Meteorologe erklärt: Darum macht Corona die Vorhersage schwierig

tsha

30.4.2020

Schweizer Wetterflash

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Wie wird das Wetter in der Schweiz in den nächsten 24 Stunden? Hier erfahren Sie alles Wichtige!

06.12.2019

Die Corona-Pandemie beeinflusst auch die Wettervorhersage: Weil weniger Flugzeuge in der Luft sind, fehlen wichtige Daten.

Nach wochenlanger Trockenheit hat es in der Schweiz zuletzt wieder geregnet. Ob das länger so bleibt? Schwer zu sagen. Denn die Corona-Krise hat auch Auswirkungen auf die Genauigkeit der Wettervorhersagen

«Uns fehlen die Daten von täglich 3'000 Flugzeugen, die um den Globus jetten und uns während des Fluges laufend Messwerte übermitteln», erklärt «MeteoNews»-Chef Peter Wick gegenüber «Blick». Derzeit ist es am Himmel über Europa so leer wie schon lange nicht mehr: Die Corona-Pandemie hat das Reiseaufkommen drastisch reduziert, die meisten Flugzeuge bleiben am Boden. Entsprechend können die Maschinen auch keine Daten zu Luftfeuchtigkeit, Temperatur und anderen Werten liefern, die in die Wettervorhersage mit eingehen.



Das Fehlen dieser Daten sei «nicht gut», so Wick. «Auch wenn wir noch bei 90 Prozent der richtigen Prognose liegen, ist jeder Tag, an dem wir diese Flugdaten nicht haben, ein verlorener Tag. Die Präzision unserer Wettervorhersagen fehlt immer mehr.»

Eine Alternative sei es, Satellitendaten zu nutzen. Daran werde zwar schon länger gearbeitet, so der Meteorologe. «Doch dies ist ein milliardenschweres Projekt und so komplex wie die Bevölkerungsforschung und Vulkanologie.» Ausserdem würden die fehlenden Daten jetzt benötigt, nicht erst in der Zukunft. Unwetter liessen sich allerdings auch mithilfe von Radarbildern zuverlässig prognostizieren.

Trotz der aktuellen Schwierigkeiten bei der Wettervorhersage meldet «MeteoNews» für die Tage von Donnerstag bis Samstag weitere Niederschläge. «Die Trockenheit geht somit zu Ende», heisst es in einer Mitteilung.

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