BAG meldet 1792 Neuinfektionen +++ Corona-Ausbruch im Pflegeheim in Muttenz 

Agenturen/red

28.10.2021

27 Bewohnerinnen und Bewohner sowie 14 Mitarbeitende sind im Alters- und Pflegeheim Käppeli in Muttenz positiv auf das Coronavirus getestet worden, eine Bewohnerin verstarb. Unterdessen meldet das BAG 1792 Neuinfektionen innert 24 Stunden. Die Ereignisse des Tages im Überblick.

Agenturen/red

28.10.2021

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag innerhalb von 24 Stunden 1792 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 8 neue Todesfälle und 18 Spitaleintritte.

Vor einer Woche waren beim BAG noch 1478 Meldungen von neuen Covid-19-Fällen eingegangen. Damit haben die laborbestätigten Ansteckungen im Wochenvergleich deutlich zugenommen, genauso wie die Spitaleintritte — vor einer Woche waren noch 13 gemeldet worden. Todesfälle hatte es vor einer Woche 7 gegeben.

In den vergangenen zwei Wochen wurden auf 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner 192,77 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet. Im Tessin lag diese sogenannte Inzidenz bei 40 und in Appenzell Innerrhoden bei 454.

Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, lag am 15. Oktober bei 1,24.

Corona-Ausbruch im Altersheim in Muttenz

Im Alters- und Pflegeheim Käppeli in Muttenz ist es zu einem Corona-Ausbruch gekommen. 27 Bewohnerinnen und Bewohner sowie 14 Mitarbeitende sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Eine Bewohnerin ist am selben Tag an den Folgen von Covid-19 verstorben.

Weitere schwere Verläufe oder Hospitalisierungen seien nicht bekannt, teilte die Baselbieter Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion mit. Das Heim nehme am Breiten Testen Baselland teil und die Schutzkonzepte seien umgesetzt worden.

Das Alters- und Pflegeheim wird für die nächsten 14 Tagen geschlossen. Die Bewohnerinnen und Bewohner sollen vor Ort demnächst Booster-Impfungen erhalten.


Die Ereignisse des Tages im Überblick:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Im Alters- und Pflegeheim Käppeli in Muttenz BL ist es zu einem Corona-Ausbruch gekommen.
  • Das BAG meldet 1792 Neuinfektionen bei 24'828 Tests. Acht Personen starben an Covid-19, 18 wurden hospitalisiert.
  • Der Bund konnte wegen eines technischen Problems am Montag während einigen Stunden keine Covid-Zertifikate ausstellen.
  • Das BAG meldet im Wochenvergleich einen signifikanten Anstieg bei den Infektionen und mehr Hospitalisierungen. Die Todesfälle blieben indes ähnlich hoch. 
  • Die SVP des Kantons Aargau stellt sich gegen die Landespartei und beschliesst die Ja-Parole zum Covid-19-Gesetz.
  • Die Corona-Fallzahlen in Deutschland steigen rasant an. Die Spitäler warnen vor einer Überlastung durch ungeimpfte Intensivpatienten. 
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  • 21.21 Uhr
    Rio de Janeiro hebt Corona-Maskenpflicht im Freien auf

    In dem brasilianischen Bundesstaat Rio de Janeiro ist das Tragen von Corona-Schutzmasken in offenen Bereichen unter bestimmten Bedingungen nicht mehr Pflicht. Dies geht aus einer Veröffentlichung im Amtsblatt des Bundesstaates hervor. Demnach gilt die neue Regelung für den Gebrauch von Corona-Masken.

    Voraussetzung ist, dass die Gemeinde oder Stadt ein mässiges, geringes oder sehr geringes Risiko für Covid-19 aufweist. Zudem müssen 75 Prozent der Bevölkerung über 12 Jahre oder 65 Prozent der Gesamtbevölkerung komplett geimpft sein. Beides ist etwa der Fall in der Metropole Rio. In geschlossenen Räumen bleibt die Maskenpflicht bestehen.

    Nach den USA und Indien verzeichnet Brasilien mit fast 22 Millionen Fällen die meisten Corona-Infektionen. Zuletzt überschritt das grösste Land in Lateinamerika die Marke von 600'000 Corona-Toten. Rio war bisweilen eine der am meisten betroffenen Städte.

    Mit dem Fortschreiten der Impfkampagne — inzwischen sind insgesamt mehr als 100 Millionen Brasilianer gegen Corona geimpft — und dem Rückgang der Belegung der Spitäler wuchs der Optimismus der Stadt. Experten warnten, dass die Massnahme den falschen Eindruck vermitteln könnte, die Pandemie sei zu Ende.

  • 20.42 Uhr
    Aufruf zu Corona-Demo in Bern bleibt praktisch ungehört

    Dem Aufruf zu einer unbewilligten «Spontan-Demo» gegen die Coronamassnahmen sind in Bern nur wenige Personen gefolgt. Der Bahnhofplatz, der im Demoaufruf als Treffpunkt angegeben war, blieb bis nach 20.00 Uhr abgesehen von Passanten leer.

