Über 40'000 demonstrieren in Wien gegen Massnahmen +++ Rio sagt Silvester-Party ab

Agenturen/red

4.12.2021

In Wien haben über 40'000 Menschen gegen den derzeit geltenden Teil-Lockdown und die angekündigte Corona-Impfpflicht protestiert. Unterdessen sagt Rio de Janeiro erneut die berühmte Silvesterparty am Strand von Copacabana ab. Die Ereignisse des Tages im Überblick.

Agenturen/red

4.12.2021

In Wien sind erneut zehntausende Menschen auf die Strasse gegangen, um gegen den derzeit geltenden Teil-Lockdown und die angekündigte Corona-Impfpflicht zu protestieren. In der österreichischen Hauptstadt fanden mehrere Demonstrationen statt, daran nahmen nach Angaben der Polizei insgesamt mehr als 40'000 Menschen teil. Am Rande der Proteste kam es vereinzelt zu Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizisten.

Etwa 1200 Polizisten waren bei den Demonstrationen im Einsatz, es gab mehrere Festnahmen. Teilnehmer hätten mit Pyrotechnik geworfen, die Einsatzkräfte hätten Tränengas eingesetzt, teilte die Polizei mit. Ihren Angaben zufolge gab es auch rund 1500 Gegendemonstranten.

Wegen dramatisch steigender Infektionszahlen gilt in Österreich seit dem 22. November ein Teil-Lockdown, der noch bis 11. Dezember dauern soll. Die Schulen in dem Land sind aber nach wie vor geöffnet. Ab dem 1. Februar soll in Österreich eine allgemeine Corona-Impfpflicht gelten.

Seit Beginn des Lockdowns sank die Zahl der täglichen Neuinfektionen von rund 13'000 auf unter 10'000 - dessen ungeachtet sind die Massnahmen umstritten. Zu den Demonstrationen in Wien reisten laut österreichischen Medien auch viele Familien mit Kindern an. Es war bereits das dritte Wochenende in Folge mit Massenprotesten gegen die Corona-Regeln.

ABD0035_20211204 - WIEN - ÖSTERREICH: Eine Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen am Samstag, 04. Dezember 2021, vor der Oper auf der Wiener Ringstraße. Heute finden wieder zahlreiche Proteste gegen die Impfpflicht und die Corona-Maßnahmen statt. - FOTO: APA/FLORIAN WIESER
Eine der Demonstrationen gegen die Corona-Massnahmen in Wien.
APA/FLORIAN WIESER/KEYSTONE

Rio sagt seine grosse Silvester-Party ab

Die brasilianische Metropole Rio de Janeiro sagt wegen der Corona-Pandemie erneut die berühmte Silvesterparty am Strand von Copacabana ab. «Wir respektieren die Wissenschaft», schrieb Rios Bürgermeister Eduardo Paes am Samstag auf Twitter. Er treffe die Entscheidung mit Bedauern, aber sehe keine Möglichkeit, die Party ohne die Zusicherung aller Gesundheitsbehörden zu organisieren.

Die Silvesterparty in Rio ist eine der bekanntesten der Welt und zieht jedes Jahr Millionen Touristen in die Hafenstadt. Das Feuerwerk wird von Flössen in der Atlantikbucht abgefeuert, am Stadtstrand Copacabana treten auf mehreren Bühnen Musiker, Bands und DJs auf.

Die Party fand bereits im vergangenen Jahr ebenso wie die ersatzweise geplante Online-Feier, bei der die Konzerte im Internet übertragen werden sollten, nicht statt; die Stadtstrände wurden abgeriegelt.


Die Ereignisse des Tages im Überblick:

Das Wichtigste in Kürze:

  • In Österreichs Hauptstadt Wien haben Zehntausende gegen den derzeit geltenden Teil-Lockdown und die angekündigte Corona-Impfpflicht protestiert.
  • In Genf ist auch die diesjährige Escalade wegen der Corona-Krise abgesagt worden.
  • Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I (12 bis 15 Jahre) und Lehrpersonen im Kanton Freiburg müssen ab Montag bis zu den Weihnachtsferien wieder Masken tragen.
  • Alle Bundesrät*innen werden bis 17. Dezember eine Booster-Impfung erhalten. Guy Parmelin, Ignazio Cassis und Alain Berset waren laut CH Media schon dran.
  • England hat bereits über 100 Fälle von Ansteckungen mit der neuen Corona-Variante Omikron.
  • Die meisten Fitnesscenter werden von 3G auf 2G umstellen. Dies sagte der Präsident des Verbands der Fitness- und Gesundheits-Center.
  • Das Universitätsspital Lausanne ist momentan voll belegt, wie dessen Direktor sagt. Die Situation sei besorgniserregend.
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  • 21.21 Uhr
    Auch Chile meldet ersten Omikron-Fall

    Chile hat als möglicherweise zweites Land in Lateinamerika nach Brasilien einen Fall mit der neuen Omikron-Variante des Coronavirus registriert. Es handelt sich dabei um einen Infizierten, der am 25. November aus Ghana eingereist war, wie das regionale Gesundheitssekretariat für dir Hafenstadt Valparíso (Seremi) mitteilte. Demnach sei der Gesundheitszustand des Reisenden, der komplett mit Biontech/Pfizer geimpft ist, gut. Er befindet sich der Mitteilung zufolge in Isolation.

    Der Ausländer, der seinen Wohnsitz in Chile hat, war mit einem negativen PCR-Test eingereist, wie es Teil der Vorschriften ist. Ein weiterer Test am Flughafen der Haupstadt Santiago de Chile fiel positiv aus, bei der Sequenzierung wurde die Omikron-Variante festgestellt. Zuvor hatte bereits Brasilien die ersten Fälle mit der Omikron-Variante registriert.

  • 21.12 Uhr
    Studie belegt sehr hohen Corona-Schutz durch FFP2-Masken

    FFP2-Masken bieten einen extrem hohen Schutz vor einer Corona-Infektion. Dabei kommt es aber auf die richtige Trageweise an, wie Forscher des Göttinger Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation nach einer Studie berichten. Wenn sich ein infizierter und ein gesunder Mensch in einem Innenraum auf kurzer Distanz begegnen, liegt die Ansteckungsgefahr demnach auch nach 20 Minuten bei gut einem Promille (0,1 Prozent). Voraussetzung sei der korrekte Sitz der FFP2- oder KN95-Maske, schreibt das Team um Institutsdirektor Eberhard Bodenschatz in den «Proceedings» der US-Nationalen Akademie der Wissenschaften («PNAS»).

