Verdächtige Post an Konsulate in Melbourne

SDA

9.1.2019 - 06:18

In der australischen Metropole Melbourne sind am Mittwoch zahlreiche Konsulate evakuiert worden, nachdem in den diplomatischen Vertretungen verdächtige Päckchen eingegangen waren.
Source: KEYSTONE/EPA AAP/JAMES ROSS

Im australischen Melbourne haben die diplomatischen Vertretungen mehrerer Länder verdächtige Pakete erhalten. Betroffen ist auch das Schweizer Honorarkonsulat.

Bei mehreren ausländischen Vertretungen in der australischen Millionen-Metropole Melbourne sind Päckchen mit verdächtigem Material eingegangen. Nach ersten Angaben der Behörden des Bundesstaates Victoria vom Mittwoch wurden insgesamt zehn Fälle gemeldet.

Die Lage sei «unter Kontrolle». Die Polizei erklärte, die Päckchen würden untersucht. Einzelheiten nannten die australischen Behörden aber nicht. Der Hintergrund blieb zudem zunächst unklar.

Nach örtlichen Medienberichten wurden mindestens fünf diplomatische Missionen in Melbourne geschlossen. Unter anderem seien die Konsulate der USA, Deutschlands sowie Indiens betroffen. Auf den Päckchen sollen in englischer Sprache Worte wie «Asbest» und «Ziehen Sie eine Maske auf» stehen. Eine Bestätigung dafür gab es allerdings nicht.

Auch die Schweizer Honorarvertretung in Melbourne ist von dem Vorfall betroffen, wie die Schweizer Botschaft bestätigte. Die australische Polizei sei bereits bei der Honorarkonsulin gewesen, hiess es weiter. Zudem seien alle diplomatischen Vertretungen der Schweiz in Australien über den Vorfall gewarnt worden.

Paket war in der Post der Schweizer Honorarkonsulin

Die Schweizer Botschaft stehe aufgrund der Situation in engem Kontakt mit den australischen Behörden. Allerdings habe die australische Polizei bereits erklärt, dass die Situation unter Kontrolle sei.

Der Ehemann der Schweizer Honorarkonsulin Manuela Erb, Peter Erb, berichtete, dass mit der normalen Post ein Umschlag eingegangen sei, der eine Plastiktüte mit weissem Material enthalte. «Darauf stand 'Asbest'. Wir haben den Umschlag in eine andere Plastiktüte gebracht und den Notruf angerufen. Innerhalb von zehn Minuten war jemand da», sagte Erb der Nachrichtenagentur dpa. Ob tatsächlich Gefahr bestehe, wisse er nicht. «Man muss solche Dinge ernst nehmen, bis sie es nicht mehr sind.»

In Melbourne haben zahlreiche Staaten Konsulate oder sind mit Honorarkonsuln vertreten. Die Botschaften haben ihren Sitz in Canberra.

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