    Die Polizei war mit einem sichtbaren Aufgebot rund um den Bahnhof präsent, wie eine Reporterin der Nachrichtenagentur Keystone-SDA feststellte. Einzelne Personen wurden abgeführt. Zu einer Versammlung oder Kundgebung kam es aber nicht

    Präsent war die Polizei auch rund um den abgesperrten Bundesplatz, wo jeden Abend drei Mal das Lichtspektakel «Rendezvous am Bundesplatz» projiziert wird.

  • 20.13 Uhr
    Estland verschärft geltende Corona-Beschränkungen

    Angesichts steigender Corona-Neuinfektionszahlen verschärft Estland die geltenden Corona-Regeln. In dem baltischen EU-Land gilt nach einem Beschluss der Regierung in Tallinn ab 29. Oktober eine Maskenpflicht auch in Innenräumen. Weiter gilt zum 1. November die 2G-Regel auch für Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren. Anders als für Erwachsene ist für sie aber zur Teilnahme an Veranstaltungen oder zum Zutritt zu gastronomischen Betrieben, Kultur-, Freizeit-, Unterhaltungs- und Sportstätten ein negativer Corona-Test ausreichend. Zugleich müssen alle Esten zusammen mit ihrem grünen Zertifikat künftig einen Ausweis vorlegen.

    Die Regierung schränkte auch die Dauer von öffentlichen Veranstaltungen und Aktivitäten ein — sie müssen vom 1. November an um spätestens 23 Uhr beendet sein. Dies trifft besonders Nachtclubs, Bars und andere Unterhaltungsstätten. Regierungschefin Kajas Kallas begründete dies einem Rundfunkbericht zufolge damit, dass die Wahrscheinlichkeit einer Ausbreitung des Coronavirus bei abendlichen Veranstaltungen höher ist, wenn Alkohol verkauft wird.

    In Estland sind die Corona-Zahlen zuletzt deutlich gestiegen. In den vergangenen 14 Tagen wurden nach offiziellen Angaben 1478 Neuinfektionen pro 100'000 Einwohner registriert. In dem Baltenstaat mit 1,2 Millionen Einwohnern sind fast 57 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen Corona geimpft.

  • 19.36 Uhr
    Corona-Ausbruch im Altersheim in Muttenz

    Im Alters- und Pflegeheim Käppeli in Muttenz BL ist es zu einem Corona-Ausbruch gekommen. 27 Bewohnerinnen und Bewohner sowie 14 Mitarbeitende sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Eine Bewohnerin ist am selben Tag an den Folgen von Covid-19 verstorben.

    Im Alters- und Pflegeheim Käppeli in Muttenz BL haben sich 27 Bewohnerinnen und Bewohner sowie 14 Mitarbeitende mit dem Coronavirus infiziert. (Symbolbild)
    Im Alters- und Pflegeheim Käppeli in Muttenz BL haben sich 27 Bewohnerinnen und Bewohner sowie 14 Mitarbeitende mit dem Coronavirus infiziert. 
    KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER (Symbolbild)

    Weitere schwere Verläufe oder Hospitalisierungen seien nicht bekannt, teilte die Baselbieter Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion mit. Das Heim nehme am Breiten Testen Baselland teil und die Schutzkonzepte seien umgesetzt worden.

    Das Alters- und Pflegeheim wird für die nächsten 14 Tagen geschlossen. Die Bewohnerinnen und Bewohner sollen vor Ort demnächst Booster-Impfungen erhalten.

  • 19.01 Uhr
    In der Corona-Impfkampagne fehlt es zunehmend an Spritzen

    Mitten in der Corona-Krise könnten weltweit die Spritzen knapp werden. Die Versorgung mit Impfstoff nehme zwar zu, doch könnten mehr als zwei Milliarden Spritzen fehlen, erklärten Vertreter von Weltgesundheitsorganisation und Unicef. «Der Mangel an Spritzen könnte den Fortschritt lähmen», sagte die WHO-Direktorin für Afrika, Matshidiso Moeti. Lieferungen nach Südafrika, Kenia, Ruanda und in andere Staaten seien bereits im Verzug. Auch andere Impfungen seien betroffen.

    Unicef erklärte, der Engpass könne etwa 2,2 Milliarden Einwegspritzen betreffen, die sich automatisch verriegeln, damit sie nicht ein zweites Mal verwendet werden können. Bei Standardspritzen rechne man nicht mit Engpässen.

    Eine Klinik-Mitarbeiterin zieht den Covid-19 Impfstoff von Biontech/Pfizer für eine Impfung auf eine Spritze. (Archivbild)
    Mitten in der Corona-Krise könnten weltweit die Spritzen knapp werden. 
    Sven Hoppe/dpa (Archivbild)

    Die Gesundheitsorganisation Path warnte, auch die Impfung von Kindern werde beeinträchtigt. Das Problem werde bis ins kommende Jahr anhalten. Weltweit würden die betroffenen Einwegspritzen in mehr als 100 Ländern verwendet. Daten von Herstellern zeigen bereits eine erhebliche Lücke.

