinahe fünf Monaten mit Reparaturarbeiten ist die Schwebebahn auf den Säntis wieder in Betrieb. Lawinen hatten das Hotel und eine Seilbahnstütze beschädigt. 

Seit Mittwoch transportiert die Säntisbahn wieder Gäste auf den Ostschweizer Hausberg. Damit ging für das Unternehmen eine lange Zeit des Stillstands zu Ende, die sich im Betriebsergebnis deutlich auswirken dürfte.

Am 10. Januar war auf der Schwägalp eine Lawine niedergegangen, die unter anderem das Hotel Säntis in der Nähe der Talstation erreichte. Drei Personen wurden dabei leicht verletzt. Wenig später folgte eine weitere Lawine, die eine 54 Meter hohe Stütze der Seilbahn beschädigte. Bereits damals war klar, dass die Reparaturen Monate dauern würden.

Nach aufwendigen Reparaturarbeiten an einem Stützmasten konnte die Schwebebahn auf den Säntis nach fast fünf Monaten Stillstand am Mittwoch wieder ihren Betrieb aufnehmen. 
Source: KEYSTONE/Gian Ehrenzeller

Säntis nur mit Helikopter erreichbar

Danach verliefen die Arbeiten trotz teilweise ausgiebiger Schneefälle und widriger Temperaturen planmässig. Die beschädigten Fachwerkträger im unteren Bereich der Stütze wurden mit zusätzlichen, massiven Stahlträgern verstärkt. Die Bahn stand während der ganzen Zeit still. Arbeiter, die im Gipfel-Restaurant Umbauarbeiten ausführten, mussten per Helikopter auf den Säntis geflogen werden.

Lawine auf der Schwägalp

Zuerst abgeschlossen waren die Reparaturen am Hotel Säntis. Weil die erste Lawine unter anderem eine Fensterfront eingedrückt hatte, wurden dort neue Spezialfenster montiert. Das Hotel auf der Schwägalp und das ebenfalls zur Bahn gehörende Restaurant Passhöhe mussten einen starken Nachfragerückgang hinnehmen, weil die Fahrt auf den Säntis bis Mittwoch nicht mehr möglich war.

Fast sieben Meter Schnee türmten sich noch Mitte Mai auf dem Säntis, so viel wie momentan nirgendwo sonst in der Schweiz. Für diese Jahreszeit ist das ein Rekordwert und übertrifft den Mai 2018 um zweieinhalb Meter. Die beispiellose Schneemenge bringt aber auch die Gefahr eines Rekord-Hochwassers mit sich.

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