    Bei schlecht sitzenden FFP2-Masken liege das Infektionsrisiko im gleichen Szenario dagegen bei rund vier Prozent, berechnet das Team. Für optimalen Schutz muss der Nasenbügel demnach zu einem «abgerundeten W» geformt werden, so dass er seitlich auf die Nasenflügel drückt. Bei OP-Masken reicht eine gute Passform noch, um die Infektionsgefahr auf maximal zehn Prozent zu senken.

    Die Forscher berechneten das Infektionsrisiko, indem sie diverse Faktoren wie etwa Partikelgrössen, Physik beim Ausatmen, diverse Maskentypen und Risiko des Einatmens von Coronaviren kombinierten. «Im täglichen Leben ist die tatsächliche Infektionswahrscheinlichkeit sicherlich zehn- bis hundertmal kleiner», wird Bodenschatz in einer Mitteilung des Instituts zitiert. Denn die Atemluft, die an den Rändern aus der Maske strömt, werde verdünnt. Die Forscher hätten das Risiko jedoch so konservativ wie möglich berechnen wollen. «Wenn unter diesen Bedingungen sogar das grösste theoretische Risiko klein ist, ist man unter realen Bedingungen auf der ganz sicheren Seite», sagt Bodenschatz.

    Im Gegensatz dazu steht das Ergebnis bei Begegnungen von zwei Personen, die keine Maske tragen: Wenn in diesem Fall ein gesunder Mensch mit drei Metern Abstand wenige Minuten in der Atemluft eines Infizierten stehe, werde er sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit anstecken, so die Forscher. Bodenschatz betont: «Unsere Ergebnisse zeigen noch einmal, dass das Maske-Tragen an Schulen und auch generell eine gute Idee ist.»

  • 21.03 Uhr
    Mehr als 40'000 Menschen demonstrieren in Wien gegen Corona-Massnahmen

    In Wien sind erneut zehntausende Menschen auf die Strasse gegangen, um gegen den derzeit geltenden Teil-Lockdown und die angekündigte Corona-Impfpflicht zu protestieren. In der österreichischen Hauptstadt fanden mehrere Demonstrationen statt, daran nahmen nach Angaben der Polizei insgesamt mehr als 40'000 Menschen teil. Am Rande der Proteste kam es vereinzelt zu Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizisten.

    Etwa 1200 Polizisten waren bei den Demonstrationen im Einsatz, es gab mehrere Festnahmen. Teilnehmer hätten mit Pyrotechnik geworfen, die Einsatzkräfte hätten Tränengas eingesetzt, teilte die Polizei mit. Ihren Angaben zufolge gab es auch rund 1500 Gegendemonstranten.

    Wegen dramatisch steigender Infektionszahlen gilt in Österreich seit dem 22. November ein Teil-Lockdown, der noch bis 11. Dezember dauern soll. Die Schulen in dem Land sind aber nach wie vor geöffnet. Ab dem 1. Februar soll in Österreich eine allgemeine Corona-Impfpflicht gelten.

    Seit Beginn des Lockdowns sank die Zahl der täglichen Neuinfektionen von rund 13'000 auf unter 10'000 - dessen ungeachtet sind die Massnahmen umstritten. Zu den Demonstrationen in Wien reisten laut österreichischen Medien auch viele Familien mit Kindern an. Es war bereits das dritte Wochenende in Folge mit Massenprotesten gegen die Corona-Regeln.

  • 20.37 Uhr
    Höchste Zahl an Neuinfektionen seit Februar in Portugal

    Ungeachtet einer der höchsten Impfquoten in Europa und sogar weltweit verzeichnet auch Portugal schnell steigende Infektionszahlen. Die Gesundheitsbehörden in Lissabon meldeten mit 5649 innerhalb von 24 Stunden neu registrierten Fällen den höchsten Wert seit dem 6. Februar (6132). Die Tageszahl der mit Covid-19 verstorbenen Menschen lag demnach bei 22. So viele waren zuletzt den amtlichen Angaben zufolge am 10. März gemeldet worden.

    Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg in Portugal unterdessen von ca. 100 Mitte November auf zuletzt 193. Damit steht das Land, das eine Impfquote von rund 88 Prozent hat, allerdings immer noch deutlich besser da als zahlreiche andere Länder Europas. Zum Vergleich: In Deutschland betrug dieser Wert am Samstag gut 442.

    Die linke Regierung in Lissabon betont, man müsse Vorsicht walten lassen. Man sei aber «weit entfernt von einem roten Alarm», wie Präsidialamtsministerin Mariana Vieira da Silva erst am Donnerstag vor Journalisten erklärte. Vor allem die Situation auf den Intensivstationen sei weiterhin relativ entspannt. 130 Intensivbetten waren zuletzt mit Covid-Patienten belegt. Im vorigen Winter waren es in dem Land mit 10,3 Millionen Einwohnern zum Teil mehr als 800 mit Covid-Kranken besetzte Intensivbetten.

    Seit Mittwoch sind neue Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie in Kraft. Alle Besucher, die auf dem Luftweg einreisen, müssen einen negativen Test vorweisen, auch wenn sie geimpft sind. Geimpfte und Genesene müssen zudem genauso wie Ungeimpfte beim Besuch von Bars und Discos, von Krankenhäusern und Seniorenheimen sowie von Grossveranstaltungen ohne feste nummerierte Plätze einen negativen Test vorlegen. Ausserdem wurde wieder eine generelle Maskenpflicht in allen geschlossenen öffentlichen Räumen eingeführt.

  • 19.50 Uhr
    London führt wegen Omikron Tests vor Einreise wieder ein

    Wegen der Ausbreitung der Omikron-Variante verlangt Grossbritannien wieder Corona-Tests von allen internationalen Reisenden. Vom kommenden Dienstagmorgen an müssen auch Geimpfte vor Abreise ins Vereinigte Königreich ein negatives Ergebnis vorlegen, wie Gesundheitsminister Sajid Javid ankündigte. Grund sei, dass immer mehr Infektionen mit Reisen in Verbindung gebracht werden könnten, sagte Javid. Er betonte, die Massnahmen seien vorübergehend. Einen Zeitraum nannte der Minister aber nicht.