    In Ruanda gebe es bereits jetzt Probleme, sagte Sabin Nsanzimana vom biomedizinischen Zentrum des Landes. Nach Ruanda gelieferte Impfstoffe könnten nicht lange gelagert werden. «Man muss die Spritzen in kurzer Zeit besorgen, sonst laufen einem die Impfstoffe in den Händen ab», sagte Nsanzimana.

    Ein weiteres Problem ist laut WHO, dass der in Afrika stark genutzte Impfstoff von Biontech und Pfizer neuartige Spritzen braucht, die in Afrika aber nicht hergestellt werden. Afrika erhalte mittlerweile mehr Impfstoffspenden als Spritzen. «Ohne Plan werden wir in grosse Schwierigkeiten geraten», sagte Impfexpertin Phionah Atuhebwe.

    Afrika ist der Kontinent mit der geringsten Impfquote. Weniger als sech Prozent der 1,3 Milliarden Einwohnerinnen und Einwohner sind vollständig geimpft.

  • 18.22 Uhr
    England streicht Länder von Roter Liste: keine Hotel-Quarantäne mehr

    England hat die Pflicht zur Hotel-Quarantäne nach der Einreise für alle Länder aufgehoben. Ab Montag, dem 1. November, sollen für Einreisende aus allen sieben derzeit noch auf der sogenannten Roten Liste stehenden Ländern wie Peru oder Venezuela die gleichen Regeln gelten wie für Reisende aus andere Staaten. Das teilte Verkehrsminister Grant Shapps auf Twitter mit.

    De facto bedeutet das, dass vorerst niemand mehr eine verpflichtende, teure Quarantäne im Hotel verbringen muss, wie es bisher der Fall war. Die Kategorie bleibe aber vorsorglich bestehen, hiess es.

    Den Zehntausenden Einreisenden, die sich in diesen Tagen auf den Weg zur Weltklimakonferenz COP26 nach Glasgow machen, hilft die Änderung wenig: In Schottland, wo die Regierung traditionell einen etwas vorsichtigeren Corona-Kurs fährt als London, bleibt die Pflicht zur Hotel-Quarantäne für Einreisende aus Hochrisikoländern weiterhin bestehen. Allerdings wurde sie für COP-Teilnehmer auf fünf — statt wie üblicherweise zehn — Tage reduziert.

  • 17.39 Uhr
    Milliarden nötig für Corona-Impfungen und Medikamente in aller Welt

    Für die Versorgung der Weltbevölkerung mit Impfstoffen und Medikamenten gegen Covid-19 sind bis September 2022 weitere Milliardenbeträge nötig. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bezifferte den Bedarf am Donnerstag in Genf auf 23,4 Milliarden Dollar. Damit könnten mindestens fünf Millionen potenzielle Todesfälle verhindert werden, und die Weltwirtschaft spare mehr als 5,3 Milliarden Dollar.

    Durch die bisher ungleiche Verteilung von Impfstoffen und Medikamenten werde ein baldiges Ende der Corona-Pandemie verhindert, so die WHO. Das erhöhe das Risiko, dass sich neue und gefährlichere Varianten des Virus Sars-CoV-2 entwickeln, gegen die bisherige Impfstoffe und Medikamente nicht wirksam genug sind. Bislang seien erst 0,5 Prozent der verfügbaren Impfstoffe in den ärmsten Ländern eingesetzt worden, obwohl sie 9 Prozent der Bevölkerung ausmachen.

    «Wenn die 6,8 Milliarden Impfdosen, die verabreicht wurden, fair verteilt worden wären, hätten wir das Ziel, in jedem Land 40 Prozent der Bevölkerung zu impfen, bereits erreicht», sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Nach Angaben des WHO-Afrika-Büros werden nur 10 Prozent der 54 Länder der Afrika-Region das 40-Prozent-Ziel noch bis Ende des Jahres erreichen, wenn nicht deutlich mehr getan wird.

  • 17.30 Uhr
    Coronazahlen steigen im Norden Europas wieder an

    In Dänemark und in Norwegen ist die Zahl der Neuinfizierten mit dem Coronavirus in den letzten Wochen wieder in die Höhe geschnellt. Das dänische Seruminstitut meldete am Donnerstag einen Anstieg der Covid-19-Fälle von der Kalenderwoche 11. bis 17. Oktober auf die darauffolgende Woche um 73 Prozent. Das entspricht einer Inzidenz von 148. Besonders betroffen sei die Hauptstadtregion Kopenhagen.

    In Norwegen stieg die Zahl der positiv Getesteten innerhalb einer Woche um 53 Prozent. Die Zahl der Fälle, die im Krankenhaus behandelt werden müssen, ist aber in beiden Ländern auf einem niedrigen Niveau.

    Dänemark und Norwegen haben vor einigen Wochen fast alle Corona-Beschränkungen zurückgefahren. Es muss kein Mundschutz mehr getragen werden und ein Corona-Pass ist auch nicht erforderlich, wenn man Restaurants und Museen besuchen will. In Norwegen sind inzwischen rund 87 Prozent der erwachsenen Bevölkerung zweimal geimpft.

