Keine Lust auf Süden

Mehr Störche überwintern in der Schweiz

su, sda

1.2.2021 - 15:44

Immer häufiger auch im Winter in der Schweiz anzutreffen: Ein Storch fliegt durch den Schützenmattpark in Basel. (Archivbild)
Immer häufiger auch im Winter in der Schweiz anzutreffen: Ein Storch fliegt durch den Schützenmattpark in Basel. (Archivbild)
Keystone

Störche verbringen den Winter zunehmend in der Schweiz, statt in den wärmeren Süden zu fliegen. 

Anfang Januar zählten Freiwillige in der Schweiz insgesamt 718 Weissstörche, die hierzulande überwintern. Über 300 weitere wurden in benachbarten Gebieten im Ausland gesichtet. Die Zahlen sind das Ergebnis der fünften Winter-Storchenzählung in der Schweiz, wie die Gesellschaft Storch Schweiz am Montag der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mitteilte.

Ein Anstieg wurde bei der Zahl der Brutstörche registriert, bei den überwinternden Störche und auch beim Anteil der Population, die im Winter hier bleibt.

Die freiwilligen Helferinnen und Helfer sichteten und zählten nicht nur einzelne Tiere, sondern auch mehrere Gruppen von mehr als 20 Vögeln. Die grösste davon mit 180 Störchen wurde am Flachsee der Reuss bei Bremgarten AG erfasst.

In der Zählung 2020/21 wurden am 9. Januar 1360 Brutstörche gezählt. Mehr als die Hälfte davon – 718 – verbrachten die kalte Jahreszeit in der Schweiz. Im Jahr davor waren 1132 Brutstörche registriert worden und 527 Überwinterer.

Storch Schweiz geht davon aus, dass meist Altvögel in der Schweiz bleiben, während die Jungvögel nach Süden fliegen. Es stelle sich die Frage, wie lange es dauere, bis die meisten Altvögel auf den Zug nach Süden verzichten würden, schreibt Storch Schweiz.

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