    Grossbritannien hatte die vorgeschriebenen Corona-Tests vor Einreise für Geimpfte erst Mitte Oktober abgeschafft. Bereits wieder eingeführt wurde zuletzt, dass innerhalb von zwei Tagen nach Ankunft im Königreich ein PCR-Test gemacht werden muss. Bis zum Erhalt des negativen Ergebnisses gilt eine Pflicht zur Isolation.

  • 19.22 Uhr
    Freiburger konnten nur einen kurzen Blick auf Nikolaus werfen

    Das Fest zu Ehren des Freiburger Stadtheiligen Nikolaus hat in diesem Jahr wegen Corona nur in kleinerem Rahmen stattgefunden. Aber der heilige Nikolaus sprach am Samstagnachmittag im Hof des Kollegiums St. Michael zu den Freiburgerinnen und Freiburgern.

    Der Ort sei nicht im Voraus bekannt gegeben worden, um eine zu grosse Menschenansammlung zu vermeiden, erklärte ein Sprecher der Stadt Freiburg.

    Das diesjährige Nikolausfest in Freiburg hat aufgrund der Pandemie nur in kleinem Rahmen stattgefunden. Es gab keinen Umzug durch die Stadt, aber eine Rede von Nikolaus an die Freiburgerinnen und Freiburger.
    Das diesjährige Nikolausfest in Freiburg hat aufgrund der Pandemie nur in kleinem Rahmen stattgefunden. Es gab keinen Umzug durch die Stadt, aber eine Rede von Nikolaus an die Freiburgerinnen und Freiburger.
    KEYSTONE/ANTHONY ANEX

    Aufgrund der aktuellen gesundheitspolizeilichen Massnahmen konnten sowohl der Nikolausumzug als auch der Burgmarkt in diesem Jahr in Freiburg nicht stattfinden.

    Das Nikolausfest ist in der Freiburger Tradition tief verankert. Der heilige Nikolaus von Myra ist Stadtpatron und Schutzheiliger des Kantons Freiburg.

  • 18.27 Uhr
    Genfer Grossanlass Escalade fällt erneut wegen Corona-Krise aus

    In Genf ist auch die diesjährige Escalade wegen der Corona-Krise abgesagt worden. Das Volksfest hätte von 10. bis 12. Dezember stattfinden sollen. Der Grund für die Absage sind die Verschlechterung der allgemeinen Gesundheitssituation wegen Covid-19 und die entsprechenden Empfehlungen der Behörden.

    Der Entscheid einer Verschiebung sein einstimmig gefallen, teilten die Organisatoren der historischen Gedenkfeier mit. Die Escalade erinnert an die erfolgreiche Verteidigung der Stadt gegen die Truppen des Herzogs von Savoyen im Jahr 1602.

    Nach dem das Fest bereits im vergangenen Jahr wegen der Covid-19-Pandemie abgesagt werden musste, hätte es eigentlich diesen Dezember stattfinden sollen. Alles sei vorbereitet gewesen, in einer Form, die den gesundheitlichen Erfordernissen angepasst gewesen sei. Die jüngsten beschlossen Massnahmen hätten aber die Lage verändert, stellen die Organisatoren fest.

    Für die Umzüge mit 350 Teilnehmenden am Freitagabend und die 800 Teilnehmenden am Sonntag wären die Kontrollmassnahmen nach Ansicht der Organisatoren aber zu aufwändig gewesen. Die Platzverhältnisse an den verschiedenen Standorten in den engen Gassen der Altstadt stellten ein grosses Risiko für die Verbreitung des Virus dar, das nicht vollständig kontrolliert werden könne, schreiben die Organisatoren.

  • 17.44 Uhr
    13 bestätigte Omikron-Fälle nach Firmenfeier in Norwegen

    Bei einer Firmenfeier in Norwegen ist es zu einem Ausbruch der Coronavirus-Variante Omikron gekommen. Bisher seien 13 Fälle bestätigt, teilte das nationale Gesundheitsinstitut FHI mit. Es gebe 90 bis 100 Corona-Fälle nach dem Event in der Hauptstadt Oslo. Unklar blieb zunächst, ob sich noch weitere Gäste mit der Omikron-Variante infiziert haben.

    An der Feier hatten unterschiedlichen Berichten zufolge bis zu 120 Menschen teilgenommen. Zwei von ihnen sollen kürzlich in Südafrika gewesen sein.

    Insgesamt gab es in Norwegen nach FHI-Angaben 19 Omikron-Fälle, darunter vier Menschen, die aus Südafrika eingereist waren. Seit Freitag gelten schärfere Einreiseregeln in dem skandinavischen Land. Ankommende müssen seit Freitag unabhängig von ihrem Impfstatus einen Corona-Test machen. Ausnahmen gibt es für Grenzpendler, Flugpersonal und Berufskraftfahrer. Vor allem auf regionaler Ebene wurden auch andere Corona-Massnahmen verschärft. Seit dem Herbst haben die Corona-Zahlen im Land stark zugenommen.

  • 17.35 Uhr
    «Zwang würde uns als Gesellschaft keinen Schritt weiter bringen»

    Nationalratspräsidentin Irène Kälin hat sich erneut zur Debatte um eine Impfpflicht geäussert: «Ein Zwang würde uns als Gesellschaft keinen Schritt weiter bringen, bei vielen Menschen wäre er sogar kontraproduktiv», sagte sie der «Sonntagszeitung» (kostenpflichtiger Inhalt). Um Menschen zu überzeugen, brauche es ohnehin nicht Druck und Zwang, sondern gute Argumente. Kälin sei auch weiterhin überzeugt davon, «dass Impfen ein privater Entscheid bleiben soll».

    Auf die Frage, warum sie sich selbst lange nicht zu ihrem Impfsstatus äusserte, erklärt Kälin: «Ich bin überrascht, wie schnell wir bereit sind, völlig private Gesundheitsdaten zu teilen».

  • 17.06 Uhr
    Freiburger Teenager müssen im Unterricht eine Maske tragen

    Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I (12 bis 15 Jahre) und Lehrpersonen im Kanton Freiburg müssen ab Montag bis zu den Weihnachtsferien wieder Masken tragen. Dieser Entscheid ist Folge der Massnahmen, die der Bundesrat am Freitag ergriffen hat, wie der Kanton mitteilte.