    People crowd in front of Rumors on Noerregade in Copenhagen on the night between Thursday, Sept. 2 and Friday Sept. 3, 2021. From Wednesday night, clubs and bars could be open more or less as usual with a dance floor and without distance. This is the first time since the coronavirus pandemic hit Denmark. (Olafur Steinar Gestsson/Ritzau Scanpix via AP)
    Menschen drängen sich Anfang September vor einem Club in Kopenhagen.
    Bild: Keystone
  • 16.26 Uhr
    Panne bei Zertifikats-Ausstellung behoben

    Eine erneute Panne hat am Donnerstag dazu geführt, dass der Bund während Stunden keine Covid-Zertifikate ausstellen konnte. Es handelte sich bereits um die dritte grössere Störung innert Monatsfrist.

    Um kurz vor 12 Uhr meldete das Bundesamt für Informatik und Telekommunikation (BIT) «ein technisches Problem bei der Ausstellung von Covid-Zertifikaten». Die Überprüfung bereits ausgestellter Zertifikate sei nicht betroffen.

    Knapp vier Stunden später teilte der Bund auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit, dass die Ausstellung von Covid-Zertifikaten wieder funktioniere. Das BIT betonte gleichzeitig, dass die Störung in keinem Zusammenhang stehe mit den im Ausland falsch ausgestellten Covid-Zertifikaten mit gültiger Signatur, die aktuell im Internet kursierten.

  • 16.22 Uhr
    Booster-Impfungen im Aargau ab dem 15. November

    Im Kanton Aargau werden Booster-Impfungen gegen Covid-19 ab dem 15. November verabreicht. Eine Anmeldung ist ab dem 4. November online möglich.

    Bewohner*innen von Pflegeheimen werden vor Ort geimpft, wie die Aargauer Staatskanzlei am Donnerstag mitteilte. Alle anderen Personen über 65 Jahren erhalten die dritte Impfdosis in einem Impfzentrum, in einer Apotheke oder in einer Arztpraxis.

    Eine Anmeldung für die Booster-Impfung ist zwingend. Eine telefonische Terminreservation ist gemäss Communiqué nicht möglich. Personen ohne Internetzugang können ab dem 4. November in den Aargauer Apotheken um Unterstützung bei der Terminbuchung bitten.

    Der Bund empfiehlt neu allen Personen über 65 Jahren, sich eine dritte Impfdosis verabreichen zu lassen. Eine Auffrischungsimpfung solle ältere Menschen noch besser vor schwerer Erkrankung schützen, teilten das Bundesamt für Gesundheit und die Eidgenössische Kommission für Impffragen am Dienstag gemeinsam mit.

  • 15.50 Uhr 
    Trotz Ferien steigen die Fallzahlen in Tschechien

    Mitten in den Herbstferien ziehen in Tschechien die Corona-Zahlen weiter an. Innerhalb von 24 Stunden wurden landesweit 5824 bestätigte Neuinfektionen gemeldet, wie das Gesundheitsministerium in Prag am Donnerstag mitteilte. Das waren 2500 mehr als am gleichen Tag vor einer Woche. Der Inzidenzwert stieg nach den aktuellen Zahlen auf 270 Neuinfektionen je 100‘000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen.

    Als Hauptgrund für den Anstieg sieht der Epidemiologe Rastislav Madar – neben der vergleichsweise niedrigen Impfquote – die Nichteinhaltung der Corona-Regeln durch einen grossen Teil der Bevölkerung. «In Kinos, Einkaufszentren und auf Massenveranstaltungen laufen Menschen ohne Maske herum - und niemand kümmert sich darum», sagte der 48-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. Oft trage selbst Gaststätten-Personal keine Maske.

  • 14.50 Uhr
    Bern toleriert keine unbewilligte Kundgebung mehr

    In den einschlägigen Sozialen Medien kursieren Aufrufe für eine «Spontankundgebung» am Donnerstagabend in Bern, um gegen die vom Bundesrat verhängten Covid-Massnahmen zu protestieren.

    Spontankundgebungen sind an sich bewilligungsfrei erlaubt, sofern sie aus einem aktuellen Anlass heraus, eben spontan, entstehen. Dies kann beispielsweise sein, wenn sich Menschen nach einem Terrorattentat irgendwo in der Welt spontan zum Gedenken an die Opfer versammeln.

    Auch denkbar ist zum Beispiel eine Bundesratswahl mit unvorhergesehenem Ausgang, nach der sich Menschen auf dem Bundesplatz versammeln, um ihrer Freude oder ihrem Unmut Ausdruck zu geben. Für solch spontane Aktionen ist es kaum möglich, vorher eine Bewilligung einzuholen. Sie sind meistens auch nicht erkennbar oder gar straff organisiert.

