SBB-Strecke am Gotthard nach Erdrutsch vorübergehend gesperrt

SDA/uri

11.6.2019

Schweizer Wetterflash

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06.12.2019

Nach schweren Unwettern ist die Hochwassergefahr in der Schweiz stark erhöht. Die A2 musste zwischenzeitlich gesperrt werden – die Reuss erreicht einen kritischen Pegel. Die Gotthard-Bergstrecke ist gesperrt.

In der Schweiz ist es in der Nacht auf Dienstag zu Unwettern gekommen. So regnete es vielerorts stark und teilweise gab es extreme Gewitter. Besonders betroffen waren laut den Unwetterkarten einige Regionen in der Romandie, die Zentralschweiz, das Tessin und der Kanton Graubünden.

So erhöhte Meteosuisse in der Nacht auf Dienstag etwa für Gamsen VS die Unwetterwarnstufe auf Orange. Für die Region Chur wurde sogar ein Unwetter der Stufe Rot registriert. Laut Meteocentrale besteht die Gefahr von Hagel, Starkregen und Sturmböen. Die Blitzaktivität sei zudem hoch. Das Zentrum des Gewitters habe im Bereich Innerferrea GR gelegen.

Wie TCS Verkehr in der Nacht zudem auf Twitter mitteilte, wurde die A2 am Gotthard zwischen der Verzweigung Altdorf und Amsteg in beiden Richtungen für den Durchgangsverkehr aufgrund von Hochwasser gesperrt. Laut TCS Verkehr gibt es auch im Tessin viel Geröll auf einigen Strassen.

Auch zwischen zwischen Amsteg und Gurtnellen im Kanton Uri ist der Bahnverkehr unterbrochen. Hier trat ein Bach über sein Ufer und unterspülte die Gleise.
Twitter/@sbbnews

Die Niederschläge beeinträchtigen auch den Schienenverkehr. Wegen eines Erdrutsches war die Strecke zwischen Erstfeld und Göschenen am Vormittag unterbrochen. Die Fernverkehrszüge zwischen Erstfeld und Bellinzona fallen auf dem betroffenen Abschnitt aus und werden durch Busse ersetzt. Gegen Mittag war die Störung behoben.

Die Schweizerischen Rheinhäfen melden am Dienstagmorgen, dass die Hochwassermarke I am Pegel Basel-Rheinhalle überschritten wurde. Der Aktuelle Pegelstand betrage 719 cm.

Eine unerschrockene Touristin geniesst am 10. Juni 2019 die Aussicht von der Bundesterrasse in Bern. 
Bild: Keystone

Kritische Pegelstände

Wegen der anhaltenden Niederschläge führt die Reuss im Kanton Uri viel Wasser. Die Pegel überschritten einen Grenzwert, weshalb laut der zuständigen Kantonspolizei in der Nacht auf Dienstag diverse Interventionsmassnahmen eingeleitet werden mussten.

Am Sonntagabend ging ausserdem bereits ein Murgang auf die Strasse zwischen Wassen und Meien nieder. Es kam dabei zwar niemand zu Schaden, wie ein Sprecher der Kantonspolizei auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am Montagabend sagte. Die Strasse musste dennoch für den Verkehr geschlossen werden.

Obendrein wurde laut der Kantonspolizei Uri die Strasse Gurtnellen UR - Intschi UR wegen Elementarereignissen gesperrt. Im Bereich Gurtnellen, Steintal, ging eine Schlammlawine nieder und habe einen Personenwagen beschädigt. In der Folge mussten laut den Behörden neun Personen aus dem Gefahrenbereich evakuiert werden. Verletzt wurde beim Niedergang aber niemand.

Gegen 5 Uhr habe sich die Lage normalisiert und die A2 wurde für sämtlichen Verkehr wieder geöffnet, hiess es weiter im Communiqué der Kantonspolizei Uri am Dienstagmorgen.

Bilder aus der Schweiz
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