    Freiburger Teenager und Lehrpersonen im Kanton Freiburg müssen ab Montag bis zu den Weihnachtsferien wieder Masken tragen.
    KEYSTONE/Anthony Anex (Symbolbild)

    Die Massnahme wird laut Mitteilung je nach Entwicklung der Gesundheitssituation neu beurteilt. Mit einer Impfquote von rund 75 Prozent bei den 16- bis 19-Jährigen sei die Situation in den Schulen der Sekundarstufe II gut. Bei den 12- bis 15-Jährigen sei es etwas komplizierter, hier seien nämlich nur 40 Prozent der Schülerinnen und Schüler geimpft.

    Die Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I hatten seit Schulbeginn bis zum 19. November Zugang zu wiederholten präventiven Tests. Das Interesse daran teilzunehmen, nahm jedoch im Laufe der Zeit ab, so dass eine Wirksamkeit in den letzten drei Wochen weniger gegeben war.

    Wenn ein positiver Fall in einer Klasse auftrat, galt für diese bereits bisher eine Maskentragepflicht für zehn Tage. Wenn ein Viertel aller Klassen betroffen war, musste die ganze Schule für zehn Tage Masken tragen.

  • 16.02 Uhr
    Deutscher Innenminister verurteilt Fackel-Aufzug in Grimma scharf

    Der scheidende deutsche Innenminister Horst Seehofer hat die Proteste von Gegnern der Corona-Politik vor dem Wohnhaus der sächsischen Gesundheitsministerin Petra Köpping scharf verurteilt. «Was wir da in der Nähe von Grimma gesehen haben, ist kein legitimer Protest», sagte er der «Bild am Sonntag». «Dieser Fackelumzug ist organisierte Einschüchterung einer staatlichen Repräsentantin.» Das erinnere ihn an die «dunkelsten Kapitel unserer deutschen Geschichte».

    Mehrere dutzend mit Fackeln, Pfeifen und Trommeln ausgestattete Protestierende waren am Freitagabend vor Köppings Haus gezogen. In einem im Internet verbreiteten Video ist zu hören, wie sie «Friede, Freiheit, keine Diktatur» rufen. Offenbar handelte es sich um Anhänger der Querdenken-Bewegung beziehungsweise der rechten Bürgerbewegung Freie Sachsen. Laut Polizei übernahm das Staatsschutz-Dezernat der Polizeidirektion Leipzig die Ermittlungen.

    Seehofer rechnet zudem durch die geplante Impfpflicht mit einer weiteren Radikalisierung der sogenannten Querdenken-Szene. «Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass eine Impfpflicht gegen Corona in der Bevölkerung zu Reaktionen führen kann», sagte er der «BamS» Niemand könne ausschliessen, dass sich aus dem Kreise der Impfgegner «Einzelpersonen oder Gruppen radikalisieren und im schlimmsten Fall Gewalttaten verüben».

  • 15.19 Uhr
    Merkel ruft in ihrem letzten Podcast zum Impfen auf

    In ihrem letzten Podcast als deutsche Bundeskanzlerin hat Angela Merkel die Bürgerinnen und Bürger noch einmal eindringlich zum Impfen aufgerufen. Es gebe zurzeit «Tag für Tag eine so schrecklich hohe Zahl von Menschen, die das Virus das Leben kostet», sagte sie. «Das ist so bitter, weil es vermeidbar wäre.»

    Merkel bat die Bevölkerung daher eindringlich, das Coronavirus ernstzunehmen. «Lassen Sie sich impfen», sagte sie. Jede Impfung helfe, denn dem Geimpften gebe sie Sicherheit und eine hohe Impfquote helfe letztlich allen, «als Land diese Pandemie hinter uns zu lassen».

    Merkel: «Nehmen Sie das tückische Virus ernst»

    Merkel: «Nehmen Sie das tückische Virus ernst»

    Berlin, 04.12.21: Die scheidende Bundeskanzlerin Angela Merkel hat zu Solidarität im Kampf gegen die Corona-Ausbreitung aufgerufen und erneut für mehr Impfungen geworben. Sie sagte am Samstag in ihrer letzten wöchentlichen Videobotschaft: «Wir sind mitten in dieser vierten Pandemiewelle in einer sehr ernsten Lage, in manchen Teilen unseres Landes kann man sie nur dramatisch nennen. Übervolle Intensivstationen, Schwerkranke, die quer durch Deutschland geflogen werden müssen, um die nötige Versorung zu bekommen – und zur Zeit Tag für Tag eine so schrecklich hohe Zahl von Menschen, die das Virus das Leben kostet. Jeder von ihnen hinterlässt Familien oder Freunde fassungslos, ratlos, hilflos. Das ist so bitter, weil es vermeidbar wäre. Mit den wirksamen und sicheren Impfstoffen haben wir den Schlüssel dazu in der Hand. Ich bitte Sie daher noch einmal eindringlich: Nehmen Sie das tückische Virus ernst.» Jede Impfung helfe, sagte Merkel mit Blick auf Erst- und Auffrischimpfungen. Merkel dankte den Menschen, «die in dieser schweren Zeit vernünftig und verständnisvoll sind» und sich aus Selbstschutz wie aus Fürsorge für andere an die Regeln hielten. Die kommenden schweren Wochen seien nur mit einer gemeinsamen Kraftanstrengung zu bewältigen.

    04.12.2021

    «Vor uns liegen leider noch einmal schwere Wochen, die wir nur mit einer gemeinsamen Kraftanstrengung bewältigen können», sagte Merkel in ihrem wöchentlichen Podcast. Sie wünsche sich, dass das gemeinsam gelinge.

    Die Kanzlerin zog ausserdem eine zufriedene Bilanz ihrer über 600 Podcasts, in denen sie sich in den vergangenen Jahren regelmässig am Wochenende an die Bevölkerung gewandt hatte. Bei der ersten Folge vor über 15 Jahren sei das Format «eine ziemliche Besonderheit» gewesen. «Ich habe den Podcast immer als eine Möglichkeit gesehen, Ihnen direkt über Themen zu berichten, die mir am Herzen liegen», sagte sie. Besonders in Pandemie-Zeiten sei ihr der Podcast sehr wertvoll gewesen.