    Die Polizei setzt Wasserwerfer und Gummischrot ein, am Mittwoch, 23. September 2021, in Bern. Die Kantonspolizei Bern wappnet sich gegen eine unbewilligte Kundgebung von Coronamassnahmen Gegner und will diese unterbinden. (KEYSTONE/Peter Schneider)
    Die Polizei setzt am 23. September in Bern Wasserwerfer und Gummischrot bei einer unbewilligten Kundgebung gegen die Corona-Massnahmen ein. (Archiv)
    Bild: Keystone
  • 14.02 Uhr
    Lage in Russland spitzt sich dramatisch zu

    Mit neuen Corona-Höchstständen in Russland hat in der Hauptstadt Moskau ein Teil-Lockdown zur Eindämmung der Pandemie begonnen. Seit Donnerstag sind lediglich noch Supermärkte und Apotheken geöffnet. Bis mindestens 7. November müssen Schulen, Kinos, Einkaufszentren und Fitnessstudios geschlossen bleiben. Restaurants und Cafés dürfen lediglich Essen und Getränke zum Mitnehmen anbieten.

    Landesweit sollen arbeitsfreie Tage von diesem Samstag an gelten. Präsident Wladimir Putin hatte verfügt, dass der Lohn in dieser Zeit weitergezahlt werde. Das gilt hauptsächlich nur für den öffentlichen Dienst. Medien hatten zuletzt berichtet, dass Russen massenhaft in den Urlaub ins Ausland fliegen wollten, etwa nach Ägypten.

    Strand statt Lockdown – Russen fliehen aus Moskau

    Strand statt Lockdown – Russen fliehen aus Moskau

    Präsident Wladimir Putin hatte angesichts der steigenden Infektionszahlen eine bezahlte Urlaubswoche für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer angeordnet.

    28.10.2021

    Laut offizieller Statistik vom Donnerstag wurden insgesamt mehr als 40'000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden registriert – so viele wie nie zuvor seit Beginn der Pandemie im Frühjahr 2020. Auch die Zahl der Corona-Toten pro Tag erreichte mit 1160 einen neuen Höchstwert.

    Erst ein Drittel der 146 Millionen Menschen in Russland ist offiziellen Angaben zufolge vollständig geimpft. Es sei noch keine Entscheidung getroffen worden, ob es eine landesweite Impfpflicht geben werde, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow. «Mal sehen, wie sich die Lage entwickelt.»

    Einheiten desinfizieren am 28. Oktober 2021 einen Bahnhof in Moskau. 
    Bild: Getty Images
  • 13.30 Uhr 
    Das BAG meldet 1792 Neuinfektionen

    In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit BAG am Donnerstag 1792 neue Coronavirus-Ansteckungen bei 24'828 Tests gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG acht neue Todesfälle und 18 Spitaleinweisungen.

    Vor einer Woche waren beim BAG noch 1478 Meldungen von neuen Covid-19-Fällen eingegangen. Damit haben die laborbestätigten Ansteckungen im Wochenvergleich deutlich zugenommen, genauso wie die Spitaleintritte - vor einer Woche waren noch 13 gemeldet worden. Todesfälle hatte es vor einer Woche 7 gegeben.

    In den vergangenen zwei Wochen wurden auf 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner 192,77 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet. Im Tessin lag diese sogenannte Inzidenz bei 40 und in Appenzell Innerrhoden bei 454.

    Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, lag am 15. Oktober bei 1,24. Die Auslastung der Intensivstationen in den Spitälern beträgt zurzeit 72,10 Prozent. 12,00 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten besetzt.

  • 13.11 Uhr 
    Kreuzfahrtschiff bricht nach Ausbruch Donau-Reise ab

    Für rund 170 Passagiere eines Fluss-Kreuzfahrtschiffs ist die Reise auf der Donau wegen eines Corona-Ausbruchs an Bord abrupt zu Ende gegangen. Bei einem Stopp in Wien waren 80 Gäste nach Angaben des medizinischen Krisenstabs der Stadt positiv auf das Virus getestet worden.

    Das an einer Schleuse liegende Schiff aus Deutschland wurde unter Quarantäne gestellt. Am Donnerstag waren alle Passagiere – getrennt in Erkrankte und Gesunde – laut Krisenstab in vier Bussen wieder auf dem Weg nach Deutschland. Auf dem Weg von Passau nach Wien hatte niemand das Schiff verlassen. Auch in der österreichischen Hauptstadt war niemand von Bord gegangen. Keiner der Betroffenen musste laut ORF ins Spital.

  • 12.22 Uhr 
    Erneute Probleme bei Ausstellung der Covid-Zertifikate

    Der Bund kann nach eigenen Angaben derzeit keine Covid-Zertifikate ausstellen. Die Überprüfung bereits ausgestellter Zertifikate sei nicht betroffen. Es handelt sich bereits um die dritte grössere Störung innert Monatsfrist.

    Bereits am Montagnachmittag waren bei den Covid-Zertifikaten während gut zehn Minuten Probleme aufgetreten. Betroffen waren die Prüfung und die Ausstellung von Covid-Zertifikaten.

    Zuvor hatte es Mitte Oktober technische Probleme mit den Zertifikaten gegeben. Der Grund war eine Panne. Gemäss Angaben des Bundes von damals das Schweizer System falsch auf Wartungsarbeiten in der EU reagiert. Die Schweiz und die EU anerkennen ihre Covid-Zertifikate gegenseitig.

