Diese zehn Schlafmythen machen krank

17.4.2019 - 23:00, tafi

Mythen über den Schlaf halten sich hartnäckig – und gefährden die Gesundheit. Eine Studie räumt mit den zehn gefährlichsten Irrglauben auf.

Was viele Menschen über den Schlaf glauben, ist vor allem gefährliches Halbwissen ohne jede wissenschaftliche Grundlage. Viele Mythen über den Schlaf können sogar schädlich für die Gesundheit sein, sagen Forscher der NYU Langone Health School of Medicine in einer Studie, die jetzt in der Zeitschrift Sleep Health veröffentlicht wurde.

«Schlaf ist ein wichtiger Teil des Lebens, der Auswirkungen auf unsere Produktivität, Stimmung und allgemeine Gesundheit und unser Wohlbefinden hat», fasst Studienleiterin Dr. Rebecca Robbins bei CNN die Ergebnisse zusammen. Robbins hat mit ihrem Team ungefähr 8'000 Websites durchforstet und die gängigsten Mythen über den Schlaf gesammelt, die von Schlafmediziniern dann nach Popularität und Gesundheitsgefährdungspotenzial sortiert wurden.

Schlafmythos 1: Fünf Stunden Schlaf reichen völlig aus

Es ist kompletter Unsinn zu glauben, mit fünf Stunden oder weniger Schlaf auszukommen. Die Wissenschaft hat umfangreiche Belege dafür gefunden, dass Menschen, die über einen längeren Zeitraum fünf Stunden oder weniger schlafen, signifikant erhöhte gesundheitliche Risiken haben. Dazu gehören insbesondre Herz-Rhythmus-Erkrankungen, hoher Blutdruck und ein geschwächtes Immunsystem. Die Experten empfehlen, täglich zwischen sieben und zehn Stunden zu schlafen.

Schlafmythos 2: Überall-Nickerchen sind okay

Sind sie nicht: Wer im Zug oder Flugzeug sofort einschläft, hat vielmehr ein Problem. Der erschöpfte Körper versucht nämlich mit aller Macht, das Schlafdefizit auszugleichen. «Das liegt daran, dass die Adenosin-Konzentration im Gehirn zu hoch ist», sagt Robbins. Der Stoff blockiert die Ausschüttung von belebenden Neurotransmittern und verringert die Herzfrequenz. Er wird im Körper im Laufe des Tages aufgebaut und im Schlaf wieder abgebaut. Wer zu wenig schläft, hat also zu viel davon.



Schlafmythos 3: Der Körper gewöhnt sich an weniger Schlaf

Völlig falsch. Gesunder Schlaf besteht aus vier Phasen, darunter der REM-Schlaf, in der das Gehirn Emotionen und Sinneseindrücke verarbeitet. Ein kompletter Schlafzyklus dauert etwa 90 Minuten, je mehr Zyklen der Körper durchschlafen kann, umso besser.

Schlafmythos 4: Schnarchen ist ärgerlich, aber harmlos

Auch das stimmt nicht. Schnarchen ist ein Symptom von Schlafapnoe: Hierbei kommt es immer wieder zu kleinen Atemaussetzern. Die Folge ist unruhiger Schlaf und damit verbunden ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkte und Bluthochdruck. Wer unter Schlafapnoe leidet, also viel schnarcht, ist tagsüber erschöpft und müde.

Schlafmythos 5: Ein Schlummertrunk kann nicht schaden

Alkohol kurz vor der Nachtruhe ist alles andere als eine gute Idee. Auch wenn ein Absacker in der Tat beim Einschlafen hilft, wie Dr. Rebecca Robbins sagt. Allerdings verhindert der Alkohol danach, dass der Körper in alle Schlafphasen eintreten kann. «Alkohol hält den Körper sozusagen in der Leichtschlafphase gefangen», so Robbins, «und behindert vor allem die erholsame REM-Phase.»

Schlafmythos 6: Wer nicht einschläft, soll liegen bleiben

Im Gegenteil: Dr. Robbins empfiehlt Menschen, die nach 15 Minuten noch nicht eingeschlafen sind, aufzustehen und etwas Stumpfsinniges zu tun. Socken falten zum Beispiel.



Schlafmythos 7: Es ist egal, wann man schläft

Auch dieser Mythos ist gefährlich für die Gesundheit. Laut Studien sind etwa Schichtarbeiter, die aufgrund ihrer Arbeitszeiten, ständig einen anderen Tagesrhythmus haben, stärker von Gesundheitsrisiken betroffen als Menschen, die einen festen Schlafrhythmus und ihn ihrer inneren biologischen Uhr abgepasst haben.

Schlafmythos 8: Fernsehen ist die beste Einschlafhilfe

Im Bett fernzusehen – oder auf Smartphone und Tablet – noch mal Nachrichten und E-Mails lesen, ist für den Schlafzyklus verheerend. Vor allem blaues Licht sorgt für Schlaflosigkeit und Stress, weil es bestimmte Botenstoffe im Körper freisetzt. Am besten wäre es, zwei Stunden vor dem Einschlafen in keinen Bildschirm mehr zu schauen. Falls das nicht möglich ist, sollte zumindest die Helligkeit gedimmt werden. Einige Geräte verfügen auch über einen bestimmten Nachtmodus, der das Display auf ein wärmeres Farbspektrum umstellt.



Schlafmythos 9: Die Schlummertaste hilft beim Aufwachen

Ganz und gar nicht. Die Schlummertaste sorgt im Gegenteil dafür, dass man sich erschöpft und müde fühlt, weil man danach in einem Leichtschlaf weiterdöst, der dem Körper gar nicht gut tut.

Schlafmythos 10: Wer sich an Träume erinnert, schläft gut

Alle Menschen träumen etwa vier bis fünf Mal pro Nacht: An die meisten Träume erinnern wir uns nicht, weil wir einfach nicht aufwachen. Wer sich also nach dem Aufwachen an einen Traum erinnert, wurde vermutlich gerade im Schlaf gestört.

Schadet uns eine dauerhafte Sommerzeit?

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Im Okober wird also wie gewohnt noch einmal die Uhr umgestellt.<br/>Bild: Keystone</p>" } ]
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