  • 14.34 Uhr
    Frankreich rüstet sich für strengere Corona-Regeln

    Vor Beratungen über strengere Corona-Regeln in Frankreich am Montag greifen zum Wochenende bereits einzelne Verschärfungen. So gilt nun für Wintersportler in den Ski-Stationen die Pflicht zum Nachweis von Impfung, Genesung oder eines negativen Tests mit dem landesweiten Corona-Pass. In Seilbahnen und Warteschlangen greift auch eine Maskenpflicht. Beides war für den Fall vorgeschrieben worden, dass die Sieben-Tage-Inzidenz — also die Zahl der Neuinfektionen innerhalb einer Woche auf 100'000 Einwohner — 200 übersteigt. Aktuell liegt sie landesweit deutlich über 300.

    In dem an das Saarland und einen Zipfel von Rheinland-Pfalz angrenzenden Département Moselle wurde am Samstag ausserdem wieder eine Maskenpflicht im Freien eingeführt. Sie gilt in Gemeinden mit mehr als 5000 Einwohnern von sechs Uhr morgens bis Mitternacht. Generell greift die Maskenpflicht ausserdem auf Festen, Märkten, Weihnachtsmärkten und in Warteschlangen; das verfügte die Präfektur in Metz.

    Unterdessen sorgt der Ansturm auf den Weihnachtsmarkt in Strassburg weiter für Diskussion, da sich die Corona-Lage im Elsass rapide verschlechtert und Kliniken dort bereits Notfallpläne aktiviert haben. Seit Freitag gelten für den Weihnachtsmarkt in Strassburg deshalb verschärfte Regeln.

    In Paris berät die Regierung an diesem Montag über den weiteren Kurs in der Corona-Krise. Erwartet werden Beschränkungen für Grossveranstaltungen wie Fussballspiele und möglicherweise auch Kapazitätsbegrenzungen, etwa in Kinos oder Restaurants. Einen erneuten Lockdown, der in Frankreich mit drastischen Ausgangsbeschränkungen verbunden war, will die Regierung verhindern.

  • 14.03 Uhr
    Rio sagt seine grosse Silvester-Party ab

    Die brasilianische Metropole Rio de Janeiro sagt wegen der Corona-Pandemie erneut die berühmte Silvesterparty am Strand von Copacabana ab. «Wir respektieren die Wissenschaft», schrieb Rios Bürgermeister Eduardo Paes am Samstag auf Twitter. Er treffe die Entscheidung mit Bedauern, aber sehe keine Möglichkeit, die Party ohne die Zusicherung aller Gesundheitsbehörden zu organisieren.

    Die Silvesterparty in Rio ist eine der bekanntesten der Welt und zieht jedes Jahr Millionen Touristen in die Hafenstadt. Das Feuerwerk wird von Flössen in der Atlantikbucht abgefeuert, am Stadtstrand Copacabana treten auf mehreren Bühnen Musiker, Bands und DJs auf.

    Die Party fand bereits im vergangenen Jahr ebenso wie die ersatzweise geplante Online-Feier, bei der die Konzerte im Internet übertragen werden sollten, nicht statt; die Stadtstrände wurden abgeriegelt.

  • 13.47 Uhr
    Omikron-Fall im Südtirol nachgewiesen

    In Südtirol haben die Behörden einen Fall der Omikron-Variante des Coronavirus nachgewiesen. Die durchgeimpfte Frau sei Ende November aus dem südafrikanischen Kapstadt über München eingereist, teilte der Südtiroler Sanitätsbetrieb (Sabes) am Samstag mit. Sie lebe in der Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt.

    PCR-Tests vor dem Abflug und nach der Landung fielen demnach negativ aus. Nach einem Hinweis der Behörden in Rom auf einen mit der Omikron-Variante infizierten Passagier an Bord wiederholten sie den Test - das Ergebnis: positiv. Laut Sabes ergab eine Sequenzierung am Freitagabend, dass sich die Frau mit der Omikron-Variante angesteckt hatte. Sie befinde sich in Isolation.

    Am Freitag meldete auch die norditalienische Region Venetien einen per Sequenzierung bestätigten Omikron-Fall eines Mannes, der aus Südafrika zurückgekehrt war. Auch bei ihm war ein erster Corona-Test nach der Einreise negativ ausgefallen. Den Behörden zufolge hätten beide Patienten leichte Symptome.

  • 13.40 Uhr
    Australier demonstrieren für und gegen Impfung

    Tausende Personen sind am Samstag in Melbourne gegen eine Corona-Impfpflicht auf die Strasse gegangen. Unter den Teilnehmern waren auch Anhänger der rechtsextremen Szene und Personen, die an Verschwörungstheorien glauben.

    Doch auch Impfbefürworter versammelten sich in der australischen Metropole in Form einer kleineren Gegendemonstration und sprachen sich klar für die Impfpflicht aus, um die Pandemie endlich in den Griff zu bekommen.

    Der Bundesstaat Victoria, in dem Melbourne liegt, verlangt eine vollständige Impfung für den Zugang zu den meisten Dienstleistungen im Gastgewerbe und im nicht lebensnotwendigen Einzelhandel sowie für die Arbeit im Gesundheitswesen und in vielen anderen Branchen.

    Nach Angaben der Gesundheitsbehörden sind in Australien bereits fast 88 Prozent der Personen im Alter über 16 Jahren vollständig geimpft. Und Umfragen zufolge liegt die Zahl der Impfgegner im einstelligen Bereich.