    Das Covid-Zertifikat Schweiz wird mit einem Mobiltelefon eingescannt, am Dienstag, 15. Juni 2021 in Zuerich. Das Covid-Zertifikat enthaelt neben Name, Vorname, Geburtsdatum und einer Zertifikatsnummer auch die Angaben zur Covid-19-Impfung, zur Genesung oder zum negativen PCR-Test- bzw. Antigen-Schnelltest-Resultat. Der im Covid-Zertifikat angezeigte QR-Code soll das Zertifikat dank einer elektronischen Signatur der Schweizerischen Eidgenossenschaft faelschungssicher machen und die Echtheit des Covid-Zertifikats garantieren. (KEYSTONE/Christian Beutler)
    Das Covid-Zertifikat Schweiz auf einem Mobiltelefon. (Symbolbild)
    Bild: Keystone
  • 12.05 Uhr
    Infektionen und Hospitalisierungen steigen signifikant an

    Die Zahl neuer Ansteckungen mit dem Coronavirus und die Zahl der Spitaleintritte im Zusammenhang damit hat in der vergangenen Woche zugenommen. Die Zahl der Todesfälle hingegen blieb etwa gleich, und die Zahl der an Covid-19 Erkrankten auf den Intensivstationen sank gemäss dem Wochenbericht des Bundesamtes für Gesundheit (BAG).

    Für die Berichtswoche vom 18. bis 24. Oktober wurden in der Schweiz und in Liechtenstein 8695 laborbestätigte Covid-19-Fälle gemeldet, wie das BAG am Donnerstag schreibt. Dies entspreche einem signifikanten Anstieg. Die Inzidenz der laborbestätigten Fälle lag in den Kantonen und im Fürstentum Liechtenstein zwischen 40 im Tessin und 454 Fällen in Appenzell Innerrhoden pro 100'000 Einwohnerinnen und Einwohnern und Woche.

    Bisher wurden für die Berichtswoche 135 Spitaleintritte im Zusammenhang mit einer laborbestätigten Infektion durch Sars-CoV-2, dem Erreger von Covid-19, gemeldet. In der Vorwoche waren es zum gleichen Zeitpunkt 114 Spitaleintritte gewesen.

    Die durchschnittliche Zahl der Patientinnen und Patienten mit einer laborbestätigten Sars-CoV-2-Infektion auf einer Intensivpflegestation hat in der Berichtswoche mit 107 im Vergleich zur Vorwoche (129) um 17 Prozent abgenommen.

    Für die Woche vom 18. bis 24. Oktober wurden dem BAG bisher 27 Todesfälle im Zusammenhang mit einer laborbestätigten Sars-CoV-2-Infektion gemeldet. In der Vorwoche waren es 28 Todesfälle gewesen. In der Berichtswoche ist trotz der zu erwartenden Nachmeldungen nicht mit einer Erhöhung im Vergleich zur Vorwoche zu rechnen, wie das BAG schreibt.

    Aerzte und Pflegende kuemmern sich um Covid-Patienten auf der Covid-19-Intensivabteilung im Stadtspital Triemli am 10. Dezember 2020 in Zuerich. (KEYSTONE/Gaetan Bally)
    Ärzte und Pflegende kümmern sich um Covid-Patienten auf der Covid-19-Intensivabteilung im Stadtspital Triemli. (Archiv)
    Bild: Keystone
  • 11.35 Uhr 
    Bauern beklagen in der Pandemie mehr Wildparkierer

    Seit der Corona-Pandemie machen sich viele Menschen auf in die Natur – sehr zum Leidwesen auch von Landwirten, die bereits über verschrecktes Vieh und beschädigte Wiesen und Felder berichteten. Auch führt die neue Naturverbundenheit offenbar zu vermehrtem Wildparkieren.

    Landwirte berichteten gegenüber «20 Minuten», dass das Hofareal oder auf Zufahrtsstrassen immer häufiger durch Falschparker blockiert werden: «Mit dem Traktor oder Auto gibt es dann kein Durchkommen mehr». Der Schweizerische Bauernverband (SBV) teilt diese Einschätzung: «Seit Corona erhalten wir vermehrt Meldungen von Landwirtinnen und Landwirten im Zusammenhang mit Wildparkieren», sagte der stellvertretende Direktor Urs Schneider «20 Minuten». 

  • 10.40 Uhr 
    Tote wegen langer Wartezeiten vor britischen Notaufnahmen

    Wegen stundenlanger Wartezeiten vor Notaufnahmen sind in England zuletzt mindestens zwei Patienten gestorben. Interne Dokumente, aus denen die Nachrichtenagentur PA am Donnerstag zitierte, zeichnen ein katastrophales Bild der Situation.

    Eigentlich soll die Übergabe vom Rettungswagen an die Notaufnahme nicht mehr als 15 Minuten dauern. Grund für die enorme Belastung sei die Corona-Pandemie, sagte Martin Flaherty vom Verband der Rettungsdienstleister. Notfalleinrichtungen und Ambulanzen stünden unter enormem Druck, auch wegen Abstandsregeln sowie Mitarbeitern, die sich nach Kontakt mit Infizierten isolieren mussten. Seit April hat sich die Zahl der Wartezeiten für Rettungswagen fast verzehnfacht. Im September behandelten Notaufnahmen insgesamt 1,39 Millionen Menschen – so viele wie noch nie in einem Monat.

