Sicherheits-Leck im Zürcher Kantonsrat

Sie platzierte den Igelkot auf dem Rednerpult und ging

leph, sda

17.5.2022 - 17:41

Der Zürcher Kantonsrat im Corona-Exil in Oerlikon: Marzena Kopp (Mitte) gehört dem Gremium neu an. (Symbolbild)
Am Montag kam es im Zürcher Kantonsrat zu einem seltsamen Zwischenfall.
KEYSTONE/ENNIO LEANZA

Der Zürcher Kantonsrat will die Sicherheitsmassnahmen an seinem Tagungsort überprüfen und falls nötig verschärfen. Grund dafür ist ein Zwischenfall an der Sitzung vom Montag. Eine unbekannte Frau hatte einen Beutel mit Igel-Kot auf dem Rednerpult abgestellt.

leph, sda

17.5.2022 - 17:41

«Ich möchte Ihnen etwas bringen – das ist wahrscheinlich Kot von einem Igel in unserem Garten», sagte die unbekannte Frau, die während der Sitzung plötzlich zum Rednerpult schritt und dort etwas abstellte.

Am Rednerpult stand gerade Kantonsrat Hans-Peter Amrein (SVP, Küsnacht). Dieser reagierte lachend auf das Überraschungsgeschenk und wechselte kurzerhand zum anderen Rednerpult.

Für die etwas verwirrt wirkende Frau hat der Vorfall keine Konsequenzen, wie die Parlamentsdienste am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mitteilten. Sie sei von der Polizei überprüft und weggewiesen worden.

Hintertüre stand offen

Der Zugang zur Kantonsratssitzung, der nach wie vor in seinem Corona-Exil in Zürich-Oerlikon tagt, wird am Haupteingang von der Polizei kontrolliert. Am Montag stand aber, wohl wegen der Hitze, eine Hintertür offen, durch welche die Frau einfach hineinspazierte.

Diese Tür werde künftig sicher nicht mehr unbewacht offenstehen, teilten die Parlamentsdienste mit. Ob das Sicherheitsdispositiv darüber hinaus verschärft werden müsse, kläre die Geschäftsleitung des Kantonsrats derzeit mit der Kantonspolizei ab.

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