    Australien: Impfgegner und Impfbefürworter gehen auf die Strasse

    Australien: Impfgegner und Impfbefürworter gehen auf die Strasse

    {:tag «sb"} Tausende Personen sind am Samstag in der australischen Millionen-Metropole Melbourne gegen eine Corona-Impfpflicht auf die Strasse gegangen. Unter den Teilnehmern waren auch Anhänger der rechtsextremen Szene und Personen, die an Verschwörungstheorien glauben. Hier die Stimmen von einigen Teilnehmern: «Ich war 30 Jahre lang Lehrer. Und Impfungen waren immer freiwillig. Für Kinder ist das einfach absurd. Keiner kennt die Nebenwirkungen bei den Kindern. Eine Impfpflicht für alle kann schädlich für manche Kinder sein. Das ist wirklich besorgniserregend.» «Es wird immer wieder Varianten geben. Vermutlich ist sie bereits da gewesen und kam nicht von Übersee. Sie soll einen milden Verlauf haben. Aber wir müssen einfach lernen, damit zu leben. Wir können uns nicht abkapseln, nur weil es eine neue Variante gibt. Es wird immer wieder neue Varianten geben.» Doch auch Impfbefürworter versammelten sich in Melbourne in Form einer kleineren Gegendemonstration und sprachen sich klar für die Impfpflicht aus, um die Pandemie endlich in den Griff zu bekommen. «Im Moment gibt es viel Wut durch die Corona-Krise. Und ich denke, sie richtet sich gegen die Falschen. Mitarbeiter des Gesundheitswesens werden angegriffen, Mitarbeiter von Buchhandlungen. Wir betonen, dass die Mehrheit von uns diese Gesundheitsmassnahmen unterstützt, die Millionen von Menschenleben gerettet haben. Und, dass die Mehrheit von uns solidarisch zusammensteht. Das wollen wir kundtun, damit die Leute sich unterstützt fühlen, wenn sie sich für die Gesundheit einsetzen.» Der Bundesstaat Victoria, in dem Melbourne liegt, verlangt eine vollständige Impfung für den Zugang zu den meisten Dienstleistungen im Gastgewerbe und im nicht lebensnotwendigen Einzelhandel sowie für die Arbeit im Gesundheitswesen und in vielen anderen Branchen. Nach Angaben der Gesundheitsbehörden sind in Australien bereits fast 88 % der Personen im Alter von über 16 Jahren vollständig geimpft. Und Umfragen zufolge liegt die Zahl der Impfgegner in Australien im einstelligen Bereich.

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  • 13.13 Uhr
    Erstes Wochenende mit 2G im deutschen Einzelhandel

    Zum zweiten Adventswochenende gelten in vielen Bundesländern erstmals sogenannte 2G-Regeln für den Einzelhandel. Damit haben nur noch Geimpfte oder Genesene Zutritt zu Geschäften. Ausgenommen sind Läden des täglichen Bedarfs – also etwa Supermärkte, andere Lebensmittelgeschäfte und Drogerien.

    Die schärferen Regeln waren am Donnerstag von Bund und Ländern gemeinsam beschlossen worden, die Länder müssen die Beschlüsse aber jeweils in eigenen Verordnungen umsetzen. Ab Samstag gilt 2G für den Einzelhandel in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg ebenso wie in Rheinland-Pfalz, Hamburg und Schleswig-Holstein.

    Der Handelsverband Deutschland rechnet mit einem Umsatzverlust von bis zu 40 Prozent und fordert von der Bundesregierung zusätzliche Hilfen für den Einzelhandel.

    Eingeschränktes Shopping: 2G am zweiten Adventswochenende

    Eingeschränktes Shopping: 2G am zweiten Adventswochenende

    Berlin, 04.12.21: Zum zweiten Adventswochenende gelten in vielen Bundesländern erstmals sogenannte 2G-Regeln für den Einzelhandel. Damit haben nur noch Geimpfte oder Genesene Zutritt zu Geschäften. Ausgenommen sind Läden des täglichen Bedarfs – also etwa Supermärkte, andere Lebensmittelgeschäfte und Drogerien. Die schärferen Regeln waren am Donnerstag von Bund und Ländern gemeinsam beschlossen worden, die Länder müssen die Beschlüsse aber jeweils in eigenen Verordnungen umsetzen. Ab Samstag gilt 2G für den Einzelhandel in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg ebenso wie in Rheinland-Pfalz, Hamburg und Schleswig-Holstein. Sonntag beziehungsweise Montag kommen dann weitere Länder hinzu, darunter neben Hessen zum Beispiel auch Sachsen-Anhalt als letztes Bundesland im Osten. Anderswo im Osten galt eine solche Regel schon vor den Bund-Länder-Beschlüssen. In Bayern und Niedersachsen sollen entsprechende Regelungen Mitte kommender Woche in Kraft treten. Der Handelsverband Deutschland rechnet mit einem Umsatzverlust von bis zu 40 Prozent und fordert von der Bundesregierung zusätzliche Hilfen für den Einzelhandel.

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  • 12.37 Uhr
    Swiss stellt Flüge nach Hongkong vorübergehend ein

    Die Fluggesellschaft Swiss stellt ihre Flüge von Zürich nach Hongkong vorübergehend ein. Grund sind die «Verschärfungen der Quarantäne-Vorschriften für Besatzungsmitglieder» bei der Ankunft im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie.

    Betroffen von der Annulierung seien vier Flüge vom Samstag bis am 11. Dezember, sagte Swiss-Sprecherin Karin Müller der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Zuvor hatten verschiedene Schweizer Medien unter Berufung auf das Airline-Portal Aeorotelegraph über den Entscheid berichtet.

    Dieser sei «nach sorgfältiger Abwägung» getroffen worden, hiess es bei der Swiss weiter. Die Lage und eine mögliche Wiederaufnahme des Flugbetriebs würden fortlaufend geprüft. Die betroffenen Kunden würden von der Swiss kontaktiert.

  • 12.31 Uhr
    Alle Bundesräte lassen sich bis 17. Dezember boostern

    Bis 17. Dezember werden alle Mitglieder der Schweizer Landesregierung eine Booster-Impfung erhalten. Dies bestätigt Bundesratssprecher André Simonazzi CH Media: «Ab dieser Woche werden alle Bundesrätinnen und Bundesräte das dritte Mal geimpft.»

    Wer wann an der Reihe ist, gibt die Bundeskanzlei aber nicht bekannt. Die Bundesrät*innen folgen damit der Empfehlung der Impfkommission. So soll auch die Regierungsfähigkeit sichergestellt werden. Die Bundesräte hätten viele Kontakte und seien oft unterwegs, so Simonazzi.

    Gemäss CH Media waren bisher drei Bundesräte an der Reihe, und war Bundespräsident Guy Parmelin, Vizepräsident Ignazio Cassis und Gesundheitsminister Alain Berset.

    Bundesrat Alain Berset, links, und Bundesraetin Karin Keller Sutter kreuzen sich im Staenderat an der Wintersession der Eidgenoessischen Raete, am Mittwoch, 1. Dezember 2021, in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)
    Gesundheitsminister Alain Berset und Justizministerin Karin Keller-Sutter am Mittwoch im Ständerat: Er ist schon geboostert, sie noch nicht.
    KEYSTONE
  • 12.01 Uhr
    Mallorca verschärft 3G-Regel

    Ausgehen und Party machen ist jetzt auch auf Mallorca aufgrund steigender Corona-Zahlen fast nur noch mit 3G möglich. Zum Besuch von Bars, Restaurants und anderen Einrichtungen mit einer Kapazität von mehr als 50 Personen muss seit Samstag ein Impf- oder Genesenennachweis oder ein negatives Testergebnis vorgelegt werden. Diese Vorschrift gilt bis zum 24. Januar – und zwar für Innenräume und für überdachte Terrassen.