    In der Stadt Worcester wurde eine Untersuchung eingeleitet, nachdem ein Patient während fünfstündiger Wartezeit in einem Krankenwagen vor der Tür des Worcestershire Royal Hospital gestorben war. In Cambridge starb eine Frau in einem ähnlichen Fall. Der NHS in der Region West Midlands um Birmingham erhöhte die Risikoeinschätzung für Verzögerungen bei der Übergabe an Notaufnahmen erstmals in seiner Geschichte auf die höchste Stufe. PA zitierte aus Dokumenten, laut denen ein Patient mehr als 13 Stunden von einer Krankenwagenbesatzung versorgt werden musste. Es habe mehrere Fälle gegeben, in denen «schwere Schäden» bei Patienten auftraten.

    epa08920553 Medical professionals transfer a patient from ambulance to the Royal London Hospital in London, Britain 05 January 2021. Britain's Prime Minister Boris Johnson announced a new national lockdown across England beginning midnight on 05 January 2021. EPA/NEIL HALL
    Ein Covid-Patient wird in ein britisches Spital eingeliefert. (Symbolbild)
    Bild: Keystone
  • 9.40 Uhr 
    Fallzahlen in Deutschland steigen sprunghaft an

    Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen in Deutschland ist deutlich weiter gestiegen. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am frühen Donnerstagmorgen unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter mitteilte, erhöhte sich der Wert auf 130,2. Am Vortag hatte er bei 118,0 gelegen, vor einer Woche bei 85,6. Der Wert gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100‘000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen an.

    Laut den jüngsten Angaben des RKI wurden binnen 24 Stunden 28'037 Coronavirus-Neuinfektionen sowie 126 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus verzeichnet. Die Gesamtzahl der registrierten Infektionsfälle in Deutschland seit Beginn der Pandemie wuchs damit auf 4'534'452, die Gesamtzahl der verzeichneten Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion auf 95'485. 

  • 9.17 Uhr 
    Alain Berset sieht keine Alternative zum Covid-Zertifikat

    Alain Berset zeigt Verständnis für jene, die sich mit dem Covid-Zertifikat schwertun. Er sehe, wie mühsam diese Lösung für alle ist, sagt der Bundesrat im Interview mit dem SRF. Allerdings spüre er keine gesellschaftliche Spaltung durch die Massnahme in der Bevölkerung, so Berset.

    Auch sei die Schweiz das einzige Land, das überhaupt über ein Covid-Gesetz abstimme, sagt Berset. Das sei «eine gute Sache». Das Zertifikat stehe allen zur Verfügung und jeder könne selbst entscheiden, ob er es nutzen wolle. Er hoffe, dass man bald wieder ohne die Massnahme auskomme. Momentan führe der Weg aus der Krise aber über das Covid-Zertifikat. Die Pandemie zwinge zu unerwünschten Schritten: «Aber wir haben einfach keine andere Wahl», so Berset.

    Bundeshaus Alain Berset erlaeutert im Anschluss an die Sitzung des Bundesrates die Eroerterungen der Regierung zur Bewaeltigung der Krise um die Pandemie des Coronavirus COVID-19, am Mittwoch, 20. Oktober 2021 in Bern. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)
    Für Bundesrat Alain Berset führt der Weg aus der Corona-Krise über das Covid-Zertifikat. (Archiv)
    Bild: Keystone
  • 8.40 Uhr 
    Nidwalden hat neu einen Corona-Koordinator

    Weil die Pandemie weiter anhält, hat der Kanton Nidwalden eine temporäre Corona-Fachstelle geschaffen. Diese wird von Röbi Blättler geleitet und ist im ehemaligen Zeughaus in Stans-Oberdorf angesiedelt, wie das Gesundheitsamt am Donnerstag mitteilte.

    Das Gesundheitsamt begründete die Schaffung der Stelle damit, dass es im Verlauf der Pandemie ständig neue Aufgaben erhalten habe. Erwähnt werden das Contact Tracing, die Schutzkonzepte oder das repetitive Testen in Schulen und Betrieben. Zudem verändere sich die Pandemielage ständig, die weitere Entwicklung sei nur schwer absehbar.

    Um die verschiedenen Aufgaben rund um Corona besser koordinieren zu können, und um das Gesundheitsamt, das auch noch andere Aufgaben zu bewältigen hat, zu entlasten, hat die Gesundheits- und Sozialdirektion entschieden, an einem vom Gesundheitsamt getrennten Standort eine temporäre Fachstelle einzurichten. Im ehemaligen Zeughaus befindet sich bereits eine Corona-Impf- und -Teststelle sowie ein Schalter.

