Empfangsgebühren

Serafe: Ärger über Inkassofirma reisst nicht ab

tafu

5.3.2020

Seit mehr als einem Jahr ist Serafe für das Einziehen der Radio- und Fernsehgebühren zuständig. Doch noch immer kommt es zu Beschwerden.
Keystone

Noch immer sorgt Serafe für Ärger – trotz Verbesserungen im vergangenen Jahr kommt es nach wie vor zu Beschwerden vor allem über den Kundendienst der Inkassofirma.

Als Nachfolgerin der Billag hat Serafe als Inkassofirma vor etwas mehr als einem Jahr das Einziehen der Radio- und Fernsehgebühren übernommen. Dass der Start alles andere als glatt verlief, ist bekannt – der Kundendienst war schlecht erreichbar, Rechnungen waren fehlerhaft. Doch man gelobte Besserung.

Wie der SRF berichtet, habe es zwar eine deutliche Verbesserung gegeben, kritische Anfragen gebe es aber nach wie vor. Diese gehen noch immer bei den Redaktionen der SRF-Konsumentenmagazine «Espresso» und «Kassensturz» ein – zwar weniger als noch vor einem Jahr, doch die Klagen der Konsumenten gehen noch immer in dieselbe Richtung.

Keine Konsistenz

Neben falsch ausgestellten oder mehrfach verschickten Rechnungen sei vor allem die Unterstützung durch den Kundendienst häufig mangelhaft. Per Mail und auch per Telefon sei dieser kaum erreichbar. Das bestätigt auch die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS). Zwar gebe es durchaus Fälle, in denen die Anfragenbearbeitung sehr schnell geschehe, andere Kunden müssten dagegen lange auf eine Antwort warten. «Man sieht noch keine Konsistenz», so SKS-Geschäftsführerin Sara Stadler gegenüber «Espresso».



Überhaupt keine Probleme beim Service der Serafe sieht dagegen das Bundesamt für Kommunikation (Bakom). «Der Kundendienst der Serafe funktioniert nach unseren Informationen gut», so die Stellungnahme. Man verzeichne nur noch wenig Anfragen zu Serafe. Meist handle es sich dabei dann aber um Personen, die sich von der Gebühr befreien lassen wollen.

Lange Wartezeiten bei Mailanfragen

Und was sagt Serafe selbst dazu? Mediensprecher und Geschäftsleitungsmitglied Erich Heynen erklärt, man habe im vergangenen Jahr einiges zur Qualitätsverbesserung unternommen, Personal in den Callcentern sei aufgestockt worden, bei telefonischen Anfragen gebe es keine Wartezeiten mehr. Ausnahme sei lediglich der Rechnungsversand am Monatsende, denn da häuften sich die Anfragen und es könne zu Wartezeiten kommen.



Allerdings, gesteht Heynen ein, komme es bei Mailanfragen durchaus noch zu langen Wartezeiten. «Da sind wir immer noch am Abarbeiten des Pendenzenberges.» Schuld an dem hohen Arbeitsaufkommen seien aber vor allem Anfragen, die die Einwohnerkontrolle der Wohngemeinde betreffen, wie zum Beispiel Infos über Adressänderungen.

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