    Es handelt sich um eine Erweiterung der 3G-Regel auf den Balearen, denn die Pflicht zur Vorlage des sogenannten «Covid-Passes» galt in der spanischen Mittelmeer-Region unter anderem bereits für den Besuch von Diskotheken, Nachtclubs und Seniorenheimen. Regierungssprecher Iago Negueruela betonte, man werde die Einhaltung der neuen Regeln streng kontrollieren. Bei Unterlassung sind hohe Geldstrafen von bis zu 600'000 Euro vorgesehen.

    Sunbathers enjoy the beach in the Balearic Islands capital of Palma de Mallorca, Spain, Wednesday, July 29, 2020. Concerns over a new wave of coronavirus infections brought on by returning vacationers are wreaking havoc across Spain's tourism industry, particularly in the Balearic Islands following Britain's effective ban on travel to the country. (AP Photo/Joan Mateu
    Am Strand braucht man in Mallorca keinen Covid-Pass – an anderen Orten aber schon.
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    Die Pflicht zur Vorlage eines Corona-Passes in Spanien wurde von der Justiz bereits in acht der 17 Autonomen Gemeinschaften in verschiedenem Umfang genehmigt. Neben den Balearen sind das Katalonien, Valencia, das Baskenland, Navarra, Aragonien, Murcia und Galicien. Einige weitere Regionen erwägen die Einführung der 3G-Regel, aber mehrere Regionalregierungen - wie etwa Madrid - schlossen eine solche Verschärfung aus.

  • 11.46 Uhr
    Putin telefoniert mit Südafrikas Präsident

    Wegen der neuen Coronavirus-Variante Omikron hat Russlands Staatschef Wladimir Putin mit seinem südafrikanischen Kollegen Cyril Ramaphosa telefoniert. Es sei vereinbart worden, die Kräfte gegen die Pandemie zu bündeln, teilte der Kreml mit.

    In Russland gab es bislang laut offiziellen Angaben noch keinen bestätigten Fall der Omikron-Variante. Putin wies allerdings an, Corona-Tests und Impfstoffe entsprechend zu überprüfen. Zudem soll die Regierung Massnahmen erarbeiten, damit sich diese Variante im flächenmässig grössten Land der Welt nicht ausbreiten könne.

    Russland beklagt seit Monaten hohe Corona-Todeszahlen. Am Samstag meldeten die Behörden, dass 1215 Menschen mit dem Virus innerhalb eines Tages gestorben seien. Die reale Zahl dürfte höher liegen.

    Nach Angaben der Statistikbehörde Rosstat starben allein im Oktober 74'893 Menschen mit dem Virus – der bislang höchste Monatswert seit Beginn der Pandemie. Die Corona-Statistik der Regierung wies dagegen für Oktober deutlich weniger Corona-Tote aus.

  • 10.10 Uhr
    Zahl der Omikron-Fälle in England mehr als verdoppelt

    Die Zahl der Infektionen mit der Omikron-Variante des Coronavirus in England hat sich mehr als verdoppelt. Im grössten britischen Landesteil seien 75 weitere Fälle mit der Variante B.1.1.529 festgestellt worden, teilte die Gesundheitsbehörde Health Security Agency (UKHSA) mit. Damit seien in England nun 104 Omikron-Fälle bekannt. Dazu kommen 29 Infektionen in Schottland – gut doppelt so viele wie bisher. In Wales ist ein Fall bekannt, in Nordirland wurde die Variante bisher nicht nachgewiesen.

    Es gebe nun Fälle ohne Verbindung zu Auslandsreisen, sagte UKHSA-Chefin Jenny Harries. Dies deute auf lokale Übertragungen hin. Harries rief die Bevölkerung auf, Hygienemassnahmen einzuhalten, sich im Falle einer Infektion unverzüglich zu isolieren und sich sobald wie möglich eine Impfung oder Auffrischungsdosis spritzen zu lassen.

    Die Zahl der täglichen Corona-Infektionen in Grossbritannien war am Freitag erstmals seit Mitte Juli, als es wegen der Fussball-Europameisterschaft viele Fälle gegeben hatte, wieder über 50'000 gestiegen.

  • 9.50 Uhr
    Fitnesscenter werden wohl 2G einführen

    Öffentliche Einrichtungen mit Zertifikatspflicht können nach dem gestrigen Entscheid des Bundesrats auf 2G umstellen und dafür auf die Maskenpflicht verzichten. Das haben auch die Fitnesscenter vor.

    «Wir werden mehrheitlich auf 2G setzen», sagt Claude Ammann, Sprecher des schweizerischen Fitness- und Gesundheitscenterverbands, zu «20 Minuten». Er selber wird in seinem Fitnesscenter in Zuchwil ebenfalls von 3G auf 2G wechseln.

    Der Branche bliebe kaum etwas anderes übrig, so Ammann. Laut WHO seien Masken beim Sport ein Risikofaktor. Es bestehe die Gefahr, dass man zu wenig Sauerstoff aufnehme und die Übungen so nicht richtig machen könne.

    Besucher trainieren ohne Schutzmasken, aufgenommen am Montag, 13. September 2021, im Fitnesscenter
    Kunden in einem Fitnesscenter in Bad Ragaz: 
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  • 9.04 Uhr
    Staatsrechtler fordert ausserordentliche Lage

    «Wir befinden uns wieder in der ausserordentlichen Lage», stellt der emeritierte Staatsrechtsprofessor Rainer J. Schweizer im Gespräch mit dem «Blick» klar. Der Bundesrat sollte diese ausrufen, um mehr Spielraum zu bekommen – und die Bevölkerung aufzurütteln.

    Ob der Bundesrat eine Impfpflicht für alle ausrufen könne, sei strittig. Doch er könnte in der laufenden Wintersession einen Vorschlag ins Parlament bringen, damit man schnell ein entsprechendes Gesetz habe. «Bundesrat und Bundesversammlung haben zurzeit viele rechtliche Handlungsmöglichkeiten.»