  • 6.01 Uhr
    Neuseeland lockert Einreiseregeln, aber nicht für Touristen

    Das Corona-Vorzeigeland Neuseeland lockert ab dem 14. November erstmals seit Beginn der Pandemie seine Einreiseregeln. Jedoch dürfen weiterhin nur Staatsbürger und Menschen mit Wohnsitz in dem Pazifikstaat ins Land kommen. Statt 14 Tagen müssen sie demnächst nur noch sieben Tage in staatliche Quarantäne, bevor sie sich in eine dreitägige häusliche Isolation begeben.

    Weitere Lockerungen würden in Kraft treten, wenn 90 Prozent der Bevölkerung vollen Impfschutz gegen das Virus hätten, sagte der Minister zur Eindämmung der Corona-Pandemie, Chris Hipkins. Bislang sind 72 Prozent der fünf Millionen Einwohner vollständig geimpft.

    Wann Touristen wieder in den Inselstaat dürfen, ist aber noch unklar. Insgesamt hat das Land bislang knapp 6000 Infektionen verzeichnet. Zum Vergleich: In Deutschland wurden gut 4,5 Millionen Ansteckungen gezählt, zuzüglich unerkannter Fälle.

  • 5.28 Uhr
    Deutschlands Spitäler am Anschlag

    Viele Menschen in Deutschland sind mittlerweile gegen Corona geimpft – doch die Zahl der Patienten in den Krankenhäusern steigt wieder. Weltärztebund und Krankenhausgesellschaft schlagen Alarm.

    Nach Einschätzung des Weltärztebundes arbeiten das Pflegepersonal der Intensivstationen und die Ärzte längst am Anschlag. Kinderärzte hoffen, dass bald auch Covid-19-Impfungen für unter Zwölfjährige in Deutschland möglich sind. Die europäische Arzneimittelbehörde EMA hatte am Mittwoch angekündigt, möglichst noch vor Weihnachten zu entscheiden, ob sie eine Empfehlung für Corona-Impfungen für Kinder zwischen fünf und elf Jahren ausspricht.

    Der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gass, sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland: «Wir befinden uns in einer kritischen Situation der Pandemie.» Die Zahl der mit einer Covid-Infektion im Krankenhaus versorgten Patienten sei binnen einer Woche deutlich gestiegen.

    19.01.2021, Sachsen, Pulsnitz: Eine Intensivpflegerin ist im Schutzkleidung auf der Covid-19 Intensivstation in der VAMED Klinik Schloss Pulsnitz mit der Versorgung von Corona-Patienten beschäftigt. Angesichts hoher Zahlen schwer erkrankter Covid-19-Patienten werden Sachsens Krankenhäuser inzwischen bei deren Versorgung von Rehakliniken unterstützt. In der aktuellen Phase der Pandemie haben geeignete Einrichtungen vom Gesundheitsministerium den Status eines Hilfskrankenhauses erhalten und Patienten übernommen. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ (KEYSTONE/DPA/Robert Michael)
    Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen wächst in Deutschland abermals die Sorge vor einer Überlastung der Spitäler.
    Bild: Keystone
  • 4.44 Uhr
    SVP Aargau schert aus und sagt Ja zum Covid-19-Gesetz

    Die SVP Aargau schert aus und fasst zum Covid-19-Gesetz die Ja-Parole. Das beschloss der Kantonalparteitag am Mittwochabend in Lupfig mit 48 zu 47 Stimmen. Die Aargauer Kantonalpartei ist die erste, die sich bisher dem heftigen Widerstand der Mutterpartei gegen das Gesetz entgegenstellt.

    Der Slogan
    Mit dem Slogan «Gesellschaft spalten? Nicht mit uns» wirbt die SVP Schweiz gegen das Covid-19-Gesetz. Die SVP Aargau sieht das etwas anders und unterstützt das neue Gesetz. (Archivbild)
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  • 4.08 Uhr
    Singapur hat so viele neue Fälle wie nie zuvor

    Der südostasiatische Stadtstaat Singapur verzeichnet nach Angaben des Gesundheitsministeriums (MOH) mit 5324 neuen Fällen binnen Tagesfrist die meisten Neuinfektionen seit Beginn der Virus-Pandemie.

    «Die Infektionszahlen sind heute ungewöhnlich hoch, was vor allem auf die vielen positiven Fälle zurückzuführen ist, die von den Testlabors innerhalb weniger Stunden am Nachmittag festgestellt wurden», erklärt das MOH.

    Der ungewöhnliche Anstieg innerhalb eines relativ kurzen Zeitraums werde derzeit noch untersucht. Etwa 84 Prozent der Bevölkerung Singapurs sind geimpft.

    In this image provided by Joys Tan, graphic designer Tan, left, takes a selfie with her friend while onboard a bus that will take them to their quarantine hotel in Singapore on Sept. 21, 2021. As the island nation of Singapore pursues a strategy of
    Ein Selfie der Grafikerin Joys Tan auf dem Weg ins Quarantäne-Hotel in Singapur. Der Stadtstaat verzeichnet derzeit trotz rigorosen Corona-Massnahmen und einer Impfquote von 84 Prozent extrem viele neue Infektionen. (Joys Tan via AP)
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