Blockchain

Alt-Bundesrat macht sich für Schweiz als Crypto-Valley stark

SDA

8.2.2021 - 05:28

Eine Delegation aus Südkorea besuchte am 3. Oktober 2018 Zug, um sich über das Schweizer Crypto Valley zu informieren. 
Eine Delegation aus Südkorea besuchte am 3. Oktober 2018 Zug, um sich über das Schweizer Crypto Valley zu informieren. 
Bild: Keystone/Urs Flüeler

Alt-FDP-Bundesrat Johann Schneider-Ammann spricht sich für die Schweiz als ein Hub für Kryptowährungen und die neuartige Blockchain-Technologie aus. Diese Chance müsse das Land nutzen.

Die Schweiz habe das Glück, dass mit der Blockchain-Technologie «vor ihrer Haustüre eine der nächsten grossen Technologien mit vielen grossartigen Ideen und Start-ups» entstehe. Diese Chance müsse das Land packen. Dies schreibt Alt-Bundesrat Johann Schneider-Ammann in einem Gastbeitrag in der «Neuen Zürcher Zeitung» vom Montag.

Die Schweiz habe sich innerhalb kürzester Zeit als eine der führenden Blockchain-Nationen der Welt etabliert, und sie verfüge über eines der fortschrittlichsten, klarsten Regelwerke, führte Schneider-Ammann, der von 2010 bis 2018 Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung war, weiter aus. «Im globalen Wettbewerb wird die Schweiz anderen in Jurisdiktion um Längen voraus sein», sagte er.

«Immer mehr Konzerne entdeckten zudem die Vorzüge der Blockchain-Technologie und bildeten beispielsweise Lieferketten damit ab oder verwendeten sie für die digitale Aufbewahrung von Sachwerten», erklärte der einstige Volkswirtschaftsminister.

Das Land dürfe sich aber nicht auf den Lorbeeren ausruhen, warnte Schneider-Ammann zugleich. «Vor dreissig Jahren wurde im Cern bei Genf das World Wide Web entwickelt, doch der Siegeszug des Internets fand weder in der Schweiz noch in Europa statt, sondern in den USA im Silicon Valley», mahnte er. «Es braucht jetzt also das Bewusstsein der Bevölkerung und der Wirtschaft, dass im Crypto Valley die Zukunft und ein enormes Potenzial für den Wirtschaftsstandort entstehen.»



Investitionen notwendig

Es seien nunmehr Investitionen notwendig, dass die «Crypto Nation Switzerland» wirklich entstehe, betonte er. Die Politik habe die Weichen dafür jedenfalls gestellt, führte Schneider-Ammann aus.

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