    Der Bundesrat könnte etwa schon heute für Restaurants eine 2G-Regel in Kraft setzen. Einige Kantone hätten das bereits getan, aber da die Situation nicht mehr so unterschiedlich sei, hält Schweizer eine nationale Regelung für gescheiter: «Die Corona-Zahlen steigen weiter an. Der Bundesrat muss handeln. Je früher er wirksame Massnahmen ergreift, desto besser.»

  • 8.28 Uhr
    Ermittlungen gegen Bolsonaro wegen Corona-Fake-News

    Wegen falscher Aussagen zur Corona-Pandemie soll die Justiz gegen den brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro ermitteln. Das ordnete ein Richter am Obersten Gericht des Landes an.

    Bolsonaro habe Fake News in sozialen Netzwerken massenhaft weiterverbreitet. In einer Live-Übertragung in sozialen Medien im Oktober habe Bolsonaro einen Zusammenhang zwischen der Corona-Impfung und Aids hergestellt. Welche Folgen die Entscheidung des Richters haben wird, war zunächst unklar.

    Bolsonaro verharmlost das Coronavirus seit Beginn der Pandemie und lehnt Schutzmassnahmen sowie Einschränkungen ab. Auch den Sinn von Impfungen zieht er in Zweifel. Ihm wird vorgeworfen, den Erwerb von Corona-Impfstoffen ausgeschlagen und verschleppt zu haben.

    In Brasilien haben sich nach offiziellen Angaben mehr als 22 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert, mehr als 615 000 Patienten sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben - mehr Tote gibt es nur in den USA. In Brasilien leben 210 Millionen Menschen; das Land ist 24 mal so gross wie Deutschland.

  • 7.59 Uhr
    Universitätsspital Lausanne voll belegt

    Wegen einem starken Anstieg von Covid-19-Fällen ist die Situation am Lausanner Universitätsspital (CHUV) mittlerweile besorgniserregend, wie Direktor Philippe Eckert sagt. Das Spital will kommende Woche zusätzliche Intensivpflegeplätze in Betrieb nehmen.

    «Das Spital ist voll», sagte Eckert im am Samstag veröffentlichten Interview mit der Westschweizer Zeitung «24 Heures». Hinzu komme, dass gewisse Pflegende wegen Erschöpfung nicht zur Arbeit kommen könnten. Einige seien auch selbst an Covid-19 erkrankt.

    Seit mehreren Tagen würden Patient*innen in andere Westschweizer Spitäler und Kliniken verlegt, sagte Eckert. Nicht möglich seien Verlegungen in Spitäler ennet der Saane. Die Deutschschweiz sei völlig «überschwemmt», so der CHUV-Direktor.

    Am CHUV werden seit der laufenden Woche chirurgische Eingriffe verschoben, wie Eckert berichtete. Es gehe um Verschiebungen, die das Leben oder die Lebensqualität der Patienten nicht gefährdeten. Alle dringenden Operationen würden durchgeführt.

    Medical workers treat a patient with Covid-19 in the intensive care unit at the the University Hospital (CHUV) during the coronavirus disease (COVID-19) outbreak in Lausanne, Switzerland, Friday, November 6, 2020. The number of Covid-19 hospitalisations and capacity continues to be a major concern in Switzerland. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott) Des soignants effectuent des soins sur un patient atteint de Covid-19 dans l'unite des soins intensifs du Centre Hospitalier Universitaire Vaudois, CHUV, lors de la crise du Coronavirus (Covid-19) le vendredi 6 novembre 2020 a Lausanne. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)
    Corona-Patient im Universitätsspital Lausanne: Das Spital will kommende Woche zusätzliche Intensivpflegeplätze in Betrieb nehmen.
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  • 7.51 Uhr
    Vorläufer von Omikron gibt es schon lange

    Die neue Omikron-Variante von Sars-CoV-2 wurde kürzlich im Süden Afrikas entdeckt. So neu wie zunächst angenommen ist sie aber wohl nicht. Vorläufer von Omikron dürften einem Mit-Entdecker der Variante zufolge schon sehr lange existieren.

    «Nach derzeitigem Kenntnisstand hat sich eine frühe Form von Omikron schon vor der Entstehung von Alpha und Delta als eigener Virustyp entwickelt», sagte Wolfgang Preiser von der Stellenbosch University in der Nähe von Kapstadt der Nachrichtengentur DPA. Er ist Mitglied des Forschungskonsortiums, das die Variante entdeckt hat.

    Dieser Virustyp habe sich dann vermutlich über viele Monate weiterentwickelt, ohne aufzufallen, sagte Preiser. «Die Frage ist: Wieso blieb Omikron so lange verborgen und legt erst jetzt los? Fehlten noch ein, zwei Mutationen, um sich schnell verbreiten zu können?» Die bislang ältesten bekannten Nachweise der Variante stammen aus der ersten Novemberhälfte.

  • 7.45 Uhr
    Repetitive Tests an Schulen laut Epidemiologin sinnvoll

    Die Mehrheit der Kantone lehnt repetitive Tests auf das Coronavirus an den Schulen ab, und der Bundesrat sich nun dagegen entschieden. Die Epidemiologin Susi Kriemler würde die Pflicht zu regelmässigen Tests für sinnvoll halten.

    «Eine solche Pflicht wäre eine sinnvolle Ergänzung zu den bestehenden Massnahmen, also Maskentragen, Hygiene- und Distanzregeln sowie regelmässiges Lüften», sagte Kriemler im am Samstag veröffentlichten Interview mit den Tamedia-Zeitungen.

    Zwei von drei Kindern, die an Covid-19 erkrankten, hätten keine Symptome, sagte die Professorin an der Universität Zürich. «Sie verbreiten das Virus also unbemerkt.» Mit regelmässigen Tests könnten diese Kinder schneller ausfindig gemacht und damit die Krankheit an den Schulen eingedämmt werden.

    Der Bundesrat hätte flächendeckende Reihentests an Schulen gewollt, sah am Freitag aber davon ab, die Kantone dazu zu verpflichten. 17 von 26 Kantonen hatten diese Massnahme in der Konsultation abgelehnt. Er bedauere das, sagte Gesundheitsminister Alain Berset. Der Bundesrat sei von der Wirksamkeit repetitiver Tests überzeugt.